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Grünstadter Berg

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Vorlage:Infobox Berg

Der Grünstadter Berg ist ein Vorlage:Höhe<ref name="LANIS1" /> hoher Berg des Alzeyer Hügellandes. Als Hausberg von Grünstadt liegt er im rheinland-pfälzischen Landkreis Bad Dürkheim. Seine tertiären Kalksteine werden dem Mainzer Becken zugerechnet.

Auf topographischen Karten ist der Berg meistens als Gemeindeberg eingezeichnet. Dieser Name wird auch in der Debatte um die Errichtung eines Windparks auf dem zentralen Teil des Bergs, an der Grenze von Grünstadt zu Ebertsheim, ausschließlich verwendet. In der Bevölkerung und bei Naturschutzorganisationen wird hingegen meistens der jüngere Begriff verwendet.

Geographie

Lage

Der Grünstadter Berg erhebt sich im Nordnordosten des Naturparks Pfälzerwald im Leiningerland. Sein Gipfel liegt 900 m nordwestlich von Neuleiningen, 2,7 km südöstlich von Ebertsheim und 3,2 km südwestlich von Grünstadt. Nördlich vorbei fließt der Eisbach und südlich der Eckbach. Der Berg ist in Südwest-Nordost-Richtung etwa 5 km lang.

Naturräumliche Zuordnung

Der Grünstadter Berg gehört in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Nördliches Oberrheintiefland (Nr. 22), in der Haupteinheit Rheinhessisches Tafel- und Hügelland (227) und in der Untereinheit Alzeyer Hügelland (227.4) zum Südteil des Naturraums Göllheimer Hügelland (227.42). Im Westen schließt sich die Untereinheit Eisenberger Becken (227.6) und etwas entfernt im Nordosten als Teil der Untereinheit Pfrimmgebiet (227.5) der Naturraum Unteres Pfrimmhügelland (227.51) an. Nach Süden fällt die Landschaft in den Naturraum Leininger Sporn (170.03) ab, der in der Haupteinheitengruppe Haardtgebirge (17) und in der Haupteinheit Pfälzerwald (170) zur Untereinheit Unterer Pfälzer Wald (170.0) zählt. Nach Südwesten leitet sie in die Untereinheit Unterhaardt (220.0) über, die zur Haupteinheit Haardtrand (220) gehört.

Berghöhe, Gipfel und Fluren

Der Grünstadter Berg war laut dem topographischen Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz Vorlage:Höhe (Vorlage:Coordinate) hoch; sein Gipfel wurde im Rahmen eines Steinbruchs abgetragen. Der aktuelle Gipfel (Vorlage:Coordinate) liegt mit Vorlage:Höhe Höhe in der Flur Bitternell. Nahe dem ehemaligen Berggipfel befindet sich westlich des Steinbruchs in der Flur Auf der Platte – nahe der im Kartendienst ersichtlichen obersten Höhenlinie von Vorlage:Höhe – eine noch etwa Vorlage:Höhe hohe Stelle (Vorlage:Coordinate). Sie liegen alle im Gemeindegebiet Neuleiningens. In dem Kartendienst ist außerdem im Gebiet von Grünstadt an den Fluren Eichenwäldchen und Haselhecke – im Bereich, an dem auf Karten der Name Gemeindeberg eingezeichnet ist – eine Vorlage:Höhe (Vorlage:Coordinate) hohe Stelle zu finden.<ref name="LANIS1" />

Der Berg weist unter anderem diese Flurbezeichnungen (alphabetisch sortiert) auf: Auf der Platte, Am Sonnenberg, Bitternell, Im Eichenwäldchen (mit dem Eichenwäldchen), Enzianwiese, Gemeindeberg, Haselhecke, Husarengewanne, Im Hohen Rech (Naturschutzgebiet Im Hohen Rech-Mandelhohl) und Wolfstal.

Es befindet sich dort auch ein als Naturdenkmal eingestuftes Wäldchen mit alter Viehtränke, genannt „Sautränke Grünstadt“.

Nach Südwesten, oberhalb von Sausenheim fließt der recht ergiebige Queckbrunnen, von dem im 19. Jahrhundert eine Wasserleitung zur Steingutfabrik Grünstadt führte.<ref>Vorlage:Webarchiv</ref> Nahe dabei gibt es eine Kliffformation mit der für hiesige Verhältnisse relativ großen Fuchshöhle.

Natur

Schutzgebiete

Am Nordostrand des Grünstadter Bergs liegt das Naturschutzgebiet Haardtrand - Im hohen Rech (CDDA-Nr. 163452; 1990 ausgewiesen; 22,62 ha groß). Auf ihm befinden sich Teile des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets Kalkmagerrasen zwischen Ebertsheim und Grünstadt (FFH-Nr. 6414-301; 3,95 km²) und solche des Vogelschutzgebiets Haardtrand (VSG-Nr. 6514-401; 147,28 km²).Vorlage:GeoQuelle

Flora

Auf dem Grünstadter Berg finden sich submediterran-kontinental geprägte Trockenrasen. Seine reichhaltige Flora weist unter anderem Bleiches Hornkraut, Stinkende Nieswurz und Rundblättriges Hasenohr auf.<ref name="GBlaich" /> Sie wurde vor allem durch Studien und Geländearbeiten des Grünstadter Naturkundlers Oskar Sommer bekannt, der unter anderem die Ergebnisse seiner feldbiologischen Beobachtungen in seinen Büchern veröffentlichte und so einem größeren Publikum bekannt machte.

Energiepolitische Kontroverse zur Windkrafterzeugung

Der Gemeindeberg bzw. die Kontroverse um die Auslegung des Gemeindeberges als Vorranggebiet zur Windenergiegewinnung wird in der Lokal- und Regionalpresse immer wieder thematisiert. Hintergrund der Auseinandersetzung ist der Wunsch der Gemeinde Ebertsheim auf dem Gemeindeberg einen Windenergiepark anzulegen.<ref name="RPUR24012015" /><ref name="SPD05062014" /> Die Kreisverwaltung des Landkreises Bad Dürkheim möchte dieses Anliegen jedoch unterbinden, sodass die Gemeinde Ebertsheim beabsichtigt, gegen diese Entscheidung Rechtsmittel einzulegen.<ref name="RPUR24012015" /> Eine Abbildung der potentiellen Windkraftflächen auf dem Gemeindeberg befindet sich auf der Seite 58 (Abbildung 36) des Energie und Klimakonzeptes Grünstadt vom Februar 2013.<ref name="LIE-02/2013" />

Aussicht

Das Gipfelplateau des Grünstadter Bergs bietet in praktisch jede Richtung sehr weitreichende Aussicht:Vorlage:GeoQuelle

Datei:Odenwald und Gerstenberg vom Gruenstadter Berg (Elop).jpg
Blick auf die Rheinebene und den Odenwald mit Melibocus und Felsberg (rechts im fernen Hintergrund als Doppelkuppe);
rechts der Mitte im Hintergrund das AKW Biblis, links, hinter dem Eisbachtal, der Gerstenberg (bis 317 m); im Vordergrund der Weiler Sieghof.

Vorlage:Großes Bild

Quellen

Einzelnachweise

<references> <ref name="GBlaich"> Günther Blaich: Bemerkenswerte Pflanzen des Gemeindebergs von Neuleiningen, auf guenther-blaich.de. </ref> <ref name="SPD05062014"> Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln! … Einstimmiger Beschluss des Planungsausschusses gekippt, SPD-Regionalzentrum Rhein-Neckar, vom 5. Juni 2014, abgerufen am 24. Januar 2015, auf spd-rz-rhein-neckar.de. </ref> <ref name="RPUR24012015"> Widerstand gegen „die da oben“, in „Die Rheinpfalz-Unterhaardter Rundschau“, Nr. 20, Samstag, 24. Januar 2015. </ref> <ref name="LIE-02/2013">

Vorlage:Webarchiv (PDF) Leipziger Institut für Energie GmbH, Februar 2013, abgerufen am 25. Januar 2015.

</ref> </references>