Zum Inhalt springen

Isen (Fluss)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Infobox Fluss Die Isen ist ein linker Zufluss des Inns im Südosten Oberbayerns mit einer Länge von rund 81 Kilometern.Vorlage:GeoQuelle Nach ihr sind die Landschaftsregion Isengau sowie das Untere/Obere Isen-Sempt-Hügelland benannt.

Name

Ihren Namen hat die Isen vom indogermanischen Wort eis, was „sich heftig und schnell bewegen“ bedeutet. Alternative Etymologien leiten den Namen vom indogermanischen *Isənā „die Antreibende“ zurück.<ref>Vorlage:Greule-DGNB</ref> Der Name hat sich auf das Kloster Isen und die Marktgemeinde Isen übertragen.<ref name="LbO">Vorlage:BibISBN</ref>

Verlauf

Datei:Isen catchment.png
Einzugsgebiet der Isen

Die Isen entspringt beim Dorf Lacken der Gemeinde Maitenbeth, knapp im Landkreis Erding. Das Isental durchzieht die weitgehend naturbelassene Landschaft Altbayerns.

Im Landkreis Mühldorf ans Licht getreten, durchfließt das Isenwasser zunächst im Landkreis Erding die Gemeinden Isen, Lengdorf und Dorfen, um dann wieder durch den Landkreis Mühldorf zu fließen (Schwindegg, Ampfing, Mettenheim, Mühldorf am Inn und Erharting). Schließlich mündet sie im Landkreis Altötting (Gemeinde Winhöring) am nördlichen Innufer Neuöttings in den Inn.

Das Tal lässt sich etwa wie folgt einteilen:

  • Das obere Tal von der Quelle bis Esterndorf/Kopfsburg
  • Das mittlere Tal von Esterndorf/Kopfsburg bis Wörth
  • Das untere Tal von Wörth bis zur Mündung

Zuflüsse

Datei:Blick ins Isental.jpg
Blick ins Isental von Badberg aus nach Nordosten
Datei:Dorfen (mit Kloster Moosen, links) von OSO.jpg
Das Isental östlich von Dorfen

Liste von der Quelle zur Mündung; Auswahl, auch mit indirekten Zuflüssen über Auengräben neben der Isen und Teilungsarme von ihr.

Ursprung der Isen auf etwa Vorlage:Höhe am Waldrand nördlich von Maitenbeth-Lacken.

Mündung der Isen von links und Westnordwesten auf Vorlage:Höhe in den Inn bei Winhöring-Kronberg und gegenüber Neuötting. Die Isen ist 81,0 km lang und hat ein Einzugsgebiet von 586,4 km².

Sonstiges

Die Mündungsstelle in den Inn wurde im neunzehnten Jahrhundert im Zuge der Errichtung der Bahnstrecke München–Mühldorf–Simbach weiter nach Westen zwischen den Ortsteilen Kronberg und Unterau in der Gemeinde Winhöring verlegt. Die ursprüngliche Mündung befand sich zuvor auf Höhe der Ortschaft Kager. Noch heute weisen einige sumpfige Stellen in Äckern und Wiesen auf den früheren Lauf der Isen hin.

Das Isental mit seinen Nebentälern war früher reich an Schlössern (z. B. Kopfsburg, Zeilhofen, Steeg, Hofgiebing), von denen nur noch wenige, wie etwa Burgrain oder Schwindegg, erhalten geblieben sind. (→ Liste der Burgen, Schlösser und Edelsitze im Isental und Umgebung)

Das Isental mit Nebenflüssen ist ein FFH-Gebiet. Seit September 2019 überquert die Bundesautobahn 94 das Tal auf der 600 Meter langen Isentalbrücke.

Die Gewässergüte der Isen wird als mäßig bis kritisch belastet angegeben.

Datei:Isen am Pegel Engfurt.JPG
Die Isen am Pegel in Engfurt

Literatur

  • Rudolf Angermeier, Adolf Kunzmann: Isengau. Pannonia-Verlag, Freilassing 1978.
  • Das Isental, Kiebitz Verlag, Vilsbiburg 2008.

Fernseh-Dokumentationen

  • Die Isen. Fernsehreihe Topographie von Dieter Wieland. Bayerischer Rundfunk 1981.
  • Mein Isental. Naturdokumentation von Jan Haft. Bayerisches Fernsehen 2007. 45 min.

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />