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Hämatoporphyrin

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Vorlage:Infobox Chemikalie

Hämatoporphyrin, auch Haematoporphyrin geschrieben, entsteht bei der sauren Hydrolyse des Hämoglobins. Hierbei werden die Proteinketten abgespalten sowie das Eisen(II)-ion entfernt. Außerdem werden die beiden Vinylgruppen hydratisiert,<ref name="Römpp">Vorlage:RömppOnline</ref> Hämatoporphyrin ist somit ein eisenfreies Häm.

Eigenschaften

Hämatoporphyrin unterscheidet sich von Protoporphyrin IX dadurch, dass die beiden Vinyl-Gruppen infolge Anlagerung von Wasser in Hydroxyethyl-Reste übergegangen sind. Da die Hydratisierung nicht stereospezifisch erfolgt, besteht Hämatoporphyrin aus vier Stereoisomeren.<ref name="Römpp"/>

Verwendung

  • Nachweis von Blut im Stuhl (Hämatoporphyrin-Test, Guajak-Test)
  • Photosensibilierung von Tumoren (Photodynamische Therapie – PDT)
  • Antidepressivum, etwa im als „physiologisches Stimulans“ beworbenen Hämatoporphyrin-Derivat Pyrocal<ref>Münchener Medizinische Wochenschrift. Band 95, Nr. 1, 2. Januar 1953, S. XCIII (Anzeige der Dr. Kurt Mulli KG Hamburg).</ref> seit den 1920er Jahren

Einzelnachweise

<references />