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Gyula Káté

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Gyula Káté Vorlage:SportPicto
Datei:Gyula Káté 026.JPG
Gyula Káté
Daten
Geburtsname Gyula Káté
Geburtstag 3. Februar 1982
Geburtsort Budapest
Nationalität UngarnDatei:Flag of Hungary.svg Ungarn
Gewichtsklasse Halbweltergewicht
Stil Linksauslage
Größe 1,78 m
Profil in der BoxRec-Datenbank
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 2 × Bronzemedaille
Europameisterschaften 0 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 2 × Bronzemedaille
 IBA-Weltmeisterschaften
Bronze 2003 Bangkok Leichtgewicht
Bronze 2009 Mailand Halbweltergewicht
Europameisterschaften
Bronze 2004 Pula Leichtgewicht
Bronze 2006 Plowdiw Halbweltergewicht
Silber 2008 Liverpool Halbweltergewicht
Silber 2010 Moskau Halbweltergewicht

Gyula Káté (* 3. Februar 1982 in Budapest) ist ein ehemaliger ungarischer Boxer. Er war unter anderem Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen, 2008 in Peking und 2012 in London.

Boxkarriere

Seine größten Erfolge im Nachwuchs waren der Gewinn einer Bronzemedaille im Fliegengewicht bei der Kadetten-Europameisterschaft 1998 in Jūrmala<ref>European Cadet Championships 1998</ref> sowie der Gewinn der Goldmedaille im Federgewicht bei der im heimischen Budapest ausgetragenen Junioren-Weltmeisterschaft 2000, wobei er im Finalkampf Boris Georgiew bezwang.<ref>World Junior Championships 2000</ref>

Bei den Erwachsenen wurde er im Anschluss zehnfacher Ungarischer Meister; 2001 bis 2003 im Leichtgewicht sowie 2005 bis 2011 im Halbweltergewicht.<ref>Hungarian National Championships</ref> 2004 konnte er verletzungsbedingt nicht an den nationalen Meisterschaften teilnehmen. Damit liegt er in der ewigen Bestenliste nur hinter dem elffachen Titelträger Pál Lakatos.<ref>Visszatér a ringbe a magyar bunyó nagy öregje</ref>

Bei EU-Meisterschaften gewann er 2005 in Cagliari<ref>European Union Championships 2005</ref> und 2006 in Pécs die Goldmedaille<ref>European Union Championships 2006</ref>, 2008 in Władysławowo<ref>European Union Championships 2008</ref> und 2009 in Odense die Silbermedaille<ref>European Union Championships 2009</ref> sowie 2007 in Dublin eine Bronzemedaille<ref>European Union Championships 2007</ref>. Im Anschluss fanden bis 2014 keine EU-Meisterschaften mehr statt.

Bei der Europameisterschaft 2002 in Perm schied er im Achtelfinale gegen Alexander Maletin aus<ref>European Championships 2002</ref>, erreichte jedoch bei der Weltmeisterschaft 2003 in Bangkok mit Siegen gegen Sergio Priotti, Wladimir Kolesnik, Takashi Uchiyama und Dilshod Mahmudov das Halbfinale, wo er mit einer Bronzemedaille gegen den späteren Weltmeister Mario Kindelán ausschied.<ref>World Championships 2003</ref> Bei der Europameisterschaft 2004 in Pula erreichte er nach einer Halbfinalniederlage gegen Dimitar Schtiljanow erneut den Gewinn einer Bronzemedaille<ref>European Championships 2004</ref> und startete bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen, wo er in der Vorrunde gegen Baik Jong-sub unterlag.<ref>Olympic Games 2004</ref> Auch bei der Weltmeisterschaft 2005 in Mianyang verlor er noch in der Vorrunde gegen Chen Tongzhou.<ref>World Championships 2005</ref>

Sein nächster Erfolg war der Gewinn einer Bronzemedaille bei der Europameisterschaft 2006 in Plowdiw nach einer Niederlage im Halbfinale gegen Oleg Komissarow.<ref>European Championships 2006</ref> Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Chicago, bei der auch direkte Startplätze für die Olympischen Sommerspiele 2008 vergeben wurden, kämpfte er sich gegen John Joyce und Myke Carvalho ins Achtelfinale vor, wo er gegen Gennadi Kowaljow ausschied.<ref>World Championships 2007</ref> Er musste daraufhin in das europäische Qualifikationsturnier 2008 in Pescara, wo er mit Siegen gegen Germans Grekovs, Gevorg Galstian, Dario Vangeli, Egidijus Kavaliauskas und Ionuț Gheorghe den ersten Platz erreichte.<ref>European Olympic Qualifications 2008</ref> Bei den anschließenden Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking verlor er diesmal in der Vorrunde gegen John Joyce.<ref>Olympic Games 2008</ref>

Bei der Weltmeisterschaft 2009 in Mailand gewann er erneut eine Bronzemedaille, nachdem er erst im Halbfinale knapp mit 7:8 gegen Frankie Gomez ausgeschieden war.<ref>World Championships 2009</ref> Bei der Europameisterschaft 2010 in Moskau verlor er erst im Finale mit 2:3 gegen Hratschik Jawachjan<ref>European Championships 2010</ref> und schied bei der Europameisterschaft 2011 in Ankara im Viertelfinale gegen Vincenzo Mangiacapre aus.<ref>European Championships 2011</ref> Durch das erneute Erreichen des Viertelfinales bei der Weltmeisterschaft 2011 in Baku, unter anderem mit einem Sieg gegen Danijar Jeleussinow<ref>World Championships 2011</ref>, qualifizierte er sich für die Olympischen Sommerspiele 2012 in London; dort unterlag er im Achtelfinale erneut gegen Vincenzo Mangiacapre.<ref>Olympic Games 2012</ref> Mit inzwischen drei Olympiateilnahmen als Boxer wird er nur von György Gedó mit vier Teilnahmen übertroffen.<ref>A riói olimpia miatt tér vissza az elmúlt másfél évtized legjobb magyar amatőr bokszolója</ref> Nach den Olympischen Spielen wurde im August 2012 sein Karriereende bekanntgegeben.<ref>Káté berágott, nem indul több olimpián</ref><ref>Itt a vége: Káté Gyula nem csak az olimpiától vonul vissza</ref>

Káté entschied sich jedoch für eine Teilnahme an der semiprofessionellen Wettkampfserie APB des internationalen Amateurverbandes (AIBA), wobei er jedoch von Oktober 2014 bis Juli 2015 fünf von sechs Kämpfen verlor.<ref>Gyula Kate - BoxRec amateur bouts</ref> Seinen letzten Boxkampf bestritt er im Dezember 2016 in Budapest.<ref>Abbahagyja amatőr karrierjét a kétszeres vb-bronzérmes magyar bokszoló</ref>

Auswahl weiterer Turnierergebnisse

Sonstiges

Káté war Absolvent der Oberschule Kossuth Lajos im Budapester Stadtteil Csepel.<ref>Olimpia: Káté Gyula ökölvívásban 16 közé jutott</ref> Nach dem Ende seiner Wettkampfkarriere arbeitete er als Kampfsporttrainer und Sicherheitsbediensteter bei der Budapester Gesellschaft für die Instandhaltung öffentlicher Räume, kurz FKF (Stand: 2019).<ref>Utcai harcos és rocker lett az elmúlt évek legjobb amatőr ökölvívójából</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />