Hermann Rittscher
(Franz Eduard) Hermann Rittscher (* 13. Februar 1839 in Nusse, Herzogtum Sachsen-Lauenburg; † 11. August 1897 in Lübeck) war ein deutscher Rechtsanwalt, Notar und Senator in Lübeck.
Leben
Rittscher studierte an der Universität Jena und an der Universität Göttingen Rechtswissenschaft. Er wurde Mitglied des Corps Thuringia Jena (1858) und des Corps Brunsviga Göttingen (1860).<ref>Kösener Korpslisten 1910, 129/389; 64/340</ref> 1859 leitete er auf der Rudelsburg den Congress des Kösener Senioren-Convents-Verbandes. Sein Studium schloss er mit den Staatsexamen und der Promotion zum Dr. iur. ab. 1861 wurde er in seiner Heimatstadt Lübeck als Rechtsanwalt und Notar zugelassen. Bereits im Alter von 26 Jahren wurde er in die Lübecker Bürgerschaft gewählt. Acht Jahre später „berief ihn das allgemeine Vertrauen in den Senat“.<ref name="Fe">Fehling, 1925</ref> Als Senator war er Mitglied der Justizkommission und stellvertretender Präses der Verwaltungsbehörde für städtische Gemeindeanstalten. Über 24 Jahre war er (bis 1879 als Stellvertreter) Dirigent des Lübecker Polizeiamtes.
Am 23. September 1879 ging die Gerichtsbarkeit des Oberappellationsgerichtes im Zuge der von der Reichsverfassung erlaubten Neuordnung an das neu errichtete Reichsgericht in Leipzig über. Im Gerichtshaus in der Mengstraße fand die feierliche Einsetzung der neuen Gerichtsbehörden statt. Im Anschluss wurde ein Diner im Hotel Stadt Hamburg eingenommen. An der gleichzeitigen Einsetzung in Hamburg nahmen im Namen des lübeckischen Senates Rittscher und in dem der lübeckischen Anwälte Alphons Plessing, Robert Peacock und Emil Ferdinand Fehling als Vertreter der Bürgerschaft teil.<ref>Local- und vermischte Notizen. In: Lübeckische Blätter, 21. Jahrgang, Nummer 77, Ausgabe vom 24. September 1879, S. 436.</ref> Als Ausgleich für den Verlust des Oberappellationsgerichts wurde die Stadt Sitz der nach dem Erlass des letzten großen Sozialversicherungsgesetzes unter Otto von Bismarck für die Beschäftigten in den drei Hansestädte zuständige Hanseatichen Versicherungsanstalt für Invaliditäts- und Altersversicherung.<ref>Die "Hanseatische Versicherungsanstalt für Invaliditäts- und Altersversicherung" war die Bezeichnung für eine der früheren Landesversicherungsanstalten (LVA), die für die Durchführung der gesetzlichen Rentenversicherung für Angestellte und Handwerker zuständig war.</ref><ref>später Landesversicherungsanstalt der Hansestädte, 1938 aufgelöst</ref> Ihr Ausschuss war am 3. November 1893 erstmals in der von Julius Grube entworfenen Königstraße 1 zusammentreten.
Als Anwalt vertrat er Julia da Silva-Bruhns, die Mutter von Heinrich Mann und Thomas Mann, gegen den Testamentsvollstrecker ihres Ehemannes Krafft Tesdorpf.<ref>Thomas Mann: Collegheft 1894–1895, S. 8 Fn. 5, Digitalisat</ref> Sein früher Tod im Alter von 58 Jahren wurde allgemein bedauert: „Ein tragisches Geschick hat ihn im besten Mannesalter dahingerafft“.<ref name="Fe"/>
Siehe auch
Literatur
- Emil Ferdinand Fehling, Lübeckische Ratslinie, Lübeck 1925, Nr. 1009.
Einzelnachweise
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