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Gnepfe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Watermills at Onta Pottery Village 02.jpg
Gnepfen als Pochwerk in Japan

Eine Gnepfe (auch Wasseranke genannt) ist eine diskontinuierlich arbeitende Wasserkraftmaschine (als Alternative zu den kontinuierlich Kraft bzw. Drehmoment ausübenden Wasserrädern).<ref name="Quelle 1" /> Das Antriebsprinzip der Wasseranke ist bereits seit fast 3000 Jahren aus China bekannt.<ref name="Quelle 3" />

Funktionsweise: Ein Behälter (Eimer / Napf) an einem Balkenende (Wippe) wird in der oberen Position mit Wasser gefüllt.<ref name="Quelle 2" /> Die Behälterseite bekommt durch das eingelaufene Wasser Übergewicht, der Balken bewegt sich daraufhin mit dem gefüllten Behälter nach unten und kann dabei Arbeit verrichten.<ref name="Quelle 3" /> In der unteren Position wird der Behälter geleert, und der Balken wandert wieder aufwärts.<ref name="Quelle 2" />

Mit diesem Prinzip lassen sich bei begrenztem Wirkungsgrad einfache Maschinenantriebe realisieren. Die lineare Bewegung lässt sich besonders gut bei einer entsprechenden Bewegung der Arbeitsmaschine nutzen, etwa für Sägewerke,<ref name="Quelle 3" /> Pochwerke oder Hammerwerke.

Weblinks

Einzelnachweise

<references>

<ref name="Quelle 1">Berthold Moog: Wassermühlen. In: Vereinigung Schweizer Mühlenfreunde (Hrsg.): Mühlenbrief. Nr. 6, Oktober 2005, S. 3, 4.</ref> <ref name="Quelle 2">Konrad Hartmann: Die Pumpen. Berechnung und Ausführung der für die Förderung von Flüssigkeiten gebräuchlichen Maschinen. Mit 585 Textfiguren und 6 Tafeln, Verlag von Julius Springer, Berlin 1889, S. 6, 7.</ref> <ref name="Quelle 3">Thomas Lüthi: Vom Feuerstein bis zum Profilzerspaner. In: Schweizer Holzzeitung. Nr. 12/13, 4. Juli 2013, S. 16, 17.</ref>

</references>