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Haselnussöl

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Haselnussöl
Datei:Huile de noisette.jpg
Rohstoffpflanze(n) Haselnussstrauch (Corylus avellana)
Herkunft Samen
Farbe

hellgelb bis gelbbraun

Fettsäuren in den Fetten
Ölsäure 74–82,5 %<ref name="Öz">Özlem Tokuşoğlu,Clifford A Hall III: Fruit and Cereal Bioactives. CRC Press, 2011, ISBN 978-1-4398-0667-8, S. 193 ff.</ref>
Linolsäure 8–18 %<ref name="Öz" />
Linolensäure 0,1–0,2 %<ref name="Öz" />
Palmitinsäure 4,6–6 %<ref name="Öz" />
Stearinsäure 1,3–3 %<ref name="Öz" />
Weitere Fettsäuren

Palmitoleinsäure 0,2 %<ref name="Öz" />

Sonstige Inhaltsstoffe
Tocopherole bis 45 mg/kg<ref name="Öz" />
Eigenschaften
Dichte 0,9146–0,9243 kg/l bei 15 °C<ref name="Rud" />
Viskosität <math>\eta</math> = 66–76 mPa·s bei 20 °C<ref>Y. H. Hui, Frank Sherkat: Handbook of Food Science, Technology, and Engineering. CRC Press, 2005, ISBN 978-1-4665-0787-6, Kapitel 9–10.</ref>
Oxidationsstabilität 15,6–25,3 h<ref>Linda J. Harris: Improving the safety and quality of nuts. Woodhead, 2013, ISBN 978-0-85709-748-4, S. 206.</ref>
Schmelzpunkt −17 bis −20 °C<ref name="Rud">Rudolf Benedikt: Analyse der Fette und Wachsarten. 3. Auflage, Springer, 1897, ISBN 978-3-662-38642-2, S. 491.</ref>
Rauchpunkt 150 °C
Flammpunkt 320 °C<ref>Jan C. J. Bart, Emanuele Gucciardi, Stefano Cavallaro: Biolubricants: Science and Technology. Woodhead, 2013, ISBN 978-0-85709-263-2, S. 150.</ref>
Iodzahl 84–95<ref name="Bam" /><ref>Alain Karleskind: Manuel des corps gras. 2. Volumes, AFCEG, TEC DOC, Paris 1992, ISBN 978-2-85206-662-5.</ref>
Verseifungszahl 188–197<ref name="Bam">E. Bames, A. Bömer u. a.: Handbuch der Lebensmittelchemie. 4. Band, Springer, 1939, ISBN 978-3-642-88819-9, S. 472.</ref><ref name="Rud" />
Brennwert 39,8 MJ/kg<ref>Ibrahim Dincer, Calin Zamfirescu: Sustainable Energy Systems and Applications. Springer, 2011, ISBN 978-0-387-95860-6, S. 184.</ref>
Cetanzahl 52,9<ref>Forest Gregg: SVO. New Society, 2008, ISBN 978-0-86571-612-4, S. 47.</ref>
Herstellung und Verbrauch
Wichtigste Produktionsländer Türkei, Italien, USA, Georgien, Aserbaidschan<ref>FAO Statistik 2014.</ref>
Verwendung Speiseöl, Industrie

Haselnussöl ist ein aus Kernen (Nüssen) bzw. Samen des Haselnussstrauches (Corylus avellana) durch Pressung gewonnenes Pflanzenöl. Dieses ist klar, hellgelb bis gelbbraun und hat einen nussartigen Geruch und Geschmack. Es wird an der Luft etwas konsistenter, ohne auszutrocknen und löst sich in 350 Teilen kaltem Alkohol.

Haselnussöl ist chemisch ein Triglycerid, also ein Triester, der sich von Glycerin ableitet. Haselnussöl besitzt eine Peroxidzahl von max. 10,0 mEq/kg und enthält zusätzlich Vitamin E.

Abzugrenzen ist es von dem Avellanaöl von der Chilenischen Haselnuss (Gevuina avellana), welches eine andere Zusammensetzung aufweist.

Verwendung

Es wird als Speiseöl, in der Lebensmittelindustrie als geschmacktragendes Backöl, als Haut- oder Massageöl und Zusatz in vielen Nahrungsmitteln und als Inhaltsstoff diverser Kosmetika verwendet. Früher fand Haselnussöl auch als Arzneimittel<ref>Vgl. etwa Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 399 (hasselnuszöl: Öl aus den Samen von Corylus avellana L.).</ref> Verwendung.

Haselnussöl ist nicht lange haltbar.

Literatur

  • Sabine Krist: Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle. 2. Auflage, Springer, 2013, ISBN 978-3-7091-1004-1, S. 259–268.

Weblinks

Wiktionary: Haselnussöl – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />