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pro familia (Deutschland)

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pro familia Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e. V.
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Rechtsform e. V.
Gründung 23. Dezember 1952 in Kassel
Auflösung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Gründer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Sitz Frankfurt am Main
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Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Motto Für selbstbestimmte Sexualität
Zweck Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Schwerpunkt Ärztliche, psychologische und soziale Beratung zu Partnerschaft und Sexualität für Frauen und Männer, Mädchen und Jungen
Personen Daphne Hahn (Vorsitzende), Uwe Saulheimer-Eppelmann, Albrecht Gerlach, Christiane Howe, Michael Schmidt
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Stiftungskapital Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Beschäftigte Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Freiwillige Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder 5000
Website profamilia.de

pro familia Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e. V. Bundesverband ist ein deutschlandweiter Verbund von Beratungsstellen. Sein Angebot richtet sich vor allem an Jugendliche, Eltern und Schulen. Auch anderen Interessierten bietet Pro Familia Beratungen an.

Dem in Landesverbände untergliederten Bundesverband gehören rund 4000 Mitglieder an. Er unterhält mehr als 180 Beratungsstellen in Deutschland mit etwa 1600 Mitarbeitern. Angeboten wird medizinische, psychologische, psychosoziale und familienrechtliche Beratung unter anderem zu Sexualität, Partnerschaft, Trennung und Scheidung, Empfängnisregelung und -verhütung, unerfülltem Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt und Schwangerschaftsabbrüchen.

Die Organisation ist ein Gründungsmitglied der International Planned Parenthood Federation (IPPF) und Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband. Der Bundesverband finanziert sich durch Spenden und Mitgliederbeiträge. Außerdem wird er durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell gefördert.

Vereinsziele, Beratung und medizinische Angebote

Der Verein setzt sich für sexuelle und reproduktive Rechte ein und vertritt den Grundsatz einer freien Entscheidung jedes Menschen über seinen Kinderwunsch, was das Recht auf einen legalen Schwangerschaftsabbruch ohne Indikation einschließe.

Ein Schwerpunkt des Arbeitsprogramms ist die besondere Förderung und Unterstützung benachteiligter Gruppen in der Bevölkerung.

Der Verein bietet sexualpädagogische Veranstaltungen für Schulklassen und Jugendgruppen an.<ref>Christian Rost: Pro Familia hilft aus: Sexualkunde als Lebenshilfe. In: sueddeutsche.de. 25. Juli 2009, abgerufen am 20. April 2022.</ref> Viele Beratungsstellen bieten eine Jugendsprechstunde an, außerdem gibt es die Möglichkeit der Onlineberatung. Pro Familia informiert online und mit Broschüren umfangreich zu Verhütung und Sexualität.

Der Verein engagiert sich für den freien Zugang zu Verhütungsmitteln. Auch setzte sich der Verein für die Rezeptfreiheit der Pille danach ein; Deutschland gehörte bis zum Jahr 2015 zu den wenigen Ländern in der Europäischen Union, in denen der Arztbesuch noch Pflicht war.<ref>Pannenhilfe nach 6: Pille danach* muss rezeptfrei sein! (pdf; 150 kB) In: profamilia.de. 15. Mai 2012, abgerufen am 23. Juni 2017.
Pannenhilfe nach 6. In: profamilia.de. 15. Mai 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 16. Mai 2012; abgerufen am 20. April 2022 (Version vor Abschaffung der Pflicht einer ärztlichen Beratung).</ref> Die Vermeidung von Teenagerschwangerschaften gilt für Pro Familia als eine Herausforderung der Sexualaufklärung und der Sexualpädagogik und als gesellschaftliche Aufgabe.<ref>Gunter Schmidt, Elke Thoss u. a.: Pro familia Forschungsprojekt: Schwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch bei minderjährigen Frauen. (pdf; 52 kB) In: fes.de. 23. Februar 2007, S. 22, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. Oktober 2013; abgerufen am 20. April 2022.</ref> Pro Familia fordert das Recht auf einen legalen Schwangerschaftsabbruch ohne Indikation.

Der Verein betreibt bundesweit Beratungsstellen zur Familienplanung und Schwangerschaft; in Bremen, Mainz, Rüsselsheim am Main, Kassel, Gießen und Saarbrücken sind den Beratungsstellen „profamilia Zentren“ angeschlossen, in einigen von diesen können unter anderem ambulante Sterilisationen des Mannes und straffreie Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen werden; medizinische Angebote gibt es auch in kooperierenden Familienplanungszentren in Berlin und Hamburg.<ref>Was wir Ihnen bieten. In: profamilia.de. Abgerufen am 20. April 2022.</ref>

Geschichte

Pro Familia standen vor:<ref>Michael Altmann: 60 Jahre für selbstbestimmte Sexualität. (pdf; 358 kB) In: pro familia magazin. 1/2012, 28. März 2012, S. 4–5, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 10. April 2016; abgerufen am 20. April 2022.</ref>

Der Verein wurde am 23. Dezember 1952 als „Deutsche Gesellschaft für Ehe und Familie“ in Kassel gegründet. Ziel war die Schaffung eines gemeinnützigen, nicht-staatlichen und nicht-konfessionellen Fachverbands für Fragen der Sexualität und der Familienplanung.

Die Gründung ging unter anderem auf Vorarbeiten von Margaret Sanger zurück, einer Aktivistin der Bewegung für Geburtenkontrolle, die 1921 die American Birth Control League begründete, aus der 1942 die US-amerikanische Organisation Planned Parenthood und 1952 auch die (deutsche) Pro Familia und (internationale) IPPF hervorgingen.

Erster und langjähriger Vorsitzender war der Hamburger Sozialhygieniker Hans Harmsen.<ref>Sabine Schleiermacher: Racial Hygiene and Deliberate Parenthood: Two Sides of Demographer Hans Harmsen’s Population Policy. (pdf; 138 kB) In: Reproductive and Genetic Engineering: Journal of International Feminist Analysis. 3/3, 1990, S. 1–4, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 19. Februar 2011; abgerufen am 20. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mitgründer waren Margaret Sanger und Anne-Marie Durand-Wever, letztere wurde Vizevorsitzende. 1984 legte Harmsen das Amt des Ehrenpräsidenten wegen Kritik an seinen während der NS-Zeit geäußerten Positionen nieder.<ref>Sexualpädagogik und Familieninformationen, Nr. 6, 1984</ref> 1963 erfolgte die Aufnahme von Pro Familia in den Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Durch eine Förderung im Modellprojekt der Bundesregierung „Ergänzende Maßnahmen zur Reform des § 218“ konnte das Angebot auf 26 Beratungsstellen ausgeweitet werden, zusätzlich zur Fachberatung und Beratung Betroffener wurde jetzt verstärkt sexualpädagogische Jugendarbeit geleistet. Von 1979 bis 1982 baute die ab 1983 als Bundesvorsitzende fungierende Kinderkrankenschwester, Erzieherin und Sexualpädagogin Melitta Walter (* 1949) die sexualpädagogische Fortbildung für Pro Familia in Berlin auf.<ref> Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1302.</ref> In den Jahren ab 1983 wurde die AIDS-Prävention ein weiterer Schwerpunkt.

Nach der deutschen Wiedervereinigung traten im Jahr 1991 in den neuen Bundesländern die Landesverbände der Organisation „EHE und FAMILIE in der DDR“ Pro Familia bei, so dass ihre Aktivitäten auch ohne die Unterstützung der Bundesregierung<ref>Abtreibung: Leicht übergangen. In: Der Spiegel. 17/1991, 21. April 1991, S. 81, abgerufen am 20. April 2022.</ref> fortgesetzt werden konnten. 1993 erfolgte die letzte Namensänderung in „Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e. V.“

Seit etwa 2000 hat der Verein auch sein Angebot zur künstlichen Befruchtung und Präimplantationsdiagnostik ausgeweitet.

Kritik

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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