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Gösseling

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Vorlage:Hinweisbaustein

Gösseling (Dorf)
Ortschaft
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland St. Veit an der Glan (SV), Kärnten
Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan
Pol. Gemeinde St. Georgen am Längsee  (KG Gösseling)
Koordinaten 46° 46′ 23″ N, 14° 29′ 12″ OKoordinaten: 46° 46′ 23″ N, 14° 29′ 12″ O
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Höhe 581 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft (k. A. Hilfef3f0)
Gebäudestand 37 (1. Jän. 2021f1)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 01593
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS

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Gösseling ist eine Ortschaft in der Gemeinde St. Georgen am Längsee im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten (Österreich). Die Ortschaft hat Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft Einwohner (Stand <ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft 01593">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref>).

Lage

Die Ortschaft Gösseling liegt im Süden des Bezirks St. Veit an der Glan, im Osten der Gemeinde St. Georgen am Längsee, auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Gösseling. Das Dorf liegt in Hanglage am Übergang von der Launsdorfer Senke nach Osten hin zum Brückler Bergland. Zur Ortschaft gehören auch einige Häuser am Ausgang des Elsgrabens (die Häuser im inneren Teil des Elsgrabens gehören hingegen zur Ortschaft Garzern) sowie der Hof Watscher, der 200 Höhenmeter über dem Dorf am Watscherkogel liegt.

Geschichte

Datei:Filialkirche St. Michael in Gösseling.jpg
Filialkirche St. Michael in Gösseling

Ende des 11. Jahrhunderts lebte und starb hier Graf Kazelin. 1106 wurden Kazelins Gebeine aus dem damals zur Diözese Salzburg gehörenden Ort, der bei dieser Gelegenheit als Goztelich urkundlich erwähnt wird, nach Eberndorf in Südkärnten, wo daraufhin Stift Eberndorf gegründet wurde.<ref>Hermann Wiessner: Eisenkappel – Zur Geschichte einer Marktgemeinde im Grenzland. In: Carinthia I. 1968, S. 249f.</ref> Der Name Gösseling leitet sich vielleicht vom slawischen Personennamen Gostelz ab, bedeutet also Ort des Gostelz; andere leiten ihn von einem slawischen Wort ab, das Knochenstätte bedeutet.<ref>Isolde Hausner, Elisabeth Schuster: Altdeutsches Namenbuch. Die Überlieferung der Ortsnamen in Österreich und Südtirol von den Anfängen bis 1200. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 1992–1996.</ref> Zeitweise wurde der Name auch von den Goten hergeleitet.<ref>Eberhard Kranzmayer: Reste germanischen Lebens in Kärntner Ortsnamen. In: Carinthia I. 1942, S. 111.</ref>

Bis nach 1780 war der Ort Mittelpunkt einer Pfarre, ehe die Kirche St. Michael zu einer Filialkirche, zunächst von St. Johann bzw. Brückl, dann von Launsdorf, wurde.

Um 1840 wurde in der Süblerkeusche am Ausgang des Elsgrabens (heute Haus Gösseling Nr. 2) eine Schule eingerichtet. Die Schule wechselte dann in die Mentelekeusche; 1860 wurde ein neues Schul- und Mesnerhaus errichtet. Der Schulsprengel umfasste Ende des 19. Jahrhunderts neben Gösseling auch Pölling, Unterbruckendorf, Launsdorf, Wiendorf, Weindorf, Krainberg, Garzern und Teile von Gutschen.<ref>Freie Stimmen, 4. Februar 1912, S. 8.</ref>

Auf dem Gebiet der Steuergemeinde Gösseling liegend, gehörte der Ort in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Steuerbezirk Osterwitz. Seit Gründung der Ortsgemeinden im Zuge der Reformen nach der Revolution 1848/49 gehört Gösseling zur Gemeinde St. Georgen am Längsee.

Bevölkerungsentwicklung

Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen:

  • 1846: 183 Einwohner<ref>Valentin Streffleuer: Straßen-Statistik des Österreichischen Kaiserstaats (= Mittheilungen aus dem Gebiet der Statistik, Band 5). Wien 1856, S. 106.</ref>
  • 1869: 29 Häuser, 180 Einwohner<ref name=OR1869>K. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872, S. 71.</ref>
  • 1880: 32 Häuser, 188 Einwohner<ref name=OVZ1880>K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882, S. 56.</ref>
  • 1890: 24 Häuser, 184 Einwohner (davon 3 Häuser mit 20 Einwohnern im Elsgraben)<ref name=OR1890>K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894, S. 57.</ref>
  • 1900: 28 Häuser, 202 Einwohner<ref name=GL1900>K. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905, S. 76.</ref>
  • 1910: 27 Häuser, 194 Einwohner<ref name=OR1910>Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918, S. 42.</ref>
  • 1923: 26 Häuser, 155 Einwohner<ref name=OV1923>Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 17.</ref>
  • 1934: 144 Einwohner<ref name=OV1934>handschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 17.</ref>
  • 1961: 30 Häuser, 184 Einwohner<ref name=OV1961>Österreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965, S. 256.</ref>
  • 2001: 34 Gebäude (davon 28 mit Hauptwohnsitz) mit 35 Wohnungen; 81 Einwohner und 8 Nebenwohnsitzfälle; 32 Haushalte; 1 Arbeitsstätte, 11 land- und forstwirtschaftliche Betriebe<ref name=OVZ2001>Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004, S. 118.</ref>
  • 2011: 37 Gebäude, 79 Einwohner, 35 Haushalte, 1 Arbeitsstätte<ref name=OVZ2011>Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt 2014.</ref>
  • 2021: 37 Gebäude, 78 Einwohner, 34 Haushalte, 9 Arbeitsstätten<ref name=OVZ2024>Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt 2024, S. 42.</ref>

Persönlichkeiten

Weblinks

Commons: Gösseling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeindegliederung von St. Georgen am Längsee