Internationale Münchner Friedenskonferenz
Die Internationale Münchner Friedenskonferenz (IMFK) ist eine seit 2003 jährlich in München stattfindende Konferenz.
Ziele
Die Konferenz sieht sich als inhaltliche Alternativveranstaltung zur Münchner Sicherheitskonferenz.<ref name="FK">Internationale Münchner Friedenskonferenz. Abgerufen am 17. August 2020.</ref><ref name=":0">Internationale Münchner Friedenskonferenz. In: Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsgegnerInnen - Gegen Krieg. Für Frieden. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Januar 2020; abgerufen am 17. August 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> In der Konferenz, unterstützt von Podiumsdiskussionen, internationalen Foren, Workshops und zahlreichen Vorträgen, werden Ansätze und Wege vorgestellt, wie Frieden und Gerechtigkeit gestaltet werden können. Ein wesentliches Ziel der Friedenskonferenz ist es, Denkprozesse anzustoßen, die eine Kultur des Friedens fördern.<ref name="FK"/> Mit konkreten Beispielen aus verschiedenen Kulturen sollen Perspektiven aufgezeigt werden für ein Leben in Frieden und sozialer und globaler Gerechtigkeit sowie verantwortungsbewusstem Umgang mit der Natur.<ref name="FK"/><ref name=":0" />
Konferenz 2025
Die 23. Ausgabe der IMFK fand vom 14. bis 16. Februar 2025 statt.
Unter dem Titel „Fundamente des Friedens“ wurde das Friedensgebot des Grundgesetzes beleuchtet. Prominente Referenten wie Heribert Prantl und Hanne-Margret Birckenbach diskutierten die verfassungsrechtlichen Grundlagen von Frieden und kritisierten aktuelle politische Entwicklungen, insbesondere im Bereich der Migrationspolitik.<ref name=":1">Rückblick auf die Internationale Münchner Friedenskonferenz 2025 – DFG-VK Bayern. Abgerufen am 27. Juni 2025.</ref>
Im Mittelpunkt der „Wege zur Gerechtigkeit“ stand der Konflikt zwischen Israel und Palästina. Francesca Albanese und Friedensaktivist Gershon Baskin vertraten in ihren Beiträgen konträre Positionen zum Völkerrecht und zu Lösungsansätzen für den Nahostkonflikt, was zu einer kontroversen und intensiven Debatte führte.<ref name=":1" />
Ergänzt wurde die Veranstaltung durch verschiedene Workshops. Trotz organisatorischer Herausforderungen wie Finanzierungsschwierigkeiten und Problemen bei der Findung von Veranstaltungsorten, gelang es den Organisatoren, eine Plattform für kritische Perspektiven auf internationale Konflikte zu schaffen und gesellschaftliche Diskussionen anzuregen.<ref name=":1" />
Kündigung der Veranstaltungsräume für 2025 durch die Katholische Akademie
Im Dezember 2024 kündigte die Katholische Akademie der IMFK den für 2025 angemieteten Saal. Die IMFK-Leiterin Maria Feckl vermutete einen Zusammenhang mit dem geplanten Auftritt der umstrittenen UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese bei der IMFK 2025, die sich unter anderem deshalb Antisemitismusvorwürfen ausgesetzt sieht, weil sie Benjamin Netanjahu in die Nähe von Adolf Hitler gerückt hatte. Ein Vertreter einer IMFK-Trägerorganisation sprach von „Cancel Culture“. Die Akademie gab als Grund der Kündigung hingegen an, dass Fleckl von der Akademie eine Garantie gefordert habe, dass der Mietvertrag nicht kurzfristig gekündigt werde. Vertraglich vereinbart war aber, dass sie genau dies könne. Die Akademie fühlte sich jedoch verpflichtet, darauf zu achten, „dass die Grenze des Sagbaren in unseren Räumlichkeiten auch durch Gastgruppen und deren Redner:innen nicht überschritten wird“. Deshalb wollte sie auf das Recht zur kurzfristigen Vertragskündigung eben nicht verzichten. Die Akademie erinnerte daran, dass „Irritationen“ um die IMFK dazu geführt hätten, dass „seriöse Referenz-Institutionen“ wie die Landeshauptstadt „auf Distanz“ gegangen seien.
Konferenz 2024
Die 22. Ausgabe der IMFK fand vom 16. bis 18. Februar 2024 statt.
Die Konferenz positionierte sich als kritische Alternative zur Münchner Sicherheitskonferenz, mit dem Ziel, militärische Eskalation zu hinterfragen.<ref>Claudia Wangerin: Weder Putin noch Nato: Mehr Sicherheit durch Blockfreiheit? 18. Februar 2024, abgerufen am 27. Juni 2025.</ref> Zentrale Redner wie Clare Daly und Yanis Varoufakis beleuchteten die zunehmende Militarisierung und globale Machtungleichgewichte.<ref>Maria Feckl: Clare Daly – Ihre Rede auf der Münchner Friedenskonferenz 2024. In: Münchner Friedenskonferenz. 5. Mai 2024, abgerufen am 27. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Maria Feckl: Yanis Varoufakis – Seine Rede auf der Münchner Friedenskonferenz 2024 –. In: Münchner Friedenskonferenz. 10. April 2024, abgerufen am 27. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Varoufakis’ Konzept einer neuen Blockfreiheit als Graswurzelbewegung zielte darauf ab, Menschen weltweit einzubeziehen, die unter aktuellen Machtstrukturen leiden.<ref>Gisela Dürselen: Friedenskonferenz München: Blockfreiheit als Graswurzelbewegung. Abgerufen am 27. Juni 2025.</ref>
Olga Karach, eine belarussische Aktivistin, unterstrich die schwierige Situation für Kriegsgegner in Europa und betonte die Bedeutung von Friedensarbeit.<ref>Claudia Wangerin: Aktivistin aus Belarus: Schwere Zeiten für Kriegsgegner und Verweigerer in ganz Europa. 17. Februar 2024, abgerufen am 27. Juni 2025.</ref> Der Diplomat Michael von der Schulenburg warnte vor hochentwickelten Waffensystemen, die jede Reaktionszeit minimieren.<ref>DFG-VK Bayern PazifistInnen: Internationale Münchner Friedenskonferenz 2024 - Wohin treibt Europa? (16.02.204 - Deutsch/German). 17. Februar 2024, abgerufen am 27. Juni 2025.</ref>
Die Konferenz forderte mehr Diplomatie statt weiterer Waffenlieferungen.<ref>Münchner Friedenskonferenz: Mehr Diplomatie statt weiterer Waffenlieferungen! Abgerufen am 27. Juni 2025.</ref> Die Kernbotschaft blieb: Frieden kann nur durch globale Solidarität und ein Umdenken in internationalen Beziehungen erreicht werden.<ref>FRN: Münchner Friedenskonferenz 2024. Abgerufen am 27. Juni 2025.</ref>
Konferenz 2022
Die 20. Ausgabe der IMFK fand vom 18. bis 19. Februar 2022 statt.
Themen waren u. a. die militärische Nutzung der Atomenergie und das Verhältnis zwischen Russland und der Ukraine.<ref>Rudolf Stumberger: Friedensbewegung für Abrüstung und Entspannung. Abgerufen am 27. Juni 2025.</ref> Im „Münchner Appell“ wurde die Bundesregierung aufgerufen, für eine Politik der Kriegsverhütung ohne Atomwaffen einzutreten und Verhandlungen über den Abzug der Atomwaffen auf deutschem Boden aufzunehmen.<ref>Internationale Münchner Friedenskonferenz 2022 - Politik - European News Agency. Abgerufen am 27. Juni 2025.</ref> Der Münchner Oberbürgermeister Reiter unterstützte den Appell auch als Mitglied der Mayors for Peace.<ref>Landeshauptstadt München, Stadtverwaltung: „Münchner Appell“ zur Friendenskonferenz. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. Februar 2022; abgerufen am 27. Juni 2025.</ref>
Konferenz 2020
Die ursprünglich für Februar 2020 geplante Konferenz wurde im Januar 2020 nach einem Streit um den Auftritt des Sprechers des Grußwortes abgesagt.<ref>AZ: München: Organisatoren sagen Friedenskonferenz ab. 16. Januar 2020, abgerufen am 27. Juni 2025.</ref>
Im Dezember 2019 akzeptierte die Konferenz den jüdischen SPD-Stadtrat Marian Offman nicht als Sprecher eines Grußwortes bei der Eröffnung der 2020er Konferenz in Vertretung von Oberbürgermeister Dieter Reiter, weil Offman aufgrund seiner früheren Zugehörigkeit zur CSU angeblich friedenspolitisch ungeeignet sei. Zudem war er wie die Stadtratsmehrheit ein erklärter Gegner der Kampagne „Boycott, Divestment and Sanctions“ (BDS). Die faktische Ausladung Offmans wurde unter anderem vom bayerischen Antisemitismus-Beauftragten Ludwig Spaenle als antisemitisch kritisiert. Daraufhin sagten die Organisatoren die Veranstaltung ganz ab und beriefen sich dabei auf angebliche organisatorische Probleme.<ref>Martin Bernstein: Marian Offman als Redner ausgeladen. Süddeutsche Zeitung, 23. Dezember 2019.</ref><ref>Martin Bernstein: Friedenskonferenz findet nicht statt. Süddeutsche Zeitung, 16. Januar 2020.</ref><ref>Bernd Kastner: Warum die Friedenskonferenz abgesagt wurde Süddeutsche Zeitung, 13. Februar 2020</ref> Den Antisemitismusvorwurf wies der Trägerkreis zurück, Offmans Religion habe keine Rolle gespielt,<ref>Rudolf Stumberger: Friedenskonferenz in München abgesagt, Neues Deutschland, 23. Januar 2020.</ref> sondern seine ablehnende Haltung gegenüber israelkritischen Gruppierungen wie der BDS-Bewegung. Allerdings hatten Stadträte, die in den beiden Vorjahren von der IMFK als Vertreter der Stadt akzeptiert worden waren, auch für einen Beschluss gegen BDS gestimmt. Von Offman befragte Fraktionskollegen waren wie dieser der Meinung, dass man das nur als „israelbezogenen Antisemitismus in Reinstform“ interpretieren könne.<ref>Dominik Bauer: Jüdischer Stadtrat ausgeladen, taz, 14. Januar 2020.</ref>
Konferenz 2007
Die fünfte Ausgabe der IMFK fand vom 2. bis 10. Februar 2007 statt. Die IMFK ist mittlerweile ein anerkanntes Forum für internationale Pazifisten.<ref>Ralph Hub: Streit um Sicherheitskonferenz, in: Abendzeitung, 31. Januar 2007, Seite 72</ref>
Bernd Niehaus (ehemaliger Botschafter der Republik Costa Rica in Deutschland) stellte Costa Rica als Modell für eine friedliche Außenpolitik vor. Dort gibt es seit vielen Jahren kein Militär mehr. Er sprach sich für eine Demilitarisierung Mittelamerikas aus und kritisierte die Dominanz US-amerikanischer Interessen in der Region.<ref>Claudia Wangerin: Brave Bananenrepublik, in: junge Welt vom 5. Februar 2007, Nr. 30, Seite 75</ref>
Johan Galtung (Soziologe und Mitbegründer der modernen Friedensforschung) stellte sein Konzept der gewaltfreien Konfliktlösung vor. Er unterschied zwischen einem sicherheitsorientierten und einem friedensorientierten Diskurs und plädierte für die Suche nach politischen Lösungen durch Dialog und Mediation. Als Schritte zur Versöhnung verwies er auf die Bedeutung von Entschuldigungen und historischen Einsichten wie etwa zum Putsch im Iran 1953 oder dem Sykes-Picot-Abkommen.<ref>https://friedenskonferenz.info/wp-content/uploads/2022/01/broschuere-2007.pdf Internationale Münchner Friedenskonferenz, Beiträge und Texte von der Konferenz, Seite 9–14</ref>
Jan Oberg (Friedensforscher und Direktor der Transnational Foundation for Peace and Future Research), Wolfgang Lohbeck (Greenpeace) und Hans-Peter Dürr (Träger des Alternativen Nobelpreises 1987) diskutierten unter dem Titel „Wege zur Sicherheit ohne militärische Gewalt“ über gewaltfreie Wege zur Konfliktlösung. Dabei wurden auch Ausschnitte aus den Reden von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vom selben Tag eingespielt und diskutiert. Die Podiumsdiskussion betonte absolute Gewaltlosigkeit und verurteilte sogenannte „gerechte Kriege“, wie sie von den USA geführt werden.<ref>Claudia Wessel und Monika Maier-Albang: 46 Festnahmen bei der Friedens-Demo, in: Süddeutsche Zeitung, 12. Februar 2007, Seite 77</ref><ref>Seite 51–58 Internationale Münchner Friedenskonferenz, Beiträge und Texte von der Konferenz</ref><ref>Who we are. TFF - The Transnational Foundation, abgerufen am 9. Januar 2026.</ref>
Konferenz 2005
Die dritte Ausgabe der IMFK fand vom 11. bis 13. Februar 2005 statt, erstmals im Alten Rathaussaal der Stadt München. Etwa 600 Teilnehmer folgten am Eröffnungsabend einem Vortrag zum „neuen Feindbild Islamismus“.<ref name="WSZ">Wolfratshauser Süddeutsche Zeitung Nr. 23 vom 29./30. Januar 2005, Seite R 2</ref><ref>Bayerischer Rundfunk, Beitrag für das „Münchner Mittagsmagazin“ vom 14.02.2005, 12:05 Uhr; Transkript in https://web.archive.org/web/20250928183330/https://friedenskonferenz.info/wp-content/uploads/2022/01/doku-2005-3.pdf</ref> Am zweiten Tag gab es Diskussionsforen und Workshops sowie eine Kundgebung auf dem Marienplatz.<ref name="WSZ" />
Redner waren u. a. Hep Monatzeder (Bürgermeister), Hans-Peter Dürr (Schirmherr), Horst-Eberhard Richter und Kai Hafez. Dürr kritisierte das Selbstverständnis der Sicherheitskonferenz als „Dialogforum“ und das Streben der USA, ihr Modell von „Freiheit“ weltweit zu exportieren. Richter befasste sich u. a. mit dem „Feindbild Islamismus“ sowie mit Bewertungen der internationalen Lage nach den Anschlägen am 11. September 2001; Hafez äußerte sich zur Einschätzung der islamischen Welt als sicherheitspolitischem Faktor.<ref>Monika Maier-Albang in: Süddeutsche Zeitung vom 14. Februar 2005</ref>
Aus dem im Umfeld der Friedenskonferenz vorgestellten Projekt „Münchner Sicherheitskonferenz verändern“ entwickelte sich die gleichnamige Projektgruppe, die seit 2006 als eingetragener Verein organisiert ist.<ref>Das Projekt "Münchner Sicherheitskonferenz verändern" stellt sich vor. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. September 2025; abgerufen am 9. Januar 2026.</ref><ref>Wir über uns. Projektgruppe »Münchner Sicherheitskonferenz verändern« e.V., 5. Juni 2021, abgerufen am 9. Januar 2026.</ref> Sie möchte die Sicherheitskonferenz durch Gespräche und Beteiligung zivilgesellschaftlicher Akteure verändern; seit 2009 entsendet die Projektgruppe Beobachter zur Sicherheitskonferenz.<ref>Bernhard Hübner: Münchener Sicherheitskonferenz: Die Angst vor dem Feigenblatt. In: Die Tageszeitung: taz. 30. Januar 2010, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 9. Januar 2026]).</ref><ref>Thomas Mohr: Die Münchner Sicherheitskonferenz – Wissenschaft & Frieden. Wissenschaft und Frieden e.V., abgerufen am 9. Januar 2026.</ref>
Finanzierung
Die Konferenz wurde lange Jahre vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München gefördert. Daneben wurde die Konferenz von der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem Katholischen Fonds finanziell unterstützt.<ref>22. Internationale Münchner Friedenskonferenz 2024, auf rosalux.de, abgerufen am 12. Februar 2024</ref> Im Februar 2024 brachten im Münchner Stadtrat die Fraktionen der Rathauskoalition aus Grünen/Rosa Liste und SPD/Volt den Antrag ein, die Förderung sofort zu beenden, da es der Friedenskonferenz an kulturpolitischer Bedeutung mangele und auch kein kommunaler Bezug vorhanden sei.<ref>André Wagner: Stadtratsfraktionen wollen Friedenskonferenz in München den Geldhahn zudrehen. In: Abendzeitung. 2. Februar 2024, abgerufen am 18. Februar 2024.</ref> Der tatsächliche Grund war jedoch die Sorge, dass das städtische Logo vor dem Hintergrund des Russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und des Terrorangriffs der Hamas auf Israel zur Werbung für einseitig putinfreundliche bzw. israelkritische Aussagen missbraucht werden könnte. Die Mitorganisatorin der Konferenz und bündnisgrüne Kreis- und Gemeinderätin Maria R. Feckl trat daraufhin aus Protest aus ihrer Partei aus.<ref>Florian Tempel: Kreisrätin Maria Feckl verlässt die Grünen. In: Süddeutsche Zeitung. 4. März 2024, abgerufen am 30. November 2024.</ref> Im März 2024 wurde die städtische Förderung gestrichen, auch der Katholische Fonds nahm seine Förderzusage zurück.<ref>Rolf-Henning Hintze: »Die Friedenskonferenz ist den Grünen lästig«. In: Junge Welt. 6. März 2024, abgerufen am 19. März 2024.</ref> Die Rosa-Luxemburg-Stiftung fördert weiterhin.
Rezeption
Heidi Meinzolt schrieb für die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit über die IMFK des Jahres 2024, dass die Diskussionen und Gedanken der IMFK eine echte Alternative zum Kriegsgeschrei im Bayerischen Hof seien.<ref>Heidi Meinzolt: Friedenskonferenz vs. Sicherheitskonferenz - www.wilpf.de. 11. März 2024, abgerufen am 27. Juni 2025.</ref>
Christoph von Lieven, Vorstand bei ICAN Deutschland e. V. und ehemaliger Sprecher für atomare Abrüstung bei Greenpeace Deutschland, betonte im Jahr 2022 die besondere Bedeutung der IMFK als zivilgesellschaftliche Alternative zur von Regierungen und rüstungsnahen Kreisen finanzierten Münchner Sicherheitskonferenz: Diese setze im Gegensatz dazu auf Dialog und die Abkehr von Feindbildern – und verfolge damit das in Artikel 1 der UN-Charta formulierte Ziel, „den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren und Bedrohungen des Friedens zu verhüten“.<ref>Christoph von Lieven: Münchner Friedenskonferenz: Wir sollten weltweite Kooperation neu denken. Frankfurter Rundschau GmbH, 18. Februar 2022, abgerufen am 27. Juni 2025.</ref>
Wolfgang Steuer vom Netzwerk Friedenssteuer schrieb im Jahr 2014, dass die IMFK seit zwölf Jahren erfolgversprechende und erfolgreiche Beispiele des Ausstiegs aus der Gewaltspirale öffentlich vorstelle.<ref>Wolfgang Steuer: 12. Internationale Münchner Friedenskonferenz – Netzwerk Friedenssteuer. Abgerufen am 27. Juni 2025.</ref>
Die Münchener Stadtrats-Fraktionsgemeinschaft Die Grünen – Rosa Liste will die IMFK seit dem Jahr 2024 nicht mehr fördern, da die Veranstaltung zunehmend ihren ursprünglichen Auftrag verfehlt und Referenten eine Plattform bietet, die sich nicht eindeutig von Menschenrechtsverletzungen und autokratischen Regimen distanzieren.<ref>Fraktion Die Grünen-rosa liste im Münchner Stadtrat: In eigener Sache: Warum wir die Münchner Friedenskonferenz nicht mehr fördern wollen | Fraktion Die Grünen – rosa liste im Münchner Stadtrat. Abgerufen am 27. Juni 2025.</ref>
Trägerkreis
Der Trägerkreis besteht aus den Organisationen<ref>22. Internationale Münchner Friedenskonferenz 2024, auf rosalux.de, abgerufen am 12. Februar 2024</ref>:
- Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Landesverband Bayern
- Helmut-Michael-Vogel Bildungswerk e.V.
- Pax Christi im Erzbistum München und Freising
- Deutsche Sektion der Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW)
- NaturwissenschaftlerInnen-Initiative – Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit e.V.
- Netzwerk Friedenssteuer e.V., Region Bayern
- Münchner Sicherheitskonferenz verändern e.V.
- Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit
Ehrenkuratoren
Der Kreis der Ehren-Kuratoren unterstützt die Internationale Münchner Friedenskonferenz. Zu ihnen gehören:
- Hans-Peter Dürr († 2014), Träger des Alternativen Nobelpreises
- Hans-Christof von Sponeck, ehemaliger UNO-Koordinator für den Irak
- Franz Alt, Publizist
- Klaus Hahnzog, Verfassungsrichter und Bürgermeister a. D. und
- Konstantin Wecker, Liedermacher
- Hanne-Margret Birckenbach, Professorin für Friedens- und Konfliktforschung
- Joachim Bauer, Neurobiologe, Arzt, Psychiater
- Angelika Claußen, Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie (i. R.)
- Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes
Weblinks
Einzelnachweise
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