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Hollenbach (Mühlhausen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Hollenbach
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(328)&title=Hollenbach 51° 14′ N, 10° 23′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(328) 51° 14′ 17″ N, 10° 23′ 14″ O
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Höhe: 288 m ü. NN
Fläche: 4,81 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Hollenbach, Stadt Mühlhausen/Thüringen. In: GEOindex. Abgerufen im Januar 2026.</ref>
Einwohner: 328 (Sep. 2023)<ref>Mühlhausen/Thüringen – Einwohnerstatistik. In: www.muehlhausen.de. Abgerufen im Januar 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1997
Eingemeindet nach: Anrode
Postleitzahl: 99974
Vorwahl: 03601
Lage von Hollenbach in Thüringen
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Hollenbach ist ein Ortsteil der Stadt Mühlhausen/Thüringen im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen. Für den Ortsteil gibt es eine Ortsteilverfassung nach der Thüringer Kommunalordnung und damit einen Ortsteilrat und Ortsteilbürgermeister.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 207 kB) § 2 und 3. In: Webauftritt. Stadt Mühlhausen, abgerufen im Januar 2026.</ref>

Geographie Lage

Am nördlichen Übergang der Unstrutniederung um Mühlhausen in das Eichsfelder Hügelland übergehend befindet sich der Ortsteil Hollenbach östlich von Bickenriede an der Landesstraße 1006 von Mühlhausen nach Küllstedt und weiter. Hollenbach entstand als Straßendorf am Oberlauf des Hollenbachs, eines rechten Nebenbaches des Schildbaches. Höchste Erhebung ist der 330,1 m hohe Sommerberg südwestlich der Ortslage. Der größte Teil der Ortsgemarkung ist fruchtbares Ackerland. Im Norden ist der Schildbach mit seinem mäandrierenden Lauf und naturnahem Auenwald landschaftsprägend. Im Süden liegt der Steingraben, auch Hollenbacher Steingraben genannt, bei dem es sich um ein Trockental mit nur sporadischer Wasserführung handelt.

Geschichte

Datei:Tractus Eichsfeldiae.jpg
Das Eichsfeld und das Gebiet der Freien und Reichsstadt Mühlhausen mit Hollenbach um 1759 (Die Karte enthält einige Fehler: siehe Kartenbeschreibung auf Commons)

Im Jahre 1262 ist Hollenbach erstmals urkundlich erwähnt worden.<ref>Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 127.</ref> Hollenbach bedeutet wahrscheinlich sumpfiges Umland am Bach. Das Dorf hatte eine bewegte Geschichte. Erst gehörte es bis 1308 zum Kloster Anrode, dann ging es an die Reichsstadt Mühlhausen. 1400 waren 13 Landbesitzer im Dorf. 1424 brannte das Dorf. 1429 raubten die Herren von Hanstein das Vieh der Bauern. 1565 zählte man in Hollenbach 25 Mann Bevölkerung.<ref>Reinhard Jordan (Hrsg.): Chronik der Stadt Mühlhausen in Thüringen. Band 1: (– 1525). Danner, Mühlhausen 1900, S. 41.</ref>

1802 fiel Hollenbach zusammen mit Mühlhausen an das Königreich Preußen, von 1807 bis 1813 an das von Napoleon geschaffene Königreich Westphalen (Kanton Dörna) und wurde nach dem Wiener Kongress 1816 dem Landkreis Mühlhausen in der preußischen Provinz Sachsen zugeordnet.

Anfang April 1945 wurde der Ort von US-Truppen besetzt und Anfang Juli an die Rote Armee weitergegeben. Damit wurde Hollenbach Bestandteil der SBZ und ab 1949 der DDR.

Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten die Bauern den Weg der Kollektivierung gehen und nach der politischen Wende neue Formen der Landarbeit finden.<ref name="gemeinde-Gemeinde">Gemeinde Anrode - OT Hollenbach. In: gemeinde-anrode.de. 1. Januar 1970, abgerufen am 19. Januar 2021.</ref>

Im Juli 2012 beging Hollenbach drei Tage lang, auch mit einem Festumzug, die 750-Jahr-Feier seiner urkundlichen Ersterwähnung.

Am 1. Januar 1997 wurde Hollenbach ein Ortsteil der Gemeinde Anrode. Diese wurde am 1. Januar 2023 aufgelöst, wodurch Hollenbach ein Ortsteil der Stadt Mühlhausen/Thüringen wurde.<ref>Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 26/2022 S. 475 ff., aufgerufen am 31. Dezember 2022</ref>

Sehenswürdigkeiten

Im Zentrum des Ortes steht die Dorfkirche St. Maria Magdalena mit einem kleinen, vorgelagerten Kirchanger. Ein Wahrzeichen des Ortes ist die alte Eiche beim Dorfgemeinschaftshaus am Südwestrand des Dorfes. Sie wurde am 2. September 1871 als Friedenseiche gepflanzt. Alte Buchen- und Eichenwälder befinden sich in der Uferriede auf dem Sommerberg.

Weblinks

Commons: Hollenbach (Anrode) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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