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Griechen in der Schweiz

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Die Griechische Gemeinschaft in der Schweiz besteht aus griechischen Einwohnern in der Schweiz sowie aus ihren Nachkommen. Sie zählt zur weltweiten griechischen Diaspora.<ref name="Globe2">Griechen um den Globus. ausgreeknet.com, nach Statistiken des Allgemeinen Sekretariats für Griechen Ausserhalb wie am 12. Oktober 2004; <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ggae.gr/gabroad (Memento vom 12. Oktober 2004 im Internet Archive)</ref>

Geschichte

In der Schweiz lebten bereits im 18. Jahrhundert Griechen, die das Osmanische Reich verlassen hatten. Im August 1821, die griechische Revolution (griechischer Unabhängigkeitskrieg gegen die Türken) dauerte bereits vier Monate, wurde in Bern die erste philhellenische Organisation gegründet, ein weiteres Zentrum der Bewegung war Genf, von dort stammte auch der Wahlgrieche Jean-Gabriel Eynard. Die Geschichte einer griechischstämmigen Romanfigur beschreibt Friedrich Dürrenmatts 1955 erschienener Roman Grieche sucht Griechin.

1922–1924<ref name="Bazzanella">Sylvie Bazzanella: Lausanne – Eglise orthodoxe grecque. In: notreHistoire.ch. 19. September 2015, abgerufen am 22. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> wurde in Lausanne die erste griechisch-orthodoxe Kirche der Schweiz errichtet, finanziert wurde sie durch den Reeder Gerassimos Vergottis<ref name="Bazzanella" /> aus Kefalonia. In der Stadt war 1923 auch der für Griechenland einschneidende Vertrag von Lausanne<ref>Jean-Pierre Filiu: Les Arabes, leur destin et le nôtre – Histoire d’une libération. Éditions La Découverte, Paris 2015, ISBN 978-2-7071-8661-4, S. 63.</ref> ausgehandelt worden. In Gstaad liessen sich seit den 1960er Jahren zahlreiche griechische Millionäre nieder.<ref>Celebrities to gather in Gstaad for private viewing of Depy Chandris’s jewelry collection. Kathimerini; abgerufen am 24. August 2010.</ref> In der BILANZ-Liste der 300 Reichsten sind sechs Griechen zu finden, Ursache für die Emigration in die Schweiz ist hierbei die Steuergesetzgebung.<ref>bilanz.ch abgerufen am 14. April 2011. @1@2Vorlage:Toter Link/www.bilanz.ch (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Die Familie von Spiros Latsis zählt zu den zehn reichsten Familien in der Schweiz.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.bilanz.chbilanz.ch (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> 2013 wurde bekannt, dass Spiros Latsis von Genf nach Monaco umgezogen ist.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/m.aargauerzeitung.chFG-Banker Latsis: Wohnsitz neu in Monaco. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Schweiz am Sonntag vom 28. April 2013</ref><ref>@1@2Vorlage:Toter Link/infocube.chSpiro J. Latsis. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: infocube.ch, abgerufen am 6. Mai 2013</ref>

Während der Militärdiktatur (1967–1974) in Griechenland fanden viele oppositionelle Persönlichkeiten Asyl in der Schweiz. Das Schweizer Komitee für die Wiederherstellung von Demokratie in Griechenland wurde 1967 in Bern gegründet.<ref>Swiss Federal Department of Foreign Affairs-Bilateral Relations. eda.admin.ch; abgerufen am 11. April 2009.</ref> 1975 wurde in Zürich der Verein Griechischer Akademiker in der Schweiz gegründet.<ref>Website. seeel.ch; abgerufen am 14. April 2011.</ref>

Mit 63 Vergabungen in die Schweiz, insbesondere Graubünden und dem Engadin (Stand 2008), ist diese das zweitwichtigste Land nach Griechenland, in dem die Stavros-Niarchos-Foundation wohltätige Projekte finanziert. Noch zu Lebzeiten hatte Stavros Niarchos auch eine Stiftung zugunsten des Kreisspitals Oberengadin in Samedan eingerichtet.<ref>Das diskrete Wirken der Familie Niarchos. In: Neue Zürcher Zeitung. 29. Dezember 2008, abgerufen am 22. August 2021.</ref>

Einige Schweizer Schriftsteller haben griechische Wurzeln; Georges Haldas wurde 1917 in Genf als Sohn des griechischen Buchhalters Léonidas Halter und der Schweizerin Marguerite Monard geboren. Perikles Monioudis wurde als Sohn griechischer Eltern in der Schweiz geboren. Einer der wichtigsten Vermittler neugriechischer Literatur und Kultur im deutschsprachigen Raum war der Journalist, Historiker und Hochschuldozent der Neogräzistik Pavlos Tzermias.

Demografie

Insgesamt leben zwischen 8.340<ref name="Globe2" /> und 11.000 Einwohner griechischer Abstammung in der Schweiz,<ref>Hellenische Republik: Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schweiz: Die Griechische Gemeinschaft (Memento des Vorlage:IconExternal vom 31. März 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mfa.gr</ref> davon etwa 7.000 im Großraum Zürich.<ref name="Ministry"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Greek Ministry of Foreign Affairs (Memento des Vorlage:IconExternal vom 31. März 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mfa.gr accessed 11 April 2009</ref> Die wichtigsten Städte mit einem grossen Anteil an Menschen mit griechischer Abstammung haben griechische Vereinigungen und Organisationen.<ref name="Ministry" /><ref>Swiss Federal Department of Foreign Affairs-Key Data for the Hellenic Republic. eda.admin.ch; abgerufen am 11. April 2009.</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

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