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Phosphinsäure

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Hypophosphorsäure)
Strukturformel
Strukturformel der Phosphinsäure
Allgemeines
Name Phosphinsäure
Andere Namen
  • Hypophosphorige Säure (veraltet)
  • Unterphosphorige Säure (veraltet)
  • Phosphor(I)-säure
Summenformel H3PO2
Kurzbeschreibung

farb- und geruchlose Blättchen<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 228-601-5
ECHA-InfoCard 100.026.001
PubChem 4124402
ChemSpider 10449263
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 66,00 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,49 g·cm−3<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

26,5 °C<ref name="GESTIS" />

Siedepunkt

108 °C (Zersetzung)<ref name="GESTIS" />

Dampfdruck 0,43 Pa (25 °C)<ref>Registrierungsdossier zu Vorlage:Linktext-Check (Abschnitt Vapour pressure) bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum</ref>
pKS-Wert
  • 2,0<ref name="pKa">chem.wisc.edu: pKa Data, Compiled by R. Williams (PDF; 645 kB).</ref>
  • 2,23<ref name="pKa" />
Löslichkeit

löslich in Wasser<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 290​‐​314
P: 234​‐​280​‐​303+361+353​‐​304+340+310​‐​305+351+338​‐​363<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Phosphinsäure, veraltet auch Hypophosphorige Säure genannt, ist eine der Säuren des Phosphors und hat die Summenformel H3PO2. Ihre Salze werden Phosphinate oder (veraltet) Hypophosphite genannt; mit Alkoholen kann Phosphinsäure formal Phosphinsäureester bilden. Der Phosphor hat in diesen Verbindungen die Oxidationsstufe +I.

Herstellung

Erzeugt werden kann Phosphinsäure durch Disproportionierung von weißem Phosphor (P4) in einem alkalischen Medium:

<math>\mathrm{ P_4 + 6\ H_2O \longrightarrow PH_3 + 3\ H_3PO_2 }</math>

Ebenfalls möglich ist die Darstellung durch Zersetzung von Bariumphosphinat mit Schwefelsäure.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band I, Ferdinand Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 539.</ref>

<math>\mathrm{Ba(H_2 PO_2 )_2 \cdot H_2 O + H_2 SO_4 \longrightarrow 2 \ H_3 PO_2 + BaSO_4 + H_2 O}</math>

Eigenschaften

Wasserfreie Phosphinsäure kristallisiert in farblosen Blättchen, die sich in Wasser sehr leicht lösen. Beim Erhitzen auf 130–140 °C tritt Disproportionierung zu Monophosphan und Phosphonsäure ein.<ref name="brauer" />

<math>\mathrm{3\,H_3PO_2 \rightleftharpoons 2\,H_3PO_3 + PH_3}</math>

Verwendung

Phosphinsäure kann in wässriger Lösung als Reagenz zur Reduktion von Diazoniumgruppen eingesetzt werden (Dediazonierung). Als Reaktionsprodukte entstehen elementarer Stickstoff und Phosphonsäure.

Literatur

Einzelnachweise

<references />