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Greystoke – Die Legende von Tarzan, Herr der Affen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Produktionsland Großbritannien
Originalsprache Englisch
Genre Abenteuer, Drama
Erscheinungsjahr 1984
Länge 143 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Warner Bros.
Stab
Regie Hugh Hudson
Drehbuch
Produktion
Musik John Scott
Kamera John Alcott
Schnitt Anne V. Coates
Besetzung

Greystoke – Die Legende von Tarzan, Herr der Affen ist ein britischer Spielfilm aus dem Jahr 1984 von Regisseur Hugh Hudson. Robert Towne und Michael Austin verfassten das Drehbuch nach den Tarzan-Geschichten von Edgar Rice Burroughs. Hauptdarsteller sind Christopher Lambert in der Titelrolle sowie Ralph Richardson und Ian Holm. Andie MacDowell gab in der Rolle der Jane Porter ihr Leinwanddebüt.

Handlung

Nach einer kurzen Einleitung der Abfahrt eines viktorianischen Ehepaars aus England und des Schiffbruchs wird gezeigt, wie der Säugling kurz nach dem Tod seiner Mutter von einer Affenmutter geraubt wird. Dabei wird auch der Vater des Kindes von den Affen getötet. Das erste Drittel des Films ist wortlos und zeigt das soziale Leben einer Affenhorde, in der der Heranwachsende lebt und mit der er den Gefahren des Urwalds mit Raubtieren und Jägern entgegentreten muss.<ref name="TW" />

Als junger Erwachsener rettet er den durch Pfeile verwundeten belgischen Forscher Phillippe D’Arnot. Dessen britische Expedition war von Eingeborenen überfallen worden, wobei er als Einziger schwer verletzt entkommen konnte. D’Arnot findet in dem verfallenen Baumhaus von Tarzans Eltern eine Familienbibel und wird sich über dessen Herkunft bewusst. Er bringt ihm die menschliche Sprache bei, klärt Tarzan über seine Abstammung auf und bringt ihn zu seinem Großvater nach England.<ref name="TW" />

Die Figur der Jane taucht erst im zweiten Teil des Filmes, bei der Rückankunft auf dem familiären Anwesen der Greystokes, auf. Obwohl sich alle bemühen, fühlt sich der junge Mann nie ganz wohl mit den Umgangsregeln der Gesellschaft des damaligen Englands, die er eher imitiert als verinnerlicht. Im Gegenteil ist ihm die vorherrschende Dekadenz unerträglich: Er gerät sogar immer wieder in Konflikt mit der Gesellschaft. Als er und die schöne Jane sich ineinander verlieben, scheint es fast, als würde er sein neues Leben akzeptieren.

Als sein Großvater stirbt und er dessen gesellschaftliche Rolle einnehmen soll, bekommt er die Aufgabe, eine neue Museumsabteilung einzuweihen. Er erträgt dort jedoch den Anblick der vielen ausgestopften Tiere nicht, läuft alleine in nicht öffentliche Bereiche und entdeckt im Präparationsraum einige lebende Affen, unter denen sich obendrein sein Affenvater befindet. Er verfällt in seine frühere Mentalität, befreit ihn und versucht, ihn zu retten. Als man den Affen gezielt erschießt, entschließt er sich in den Dschungel zurückzukehren.<ref name="TW" /> Von D’Arnot und Jane begleitet, kann er dem Anblick der afrikanischen Wildnis nicht widerstehen und rennt hinein. Die beiden sehen zu, wie er sich die Kleider vom Leib reißt und in der Ferne verschwindet.

Hintergrund

Der Film beschreibt das Schicksal des jungen schottischen Adligen John Clayton, der von Affen im afrikanischen Dschungel aufgezogen wurde und als erwachsener Mann in die britische Zivilisation gebracht wird, um sein Erbe anzutreten. Er scheitert jedoch am Unverständnis, das ihm, dem vermeintlichen Wilden, von der Gesellschaft entgegengebracht wird, an den Schwierigkeiten, sich den zivilisierten Gepflogenheiten anzupassen, und an seinem Unvermögen, die Grausamkeiten hinzunehmen, die seinen tierischen „Verwandten“ in Zoos und Museen angetan werden. So kehrt er, den auch die zart aufkeimende Liebe zu der jungen Jane Porter und die Freundschaft zu seinem Entdecker und Mentor Phillippe D’Arnot nicht zurückhalten können, in den Dschungel zurück.

Wurde der Stoff auch schon in zahlreichen Filmen auf die Leinwand gebracht, so präsentiert Greystoke die alte Geschichte in einem deutlich düstereren und dramatischeren Gewand als seine Vorgänger. So wurde der Film, als er seinerzeit in die Kinos kam, mit der Zeile „Tarzan, wie er wirklich war“ beworben.<ref name="TW">Hellmuth Karasek: Tarzans Wiederkehr. In: Der Spiegel. Nr. 50, 1984 (online).</ref>

Die Produzenten entschieden, Andie MacDowell von Glenn Close synchronisieren zu lassen, weil ihr Südstaatenakzent nicht zu der britischen Aristokratin passte, die sie verkörperte.

Drehorte

Als Familiensitz der schottischen Earls of Greystoke diente das Schloss Floors Castle in Kelso, das Anwesen der Dukes of Roxburghe.<ref>Floors Castle. In: Schottland-Wegweiser.de. Abgerufen am 20. April 2023.</ref> Für die Innenaufnahmen diente zudem das Hatfield House in Hatfield.<ref>Greystoke, the Legend of Tarzan, Lord of the Apes – Filming Locations. In: Internet Movie Database. Abgerufen am 20. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Dschungelszenen wurden in der Republik Kamerun aufgenommen, unter anderem an den Ekom-Wasserfällen im Korup-Nationalpark.<ref>Greystoke, the Legend of Tarzan, Lord of the Apes – Filming Locations. In: Movie-Locations.com. Abgerufen am 20. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Kritiken

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="rotten tomatoes">Greystoke – Die Legende von Tarzan, Herr der Affen. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref>
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AllMovie SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref>Vorlage:AllMovie</ref>

Greystoke erhielt ein eher gutes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes überwiegend positive Besprechungen und ordnet den Film dementsprechend als „Frisch“ ein.<ref name="rotten tomatoes" /> Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Grundsätzlich Wohlwollend“ aus.<ref name="metacritic" /> Es folgen einige repräsentative Pressestimmen:

„Hinreißend fotografierte und gespielte Abwandlung des Kino-Mythos ohne die verspielt-beschönigenden Effekte seiner Vorgänger, engagiert realistisch sowohl in den Dschungel-Szenen als auch in der Darstellung der britischen Adelsgesellschaft.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Lexikon des internationalen Films<ref>Greystoke – Die Legende von Tarzan, Herr der Affen. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 10. Januar 2017.</ref>

„Es sind die Zivilisationsmüdigkeit, der Zorn über den hybriden menschlichen Umgang mit der Natur, die in dem Film in atmosphärisch eindringlichen Szenen beschworen werden. Tarzan, das ist hier ein Wesen, das die Natur zu sich zurücknimmt, als Kreatur wieder aufnimmt: Rückkehr eines verlorenen Sohnes. Nicht auf den Kraftprotz und Tausendsassa Tarzan legt der Film Wert – der kommt so gut wie nicht vor.“

Der Spiegel<ref name="TW" />

Auszeichnungen

Der Film war in drei Kategorien für den Oscar nominiert:

Er gewann den britischen BAFTA Award für

BAFTA-nominiert war er außerdem für

Weiterhin nominiert war er für den französischen César in der Kategorie

Er gewann den Preis der New Yorker Filmkritik für die

  • Beste männliche Nebenrolle: Ralph Richardson

Nominiert war er außerdem von der Writers Guild of America für das

  • Beste adaptierte Drehbuch: Robert Towne, Michael Austin

von der British Society of Cinematographers (B.S.C.) für die

und für den Saturn Award der US-amerikanischen Academy of Science Fiction, Fantasy & Horror Films in den Kategorien

Literatur

  • Edgar Rice Burroughs: Tarzan. Der Originalroman. (Originaltitel: Tarzan. Lord of the Apes). Vollständige Taschenbuchausgabe. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1999, ISBN 3-423-20312-9.
  • James Monaco: Greystoke: The Legend of Tarzan, Lord of the Apes. In: The Movie Guide. Perigee Books, New York 1992, ISBN 0-399-51780-4, S. 316/317 (books.google.com).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

mit Elmo Lincoln

Tarzan bei den Affen (1918) The Romance of Tarzan (1918) Adventures of Tarzan (1921)

mit Frank Merrill

Tarzans neue Dschungelgeschichten (1928) Tarzan der Tiger (1929)

mit Johnny Weissmüller

Tarzan, der Affenmensch (1932) Tarzans Vergeltung (1934) Tarzans Rache (1936) Tarzan und sein Sohn (1939) Tarzans geheimer Schatz (1941) Tarzans Abenteuer in New York (1942) Tarzan und die Nazis (1942) Tarzan, Bezwinger der Wüste (1943) Tarzan und die Amazonen (1945) Tarzan und das Leopardenweib (1946) Tarzan wird gejagt (1947) Tarzan in Gefahr (1948)

mit Herman Brix

Tarzans neuestes Abenteuer: Der Herr der Wildnis (1935) Tarzans neuestes Abenteuer: Tarzan und die grüne Göttin (1938)

mit Lex Barker

Tarzan und das blaue Tal (1949) Tarzan und das Sklavenmädchen (1950) Tarzan und die Dschungelgöttin (1951) Tarzan, der Verteidiger des Dschungels (1952) Tarzan bricht die Ketten (1953)

mit Gordon Scott

Tarzan und der schwarze Dämon (1955) Tarzan und die verschollene Safari (1957) Tarzan und die Jäger (1958/66) Tarzans Kampf ums Leben (1958) Tarzans größtes Abenteuer (1959) Tarzan, der Gewaltige (1960)

mit Jock Mahoney

Tarzan erobert Indien (1962) Tarzans Todesduell (1963)

mit Mike Henry

Tarzan und die goldene Stadt (1966) Tarzan am großen Fluß (1967) Tarzan und der Dschungelboy (1968)

weitere Verfilmungen

The Son of Tarzan (1920) The Revenge of Tarzan (1920) Tarzan und der goldene Löwe (1927) Tarzan the Fearless (1933) Tarzan’s Revenge (1938) Tarzan İstanbul’da (1952) Tarzan, der Herr des Urwaldes (1959) Tarzán en la gruta del oro (1969) Tarzan’s Deadly Silence (1970) Tarzán y el arco iris (1972) Tarzan – Herr des Urwalds (1981) Greystoke – Die Legende von Tarzan, Herr der Affen (1984) Adventures of Tarzan (1985) Tarzan in Manhattan (1989) Tarzan und die verlorene Stadt (1998) Legend of Tarzan (2016)

Zeichentrick

Tarzan of the Apes (1998) Tarzan (1999) Tarzan & Jane (2002) Tarzan 2 (2005)

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Vorlage:Filmdaten