Gnepfe
Eine Gnepfe (auch Wasseranke genannt) ist eine diskontinuierlich arbeitende Wasserkraftmaschine (als Alternative zu den kontinuierlich Kraft bzw. Drehmoment ausübenden Wasserrädern).<ref name="Quelle 1" /> Das Antriebsprinzip der Wasseranke ist bereits seit fast 3000 Jahren aus China bekannt.<ref name="Quelle 3" />
Funktionsweise: Ein Behälter (Eimer / Napf) an einem Balkenende (Wippe) wird in der oberen Position mit Wasser gefüllt.<ref name="Quelle 2" /> Die Behälterseite bekommt durch das eingelaufene Wasser Übergewicht, der Balken bewegt sich daraufhin mit dem gefüllten Behälter nach unten und kann dabei Arbeit verrichten.<ref name="Quelle 3" /> In der unteren Position wird der Behälter geleert, und der Balken wandert wieder aufwärts.<ref name="Quelle 2" />
Mit diesem Prinzip lassen sich bei begrenztem Wirkungsgrad einfache Maschinenantriebe realisieren. Die lineare Bewegung lässt sich besonders gut bei einer entsprechenden Bewegung der Arbeitsmaschine nutzen, etwa für Sägewerke,<ref name="Quelle 3" /> Pochwerke oder Hammerwerke.
Weblinks
Einzelnachweise
<references>
<ref name="Quelle 1">Berthold Moog: Wassermühlen. In: Vereinigung Schweizer Mühlenfreunde (Hrsg.): Mühlenbrief. Nr. 6, Oktober 2005, S. 3, 4.</ref> <ref name="Quelle 2">Konrad Hartmann: Die Pumpen. Berechnung und Ausführung der für die Förderung von Flüssigkeiten gebräuchlichen Maschinen. Mit 585 Textfiguren und 6 Tafeln, Verlag von Julius Springer, Berlin 1889, S. 6, 7.</ref> <ref name="Quelle 3">Thomas Lüthi: Vom Feuerstein bis zum Profilzerspaner. In: Schweizer Holzzeitung. Nr. 12/13, 4. Juli 2013, S. 16, 17.</ref>
</references>