Hans König (Politiker, 1916)
Hans König (* 29. April 1916 in Berlin; † 27. März 1999 in Trier) war ein deutscher Politiker (SPD).
Leben
König besuchte die Volks- und Realschule und schloss diese mit der mittleren Reife ab. Anschließend absolviete er eine kaufmännische Ausbildung. 1936 wurde er in den Reichsarbeitsdienst eingezogen, im Zweiten Weltkrieg war er Soldat und geriet in sowjetische Gefangenschaft. Nach seiner Entlassung 1945 ging er in den Verwaltungsdienst, zunächst als Angestellter im Straßenbauamt und im Arbeitsamt Trier, später absolvierte er den Vorbereitungsdienst für die Verwaltung beim damaligen Amt Schweich.
Hans König war mit Hannemie, geb. Gilfert verheiratet.
Politik
1946 trat König in die SPD ein. Im selben Jahr wurde er in den Trierer Stadtrat gewählt, dem er bis 1948 angehörte. In jemen Jahr wurde er zunächst kommissarischer Amtsbürgermeister im Amt Kempfeld, 1949 wurde er schließlich hauptamtlicher Bürgermeister und blieb es bis 1957. In dieser Zeit gehörte er dem Kreistag und dem kreisausschuss im Landkreis Bernkastel an.
1954 wurde König in den SPD-Bezirksvorstand Rheinland/Hessen-Nassau gewählt. Er gehörte auch dem Landesvorstand der SPD Rheinland-Pfalz und dort der Kommission für Kommunalpolitik, Städtebau- und Wohnungspolitik an. Er war Mitbegründer und von 1978 bis 1979 Geschäftsführer der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik.
1957 folgte seine Ernennung zum hauptamtlichen Beigeordneten der Stadt Trier in der Funktion des Ersten Bürgermeisters. In diesem Amt war er zugleich Kämmerer und Dezernent für Fiannzen und Wirtschaftsförderung. 1975 schied er aus diesem Amt aus.
1951 wurde König erstmals in den Rheinland-Pfälzischen Landtag gewählt. In der 2. Wahlperiode (1951 bis 1955) war er Vorsitzender des Grenzlandausschusses, in der 4. Wahlperiode (1959 bis 1963) war er Vorsitzender des Sonderausschusses Verwaltungsreform. Zu Beginn der 6. Wahlperiode am 18. Mai 1967 übernahm er den Vorsitz der SPD-Fraktion, dieses Amt hatte er bis zum 14. Januar 1969 inne. Zum 30. Juni 1970 schied er aus dem Landtag aus, sein Nachrücker wurde Paul Jost. Bei der Landtagswahl 1975 wurde er noch einmal in den Landtag gewählt, wo er den Vositz der Rechnungsprüfungskommission übernahm. Im Februar 1978 wurde er stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion. Nach der Wahl 1979 schied er endgültig aus dem Parlament aus.
Neben den politischen Mandaten gehörte er dem Rundfunkrat des Südwestfunks, der G 10-Kommission und dem Kuratorium der Universität Trier an. Ferner war er Mitglied der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr.
1954, 1964, 1969 und 1979 gehörte er der Bundesversammlung an.
Ehrungen
- 1967: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
- 1975: Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
- 1986: Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz
- 1988: Ehrensiegel der Stadt Trier<ref>Ehrensiegel der Stadt Trier</ref>
- Ehrengrab auf dem Hauptfriedhof Trier
- Hans-König-Straße im Neubaugebiet Trier-Tarforst (2007)
Weblinks
Hans König in der Rheinland-Pfälzischen PersonendatenbankVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise
<references />
Eugen Hertel (1947–1959) | Otto Schmidt (1959–1967) | Hans König (1967–1969) | Oskar Munzinger (1969–1970) | Jockel Fuchs (1970–1971) | Wilhelm Dröscher (1971–1975) | Karl Thorwirth (1976–1979) | Werner Klein (1979–1983) | Hugo Brandt (1983–1985) | Rudolf Scharping (1985–1991) | Kurt Beck (1991–1994) | Joachim Mertes (1994–2006) | Jochen Hartloff (2006–2011) | Hendrik Hering (2011–2014) | Alexander Schweitzer (2014–2021) | Sabine Bätzing-Lichtenthäler (seit 2021)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | König, Hans |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (SPD), MdL |
| GEBURTSDATUM | 29. April 1916 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 27. März 1999 |
| STERBEORT | Trier |