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Gohrsmühle

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Gohrsmühle
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Gohrsmühle (Bergisch Gladbach)
Gohrsmühle (Bergisch Gladbach)
Lage von Gohrsmühle in Bergisch Gladbach
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Datei:Zanders Hauptverwaltung IMG 9568.jpg
Ehemaliges Hauptverwaltungsgebäude der Papierfabrik Zanders, 2020

Gohrsmühle ist ein Ortsteil im Stadtteil Stadtmitte von Bergisch Gladbach.<ref name="Schulte">Andree Schulte, Bergisch Gladbach, Stadtgeschichte in Straßennamen, herausgegeben vom Stadtarchiv Bergisch Gladbach, Band 3, und vom Bergischen Geschichtsverein Abteilung Rhein-Berg e. V., Band 11, Bergisch Gladbach 1995, S. 126, ISBN 3-9804448-0-5</ref> Dort befand sich die Zanders Papierfabrik. Die Straße An der Gohrsmühle erinnert an den ehemaligen Wohnplatz.

Geschichte

Datei:Zanders Gohrsmuehle Wappen.jpg
Gusseisernes Wappen mit der Aufschrift Zanders Gohrsmühle

Die Siedlung Gohrsmühle verdankt ihren Namen der Familie von Gohr, die hier von 1654 bis 1731 eine Papiermühle betrieben hat. Sie war zu Beginn des 17. Jahrhunderts von Stephan Jakobs auf dem Grund des alten „Käsebrotgutes“ errichtet worden. Zuvor hatte er im Jahr 1602 eine Konzession zum Bau einer Papiermühle mit zwei Geläufen erhalten. Seine Enkelin Johanna Jakobs und ihr Ehemann Heinrich von Gohr erwarben die Mühle 1652, die in der Folgezeit seit 1654 den Namen Gohrsmühle trug. Ihr Enkelsohn Johann Jakob von Gohr heiratete 1720 Anna Helena Fues aus der Quirlsmühle. Nach dem vorzeitigen Tod ihres Mannes betrieb Anna Helena Fues die Mühle alleine, bis sie 1737 ihren Vetter Wilhelm Aurelius Fues heiratete und mit ihm gemeinsam die Mühle weiter unterhielt. Wegen Überschuldung musste die Familie Fues die Mühle 1865 an das Unternehmen Zanders zunächst verpachten und schließlich 1868 an sie verkaufen. Die Papierfabrik Zanders errichtete auf dem Gelände der Gohrsmühle die Hauptverwaltung des Unternehmens.<ref Name="Schulte"/>

Die Geschichte des Wohnplatzes

Carl Friedrich von Wiebeking benennt die Hofschaft auf seiner Charte des Herzogthums Berg 1789 als Papiermühle. Aus ihr geht hervor, dass Gohrsmühle zu dieser Zeit Teil der Honschaft Gladbach im gleichnamigen Kirchspiel war.<ref name="Fabricius2">Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz; Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794; Bonn 1898.</ref>

Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde das Amt Porz aufgelöst und Gohrsmühle wurde politisch der Mairie im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Gladbach im Kreis Mülheim am Rhein. Mit der Rheinischen Städteordnung wurde Gladbach 1856 Stadt, die dann 1863 den Zusatz Bergisch bekam.

Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner Wohn-

gebäude

Kategorie
1845<ref>Vorlage:Uebersicht Ortschaften Cöln</ref> 31 2 Papierfabrik
1871<ref name="Gemeindelexikon1871">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1871</ref> 7 1 Mühle
1885<ref name="Gemeindelexikon1885">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1885</ref> 3 1 Wohnplatz

Heutige Situation

Die Gohrsmühle war die Keimzelle der ehemaligen Zanders Papierfabrik. In Erinnerung daran hat die Stadt Bergisch Gladbach im Zuge der Neugestaltung der Verkehrswege in der Innenstadt die Umgehungsstraße entlang der Eingangsfront zum Unternehmen in An der Gohrsmühle benannt.<ref Name="Schulte"/>

Wasserzeichen

Das gleichnamige bekannte Schreibpapier Gohrsmühle zeigt als Wasserzeichen das Wappen der Familie Zanders. Das Gohrsmühle-Wasserzeichen wurde 1895 in die Warenzeichenrolle beim Deutschen Patentamt in München als geschütztes Markenzeichen eingetragen.<ref>Stiftung Zanders - Papiergeschichtliche Sammlung, Bestand Warenzeichen</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Anton Jux: Das Bergische Botenamt, die Geschichte Bergisch Gladbachs bis in die Preußische Zeit, herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Bergisch Gladbach, Bergisch Gladbach 1964.
  • Ferdinand Schmitz: Die Papiermühlen und Papiermacher des bergischen Strundertals, Bergisch Gladbach 1921.
  • Klara van Eyll: 400 Jahre Papiermühlen an der Strunde, eine historische Bilddokumentation, Herausgeber: Stiftung Zanders – Papiergeschichtliche Sammlung, Bergisch Gladbach 1982.
  • Michael Krischak: Die Entwicklung des Wappens der Firma und Familie Zanders, Bergisch Gladbach. Von der Hausmarke zum Warenzeichen, Hausarbeit 2006, E-Book, 19 Seiten.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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