Zum Inhalt springen

Gisulf II. (Benevent)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Gisulf II solidus 631607.jpg
Von Gisulf geprägter Solidus im Namen Kaiser Justinians II.

Gisulf II. (* um 720; † 751) war um 732 und von 742 bis 751 Herzog von Benevent.

Leben

Gisulf II. war der Sohn des dux Romuald II. von Benevent und der Gumperga, einer Nichte des Königs Liutprand.<ref name="histvi50">Historia Langobardorum VI, 50</ref>

Als Romuald II. 731 oder 732<ref name="hart132">Hartmann: Geschichte Italiens im Mittelalter Bd. 2,2, S. 132</ref> starb, entbrannte ein Nachfolgestreit<ref name="histvi55">Historia Langobardorum VI, 55</ref> in dem sich der Usurpator Audelahis zunächst gegen Gisulf II., der noch ein kleines Kind war, durchsetzte.<ref>Hodgkin, Italy and her Invaders Vol VI, S. 471</ref> Er regierte zwei Jahre<ref>Catalogus Regum Langobardorum et Ducum Beneventanorum (Scriptores Rerum Langobardicarum in MGH S. 494)</ref> bevor er von Anhängern Gisulfs gestürzt wurde. König Liutprand, der in die Auseinandersetzungen eingegriffen hatte, setzte seinen eigenen Neffen Gregorius als dux ein und nahm Romualds minderjährigen Sohn Gisulf II. nach Pavia, wo er ihn wie einen Sohn aufzog.<ref name="histvi55" /> Liutprand verheiratete Gisulf um 736/737 mit Scauniperga, einem Mädchen aus vornehmer Familie (nobili ortam progenie),<ref name="histvi55" /> mit der er den Sohn Liutprand hatte.

Dux Godescalcus war ohne Einwilligung des Königs dessen verstorbenem Neffen Gregorius nachgefolgt. Als die duces Godescalcus von Benevent und Transamund II. von Spoleto sich im Jahr 739 mit Papst Gregor III. verbündeten rückte Liutprand 739 mit seinem Heer an und Transamund floh nach Rom.<ref name="histvi55">Historia Langobardorum VI, 55</ref> Godescalc wurde 742 von den Beneventern auf der Flucht getötet und Liutprand setzte seinen Neffen Gisulf II. als dux ein.<ref name="histvi57">Historia Langobardorum VI, 57–58</ref>

Gisulf schenkte dem Kloster der Santa Maria in Cingla im September 745 Grundbesitz bei Teano<ref>Martin, J. M. & Cuozzo, E. 'Documents inédits ou peu connus des archives du Mont-Cassin (VIIIe-Xe siècle)', Mélanges de l´École française de Rome. Moyen-Âge, Volume 103, numéro 1 (1991) ("Montecassino (Martin/Cuozzo)"), 1, S. 127</ref> und stiftete dem Kloster Volturno 750 mehrere Kirchen.<ref>Chronicon Vulturnense, Liber I, RIS I.2, S. 354</ref>

Nach Gisulfs Tod im Jahr 751 wurde sein Sohn Liutprand sein Nachfolger, für den Gisulfs Witwe Scauniperga zunächst die Regentschaft übernahm.

Quellen

Literatur

  • Wilfried Menghin: Die Langobarden. Stuttgart 1985.
  • Jörg Jarnut: Geschichte der Langobarden. Kohlhammer, Stuttgart u. a. 1982, ISBN 3-17-007515-2 (Kohlhammer-Urban-Taschenbücher 339), (Storia dei Longobardi. Einaudi, Torino 1995, ISBN 88-06-13658-5 (Piccola biblioteca Einaudi 623 Geografia, storia)).

Weblinks

[[s:{{#if:la|la:}}{{#if:Historia Langobardorum|Historia Langobardorum|Gisulf II. (Benevent)}}|Wikisource: {{#if:Historia Langobardorum|Historia Langobardorum|{{#if:Historia Langobardorum|Historia Langobardorum|Gisulf II. (Benevent)}}}}]]{{#switch: 1

|1|= – Quellen und Volltexte |0|-= |X|x= |#default= –

}}{{#if: la | ({{#invoke:Multilingual|format|la|slang=!|shift=m}}) }}

{{#invoke:TemplatePar|check

  |opt= 1= 2= lang= suffix=
  |template=Vorlage:Wikisource
  |cat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Schwesterprojekt
  }}

Anmerkungen

<references responsive />

Vorlage:Personenleiste

{{#if: Gisulf II. | {{#if: Gisulfus | {{#if: Herzog von Benevent | {{#if: um 720 | {{#if: | {{#if: 751 | {{#if: |

Vorlage:Wikidata-Registrierung