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Zeitung für Norddeutschland

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Die Zeitung für Norddeutschland (ZfN) war eine sechsmal (zeitweise zwölfmal) wöchentlich erscheinende Zeitung, die ab dem 1. Januar 1849 von den Gebrüdern Jänecke in Hannover herausgegeben und gedruckt wurde.<ref name="SHL">Klaus Mlynek: Zeitung für Norddeutschland. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 688.</ref><ref name=":0">Zeitung für Norddeutschland. In: zdb-katalog.de. Deutsche Nationalbibliothek, 17. Juli 2024, abgerufen am 29. Dezember 2024.</ref>

Laut einer Übersicht Hannoversche Tageszeitungen der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek erschien das Blatt bis 1871. Die Zeitschriftendatenbank kennt eine leicht erweiterte Erscheinungsweise vom 26. Dezember 1848 bis 23. Februar 1872.<ref name=":0" />

Die ZfN galt als Sprachrohr der liberalen und demokratischen Opposition im Königreich. Die Zeitung war einflussreich, da sie als inhaltliche Richtschnur für viele kleinere Blätter in der Stadt Hannover wie im Königreich Hannover diente.<ref name="SHL" /> In Preußen wurde die ZfN im Juli 1864 wegen Verstoß gegen das „Preßgesetz“ verboten.<ref>Vgl. beispielsweise die Bekanntmachung im Amts-Blatt der Königlichen Regierung zu Magdeburg, 6. August 1884, S. 179. (Digitalisat)</ref> Mitarbeiter der ZfN waren u. a. 1860 bis 1862 der Schriftsteller Friedrich Spielhagen<ref>Martina Samulat-Gede: Friedrich Spielhagen zum hundertsten Todestag. In: stiftung-historische-friedhoefe.de. Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg, abgerufen am 29. Dezember 2024.</ref> und ab 1867 der Literaturhistoriker Hermann Uhde.<ref>J.: Uhde, August Friedrich Hermann Karl. In: deutsche-biographie.de. 1895, abgerufen am 29. Dezember 2024.</ref>

Die ZfN ging 1849 aus der in Bremen erscheinenden Bremer Zeitung hervor.<ref name=":1">Rudolf Schmidt: Deutsche Buchhändler. Deutsche Buchdrucker. Band 3. Berlin/Eberswalde 1905, S. 508–510. (Abschrift auf zeno.org)</ref> Am 1. April 1850 wurde die kleinere Hannoversche Morgenzeitung (die zuvor 1845 aus der Zeitung Die Posaune hervorgegangen war<ref name="SHL" /><ref>Ines Katenhusen: Posaune, Die P. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 506.</ref>) mit dem neuen Blatt vereinigt.<ref name=":1" /> Die ZfN ging 1863, ebenso wie die Neuen Hannoverschen Anzeigen (1857–1863), im Hannoverschen Courier auf<ref>Klaus Mlynek: Hannoverscher Kurier. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 264 f.</ref>; der Titel Zeitung für Norddeutschland wurde weiter im Untertitel geführt. 1867 ging die durch Carl Meyer begründete Hannoversche Tagespost in der ZfN auf.<ref>Rudolf Schmidt: Jänecke, Familie. In: Deutsche Buchhändler. Deutsche Buchdrucker, Band 3, Berlin/Eberswalde 1905, S. 508–510; Abschrift über zeno.org; online</ref>

Literatur

  • Otto Kuntzemüller: Das hannoversche Zeitungswesen vor dem Jahre 1848. Ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Presse. In: Preußische Jahrbücher. Bd. 94, 1898, S. 425–453.
  • Klaus Mlynek: Zeitung für Norddeutschland. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 688.
  • Otto Kuntzemüller: Hannoverscher Courier, Zeitung für Norddeutschland, Hannoversche Anzeigen, Hannoversche Neueste Nachrichten, 1849–1899. Festschrift zum 50 jährigen Bestehen der Zeitung. Druck und Verlag von Gebrüder Jänecke, Hannover 1899.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />