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Hannoversche Presse (1851)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Hannoversche Presse war eine liberale Tageszeitung, die von 1851 bis 1852 in Hannover erschien.

Nach der Aufhebung der Zensur im Königreich Hannover am 18. März 1848<ref>Alberto Martino, Georg Jäger: Die deutsche Leihbibliothek: Geschichte einer literarischen Institution (1756-1914), Beiträge zum Buch- und Bibliothekswesen, Otto Harrassowitz Verlag, 1990, ISBN 3-447-02996-X, S. 172</ref> war der Weg frei für eine unabhängige Tagespresse. In Folge erschien u. a. die radikaldemokratische Hannoversche Volkszeitung von Adolf Mensching, einem Mitglied des „Bundes der Kommunisten“, die das Revolutionsjahr nicht überstand, und 1849 die Zeitung für Norddeutschland. 1851 kamen das unpolitische Hannoversche Tageblatt und die liberale Hannoversche Presse heraus.<ref>Dieter Brosius: Mensching, in: Die Industriestadt. Vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des I. Weltkrieges, in: Geschichte der Stadt Hannover, Bd. 2, Vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart, Hannover: Schlütersche Verlagsgesellschaft, 1994, ISBN 3-87706-364-0, S. 309f., 327; online über Google-Bücher</ref>

Die Hannoversche Presse erschien erstmals zum 1. Januar 1851 in „täglich zwei Ausgaben“, redigiert von Julius Frese und Hermann Harrys. Sie waren nach der Übernahme der Zeitung für Norddeutschland durch einen anderen Verlag als Redakteure zurückgetreten und gründeten ihr eigenes Blatt. Sie kündigten an, „ihre bewährte volkstreue Politik unter allen Umständen zu behaupten“.<ref>Anzeigen des Fürstenthums Schaumburg-Lippe: Jahrgang 1851, Kühner, Bückeburg 1851, S. 6 (Google Books)</ref> Verantwortlicher Redakteur war Julius Frese für den deutschen Teil des Blattes, während Harrys das Ausland bearbeitete.<ref name="Kuntzemüller">Otto Kuntzemüller: Hannoverscher Courier - Zeitung für Norddeutschland - Hannoversche Anzeigen - Hannoversche Neueste Nachrichten 1849-1899: Festschrift zum 50 jährigen Bestehen der Zeitung, Gebrüder Jänecke, Hannover 1899, S. 22 ff.</ref> Die Zeitung hatte im ersten Quartal 1851 270 Abonnenten und arbeitete zunächst mit 30 Talern Verlust.<ref>Hannoversche Geschichtsblätter 1985, S. 176</ref> Im November 1852 schieden Harrys und Frese aus der Redaktion aus,<ref name="Kuntzemüller"/> das Blatt erschien noch bis Ende des Jahres<ref>Nachricht über den Historischen Verein für Niedersachsen, Band 18, 1855, S. 21</ref> und wurde nach zweijährigem Bestehen von der Zeitung für Norddeutschland aufgekauft.<ref>Georg Sommer: Die Zensurgeschichte des Königreichs Hannover, Kleinert, 1929, S. 16</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

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