Ingrida Šimonytė
Ingrida Šimonytė (* 15. November 1974 in Vilnius) ist eine litauische Wirtschaftswissenschaftlerin und konservative Politikerin (seit 2022 TS-LKD, zuvor parteilos). Sie war von 2020 bis 2024 Premierministerin Litauens.
Leben
Nach dem Abitur 1992 an der 7. Sekundarschule Vilnius in Žirmūnai absolvierte Ingrida Šimonytė 1996 das Bachelorstudium der Betriebswirtschaftslehre und 1998 das Masterstudium der Finanzwissenschaften an der Fakultät für Wirtschaft der Universität Vilnius (VU).<ref>LR FM informacija (ministrės CV)</ref>
Karriere in Politik und im öffentlichen Dienst
Ab 1997 arbeitete Ingrida Šimonytė in der Abteilung für Fiskalpolitik des litauischen Finanzministeriums, und ab 2002 war sie Direktorin der Abteilung für Steuern.<ref>Lietuvos laisvosios rinkos institutas (LLRI): <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pranešimai ( vom 20. Juni 2009 im Internet Archive)</ref> Danach war sie Ministeriumssekretärin und vom 1. Juli 2009 bis zum 6. Juli 2009 als stellvertretende Finanzministerin tätig.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />finmin.lt ( des Vorlage:IconExternal vom 18. Dezember 2008 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (Juli 2009)</ref> Vom 7. Juli 2009 bis 2012 war Šimonytė litauische Finanzministerin im Kabinett Kubilius II (ernannt von Präsident Valdas Adamkus). Ihr Vorgänger Algirdas Šemeta folgte Dalia Grybauskaitė, die am 17. Mai 2009 zur litauischen Präsidentin gewählt wurde, als Mitglied der Europäischen Kommission.<ref>„Ingrida Šimonytė – naujoji finansų ministrė“ (Irma Verbienė 2009.07.03 09:01, Papildyta 2009.07.03 09:14, „Verslo žinios“)</ref>
Von 2013 bis 2016 lehrte Šimonytė als Lektorin Volkswirtschaft an der Fakultät für Mathematik und Informatik der Vilniaus Universitetas.<ref>I. Šimonytė dėstys studentams makroekonomiką</ref> Von Juli 2013 bis November 2016 war sie stellvertretende Vorsitzende der litauischen Zentralbank (Lietuvos bankas), ernannt von Präsidentin Dalia Grybauskaitė.<ref>Prezidentė paskyrė Lietuvos banko valdybos pirmininko pavaduotoją</ref>
Bei der Parlamentswahl am 9. Oktober 2016 wurde Šimonytė für die TS-LKD in das litauische Parlament Seimas gewählt. Im Wahlbezirk Antakalnis setzte sie sich als Direktkandidatin gegen den damaligen sozialdemokratischen Gesundheitsminister Juras Požela durch.<ref>Staigmenos ir rinkėjų spyriai (Delfi.lt)</ref>
Bei der Parlamentswahl am 11. Oktober 2020 war Šimonytė die Listenführerin der TS-LKD und wurde für die TS-LKD in das litauische Parlament Seimas schon im ersten Wahlgang gewählt. Im Wahlbezirk Antakalnis setzte sie sich mit 62,65 % Stimmen gegen solche Politiker wie NS-Listenführer Vytautas Radžvilas (zweitbestes Ergebnis im Wahlbezirk: 6,44 %), Svetlana Kauzonienė (1,42 %) und andere durch.<ref>Staigmenos ir rinkėjų spyriai (Delfi.lt)</ref>
Präsidentschaftswahl 2019
Im September 2018 verkündete Šimonytė ihre Teilnahme bei der Präsidentschaftswahl in Litauen 2019.<ref>Sunkų sprendimą priėmusi Ingrida Šimonytė: mane privertė apsispręsti trys svarbiausi dalykai. Abgerufen am 26. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei der Kandidaten-Wahl in der konservativen Partei TS-LKD setzte sie sich mit 78,71 % Stimmen durch gegen EU-Diplomaten und Juristen Vygaudas Ušackas.<ref>Konservatorių pirminiuose rinkimuose triuškinančia persvara triumfavo I. Šimonytė</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Susitaikanti su būtinybe: kodėl I. Šimonytė nėra Grybauskaitė 2.0 ( vom 29. Oktober 2018 im Internet Archive)</ref> Damit wurde Šimonytė offizielle Kandidatin der Heimatunion (Tėvynės Sąjunga). Als „Grybauskaitė 2.0“ wurde Šimonytė mit Präsidentin Dalia Grybauskaitė verglichen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kodėl Ingrida nėra Grybauskaitė 2.0 ( des Vorlage:IconExternal vom 5. November 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Im ersten Wahlgang erreichte Šimonytė die relative Stimmenmehrheit (31,35 %) vor dem Bankökonomen Gitanas Nausėda (31,16 % Stimmen), unterlag Nausėda jedoch im 2. Wahlgang.
Premierministerin (2020 bis 2024)
Bei der Parlamentswahl am 11. Oktober und 25. Oktober 2020 erhielt die TS-LKD 50 von 141 Sitzen und die Liberale Bewegung (LRLS) 32 Sitze. Šimonytė wurde von einer Koalition aus Heimatunion, Freiheitspartei und LRLS als Premierministerin vorgeschlagen. Sie wurde am 25. November 2020 vom 13. Seimas auf Vorschlag von Präsident Gitanas Nausėda gewählt. Sie und ihr Kabinett wurden am 11. Dezember 2020 vereidigt. Am 12. Dezember 2024 wurde sie im Premierministeramt von Gintautas Paluckas abgelöst.
Präsidentschaftswahl 2024
Bei der Präsidentschaftswahl in Litauen 2024 kandidierte Šimonytė erneut. Sie unterlag jedoch im zweiten Wahlgang dem amtierenden Präsidenten Gitanas Nausėda.
Auszeichnungen
- Litauischer Orden Vytautas des Großen, 2015
- Großkreuz des norwegischen Verdienstordens
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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Andrius Kubilius (Premierminister) | Vygaudas Ušackas (Außenminister) | Gintaras Steponavičius (Bildungs- und Wissenschaftsminister) | Arvydas Sekmokas (Energiewirtschaftsminister) | Algirdas Šemeta (bis 8. Juli 2009) Ingrida Šimonytė (Finanzminister) | Algis Čaplikas (bis 10. März 2010) Raimondas Šukys (Gesundheitsminister) | Raimundas Palaitis (bis 21. März 2012) Artūras Melianas (Innenminister) | Remigijus Šimašius (Justizminister) | Remigijus Vilkaitis (bis 1. Juli 2010) Arūnas Gelūnas (Kulturminister) | Kazimieras Starkevičius (Landwirtschaftsminister) | Rimantas Jonas Dagys (bis 22. Juli 2009) Donatas Jankauskas (Sozial- und Arbeitsministerin) | Eligijus Masiulis (Verkehrsminister) | Rasa Juknevičienė (Verteidigungsminister) | Gediminas Kazlauskas (Umweltminister) | Dainius Kreivys (bis 17. März 2011) Rimantas Žylius (Wirtschaftsminister)
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Šimonytė, Ingrida |
| KURZBESCHREIBUNG | litauische Politikerin, Finanzministerin und Ökonomin |
| GEBURTSDATUM | 15. November 1974 |
| GEBURTSORT | Litauische SSR |
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- Geboren 1974
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