Helmut Triska
Helmut Karl Triska (* 10. Februar 1912 in Knittelfeld<ref name="Klee630">Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich, Frankfurt am Main 2007, S. 630.</ref>; † 1973<ref>Horst Zimmermann: Die Schweiz und Großdeutschland, Fink, 1980, S. 431.</ref>) war ein österreichischer NSDAP-Funktionär und Diplomat in der Zeit des Nationalsozialismus sowie später Manager.
Leben
Helmut Triska war Sohn des Eisenbahnbeamten Vinzenz Triska.<ref name="Taylor692">Stephen Taylor: Who’s Who in Austria, Band 6, entral European Times Publishing Company Limited, 1967; S. 692.</ref> Triska trat noch während seiner Schulzeit am 9. Februar 1929 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 86.330).<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/45150958</ref> Nachdem er 1931 die Matura bestanden hatte, begann er ein Jurastudium, das er jedoch nicht abschoss. Er war von 1934 bis 1936 Landesstudentenführer des NS-Studentenbundes (NSDStB) in Österreich. Nach Verbüßung einer Haftstrafe in Wien von 1935 bis 1936 wurde ihm verboten weiter österreichische Hochschulen zu besuchen. Danach ging er ins Deutsche Reich und wurde in Berlin Abteilungsleiter Ostmark des Außenamts der Reichsstudentenführung.<ref name="Döscher118">Hans-Jürgen Döscher: Das Auswärtige Amt im Dritten Reich. Diplomatie im Schatten der Endlösung. Berlin 1987, S. 118.</ref> Seit 1937 war er mit Johanna, geborene Moth, verheiratet.<ref name="Taylor692"/> Nach dem „Anschluss Österreichs“ im März 1938 wurde er Gaubeauftragter der Volksdeutschen Mittelstelle Wien, der er zuvor schon als Verbindungsführer der Reichsstudentenführung zugearbeitet hatte.<ref name="Döscher118"/>
Während des Zweiten Weltkrieges trat Triska der SS zum 1. Juni 1940 im Rang eines SS-Hauptsturmführers bei (SS-Nummer 391.822).<ref>Bundesarchiv R 9361-III/560397</ref> Er übernahm ab Dezember 1940 als Legationsrat in der Abteilung Deutschland des Auswärtigen Amts die Volkstumspolitik. Ab 1943 leistete Triska Militärdienst bei der Leibstandarte SS Adolf Hitler. Nach der Besetzung Ungarns durch deutsche Truppen – während der Judendeportationen – war Triska 1944 bei der deutschen Gesandtschaft in Budapest als Gesandtschaftsrat Kultur- und Volkstumsreferent.<ref name="Hausmann49">Frank-Rutger Hausmann: "Auch im Krieg schweigen die Musen nicht" : die Deutschen Wissenschaftlichen Institute im Zweiten Weltkrieg, Göttingen 2001, S. 49</ref> Das Personal der Gesandtschaft war mit Edmund Veesenmayers Stab identisch.<ref>Christian Gerlach, Götz Aly: Das letzte Kapitel – Der Mord an den ungarischen Juden 1944–1945. Frankfurt/Main 2004, ISBN 3-596-15772-2, S. 119.</ref> Triska wurde 1944 noch zum SS-Sturmbannführer im SD befördert.<ref name="Hausmann49"/>
Nach Kriegsende konnte Triska untertauchen, wurde später aber gefasst und war von 1946 bis 1948 Zivilinternierter in Ludwigsburg und Hohenasperg.<ref>Triska, Helmut beim AfZ Archiv für Zeitgeschichte / Nachlässe und Einzelbestände</ref> Gegen Triska verhängte die Schweizer Bundesanwaltschaft 1953 eine Einreisesperre wegen dessen „nationalsozialistischer gegen die Unabhängigkeit der Schweiz gerichteten Tätigkeit“, er hatte sich Ende 1940 in Zürich mit schweizerischen Nationalsozialisten getroffen.<ref>{{#if: | Dokumente von und über |}} {{#if: Schreiben des Bundesamts für Polizei vom 7. Februar 1969: «Triska, Helmut, geb. 10.2.1912, österreichischer Staatsangehöriger; seine Eingabe vom 12.1.1969 an unsere Botschaft in Wien»|Schreiben des Bundesamts für Polizei vom 7. Februar 1969: «Triska, Helmut, geb. 10.2.1912, österreichischer Staatsangehöriger; seine Eingabe vom 12.1.1969 an unsere Botschaft in Wien»|Helmut Triska}} in der Datenbank Dodis der Diplomatischen Dokumente der Schweiz</ref> Triska wurde als Geschäftsmann tätig und war Teilhaber der ALLROP, Rohstoff- und Warenhandels GmbH in Wien.<ref name="Taylor692"/>
Literatur
- Hans-Jürgen Döscher: Das Auswärtige Amt im Dritten Reich. Diplomatie im Schatten der Endlösung., Berlin 1987.
- Frank-Rutger Hausmann: "Auch im Krieg schweigen die Musen nicht" : die Deutschen Wissenschaftlichen Institute im Zweiten Weltkrieg, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-35357-X.
- Johannes Hürter (Red.): Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871 – 1945. 5. T – Z, Nachträge. Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Band 5: Bernd Isphording, Gerhard Keiper, Martin Kröger: Schöningh, Paderborn u. a. 2014, ISBN 978-3-506-71844-0.
Weblinks
- {{#if: ja | Dokumente von und über |}} {{#if: Triska, Helmut|Triska, Helmut|Helmut Triska}} in der Datenbank Dodis der Diplomatischen Dokumente der Schweiz
Einzelnachweise
<references/>
{{#ifeq: p | p | | {{#if: 12346060702636162301510920270003 | |
}} }}{{#ifeq:||{{#if: | [[Kategorie:Wikipedia:GND fehlt {{#invoke:Str|left|{{{GNDCheck}}}|7}}]] }}{{#if: | {{#if: | | }} }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 1234606070 | | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 1234606070 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: | | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 2636162301510920270003 | | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 2636162301510920270003 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }} }}Vorlage:Wikidata-Registrierung
{{#if: Triska, Helmut | {{#if: Triska, Helmuth; Triska, Helmut Karl (vollständiger Name) | {{#if: österreichischer Diplomat und NS-Funktionär | {{#if: 10. Februar 1912 | {{#if: Knittelfeld | {{#if: 1973 | {{#if: || Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Triska, Helmut
}} |
| ALTERNATIVNAMEN | Triska, Helmuth; Triska, Helmut Karl (vollständiger Name)
}} |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Diplomat und NS-Funktionär
}} |
| GEBURTSDATUM | 10. Februar 1912
}} |
| GEBURTSORT | Knittelfeld
}} |
| STERBEDATUM | 1973
}} |
| STERBEORT |
}} |
- Wikipedia:GND fehlt
- Wikipedia:Normdaten-TYP falsch oder fehlend
- Wikipedia:GND in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:GND in Wikipedia vorhanden, fehlt jedoch in Wikidata
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia vorhanden, fehlt jedoch in Wikidata
- Wikipedia:VIAF in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:VIAF in Wikipedia vorhanden, fehlt jedoch in Wikidata
- Deutscher Diplomat
- Person der deutschen Außenpolitik 1933–1945
- Person (deutsche Besetzung Ungarns 1944–1945)
- Person (deutsche Besetzung Italiens 1943–1945)
- SD-Personal
- NSDAP-Mitglied
- Angehöriger der Waffen-SS
- SS-Mitglied
- NSDStB-Funktionär
- Person (Knittelfeld)
- Österreicher
- Geboren 1912
- Gestorben 1973
- Mann
- Österreichischer Emigrant in Deutschland