Phosphinsäure
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Strukturformel der Phosphinsäure | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Phosphinsäure | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | H3PO2 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farb- und geruchlose Blättchen<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 66,00 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||||||||
| Dichte |
1,49 g·cm−3<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
26,5 °C<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
108 °C (Zersetzung)<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Dampfdruck | 0,43 Pa (25 °C)<ref>Registrierungsdossier zu Vorlage:Linktext-Check (Abschnitt Vapour pressure) bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum</ref> | ||||||||||||||||||
| pKS-Wert |
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| Löslichkeit |
löslich in Wasser<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Phosphinsäure, veraltet auch Hypophosphorige Säure genannt, ist eine der Säuren des Phosphors und hat die Summenformel H3PO2. Ihre Salze werden Phosphinate oder (veraltet) Hypophosphite genannt; mit Alkoholen kann Phosphinsäure formal Phosphinsäureester bilden. Der Phosphor hat in diesen Verbindungen die Oxidationsstufe +I.
Herstellung
Erzeugt werden kann Phosphinsäure durch Disproportionierung von weißem Phosphor (P4) in einem alkalischen Medium:
- <math>\mathrm{ P_4 + 6\ H_2O \longrightarrow PH_3 + 3\ H_3PO_2 }</math>
Ebenfalls möglich ist die Darstellung durch Zersetzung von Bariumphosphinat mit Schwefelsäure.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band I, Ferdinand Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 539.</ref>
- <math>\mathrm{Ba(H_2 PO_2 )_2 \cdot H_2 O + H_2 SO_4 \longrightarrow 2 \ H_3 PO_2 + BaSO_4 + H_2 O}</math>
Eigenschaften
Wasserfreie Phosphinsäure kristallisiert in farblosen Blättchen, die sich in Wasser sehr leicht lösen. Beim Erhitzen auf 130–140 °C tritt Disproportionierung zu Monophosphan und Phosphonsäure ein.<ref name="brauer" />
- <math>\mathrm{3\,H_3PO_2 \rightleftharpoons 2\,H_3PO_3 + PH_3}</math>
Verwendung
Phosphinsäure kann in wässriger Lösung als Reagenz zur Reduktion von Diazoniumgruppen eingesetzt werden (Dediazonierung). Als Reaktionsprodukte entstehen elementarer Stickstoff und Phosphonsäure.
Literatur
- A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012641-9, S. 764.
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
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- Ätzender Stoff (metallkorrosiv)
- Ätzender Stoff
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Anorganische Säure
- Phosphorverbindung
- Oxosäure