Henschel Hs 127
| Henschel Hs 127 | |
|---|---|
| Datei:Hs 127 V1 44219217.jpg Henschel Hs 127 V1 | |
| Typ | Bomber |
| Entwurfsland | |
| Hersteller | Henschel Flugzeug-Werke |
| Erstflug | 17. September 1937 |
| Indienststellung | – |
| Produktionszeit | 1936–1938 |
| Stückzahl | 3 |
Die Henschel Hs 127 war ein deutscher Schnellbomber der Henschel Flugzeug-Werke.
Entwicklung
Das Flugzeug wurde ab 1936 als zweimotoriger Schnellbomber als Konkurrenzentwicklung zur Messerschmitt Bf 162 entworfen. Es war ein freitragender Tiefdecker in Leichtmetallbauweise mit einziehbarem Normalfahrwerk. Angetrieben wurde die Hs 127 von zwei DB-600C-Motoren mit je 880 PS. Es wurden bis 1938 nur drei Versuchsmuster hergestellt. Die V1 (Werknummer 744) wurde am 4. Oktober 1936 aufgelegt und flog am 17. September 1937 erstmals. Die V2 (WNr. 745) folgte im Juli 1938 und wurde am 12. September bei einer Bauchlandung beschädigt, aber wieder instandgesetzt. Im Januar 1939 flog auch der dritte Prototyp mit der Werknummer 746. Auf Anweisung des Reichsluftfahrtministeriums wurden die Flugtests am 23. Februar bis zum August ausgesetzt und die V1 und V3 am 7. September für weitere Versuche zur E-Stelle Rechlin überflogen, während die Zelle der V2 am 20. September zur Verschrottung ging. Auf eine Serienproduktion wurde zugunsten der Junkers Ju 88 verzichtet.
Aufgrund der hohen Geschwindigkeit wurde auf eine Abwehrbewaffnung verzichtet. Die Maschine hatte eine äußerliche und taktische Ähnlichkeit zum Grundentwurf der später sehr erfolgreichen de Havilland DH.98 Mosquito.
Technische Daten
| Kenngröße | Daten (Henschel Hs 127 V2) |
|---|---|
| Spannweite | 18,00 m |
| Länge | 11,23 m |
| Höhe | 4,38 m |
| Flügelfläche | 39,00 m² |
| Flächenbelastung | 205 kg/m² |
| Leistungsbelastung | 4,60 kg/PS |
| Leermasse | 6700 kg |
| Startmasse | 8000 kg |
| Antrieb | 2 × flüssigkeitsgekühlte Zwölfzylinder-V-Motoren DB 600C, hängend, je 880 PS (647 kW) |
| Höchstgeschwindigkeit | 570 km/h |
| Marschgeschwindigkeit | 478 km/h |
| Reichweite | 1400 km (praktisch) |
| Gipfelhöhe | 9200 m |
| Bewaffnung | maximal 1500 kg Bomben |
Literatur
- Horst Materna: Die Geschichte der Henschel Flugzeug-Werke A.G. in Schönefeld bei Berlin 1933–1945. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-049-1.
- Klaus Wartmann: Henschel-Flugzeuge 1933–1945. Rockstuhl, Bad Langensalza 2011, ISBN 978-3-86777-407-9.
- Heinz J. Nowarra: Die deutsche Luftrüstung 1933–1945. 3. Band: Flugzeugtypen Henschel – Messerschmitt. Bernard & Graefe, Koblenz 1993, ISBN 3-7637-5467-9.
Weblinks
<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang
| Flugzeugtypen | |
| Ferngelenkte Flugkörper | |
| Weitere |
HS-1 • HS-2 • Reichenberg-Gerät • PJ 600/67 |