James Fisk (Unternehmer)
James Fisk, genannt Big Jim (* 1. April 1834 in Bennington, Vermont; † 6. Januar 1872 in New York, N.Y.), war ein US-amerikanischer Unternehmer und Spekulant.
Leben
Nach einer kurzen Schullaufbahn schloss sich James Fisk Junior einem Zirkus an, wurde später Hotelkellner und ging wie sein Vater hausieren. Schließlich nahm er eine Stelle als Verkäufer bei einer Bostoner Textilfirma an. Seine Begabung und sein Fleiß brachten ihm bald einen Anteil am Geschäft ein. Dadurch, und mit dem Schmuggel von Baumwolle, den er während des Bürgerkrieges betrieb, gelangte Fisk zu ansehnlichem Reichtum. Doch seine Spekulationen brachten ihn bald um sein Vermögen.
1864 wurde Fisk Börsenmakler in New York und Partner von Daniel Drew, dem er im Kampf gegen Cornelius Vanderbilt half. Durch Drew kam er gemeinsam mit Jay Gould in den Vorstand der Erie Railroad.
Gemeinsam mit Gould trickste er wenig später seinen Partner Drew aus und erlangte so die Kontrolle über die Erie Railroad. Fisk und Gould betrieben Börsen-Freibeuterei, Bestechung von hohen Politikern (wie Boss Tweed) und Gerichten. Ihr Versuch, den Goldmarkt aufzukaufen, bei dem sie den Schwager von Präsident Ulysses S. Grant mit ins Boot holten,<ref>Allan Peskin: Garfield. A Biography. Neuauflage der Erstausgabe von 1978. Kent State University Press, Kent, Ohio 1999, ISBN 0-87338-210-2, S. 310. (books.google.de)</ref> wurde jedoch 1869 vom fatalen Schwarzen Freitag vereitelt.
Ein Streit mit Edward „Ned“ Stiles Stokes um Geld und das Broadway-Showgirl Josie Mansfield, Fisks mehrjährige Geliebte, endete tragisch. In den Konflikt war auch Victoria Woodhull verwickelt. Stokes erschoss Big Jim Fisk am 5. Januar 1872 im New Yorker Grand Central Hotel<ref name=":0">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> mit drei Kugeln aus einer Handfeuerwaffe, als dieser ihm auf einer Treppe entgegenkam. Der Mord war ein Skandal der High Society, kamen doch Opfer wie Täter aus ihren Reihen. Bei der Beerdigung weinte Gould ungeniert. Stokes wurde zum Tode verurteilt, konnte jedoch durch seinen Vater und weitere vermögende Unterstützer eine zweimalige gerichtliche Revision des Strafprozesses anstrengen und musste schließlich nur vier Jahre im Sing-Sing-Gefängnis<ref name=":0" /> einsitzen. Er nahm seine unternehmerische Tätigkeit wieder auf. Der Gouverneur des Bundesstaates New York begnadigte Stokes am 1. Dezember 1884.
Literatur
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- H. W. Brands: The Murder of Jim Fisk for the Love of Josie Mansfield. American Portrait Series, 2011, ISBN 978-0-307-74325-1.
Weblinks
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- Nikolaus Piper: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. sueddeutsche.de, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.
Einzelnachweise
<references />
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fisk, James |
| ALTERNATIVNAMEN | Big Jim |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Unternehmer |
| GEBURTSDATUM | 1. April 1834 |
| GEBURTSORT | Bennington (Vermont), Vermont |
| STERBEDATUM | 6. Januar 1872 |
| STERBEORT | New York City, New York |