Hermann Hannibal von Blümegen
Hermann Hannibal von Blümegen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 1. Juni 1716 in Wien; † 20. Oktober 1774 in Brünn, Markgrafschaft Mähren)<ref>Acta Publica Online-Recherche in den historischen Matriken des Mährischen Landesarchivs Brünn. Moravský zemský archiv v Brně, abgerufen am 23. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> war Bischof von Königgrätz.
Herkunft und Werdegang
Seine Eltern waren Hermann Jodok von Blümegen, Geheimrat und Kanzler des Fürststifts Kempten, seit 1720 Kaiserlicher Rat, und Isabella Genofeva, geborene von Deuring. Die Familie gehörte seit 1722 dem niederösterreichischen Herrenstand und seit 1723 dem Böhmischen Freiherrenstand an.
Hermann Hannibal von Blümegen studierte an der Sapienza in Rom, wo er 1735 den akademischen Grad eines Dr. iur. utr. erwarb. Noch vor der am 23. September 1742 erfolgten Priesterweihe wurde er 1738 Domherr am Olmützer Wenzelsdom. 1750 stieg er zum Domdekan auf und wurde ein Jahr später Propst von St. Peter und Paul in Brünn. 1771 errichtete er in Wisowitz, das ihm seit 1746 gehörte, das Schloss Vizovice.
Bischof von Königgrätz
Nachdem der Königgrätzer Bischof Anton Peter Příchovský von Přichowitz zum Erzbischof von Prag erhoben worden war, nominierte Kaiserin Maria Theresia in ihrer Eigenschaft als Königin von Böhmen am 5. November 1763 Hermann Hannibal Blümegen zu dessen Nachfolger. Nach der Päpstlichen Bestätigung vom 9. April 1764 erfolgte am 27. Mai d. J. die Bischofsweihe durch den Olmützer Bischof Maximilian von Hamilton und am 15. August d. J. die Inthronisation in der Königgrätzer Heilig-Geist-Kathedrale.
Während seiner Amtszeit wandte er sich seelsorglichen Aufgaben zu. 1765 konnten im Sprengel zwanzig neue Pfarreien errichtet und mit Mitteln, die die Propaganda-Kongregation für Missionare bereitstellte, Glaubensmissionen durchgeführt werden. Wegen personeller Entscheidungen geriet Blümegen jedoch schon bald in Streitigkeiten mit dem Domkapitel, die dazu führten, dass er sich nach einem Schlaganfall auf seine Brünner Propstei zurückzog und die Diözese von dort aus verwaltete. 1767 ernannte er den Dekan des Brünner Domkapitels und späteren ersten Bischof von Brünn, Matthias Franz Chorinský von Ledska, zum Weihbischof und zu seinem Vertreter und 1771 zu seinem Koadjutor.
Von Brünn aus nahm Blümegen auch weiterhin seine Bischofsaufgaben wahr. 1767 schrieb er für den Klerus achttägige Exerzitien vor. Da zu seinem Sprengel auch Gebiete mit überwiegend deutscher Bevölkerung gehörten, verfügte er 1771, dass die Predigten in der jeweiligen Muttersprache der Gläubigen zu halten sind. Im selben Jahr bestimmte er Johannes von Nepomuk zum Schutzpatron der Diözese und dessen Namenstag zum Feiertag. 1773 erließ er Vorschriften zur ökonomischen Ausstattung des Priesterhauses, für das er 1774 jährliche Zahlungsverpflichtungen übernahm. Im selben Jahr, das sein Todesjahr wurde, richtete er sich mit Vorgaben über den priesterlichen Lebensstil an seinen Klerus. Sein Leichnam wurde in das Bistum Brünn Kathedrale St. Peter und Paul beigesetzt.
Literatur
- Aleš Zelenka: Hermann von Blümegen. In: Erwin Gatz: Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1648–1803. Verlag Duncker & Humblot, Berlin 1990, S. 34–35, ISBN 3-428-06763-0.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Anton Peter Příchovský von Přichowitz | Bischof von Königgrätz 1764–1774 | Johann Andreas Kayser von Kaysern |
Bischöfe seit 1664
Matthäus Ferdinand Sobek von Bilenberg |
Johann Friedrich von Waldstein |
Johann Franz Christoph von Thalenberg |
Gottfried Kapaun von Swoykow |
Tobias Johannes Becker |
Johann Adam Wratislaw von Mitrowitz |
Wenzel Franz Karl Košinský von Košín |
Moritz Adolf Karl von Sachsen-Zeitz-Neustadt |
Johann Joseph Wratislaw von Mitrowitz |
Anton Peter Graf Příchovský von Přichowitz |
Hermann Hannibal von Blümegen |
Johann Andreas Kayser von Kaysern |
Joseph Adam von Arco |
Johann Leopold von Hay |
Maria Thaddäus von Trautmannsdorff |
Alois Josef Krakovský von Kolowrat |
Karl Borromäus Hanl von Kirchtreu |
Josef Jan Hais |
Eduard Jan Nepomuk Brynych |
Josef Doubrava |
Karel Boromejský Kašpar |
Mořic Pícha |
Sedisvakanz 1956–1990,
staatlich eingesetzte Kapitularvikare: Václav Javůrek,
Karel Jonáš |
Karel Otčenášek |
Dominik Duka |
Jan Vokál
Weihbischöfe in Königgrätz, seit 1992
Josef Kajnek |
Prokop Brož
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Blümegen, Hermann Hannibal von |
| ALTERNATIVNAMEN | Blümegen, Hermann Hannibal Reichsfreiherr von; Blümegen, Heřman Hannibal (tschechisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | Bischof von Königgrätz |
| GEBURTSDATUM | 1. Juni 1716 |
| GEBURTSORT | Wien |
| STERBEDATUM | 20. Oktober 1774 |
| STERBEORT | Brünn, Markgrafschaft Mähren |