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Die Grünen/Europäische Freie Allianz

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Die Grünen/Europäische Freie Allianz
Logo der G/EFA-Fraktion
Offizielle Abkürzung Grüne/EFA
Greens/EFA (engl.)
Verts/ALE (frz.)
Mitglieder from=Q751935}}/Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“
Fraktions­vorsitzende DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Terry Reintke
NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Bas Eickhout
Schatzmeisterin DanemarkDatei:Flag of Denmark.svg Kira Marie Peter-Hansen
Gründung 1989
Vorgänger Regenbogenfraktion
Radikale Allianz
Geschichte 1989–1999 Fraktion Die Grünen
seit 1999 Grüne/EFA
Aus­richtung Grüne Politik
Regionalismus
Europaparteien Europäische Grüne Partei
Europäische Freie Allianz
Volt Europa
Europäische Piratenpartei
Website www.greens-efa.eu/de/

Die Fraktion Die Grünen/Europäische Freie Allianz<ref name=":0">Satzung der Fraktion„Die Grünen/Europäische Freie Allianz im Europäischen Parlament“. (PDF) Die Grünen/Europäische Freie Allianz im Europäischen Parlament, 22. Juni 2009, abgerufen am 12. Juni 2019.</ref> im Europäischen Parlament, kurz Grüne/EFA oder G/EFA, ist eine Fraktion im Europäischen Parlament. Sie wird im Wesentlichen von zwei Europaparteien getragen, der Europäischen Grünen Partei (EGP) und der regionalistischen Europäischen Freien Allianz (EFA). Mit {{#property:P1410|from=Q751935}} Mitgliedern ist sie Stand 25. März 2026<ref>Sitzverteilung auf der Website des Europäischen Parlaments</ref> die sechstgrößte der acht Fraktionen des Parlaments.

Die Fraktion Grüne/EFA ist seit ihrer Gründung eine der Fraktionen mit der höchsten Fraktionsdisziplin, das heißt den kleinsten Unterschieden im Abstimmungsverhalten.<ref>Simon Hix, Abdul Noury, Gérard Roland: Power to the Parties: Cohesion and Competition in the European Parliament, 1979–2001. In: British Journal of Political Science. Band 35, Nr. 2, 2005, ISSN 0007-1234, S. 209–234, doi:10.1017/S0007123405000128 (berkeley.edu [PDF; abgerufen am 12. Juni 2019]).</ref> So stimmte am 1. März 2022 nur Tatjana Ždanoka als einziges Fraktionsmitglied gegen die mit 637 Stimmen angenommene Entschließung des Europäischen Parlaments bezüglich des russischen Überfalls auf die Ukraine.<ref>Einmarsch in die Ukraine: Parlament fordert härteres Vorgehen gegen Russland. Pressemitteilung des EP vom 1. März 2022; Russlands Aggression gegen die Ukraine - B9-0123/2022. Protokoll / Ergebnis der namentlichen Abstimmungen (PDF, 836 KB), S. 157.</ref>

Geschichte

Vorgeschichte

Vorgänger der Fraktion war die nach der Europawahl 1984 gegründete Regenbogenfraktion, der neben Grünen und Regionalisten auch linke Parteien angehörten. Nach der Europawahl 1989 spaltete sich davon die Fraktion Die Grünen im Europäischen Parlament ab.

Nachdem die Europäische Freie Allianz aus den Europawahlen 1994 deutlich geschwächt hervorging, vereinigte diese sich mit einigen radikalliberalen Parteien zur Fraktion der Europäischen Radikalen Allianz.

Nach der Europawahl 1999 zerfiel auch diese Fraktion und die EFA-Mitglieder schlossen sich der Grünen-Fraktion an, die ihren Namen in Die Grünen/Europäische Freie Allianz änderte.<ref name=":0" /> Die Fraktion besteht in dieser Form seit 1999, bis heute sind Europäische Grüne Partei sowie die Europäische Freie Allianz die tragenden Parteien der Fraktion.

Zusammensetzung nach EU-Wahl 2019

Nach der Europawahl 2019 schlossen sich der Fraktion 75 Abgeordnete aus 16 Ländern an – sie ist damit die viertstärkste Fraktion im Europäischen Parlament. Aus dem deutschsprachigen Raum sind aus Deutschland Bündnis 90/Die Grünen mit 21 Abgeordneten sowie je ein Abgeordneter der Piratenpartei Deutschland, der Ökologisch-Demokratischen Partei und Volt Deutschland sowie ein für Die PARTEI gewählter inzwischen Parteiloser, aus Österreich Die Grünen – Die Grüne Alternative mit 3 Abgeordneten sowie aus Luxemburg Déi Gréng mit einem Abgeordneten vertreten.

Mit dem Austritt des Vereinigten Königreiches aus der Europäischen Union am 31. Januar 2020 schieden auch die dort gewählten Parlamentarier aus, insgesamt verließen elf britische Abgeordnete die Fraktion. Ein Teil der britischen Mandate waren bereits vor der Europawahl für den Fall des vollzogenen Austritts auf andere Länder verteilt worden. Über diese zusätzlichen Mandate traten zum 1. Februar vier neue Abgeordnete aus Finnland, Frankreich, Österreich und Schweden der Fraktion bei.

Rechtliche Überprüfung des Mercosur-Abkommens, Überweisung an EuGH

Am 21. Januar 2026 stimmte das Europaparlament über die Überweisung des zur Ratifizierung anstehenden Freihandelsabkommens EU-Mercosur an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur Überprüfung der Rechtmäßigkeit ab. Mit 334 zu 324 Stimmen setzte sich der eine Antrag B10-0060/2026<ref name="Protokoll">Protokoll 7.1. Einholung eines Gutachtens des Gerichtshofs über die Vereinbarkeit des vorgeschlagenen EU-Mercosur-Partnerschaftsabkommens und des Interims-Handelsabkommens mit den Verträgen (Abstimmung). 21. Januar 2026, abgerufen am 24. Januar 2026.</ref> auf rechtliche Prüfung knapp durch. Die deutschen Abgeordneten der Grünen/EFA stimmten mehrheitlich für die Überweisung, ebenso wie die Mehrheit der deutschen Linken und der AfD.<ref name=":2">Konstantin von Hammerstein, Ann-Katrin Müller, Simon Book, Marcel Rosenbach, Timo Lehmann, Benedikt Müller-Arnold, René Pfister: Schock und Chance / Geopolitik Donald Trumps Imperialismus bedroht Europa, aber der alte Kontinent behandelt den US-Präsidenten noch immer wie einen Partner. Dabei hätte die EU alle Mittel, sich zu wehren – sie muss es nur wollen. In: Der Spiegel 5 | 2026, Seite 8, 10</ref><ref>säd/krott mit AFP/epd: Kritik an Mercosur: „Wie blöd kann man sein in diesem Parlament? Die Welt um uns herum nimmt uns kaum mehr ernst" / Das EU-Parlament hat knapp dafür gestimmt, das Mercosur-Freihandelsabkommen vom Europäischen Gerichtshof überprüfen zu lassen. Brisant: Eine Mehrheit der Grünen votierte dabei zusammen mit Linken und Rechtsaußen-Abgeordneten. Die Kritik reißt nicht ab. Die Welt, 22. Januar 2026, abgerufen am 22. Januar 2026.</ref><ref name=":1">Sophie Barkey: Ungewöhnliche Allianz: Grüne und AfD blockieren gemeinsam Mercosur. Berliner Zeitung, 21. Januar 2026, abgerufen am 22. Januar 2026.</ref> Von den deutschen Grünen stimmten acht für die Überweisung, zwei dagegen, einer enthielt sich.<ref name=Abstimmung>Abstimmungsverhalten des Entschließungsantrages B10-0060/2026. 21. Januar 2026, abgerufen am 24. Januar 2026.</ref> Dass das Abstimmverhalten mit dem der Rechten übereinstimmte, wurde in vielen Berichten als „ungewöhnliche Allianz“<ref name=":1" /> oder „unheilige Allianz“<ref>Jan Diesteldorf: EU: Das Freihandelsabkommen mit Südamerika darf nicht scheitern. Süddeutsche Zeitung, 15. Dezember 2025, abgerufen am 22. Januar 2026.</ref> und als ein "fatales Signal der Schwäche"<ref name=":2" /> bezeichnet. Kritiker aus anderen Parteien – insbesondere aus EVP, SPD und FDP – warfen den Grünen vor, durch dieses Votum die eigene Abgrenzung nach rechts zu unterlaufen und die Handlungsfähigkeit der EU zu schwächen.<ref>Franziska Schwarz: „Wohlfeile Lippenbekenntnisse“: Grüne stimmen bei Mercosur-Deal mit den Rechten – jetzt gibt es Streit / Die Grünen im Europaparlament stimmen gemeinsam mit der AfD gegen das Freihandelsabkommen. Jetzt kocht eine Debatte hoch – nicht nur parteiintern. Frankfurter Rundschau, 22. Januar 2026, abgerufen am 22. Januar 2026.</ref><ref name=":3">Hendrik Kafsacck: Die Grünen bremsten mit der AfD Mercosur aus – aber nicht nur sie / Die Grünen haben den Mercosur-Handelsvertrag ausgebremst und werden dafür heftig angegriffen – auch, weil es ohne die Stimmen der AfD keine Mehrheit gegeben hätte. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. Januar 2026, abgerufen am 29. Januar 2026.</ref> Parteiintern wurde von einem „schweren Fehler“ gesprochen.<ref>Felix Hackenbruch: Gemeinsame Abstimmung mit Rechten im EU-Parlament: „Schwerer Fehler“ – heftige Kritik an Grünen-Veto für Mercosur. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 22. Januar 2026]).</ref><ref>Martin Debes: Das Mercosur-Debakel - oder die Scheinheiligkeit von Grünen und Linken. In: stern.de. 22. Januar 2026, abgerufen am 22. Januar 2026.</ref><ref>dpa: „Nicht happy“ / Bundes-Grüne kritisieren die EuGH-Anrufung ihrer deutschen Kolleg:innen im EU-Parlament In: taz.die tageszeitung vom 23. Januar 2026, Seite 3</ref> Im Ergebnis habe sich die Grüne EU-Fraktion selbst dem Vorwurf ausgesetzt, die Brandmauer nach rechts einzureißen.<ref>Christoph Schult, Timo Lehmann: Mercosur in Europa: Grüne uneins nach Abstimmung im EU-Parlament / Grüne gegen Grüne: Nach der Mercosur-Abstimmung im EU-Parlament zerlegt sich die Partei in aller Öffentlichkeit. Grünenpolitiker stimmten mit Rechten für eine rechtliche Prüfung des Abkommens. In: Der Spiegel. 22. Januar 2026, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 22. Januar 2026]).</ref><ref name=":3" />

Mitglieder seit 1999

Vorstand

Im Juni 2024 wählte die Fraktion ihren Fraktionsvorstand für das 10. Europäische Parlament:<ref>Greens/EFA Group elects bureau. Pressemitteilung. In: greens-efa.eu. Greens/EFA, 25. Juni 2024, abgerufen am 26. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ko-Vorsitzende

Stellvertretende Vorsitzende

Mitglieder

Datei:The Greens-European Free Alliance MEPs.svg
Länder mit Abgeordneten in der G/EFA-Fraktion
Mitglieder der Fraktion
seit 1989, jeweils zu Beginn und Ende der Legislatur
Die Grünen
1989
30/518
1994
27/518
1994
23/567
1999
27/626
Grüne/EFA
1999
48/626
2004
47/788
2004
42/732
2009
43/785
2009
55/736
2014
58/766
2014
50/751
2019
52/751
2019
75/751
2024
71/705
2024
53/720

Liste der Mitglieder des 10. Europaparlaments: Die Grünen/Europäische Freie Allianz/10. Wahlperiode

Weblinks

Einzelnachweise

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Fraktionslose Mitglieder ({{#property:P1410|from=Q1440626}})

Liste der historischen Fraktionen

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