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Grabe (Mühlhausen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Grabe
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(665)&title=Grabe 51° 14′ N, 10° 33′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(665) 51° 13′ 34″ N, 10° 32′ 30″ O
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Höhe: 199 m ü. NN
Fläche: 7,36 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Grabe, Stadt Mühlhausen/Thüringen. In: GEOindex. Abgerufen im Januar 2026.</ref>
Einwohner: 665 (Sep. 2023)<ref>Mühlhausen/Thüringen – Einwohnerstatistik. In: www.muehlhausen.de. Abgerufen im Januar 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner/km²
Eingemeindung: 30. Juni 1994
Eingemeindet nach: Weinbergen
Postleitzahl: 99998
Vorwahl: 03601
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Grabe ist ein Ortsteil von Mühlhausen/Thüringen im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen. Er besteht aus den Siedlungen Kleingrabe und Großgrabe. Für den Ortsteil gibt es eine Ortsteilverfassung nach der Thüringer Kommunalordnung und damit einen Ortsteilrat und Ortsteilbürgermeister.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 207 kB) § 2 und 3. In: Webauftritt. Stadt Mühlhausen, abgerufen im Januar 2026.</ref>

Geografie

Grabe liegt sieben Kilometer östlich von Mühlhausen. Das in der Nachbarschaft liegende Kloster Volkenroda ist von Grabe aus gut zu Fuß zu erreichen. Verkehrsmäßig ist der Ortsteil an die Landesstraße 249 angeschlossen. Die Gemarkung ist kupiert und liegt am Rande des Thüringer Beckens und der Unstrutniederung. Durch Grabe fließt der Fluss Notter.

Geschichte

Datei:Tractus Eichsfeldiae.jpg
Das Eichsfeld und das Gebiet der Freien und Reichsstadt Mühlhausen mit Groß- und Kleingrabe um 1759
(Die Karte enthält einige Fehler: siehe Kartenbeschreibung auf Commons)

Am 17. Juli 997 wurden Groß- und Kleingrabe erstmals urkundlich erwähnt.<ref>Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 96.</ref> Am 4. Juni 1300 verkaufte Landgraf Friedrich zu Thüringen das Dorf zusammen mit Bollstedt und Höngeda der Reichsstadt Mühlhausen.<ref>Reinhard Jordan (Hrsg.): Chronik der Stadt Mühlhausen in Thüringen. Band 1: (– 1525). Danner, Mühlhausen 1900, S. 65.</ref> 1565 zählte man in Wester-Grabe (Großgrabe) 58 Mann und in Oster-Grabe (Kleingrabe) 42 Mann Bevölkerung.<ref>Reinhard Jordan (Hrsg.): Chronik der Stadt Mühlhausen in Thüringen. Band 1: (– 1525). Danner, Mühlhausen 1900, S. 41.</ref>

1802 fielen Groß- und Kleingrabe zusammen mit Mühlhausen an das Königreich Preußen, von 1807 bis 1813 an das von Napoleon geschaffene Königreich Westphalen (Kanton Dachrieden) und wurden nach dem Wiener Kongress 1816 dem Landkreis Mühlhausen in der preußischen Provinz Sachsen zugeordnet. Die Gemeinden Großgrabe und Kleingrabe wurden 1965 zur Gemeinde Grabe zusammengeschlossen.<ref>Grabe im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref>

Der von jeher landwirtschaftlich geprägte Ort fand nach 1990 neue Eigentumsformen zur Arbeit auf dem Lande. Mit dem Pferdesport wird die Verbindung zur Stadt weiter gefestigt.

Am 30. Juni 1994 wurde Grabe in die neue Gemeinde Weinbergen integriert.<ref>Statistisches Bundesamt: Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.</ref> Zum 1. Januar 2019 erfolgte die Eingemeindung von Weinbergen nach Mühlhausen/Thüringen.<ref>Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 14/2018 S. 795 ff., aufgerufen am 13. Januar 2019</ref>

Sehenswürdigkeiten

Verkehr

Der Bahnhof Grabe lag an der Bahnstrecke Ebeleben–Mühlhausen. Der Güterverkehr wurde Ende 1994 und der Personenverkehr zum 31. Mai 1997 eingestellt. Seit 15. August 1998 ist die Strecke stillgelegt.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Christian Kirchner: Ortsfamilienbuch Kleingrabe 1407–1963. Rockstuhl, Bad Langensalza 2011, ISBN 978-3-86777-264-8.

Weblinks

Commons: Grabe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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