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Egidijus Kavaliauskas

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Egidijus Kavaliauskas Vorlage:SportPicto
Daten
Geburtsname Egidijus Kavaliauskas
Geburtstag 29. Juni 1988
Geburtsort Kaunas, Litauische SSR
Nationalität Litauen Litauen
Kampfname(n) Mean Machine
Gewichtsklasse Weltergewicht
Stil Linksauslage
Größe 1,75 m
Kampfstatistik als Profiboxer
Kämpfe 28
Siege 24
K.-o.-Siege 19
Niederlagen 3
Unentschieden 1
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
 IBA-Weltmeisterschaften
Bronze 2011 Baku Weltergewicht

Egidijus „Egis“ Kavaliauskas (* 29. Juni 1988 in Kaunas, Litauische SSR) ist ein litauischer Profiboxer im Weltergewicht.

Als Amateur war er unter anderem Teilnehmer der Olympischen Spiele 2008 und 2012.

Persönliches

Egidijus Kavaliauskas wurde als Sohn einer Kindergärtnerin sowie eines Sicherheitsdienstmitarbeiters geboren und hat eine Schwester. Er übte seit seinem siebenten Lebensjahr Kampfsport aus und wechselte mit 13 Jahren zum Boxen. Seit 2016 ist er mit seiner Frau Vitalija verheiratet und lebt in Oxnard, Kalifornien. Kavaliauskas spricht fließend Litauisch, Russisch und Englisch.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Egidijus Kavaliauskas, Top Rank Boxing (Memento vom 29. Oktober 2020 im Internet Archive)</ref>

Amateurkarriere

Egidijus Kavaliauskas bestritt rund 300 Amateurkämpfe. Er gewann jeweils eine Bronzemedaille bei den Kadetten-Europameisterschaften 2004 und 2005.<ref>Kadetten-Europameisterschaft 2004</ref><ref>Kadetten-Europameisterschaft 2005</ref> Bei den Weltmeisterschaften 2007 schied er im ersten Kampf gegen Eduard Hambardsumjan aus.<ref>Weltmeisterschaften 2007</ref>

Beim ersten europäischen Olympiaqualifikationsturnier im Februar 2008 gewann er gegen Jussi Koivula, Aslanbek Kosajew und Boris Katalinić, ehe er im Halbfinale gegen Gyula Káté unterlag. Er startete daraufhin noch beim zweiten europäischen Olympiaqualifikationsturnier im April 2008 und erreichte durch Siege gegen Carmine Cirillo, Anatoli Andrejew, Levan Ghvamichava und erneut Boris Katalinić das Finale, wo er zwar gegen John Joyce verlor, sich mit dem zweiten Platz jedoch für die Olympischen Spiele 2008 in Peking qualifizierte.<ref>Europäische Olympiaqualifikation (1)</ref><ref>Europäische Olympiaqualifikation (2)</ref> Bei den Olympischen Spielen unterlag er dann im ersten Kampf gegen Alexis Vastine.<ref>Olympische Spiele 2008</ref> Im November 2008 nahm er noch an den Europameisterschaften teil und schlug in der Vorrunde Adriani Vastine, ehe er im Achtelfinale erneut gegen Eduard Hambardsumjan ausschied.<ref>Europameisterschaften 2008</ref>

Bei den Europameisterschaften 2010 unterlag er im Achtelfinale gegen Balázs Bácskai.<ref>Europameisterschaften 2010</ref> Seinen größten Erfolg erzielte er dann mit dem Gewinn einer Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften 2011. Er hatte dabei Maimatti Tusunqiong, Robert Bilík, Roy Sheahan und Fred Evans bezwungen, ehe er im Halbfinale gegen Serik Säpijew unterlegen war.<ref>Weltmeisterschaften 2011</ref> Damit verbunden war die Qualifikation zur Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in London. Dort schied er diesmal im Achtelfinale gegen Fred Evans aus.<ref>Olympische Spiele 2012</ref>

Darüber hinaus war er Litauischer Meister 2008 und 2009 im Halbweltergewicht sowie 2010 und 2011 im Weltergewicht.<ref>Litauische Meisterschaften</ref>

Auswahl internationaler Turnierergebnisse

Profikarriere

Egidijus Kavaliauskas steht beim US-Promoter Top Rank unter Vertrag, sein Manager ist der Litauer Egis Klimas.<ref>BoxRec</ref> Er boxte bisher ausschließlich in den USA und blieb zwischen März 2013 und Dezember 2019 in 22 Kämpfen ungeschlagen. Im September 2017 gewann er den Nordamerika-Titel der NABF im Weltergewicht gegen Mahonri Montes (Bilanz: 33-6) und verteidigte den Titel jeweils gegen Dawid Awanessjan (23-2), Juan Abreu (21-3), Roberto Arriaza (17-0) und Ray Robinson (24-3). Im Kampf gegen Arriaza wurde er dabei zusätzlich WBO-Intercontinental-Champion.

Am 14. Dezember 2019 verlor er beim Kampf um die WBO-Weltmeisterschaft im Weltergewicht durch TKO in der neunten Runde gegen Terence Crawford (35-0).<ref>Terence Crawford vs. Egidijus Kavaliauskas</ref>

Im September 2020 gewann er durch TKO in der achten Runde gegen Mikael Zewski (34-1) und wurde Nordamerika-Meister der NABO und WBC im Weltergewicht. Am 14. August 2021 verlor er durch KO in der achten Runde gegen Vergil Ortiz (17-0).

Weblinks

Einzelnachweise

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