Hans Harmsen
Hans Ludwig Friedrich Harmsen (* 5. Mai 1899 in Charlottenburg; † 5. Juli 1989 in Bendestorf) war ein deutscher Sozialhygieniker und Bevölkerungswissenschaftler. Bis Ende des Zweiten Weltkrieges betrieb er Eugenik im Dienste der nationalsozialistischen Politik. Nach 1945 wurde er Professor an der Universität Hamburg. Er war Mitgründer, Präsident und schließlich Ehrenpräsident von Pro Familia.
Werdegang
Harmsen wuchs als Sohn eines Ingenieurs und Patentanwalts in behüteten und wohlhabenden Verhältnissen auf. Er besuchte zunächst die Privatschule Schmidt in Berlin Westend und danach die Oberrealschule in Berlin-Zehlendorf. Er meldete sich aber während des Ersten Weltkriegs noch vor seinem Abschluss freiwillig zum Militär, wo er 1917 eine schwere Verwundung erlitt. Von 1919 bis 1925 studierte er Medizin an den Universitäten Berlin, Marburg und München. Seine Vorprüfung absolvierte er 1921, seine Abschlussprüfung im Oktober 1923, im November 1924 erhielt er seine Approbation und im gleichen Jahr wurde er promoviert. Harmsen zählte zum völkischen Flügel der Wandervogelbewegung. Er gehörte ab 1919 dem Jungdeutschen Bund an und ab 1920 der Deutschen Akademischen Freischar, gab ab 1925 das Bundesblatt Jungdeutsche Stimmen heraus und amtierte ab 1920 als Stellvertreter des Bundesleiters Frank Glatzel.<ref>Sabine Schleiermacher: „Um die Sicherung des Lebensraums der Familie“. Bevölkerungspolitische Konzepte Hans Harmsens in Weimarer Republik und Nationalsozialismus. In: Rainer Mackensen (Hrsg.): Bevölkerungslehre und Bevölkerungspolitik im „Dritten Reich“. Leske+Budrich, Opladen 2004, S. 141–150 (hier: S. 142).</ref>
Nach seiner Promotion am 24. Juni 1924 mit einer Dissertationsstudie über die Bemühungen in Frankreich zum Geburtenrückgang<ref>Hans Harmsen: Die französische Sozialgesetzgebung im Dienste der Bekämpfung des Geburtenrückganges (= Veröffentlichungen aus dem Gebiet der Medizinalverwaltung. Band 19,2 = 180). Schoetz, Berlin 1925. Zu den Betreuern dieser Dissertation zählten Alfred Grotjahn, Walter Troeltsch und Johann Wilhelm Mannhardt (vgl. Bernhard vom Brocke: Bevölkerungswissenschaft – Quo vadis?. Leske + Budrich (VS Verlag für Sozialwissenschaften), Wiesbaden 1998, S. 94).</ref> war Hans Harmsen kurz als Arzt tätig und arbeitete dann mit einem Stipendium (Resident Scholarship) der Rockefeller-Stiftung am Hygienischen Institut Berlin. Nach dessen Auslaufen ging er an die Philosophische Fakultät der Philipps-Universität Marburg, wo er 1927 im Fach Nationalökonomie promoviert wurde.<ref>Mit der Dissertation: Hans Harmsen: Bevölkerungsprobleme Frankreichs unter besonderer Berücksichtigung des Geburtenrückganges. Vowinckel, Berlin 1927 (zugleich Dissertation, Universität Marburg 1927).</ref>
Zu seinen medizinischen Lehrern hatte sein Doktorvater, der sozialdemokratische Eugeniker Alfred Grotjahn gehört, von dem sich Harmsen aber bereits früh durch rassenhygienische Argumentationen unterschied. Dies geht auch aus einer Stellungnahme auf der evangelischen Fachkonferenz für Eugenik am 18. Mai 1931 hervor: „Dem Staat geben wir das Recht, Menschenleben zu vernichten – Verbrecher und im Kriege. Weshalb verwehren wir ihm das Recht zur Vernichtung der lästigen Existenzen?“<ref>Zitat bei Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 227.</ref>
Nach Bernhard vom Brocke war Hans Harmsen ab 1926 (bis 1940) der Geschäftsführer der „Arbeitsgemeinschaft für Volksgesundung“.<ref>Bernhard vom Brocke: Bevölkerungswissenschaft – Quo vadis? Möglichkeiten und Probleme einer Geschichte der Bevölkerungswissenschaft in Deutschland. Leske + Budrich (VS Verlag für Sozialwissenschaften), Wiesbaden 1998, S. 61f.</ref><ref>Abweichende Darstellung zum Zeitraum auf den Seiten der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention: 1925 bis 1942; siehe: https://www.dgsmp.de/100-jahre/CD_DGSMP/PdfFiles/Biografien/Harmsen.pdf</ref>
Seit 1927 bis 1937 war Hans Harmsen ärztlicher Berater (Leiter des Referats für Gesundheitsfürsorge) des Central-Ausschuss für die Innere Mission sowie Geschäftsführer des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes.<ref>Akademie für Raumforschung und Landesplanung (Hrsg.): 50 Jahre ARL in Fakten. ARL, Hannover 1996, S. 164.</ref> 1928 heiratete er in Potsdam Elisabeth Charlotte Agnes Hedwig von Haeften (1903–1980), Schwester der beiden Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 Werner von Haeften und Hans Bernd von Haeften. 1931 wurde die Tochter Ursula Kadereit geboren. Ab 1931 war Harmsen außerdem Dozent am Berliner Institut für Sozialethik.
In den Jahren 1931 bis 1933 war Hans Harmsen Initiator und alleiniger Herausgeber des Archiv für Bevölkerungspolitik, Sexualethik und Familienkunde (nach einem weiteren Namenswechsel erschien es unter der Bezeichnung „Archiv für Bevölkerungswissenschaft und Bevölkerungspolitik“; von 1934 bis 1943 war Harmsen Mitherausgeber der Zeitschrift).<ref>Sonja Schnitzler: Fallbeispiel für rekursive Kopplung von Wissenschaft und Politik: Das „Archiv für Bevölkerungswissenschaft und Bevölkerungspolitik“ (1934–1944). In: Rainer Mackensen, Jürgen Reulecke, Josef Ehmer (Hrsg.): Ursprünge, Arten und Folgen des Konstrukts „Bevölkerung“ vor, im und nach dem „Dritten Reich“. Zur Geschichte der deutschen Bevölkerungswissenschaft. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-16152-5, S. 321–344, hier S. 322, 325.</ref>
Harmsen war kein Mitglied der NSDAP, hatte aber verschiedene Ämter inne, wie ab 1937 die Position als leitender Arzt der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege.<ref>Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, S. 227.</ref> Als Leiter der „Fachkonferenz für Eugenik“ war er an den Beratungen über das 1934 verabschiedete Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses beteiligt. 1939 habilitierte sich Harmsen an der Universität Berlin mit dem Thema Möglichkeiten und Grenzen der Eugenik. Er gehörte zu den führenden deutschen „Rassenhygienikern“,<ref>Romy Steinmeier: „Hamburg hatte aber auch seine guten Seiten.“ Rudolf Otto Neumann und das Hygienische Institut Hamburg (= Schriftenreihe des Instituts für Hygiene und Umwelt, Hamburg. Band 3). Edition Temmen, Hamburg 2005, ISBN 3-86108-083-4, S. 205–207.</ref> war aber laut Schleiermacher nicht bereit, bis zur „Euthanasie“ zu gehen, er habe „eugenisch indizierten Schwangerschaftsabbruch“ ebenso abgelehnt wie Krankenmord.<ref>Sabine Schleiermacher: Sozialethik im Spannungsfeld von Sozial- und Rassenhygiene; S. 251 ff.</ref> Dagegen akzeptierte er den rassistisch bedingten Antisemitismus, in dem er keinen Widerspruch zum Christentum sah.
1942 wurde er als beratender Hygieniker zur Wehrmacht eingezogen und war in Nordafrika, auf dem Balkan sowie bei einer Panzerdivision an der Ostfront tätig.
Harmsen gilt insgesamt als einer „der meinungsführenden ‚Rassehygieniker‘ des NS-Staates“,<ref>Willi Oberkrome: „Volkstumsforschung“. Zu disziplinären Fusionen von Soziologie und Geschichtswissenschaft in den 1930er- und 1940er-Jahren. In: Karl Acham, Stephan Moebius (Hrsg.): Soziologie der Zwischenkriegszeit. Ihre Hauptströmungen und zentralen Themen im deutschen Sprachraum. Band 4. Springer VS, Wiesbaden 2025, S. 310.</ref> dessen Denkstil Einfluss auf zahlreiche weitere Bevölkerungswissenschaftler in dieser Zeit (und noch Jahrzehnte danach) nahm.
Nach 1945
Da Hans Harmsen kein Mitglied der NSDAP war, betrafen ihn die Maßnahmen zur Entnazifizierung nach Ende des Zweiten Weltkriegs kaum und er konnte seine Karriere problemlos fortsetzen.<ref>Nach dem Medizinhistoriker Werner Friedrich Kümmel begründete Harmsen die fehlende Mitgliedschaft in der NSDAP nicht durch etwaige fehlende Nähe zum Nationalsozialismus, sondern durch seine bildungsbürgerliche Herkunft. Kümmel zitierte Harmsen wie folgt wörtlich: „Ja natürlich, ich war kein Parteimitglied, denn ich bin so erzogen worden, daß ein gebildeter Mensch, ein Wissenschaftler, überhaupt keiner Partei angehört; das gehört sich einfach nicht, sich die Finger zu verbrennen, indem man einer Partei angehört. Aber wir waren doch mit der NSDAP völlig einverstanden.“ (vgl. Bevölkerungsfragen auf Abwegen der Wissenschaften. Dokumentation des 1. Colloquiums zur Geschichte der Bevölkerungswissenschaft in Deutschland im 20. Jahrhundert. 23.–25. Juli 1997 in der Werner-Reimers-Stiftung in Bad Homburg mit ergänzenden Nachträgen herausgegeben von Rainer Mackensen. Springer Fachmedien, Wiesbaden 1998, S. 80).</ref>
Durch die britische Besatzungsmacht wurde er beauftragt, eine „Akademie für Staatsmedizin“ zu gründen. Diese wurde Bestandteil des Hygiene-Instituts in Hamburg, dessen Leitung Harmsen zum 1. Juli 1946 als Nachfolger von Horst Habs übernahm. Gleichzeitig wurde er Professor für Allgemeine und soziale Hygiene an der Universität Hamburg. 1952 wurde Hans Harmsen Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Bevölkerungswissenschaft und 1953 Präsident der Deutschen Akademie für Bevölkerungswissenschaft. Diese Vereinigungen dienten, so der Wissenschaftsjournalist Ludger Weß, „als Auffangbecken und Netzwerk der führenden Köpfe der NS-Rassen- und Bevölkerungsbiologie“.<ref>Zitiert nach Sontheimer, siehe Weblinks.</ref> Harmsen sammelte unter anderem eugenisch argumentierende Wissenschaftler um sich (Karl Valentin Müller, Hermann Muckermann, Hans W. Jürgens, Hermann Arnold und andere). Zudem versuchte er sich international zu positionieren, gemeinsam mit Martin Kornrumpf etwa im Rahmen der deutschen Sektion der internationalen Forschungsgesellschaft für das Weltflüchtlingsproblem (AER/AWR).<ref>Nach dem stark umstrittenen Theodor Veiter übernahm Hans Harmsen wiederholt Funktionen innerhalb von AER/AWR, darunter die Vizepräsidentschaft und die Präsidentschaft der deutschen Sektion. Harmsen soll auch Ehrenpräsident der AWR gewesen sein. Vgl. Theodor Veiter: Geschichte der Flüchtlingsforschung. 40 Jahre AER/AWR – Vaduz. Unter Mitarbeit von Edith Wimmer mit Erinnerungen des Verfassers (= Abhandlungen zu Flüchtlingsfragen. Band 21). Braumüller, Wien 1991.</ref> Der Historiker Alexander Pinwinkler urteilte: „Von den damaligen westdeutschen Demografen verfügte Harmsen unzweifelhaft über die besten Verbindungen ins westliche Ausland. Unter seinen Kollegen galt er vor allem als Wissenschaftsorganisator, eine Zuschreibung, die ihm retrospektiv zu Lasten seiner fachlichen Qualifikationen angekreidet werden konnte.“<ref>Alexander Pinwinkler: „Bevölkerungsgeschichte“ in der „Deutschen Gesellschaft für Bevölkerungswissenschaft“ (1952 bis ca. 1970). In: Josef Ehmer, Ursula Ferdinand, Jürgen Reulecke (Hrsg.): Herausforderung Bevölkerung. Zu Entwicklungen des modernen Denkens über die Bevölkerung vor, im und nach dem „Dritten Reich“. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, S. 283–294 (hier: S. 284 f.).</ref> 1953 wurde Harmsen ordentliches Mitglied der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL), allerdings ohne in den folgenden Jahren dort noch wesentlich Wirkung zu entfalten.<ref>Vgl. Oliver Werner: Wissenschaft „in jedem Gewand“? Von der Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung" zur „Akademie für Raumforschung und Landesplanung“ 1935 bis 1955. Wallstein, Göttingen 2022. Zu Harmsens Schriften im Bereich der Raumplanung / Raumforschung vgl. ARL (Hrsg.) 1996, Lemma Harmsen, Hans, Veröffentlichungen, S. 164f.</ref> Harmsen erwartete, dass die Raumforschung und Landesplanung an jene Bedeutung anknüpfen würde, die sie in den 1930er und 1940er Jahren gehabt hatte.
Bis zum 30. April 1969 war Harmsen Direktor des Hygiene-Instituts. Seine Arbeitsschwerpunkte waren die Sozial-, Arbeits- und Städtehygiene, außerdem die Sexualhygiene. In der Sowjetischen Besatzungszone wurde seine Schrift Die Bevölkerungspolitik des italienischen Faschismus (Bevölkerungspolitischer Ausschuß, Berlin 1929) auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt.<ref>http://www.polunbi.de/bibliothek/1948-nslit-h.html</ref>
Hans Harmsen hat für den Antiziganismus in Deutschland eine größere Bedeutung: Für den Historiker Sebastian Lotto-Kusche (Flensburg) war Hans Harmsen „zentrale Schlüsselfigur beim Aufbau des Netzwerks Hermann Arnolds.“<ref>Sebastian Lotto-Kusche: Der Völkermord an den Sinti und Roma und die Bundesrepublik. Der lange Weg zur Anerkennung 1949–1990 (= Schriftenreihe der Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte. Band 125). de Gruyter Oldenbourg, Berlin/Boston 2022, S. 109–117; 159–162; 192 (hier: S. 109). Zu Hans Harmsen in diesem Kontext siehe auch: Arnold Weiß, Jakob Michelsen, Moritz Terfloth, Boris Weinrich: Zwei Welten. Sinti und Roma – Schritte zur Anerkennung als NS-Verfolgte und antiziganistische Kontinuität. Herausgegeben vom Landesverein der Sinti in Hamburg e. V., Metropol Verlag, Berlin 2022, ISBN 978-3-86331-639-6.</ref>
1952 war Harmsen Mitbegründer von Pro Familia, wurde deren erster Präsident und anschließend Ehrenpräsident. Dieses Amt musste er jedoch 1984 niederlegen, nachdem seine Veröffentlichungen aus der Zeit vor 1945 bekannt wurden und kritische Reaktionen in der Öffentlichkeit hervorriefen. Ebenso gehörte er dem wissenschaftlichen Beirat des Familienministeriums an. Seit 1958 war er zusätzlich Präsident der Ernst Barlach Gesellschaft Hamburg und sammelte Kunst. Er wurde 1967 mit der Ernst-von-Bergmann-Plakette der Deutschen Bundesärztekammer, 1967 durch den Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren mit der Hufeland-Medaille und 1970 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.<ref>Hintergründe über Präsident Hans Harmsen auf der Website von ProFamilia (PDF; 250 kB).</ref>
Insbesondere in den 1960er und 1970er Jahren nahm Hans Harmsen Einfluss auf die Ausrichtung der Deutschen Burse zu Marburg (Vereinsvorsitzender zwischen 1971 und 1980). In diesem Zusammenhang kam es auch zu Auseinandersetzungen mit Johann Wilhelm Mannhardt um die Ausrichtung der Burse.<ref>Hans-Werner Retterath: Lemma Deutsche Burse zu Marburg / Institut für Grenz- und Auslanddeutschum. In: Handbuch der völkischen Wissenschaften. Akteure, Netzwerke, Forschungsprogramme. Hrsg. von Michael Fahlbusch, Ingo Haar und Alexander Pinwinkler, 2. Auflage, de Gruyter, Berlin/Boston 2017, S. 1784–1795 (hier: S. 1792 f.).</ref>
Harmsen gab die Zeitschrift Forum Umwelthygiene (zunächst Städtehygiene und Umwelthygiene) sowie die Schriftenreihe Zur Entwicklung und Organisation des Gesundheitswesens in der DDR unter Mitberücksichtigung der UdSSR und ostdeutschen Volksdemokratien (1955–1978/1979) heraus.
Weitere Mitgliedschaften
- International Union for the Scientific Study of Population (IUSSP)<ref>Rainer Mackensen: Vergangenheit und Zukunft der Demographie als Wissenschaft. In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 25 (2000), Heft 3–4, S. 399–429 (hier: S. 414). Die IUSSP nahm Harmsen als ersten Deutschen nach dem 2. Weltkrieg auf (ebd.).</ref>
- International Planned Parenthood Federation (IPPF)
- Forschungsgesellschaft für das Weltflüchtlingsproblem, deutsche Sektion (AER/AWR)
- Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie
- Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL), Landesgruppe Hamburg-Schleswig-Holstein
Schriften (Auswahl)
- als Herausgeber mit Karl Christian Loesch: Die deutsche Bevölkerungsfrage im europäischen Raum. Festgabe des Bevölkerungspolitischen Ausschusses zur zehnten Wiederkehr des Gründungstages des Deutschen Schutzbundes. 19. Mai 1919 – 19. Mai 1929. Berlin – Salzburg (= 5. Beiheft zur Zeitschrift für Geopolitik). Berlin 1929.
- Praktische Bevölkerungspolitik. Ein Abriß ihrer Grundlagen, Ziele und Aufgaben. Berlin 1932 (im Andenken an Alfred Grotjahn; nach 1933 verboten).
- Bevölkerungspolitik und Rassenpflege des Nationalsozialismus. In: Archiv für Bevölkerungspolitik, Sexualethik und Familienkunde. 3. Jahrgang (1933), Heft 1, S. 3–13.
- Arbeitsbericht des Vereins Mütterhilfe e. V. für das Jahr 1935. Berlin 1936.
- Familie, III. Die Familie im Volkstumskampf. In: Handwörterbuch des Grenz- und Auslandsdeutschtums, Bd. II, (1936), S. 486–489.
- als Herausgeber mit Franz Lohse: Bevölkerungsfragen. Bericht des Internationalen Kongresses für Bevölkerungswissenschaft. Berlin 26. August – 1. September 1935. München 1936.
- als Herausgeber: Das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses: eine Handreichung für die Schulung der in unseren Anstalten und in der Wohlfahrtspflege wirkenden Kräfte (= 3. Beiheft zur Zeitschrift „Dienst am Leben“; Schriftenreihe des Evangelischen Gesundheitsdienstes, Heft 1). Verlag Dienst am Leben, Berlin-Grunewald 1935, 2. Auflage 1937.
- Zur ungeklärten Lage der ledigen Mutter und des unehelichen Kindes. In: Archiv für Bevölkerungswissenschaft 10, 1940, S. 145–153.
- Ausbildungsmöglichkeiten auf dem Gebiet der Demographie. In: Hans Freyer, Helmut Klages und Hans Georg Rasch (Hrsg.): Actes du XVIIIe Congrès International de Sociologie. Nuremberg, 10–17 septembre 1958. Band 4, Anton Hain, Meisenheim am Glan 1961, S. 131–139.
- Bevölkerungspolitik. In: Evangelisches Soziallexikon, 5. Auflage, Stuttgart/Berlin 1965, Sp. 188–192.
- Deutsche Spätaussiedler – Erfolge bei ihrer Integration. Eine soziologische Studie der deutschen Sektion der AWR. In: Sabine Rupp, Karl Schwarz (Hrsg.): Beiträge aus der bevölkerungswissenschaftlichen Forschung. Festschrift für Hermann Schubnell. Boppard 1983, S. 545–559.
Festschrift
- Hermann Schubnell (Hrsg.): Alte und neue Themen der Bevölkerungswissenschaft: Festschrift für Hans Harmsen. Boldt, Boppard am Rhein 1981.
Siehe auch
Literatur
- Jochen-Christoph Kaiser: Sozialer Protestantismus im 20. Jahrhundert. Beiträge zur Geschichte der Inneren Mission 1914–1945. Oldenbourg, München 1989 (= Habilitationsschrift Münster/W. 1986).
- Peter Schneck: Sozialhygiene und Rassenhygiene in Berlin: Die Schüler Alfred Grotjahns und ihr Schicksal unter dem NS-Regime. In: Wolfram Fischer (Hrsg.): Exodus von Wissenschaften aus Berlin: Fragestellungen – Ergebnisse – Desiderate; Entwicklungen vor und nach 1933. Walter de Gruyter, Berlin/New York 1994, ISBN 3-11-013945-6, S. 494–509.
- Atina Grossmann: Reforming sex. The German movement for birth control and abortion reform, 1920–1950. Oxford University Press, New York 1995, ISBN 0-19-505672-8.
- Lemma Harmsen, Hans. In: ARL (Hrsg.): 50 Jahre ARL in Fakten. ARL, Hannover 1996, S. 164f., ISBN 3-888 38-514-8.
- Rainer Bookhagen: Die evangelische Kinderpflege und die Innere Mission in der Zeit des Nationalsozialismus, Mobilmachung der Gemeinden. Band 1: 1933 bis 1937. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1998, ISBN 978-3-525-55729-7, S. 558–559 (online).
- Peter Reinicke: Harmsen, Hans. In: Hugo Maier (Hrsg.): Who is who der Sozialen Arbeit. Lambertus, Freiburg 1998, ISBN 3-7841-1036-3, S. 228 f.
- Sabine Schleiermacher: Sozialethik im Spannungsfeld von Sozial- und Rassenhygiene. Der Mediziner Hans Harmsen im Centralausschuß für die Innere Medizin. Matthiesen, Husum 1998, ISBN 3-7868-4085-7.
- Sabine Schleiermacher: „Um die Sicherung des Lebensraums der Familie“. Bevölkerungspolitische Konzepte Hans Harmsens in Weimarer Republik und Nationalsozialismus. In: Rainer Mackensen (Hrsg.): Bevölkerungslehre und Bevölkerungspolitik im „Dritten Reich“. Leske + Budrich, Opladen 2004, ISBN 3-8100-3861-X, S. 141–150.
- Romy Steinmeier: „Hamburg hatte aber auch seine guten Seiten.“ Rudolf Otto Neumann und das Hygienische Institut Hamburg (= Schriftenreihe des Instituts für Hygiene und Umwelt, Hamburg. Band 3). Edition Temmen, Hamburg 2005, ISBN 3-86108-083-4, S. 205–207.
- Bodo Schümann: Harmsen, Hans. In: Hamburgische Biografie, hrsg. von Franklin Kopitzsch und Dirk Brietzke, Band 4, Wallstein Verlag, Göttingen 2012, S. 136–138.
- Sonja Schnitzler: Fallbeispiel für rekursive Kopplung von Wissenschaft und Politik: Das „Archiv für Bevölkerungswissenschaft und Bevölkerungspolitik“ (1934–1944). In: Rainer Mackensen, Jürgen Reulecke, Josef Ehmer (Hrsg.): Ursprünge, Arten und Folgen des Konstrukts „Bevölkerung“ vor, im und nach dem „Dritten Reich“. Zur Geschichte der deutschen Bevölkerungswissenschaft. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-16152-5, S. 321–344 und generell viele Hinweise auf die Beziehungen zwischen Elisabeth Pfeil und Hans Harmsen in: Sonja Schnitzler: Soziologie im Nationalsozialismus zwischen Wissenschaft und Politik. Elisabeth Pfeil und das „Archiv für Bevölkerungswissenschaft und Bevölkerungspolitik“. Springer, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-531-18611-5.
Weblinks
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- Michael Sontheimer: Lange braune Schatten. In: Spiegel-Special 8/2006, 24. Oktober 2006
- Hintergründe über Präsident Hans Harmsen auf der Website von ProFamilia (PDF; 250 kB).
- Nachlass Bundesarchiv N 1336
- Philipp Kröger (2020): Frankreich als negativer Lernort des deutschen Bevölkerungsdiskurses. Demografisches Wissen und Nationalismus, 1860–1940
- Personalia: Hans Harmsen. Ein Kapitel Sozialhygiene (von B. Knoche in: Deutsches Ärzteblatt, August 1974, Heft 32, S. 2392).
Einzelnachweise
<references />
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