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Grün ist die Heide (1972)

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Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1972
Länge 86 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Terra-Filmkunst GmbH,
Allianz Film Produktion GmbH,
Rob Houwer Film GmbH & Co. KG
Stab
Regie Harald Reinl
Drehbuch Michael Wildberger,
Michael Haller,
Gustav Kampendonk (Idee)
Produktion Heinz Willeg,
Manfred Barthel,
Rob Houwer
Musik Peter Schirmann
Kamera Karl Löb
Schnitt Alfred Srp
Besetzung

Grün ist die Heide ist ein deutscher Heimatfilm mit Elementen des Schlagerfilms von Harald Reinl aus dem Jahr 1972. Es handelt sich um eine Neuverfilmung des unvollendeten Films Heidesommer von Eugen York von 1945 und ist keine Neuverfilmung der Filme Grün ist die Heide von 1932 und Grün ist die Heide von 1951, beinhaltet allerdings ebenfalls Gedichte, hier als Lieder verarbeitet, von Hermann Löns. Die Hauptrollen sind mit Roy Black, Monika Lundi, Peter Millowitsch und Jutta Speidel besetzt. Das Filmplakat warb seinerzeit mit den Worten: „Ein fröhlicher Film um Leute von heute, voll Musik, Romantik und herrlichen Naturaufnahmen.“<ref>Grün ist die Heide Abb. Filmplakat (groß im Bild: Monika Lundi, Roy Black)</ref>

Handlung

Norbert, der ein Haus in der Lüneburger Heide geerbt hat, möchte dort mit seinen Freunden Möps und Bernie einen abgeschiedenen Urlaub verbringen, ohne Alkohol, Nikotin und Frauen. Zwar erweist sich das vermeintliche Haus als leerer Stall, aber davon lassen sich die drei nicht stören.

Die Vorsätze hinsichtlich der Frauen können natürlich nicht dauerhaft verwirklicht werden. Norbert lernt Ursula kennen, die in der Nähe in einem Sanatorium arbeitet, und verliebt sich in sie. Da auch ihr Vorgesetzter Dr. Velten ein Auge auf sie geworfen hat, zieht sie kurzerhand zu den drei Freunden. Das Dorfmädchen Hanna, welches mit Norbert anbandeln möchte, gibt sich schließlich mit Möps zufrieden. Bernie feiert Wiedersehen mit Anita, die ihm bis in die Heide nachgereist ist, und Norbert wird nach einer letzten Irritation mit Ursula glücklich.

Produktion

Dreharbeiten, Hintergrund

Gedreht wurde vom 22. September bis zum 20. Oktober in der Lüneburger Heide und in Berlin. Die Uraufführung erfolgte am 20. Dezember 1972 in Celle.

Die Handlung des Films tritt in den Hintergrund gegenüber den Naturaufnahmen und Gesangseinlagen. Klamauk und Romantik stehen, wie in vielen Filmen dieser Zeit, dicht nebeneinander. Regisseur Harald Reinl ist in einem Cameo-Auftritt als Reinigungskraft im Sanatorium zu sehen.

Der Film erreichte nicht den Erfolg des gleichnamigen Films von Hans Deppe aus dem Jahr 1951, leitete aber eine kurze Heimatfilm-Renaissance ein.

Lieder im Film

Veröffentlichung

Der Film wurde in der Bundesrepublik Deutschland am 20. Dezember 1972 erstmals veröffentlicht. In Dänemark war er ab dem 13. August 1973 unter dem Titel De tre på Hedegården zu sehen. Veröffentlicht wurde er zudem in Slowenien unter dem Titel Pocitnice brez deklet. Der englische Filmtitel lautet The Heath Is Green.

Grün ist die Heide ist am 24. März 2017 auf DVD erschienen, herausgegeben von Alive im Rahmen der Reihe „Juwelen der Filmgeschichte“.<ref>Grün ist die Heide Abb. DVD-Hülle (im Bild: Monika Lundi, Roy Black) Filmjuwelen</ref>

Kritik

„Die Filmhersteller wissen, daß die Roy-Black-Fans, vor allem die weiblichen, nicht verschreckt werden dürfen: Der singende Sonny-Boy muß – zumindest seelisch – erreichbar bleiben; eine Traumfigur, doch handlich, auch sauber (dieses ebenfalls seelisch).“ (Karena Niehoff, Der Tagesspiegel 1972)<ref>Manfred Hobsch, Liebe, Tanz und 1000 Schlagerfilme, Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 1998, S. 194</ref>

„Der Streifen ‚Grün ist die Heide‘ ist zwar ein Heimatfilm, mit viel Gegend und reichlich Grün auf der Leinwand, doch der Zahn der Zeit hat an dem Genre hehres Förstertum und dramatisches Schicksal genagt. Das Thema herzinniglicher Liebe natürlich nicht.“ (Spandauer Volksblatt 1972)<ref>Manfred Hobsch, Liebe, Tanz und 1000 Schlagerfilme, Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 1998, S. 195</ref><ref>Grün ist die Heide Hermann-Löns-Blätter, 51. Jahrgang, Heft 2/2012</ref>

„Realitätsferne Heimatfilm-Unterhaltung mit Klamauk, Schlagern und viel aufgesetztem Gefühl.“ (Lexikon des internationalen Films 1997)<ref>„Lexikon des internationalen Films“ (CD-ROM-Ausgabe), Systhema, München 1997</ref>

„(…) Löns, von einigen Liedern abgesehen, ziemlich unbeteiligt; banaler Langweiler.“ (Wertung: 1 Stern = schwach) (Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz in Lexikon „Filme im Fernsehen“, 1990)<ref>Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz in Lexikon „Filme im Fernsehen“ (Erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 330</ref>

„(…) ein peinliches und höchst überflüssiges Remake.“ (Das große TV Spielfilm Filmlexikon, 2006)<ref>Das große TV Spielfilm Filmlexikon. Digitale-Bibliothek-Sonderband (CD-ROM-Ausgabe). Directmedia, Berlin 2006, ISBN 3-89853-036-1, S. 5234</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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