Zum Inhalt springen

Heinz Wagner (Maler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Heinz Wagner (* 11. Dezember 1925 in Menteroda; † 7. Juni 2003 bei Jesewitz) war ein deutscher Maler, Grafiker und Gebrauchsgrafiker und Hochschullehrer.

Leben

Datei:GrabstätteHeinzWagner.jpg
Grabstätte Heinz Wagner

Wagner absolvierte von 1940 bis 1943 eine Berufsausbildung als Dekorationsmaler. Er wurde dann zur Wehrmacht eingezogen und nahm bis 1945 am Zweiten Weltkrieg teil.

Von 1947 bis 1951 studierte er an der Hochschule für Architektur und Bildende Künste Weimar und an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGBK) Seine wichtigsten Lehrer waren in Weimar Heinz Trökes und Mac Zimmermann und in Leipzig Otto Herbig, Fritz Dähn und Albert Kapr.

1952 begann Wagner an der HGBK eine Lehrtätigkeit. Ab 1953 leitete er die Fachklasse für Malerei und Grafik. Er war ab 1954 Dozent und von 1965 bis zur Emeritierung 1990 Professor. Von 1961 bis 1967 und von 1976 bis 1985 war er Prorektor der Hochschule.

Wagner war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und übte dort leitende Tätigkeiten aus. Er hatte in der DDR eine große Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. von 1953 bis 1988 an allen Deutschen Kunstausstellungen bzw. Kunstausstellungen der DDR in Dresden.

Wagner verstarb bei einem Autounfall in der Nähe von Jesewitz bei Leipzig. Seine Urne wurde auf dem Leipziger Südfriedhof, II. Abteilung, beigesetzt.

Werk

Wagner arbeitete anfangs überwiegend figürlich und gegenständlich und später verstärkt abstrakt. Viele seiner Arbeiten entstanden in Spachteltechnik.

Wagner war vor allem bekannt durch seine Porträts zeitgenössischer Persönlichkeiten. 1971 schuf er ohne Auftrag das Porträt des früheren Rektors der Universität Leipzig, Georg Mayer<ref>Wagner, Heinz: Altmagnifizenz Prof. Dr. Mayer (Volkswirtschaftler und Rektor der Universität Leipzig). 1971, abgerufen am 19. Juni 2022.</ref>. Dieses Gemälde war der Ausgangspunkt für eine Reihe weiterer Porträts von Universitäts-Rektoren, von denen Wagner noch Wilhelm Wundt (1978), Julius Lips, Lothar Rathmann, Hans-Georg Gadamer (1996) und Cornelius Weiss (1999) porträtierte. Diese Werke gehören heute zu den Kunstschätzen der Universität Leipzig. Der Universitäts-Senat beschloss 1993, diese Sammlung durch Porträts aller seit der Wiedereröffnung 1946 tätigen Rektoren zu ergänzen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. vom 1. Oktober 1999.</ref>

1958 entwarf er für das architekturbezoge Werk Völkerfreundschaft farbige Glasfenster und Bleiverglasungen, deren technische Ausführung die Glaswerkstatt Stokinger übernahm.<ref>Erika Neumann et al. (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Teil 2: Halle/Leipzig. Deutsche Bauakademie, Berlin 1971, DNB 366494198, S. 154–155</ref>

Bekannt sind auch seine Sportlerinnenporträts, so von Erika Zuchold (1968), Kornelia Ender (1977) und Katarina Witt (1986).

Wagner entwarf als Auftragsarbeiten u. a. auch eine Anzahl politischer und Ausstellungs-Plakate.

Auszeichnungen

Werke

Tafelbilder

Druckgrafik

  • Kiesgrube bei Schönau (1956, Farblithografie, 42 × 60 cm)
  • Fechtpause (Lithografie, 1957)<ref>Bildende Kunst. 1/1957, S. 489.</ref>

Publizistische Arbeiten

  • Plakatgestaltung als Ausbildungsschwerpunkt. In: Bildende Kunst. Berlin, 1971, S. 76–79.

Literatur

  • Dietmar Eisold: Wagner, Heinz. In: Lexikon Künstler der DDR. Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 992–993.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein