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Gina-Lisa Lohfink

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Gina-Lisa Lohfink (2025)

Gina-Lisa Lohfink (* 23. September 1986 in Seligenstadt) ist eine deutsche Reality-TV-Darstellerin. Bekannt wurde sie 2008 durch ihre Teilnahme an der dritten Staffel von Germany’s Next Topmodel. Gelegentlich tritt sie auch als Moderatorin, Schauspielerin und Sängerin in Erscheinung.

Biografie

Lohfinks Eltern trennten sich, als sie zwei Jahre alt war. Sie hat einen neun Jahre jüngeren Halbbruder.<ref>Rapper und bald Priester? DAS ist Gina-Lisa Lohfinks Bruder Lorenzo. Abgerufen am 26. Juli 2021.</ref> Zwischenzeitlich lebte sie in Hasselbach (Taunus). Mit zwölf Jahren zog sie zu ihrer Großmutter. Nach ihrer Schulzeit in der Einhardschule Seligenstadt absolvierte sie eine Ausbildung zur Arzthelferin und arbeitete nebenbei in einem Fitnessstudio und in einem Wohnheim für Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung.<ref>Sylvia Margret Steinitz: Die Wandlung, In: Stern, 16. Juni 2016, S. 58. (Online-Version)</ref> Sie gewann diverse regionale Schönheitswettbewerbe, unter anderem Miss Frankfurt 2005 und Miss Darmstadt 2006. Bei der Miss Hawaiian Tropic International 2007 wurde sie „Miss Supermodel“. 2008 bewarb sie sich bei der dritten Staffel von Heidi Klums Castingshow Germany’s Next Topmodel. In der Sendung erreichte sie nur den 12. Platz, doch ihre „hessische Kodderschnauze“<ref>Topmodel Gina-Lisa bei Kerner: Es hat sich ausgeprollt. In: stern.de. Abgerufen am 22. Dezember 2015.</ref> und der Ausruf „Zack, die Bohne!“<ref>Christian Kortmann: Show-Kritik: „Gina Lisas Welt“: Schlau wie Bohnenstroh. In: sueddeutsche.de. 17. Mai 2010, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de).</ref> nach Erledigung einer Angelegenheit machten sie bekannt.

In der Folgezeit war sie für die Sendung taff in einer eigenen Rubrik City Check als Reiseexpertin zu sehen. Anschließend folgte mit Gina-Lisas Welt eine fünfminütige Web-Serie auf MyVideo. Zudem hatte sie einen Gastauftritt in der Sendung Gülcan und Collien ziehen aufs Land.<ref>Inhalts-Vakuum bei Prosieben: Gina-Lisa zieht zu Gülcan und Collien aufs Land. In: rp-online.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Juli 2008; abgerufen am 23. Dezember 2015.</ref> In der TV-Komödie Putzfrau Undercover gab Gina-Lisa Lohfink im Oktober 2008 ihr Schauspiel-Debüt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. 25. September 2008.</ref> 2008 war sie Werbefigur für M&M’s und drehte einen Werbespot für Sixt mit Johannes Heesters. Nachdem sie stark abgenommen hatte, ließ sie eine Brustvergrößerung vornehmen.<ref>Busen-Bekenntnisse einer 23-Jährigen – Boulevard. In: focus.de. Abgerufen am 23. Dezember 2015.</ref>

2009 kommentierte Lohfink für die Bild die vierte Staffel von Germany's Next Topmodel<ref>Blog zu Germany’s next Topmodel: Gina-Lisa bloggt zur neuen Staffel. In: bild.de. Abgerufen am 23. Dezember 2015.</ref> und gründete das Modelabel Ginalisa Eyewear, unter dem Sonnenbrillen vertrieben werden.<ref>Thore Schröder: Gina-Lisa Lohfink ist nicht mehr zu stoppen. In: Welt Online. 23. Juli 2009, abgerufen am 23. Dezember 2015.</ref> Zudem erschien sie auf dem Cover der Mai-Ausgabe der FHM.<ref>Gina-Lisa Lohfink Bild 2. In: fhm-online.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Dezember 2015; abgerufen am 23. Dezember 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.abendblatt.de</ref> In der ARD-Daily-Soap Marienhof übernahm sie im Juli 2009 eine Gastrolle.<ref>Gina-Lisa Lohfink: Zu Gast im „Marienhof“. In: gala.de. Abgerufen am 29. August 2019.</ref> Im September 2009 erschien das Videospiel Gina Lisa Powershopping für Nintendo DS.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.gamesfacts.deGina-Lisa shoppt auf dem DS (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive ), gamesfacts.de, abgerufen am 13. August 2011</ref> Im Oktober 2009 wurde auf ProSieben ein Special der Sendung We Are Family! So lebt Deutschland mit zwei Doppelfolgen ausgestrahlt, worin sie unter dem Titel Gina Lisa's Best Buddy einen Freund fürs Leben suchte.<ref>Enrico Ippolito: „Gina Lisa’s Best Buddy“: Wer tanzt, ist weiter. In: die tageszeitung. 8. Oktober 2009 (taz.de).</ref><ref>Keine Chance für Gina-Lisa und ihre Buddys. In: quotenmeter.de. Abgerufen am 23. Dezember 2015.</ref>

Im Februar 2010 lief sie für den Jungdesigner Richie Rich bei der A Muse Fashion Show auf der New York Fashion Week neben Pamela Anderson.<ref>Interview Gina Lisa Lohfink: Topmodel redet über Fashion Week in New York und Pamela Anderson. In: bild.de. Abgerufen am 23. Dezember 2015.</ref> In der August-Ausgabe des deutschen Playboy war eine Fotostrecke mit Lohfink zu sehen, welche von dem Fotografen Marco Glaviano am Strand von Sizilien aufgenommen wurde. Am 30. Juli 2010 erschien Lohfinks Debüt-Single Alles Klar als Download. Das Lied stellte sie Ende August 2010 das erste Mal live in Hannover bei der Musiksendung The Dome vor. 2011 war sie das Werbegesicht zum Computerspiel War2Glory. Am 20. April 2011 trat sie in der Alten Oper in Frankfurt als Gaststar im Musical Grease auf.<ref>Gina-Lisa Lohfink: Marilyn Monroe als großes Vorbild. In: stern.de. Abgerufen am 23. Dezember 2015.</ref> In Willi Herrens erstem Kurzfilm Blauer sucht Frau spielt sie die Rolle der „Sarah Dingens“.

Datei:Gina-Lisa Lohfink by Zeno-Bresson.jpg
Gina-Lisa Lohfink (Mallorca 2011)

Im Juni 2011 spielte Lohfink im Musikvideo zu El Tiburón der Sängerin Loona mit.<ref>Stars, Sternchen und ihre Sünden. In: promiflash.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. Dezember 2015; abgerufen am 23. Dezember 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.promiflash.de</ref> Am 15. August 2011 war sie für eine Nacht zu Gast im Big Brother-Haus und nahm im Anschluss bei der Reality-TV-Fernsehshow Die Alm – Promischweiß und Edelweiß auf ProSieben teil.

Im Dezember 2011 kündigte Lohfink an, sich von Frédéric von Anhalt adoptieren zu lassen, um einen Adelstitel zu erwerben und eine Filmkarriere in Amerika voranzutreiben.<ref>Gina-Lisa und Frederic von Anhalt: Das Model und der Freak. In: Spiegel Online. 5. Dezember 2011, abgerufen am 23. Dezember 2015.</ref> Aufgrund von Differenzen zwischen Gina-Lisa Lohfink und Frédéric von Anhalt wurde von den Adoptionsplänen im April 2012 wieder Abstand genommen.<ref>Prinz Frederic adoptiert Gina-Lisa nicht. In: bz-berlin.de. Abgerufen am 23. Dezember 2015.</ref> Im Rahmen der geplanten Adoption wirkte sie zusammen mit Mario-Max Prinz zu Schaumburg-Lippe, Alexander Prinz von Anhalt und Ferdinand Prinz von Anhalt an einem Adels-Special von Das perfekte Promi-Dinner mit.<ref>Adel-Spezial vom „Perfekten Promi Dinner“: Gina-Lisa und die Pöbel-Prinzen. In: rp-online.de. Abgerufen am 23. Dezember 2015.</ref>

Datei:Aische-Pervers-Venus-Award-Gala-Gina-Lisa.jpg
Lohfink (rechts) auf der Gala anlässlich der Verleihung des Venus Award mit Pornodarstellerin Aische Pervers im Oktober 2012

Im Februar 2012 erschien sie auf dem Cover des Männermagazins Penthouse<ref>Video: Gina-Lisa Lohfink sexy im Penthouse. In: bild.de. Abgerufen am 23. Dezember 2015.</ref> und war neben Brigitte Nielsen und Roger Moore Richard Lugners Gast beim Wiener Opernball.<ref>Gina-Lisa Lohfink fegt sehr zugeknöpft über’s Opernball-Parkett. In: klatsch-tratsch.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Dezember 2015; abgerufen am 23. Dezember 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.klatsch-tratsch.de</ref><ref>Richard Lugner drehte mit Gina Lisa Lohfink Kinofilm am Opernball. In: oe24.at. Abgerufen am 23. Dezember 2015.</ref> 2012 war Lohfink das Gesicht der 16. Venus-Messe. Hierbei war sie für die Messe wie im Vorjahr als Botschafterin für Safer Sex tätig<ref>Guter Sex = Safer Sex. In: bz-berlin.de. Abgerufen am 23. Dezember 2015.</ref> und kürte zusammen mit Micaela Schäfer die „Miss Venus 2012“. Im Oktober 2012 gewann Lohfink den German DJ Award in der Kategorie „Beste Selbstvermarktung“.<ref>This website is for sale! - ginalisa Resources and Information. In: ginalisa.eu. Abgerufen am 23. Dezember 2015.</ref>

2012 und 2013 warb Lohfink zusammen mit Micaela Schäfer, Jordan Carver und Sandra Lang für den Online-Elektronikhändler Redcoon.<ref>Mega-Billig: Redcoon wirbt mit der Oberweite von Gina-Lisa Lohfink und Micaela Schäfer. In: horizont.net. Abgerufen am 23. Dezember 2015.</ref> Die „Billig“-Werbung wurde 2013 vom Deutschen Werberat gerügt, da sie den Eindruck verschaffe, dass Frauen billig und leicht verfügbar seien.<ref>Spot mit Gina-Lisa und Micaela Sexistisch! Werberat rügt Redcoon und seine Billig-Mädels. In: express.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. September 2015; abgerufen am 23. Dezember 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.express.de</ref>

2015 wurde Lohfink als Kandidatin für Promi Big Brother vorgestellt. Hierbei votierten die Zuschauer per Telefon über ihren möglichen Einzug, entschieden sich jedoch für die „Berlin – Tag & Nacht“-Darstellerin Julia Jasmin Rühle.<ref>Zicken-Duell um „Promi Big Brother“-Platz. In: focus.de. Abgerufen am 23. Dezember 2015.</ref>

Zusammen mit Florian Wess gründete Lohfink 2016 ein 90er-Revival-Projekt.<ref>So schlimm wird Gina-Lisa Lohfink auf Mallorca angepöbelt. In: stern.de. 14. Juni 2016, abgerufen am 1. Februar 2024.</ref> Als erste Veröffentlichung erschien am 10. Juni 2016 eine Coverversion von Aquas Barbie Girl als Download. Im Rahmen der Wiesbaden Biennale wurde Lohfink Ende August 2016 vom Konzeptkünstler Dries Verhoeven für sein Performance-Projekt „Beerdigung der Privatsphäre“ engagiert.<ref>stern.de: Gina-Lisa Lohfink beerdigt Privatsphäre</ref>

Im Januar 2017 nahm sie an der 11. Staffel von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! teil, bei welcher sie den achten Platz belegte. Zeitgleich mit dem Dschungelcamp veröffentlichte sie zusammen mit Florian Wess die Single Tarzan & Jane und das Album We Love The 90’s. Im April 2017 gaben Lohfink und Wess das Ende ihrer Zusammenarbeit bekannt.<ref>Focus.de: Trennung von "Barbie & Ken": Bröckelt die Freundschaft der Ex-Dschungelcamper?</ref>

Ab November 2018 war Gina-Lisa Lohfink in der Datingshow Adam sucht Eva zu sehen.<ref>„Adam sucht Eva“ 2018: Das sind die neuen Promis bei RTL. In: tz. 11. Oktober 2018 (tz.de [abgerufen am 12. Oktober 2018]).</ref> Parallel zum Finale der Sendung veröffentlichte Lohfink die Single Boulevard.<ref>Gina-Lisa Lohfink feilt an ihrer Rap-Karriere</ref> Mit Lorenz Büffel veröffentlichte Lohfink im März 2019 die Single Gina-Lisa, das Original stammt von der Gruppe Die Draufgänger.

Ein Ausflug in die Gastronomie im Jahr 2020 mit einer Shisha-Kuchen-Bar in der hessischen Gemeinde Münster war nach wenigen Monaten beendet.<ref>Jens Dörr: Jetzt ohne Gina-Lisa: Das „Miracle“ hofft auf ein Wunder. In: Offenbach-Post. 7. März 2021, S. 28 (op-online.de).</ref>

Privatleben

Bis 2008 war Lohfink über zwei Jahre mit dem Modedesigner und Musikproduzenten Yüksel D. liiert. Im Jahr 2009 folgte eine sechs Monate währende Beziehung mit dem Popsänger Marc Terenzi. Zusammen ist das Paar in Terenzis Kurzfilm The Vampires Club zu sehen.<ref>Marc Terenzi + Gina-Lisa Lohfink: Ein perfektes Horror-Paar. In: gala.de. Abgerufen am 23. Dezember 2015.</ref> Von August 2010 bis Juni 2011 war Lohfink mit dem Fußballspieler Arthur Boka liiert.<ref>Gina-Lisa: Liebes-Aus mit ihrem Fußballer! In: bild.de. Abgerufen am 23. Dezember 2015.</ref> Von Juli 2011 bis April 2012 gaben Lohfink und die Sängerin Marie-José van der Kolk von Loona an, eine Beziehung zu führen.<ref>Aktuelle News der Stars und Royals auf Gala.de. In: gala.de. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 23. Dezember 2015.@1@2Vorlage:Toter Link/www.gala.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref><ref>Gina-Lisa & Loona: Wir sind jetzt wieder hetero. In: bild.de. Abgerufen am 22. Dezember 2015.</ref> Im Juli 2013 verlautbarte van der Kolk, es habe sich um eine aus Marketinggründen inszenierte Beziehung gehandelt.<ref>Loona über Lesben-Liebe: „Es war alles nur PR“ – Boulevard. In: focus.de. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 23. Dezember 2015.@1@2Vorlage:Toter Link/www.focus.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Lohfink führte 2012 mit dem Köln 50667-Darsteller David Ortega eine Beziehung.<ref>Trash-TV-Pärchen Gina-Lisas Herz schlägt für schönen David. In: express.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. September 2015; abgerufen am 23. Dezember 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.express.de</ref> Im November 2016 wurde ihre Beziehung zum türkischen Fußballspieler Emir Kücükakgül öffentlich bekannt, mit dem sie nach eigener Aussage bereits 1,5 Jahre liiert war.<ref>Gina-Lisa Lohfink liebt den Fußballer bereits seit 1,5 Jahren</ref> Im September 2017 trennte sich das Paar nach drei gemeinsamen Jahren. Nach der Sendung Adam sucht Eva 2018, in der Lohfink Kandidatin war, war sie mit dem Fitness-Coach Antonino Carbonaro liiert, der ebenfalls in dieser Adam-sucht-Eva-Staffel mitwirkte.<ref>Adam sucht Eva 2018: Gina-Lisa Lohfink und Antonino sind schwer verliebt. rtl.de vom 1. Dezember 2018. Abgerufen am 14. Januar 2019.</ref> Im Juni 2019 gab das Paar die Trennung bekannt.<ref>Gina-Lisa Lohfink und Antonino haben sich getrennt</ref>

Auseinandersetzungen und Strafverfahren

2008 erschien ein Amateurporno mit Aufnahmen von Lohfink und ihrem vormaligen Partner Yüksel D., der über zehn Millionen Mal heruntergeladen wurde.<ref>Sex mit Socken – Boulevard. In: focus.de. Abgerufen am 23. Dezember 2015.</ref> Lohfink gibt an, mit der kommerziellen Veröffentlichung der privat gemachten Aufnahmen nicht einverstanden gewesen zu sein. Versuche, die Verbreitung des Videos und die Berichterstattung darüber zu unterbinden, seien nicht erfolgreich gewesen.<ref>Sylvia Margret Steinitz: Gina-Lisa Lohfink: verraten und verkauft, Stern, 25. Juni 2016, abgerufen am 26. Juni 2016.</ref>

Im Sommer 2012 wurde ein Video verbreitet, das Lohfink beim Sex mit zwei Männern zeigt. Später wurden weitere Videosequenzen auf einem Handy als Beweismittel sichergestellt; nur ein Teil der insgesamt zwölf Sequenzen sind als Videoclip im Internet zu finden.<ref>Kommentar von Spiegel-Justizreporterin Beate Lakotta zum Fall Lohfink auf Video (2:37 Min.), siehe 0:49 bis 1:41.</ref> Die Videos wurden teils bei Nacht aufgenommen, teils bei Tageslicht.<ref>Gina-Lisa Lohfink: Chronik einer angekündigten Schändung. In: Stern.de. 8. Juni 2016, abgerufen am 26. August 2016.</ref>

Rechtsanwalt Burkhard Benecken erklärte, dass Lohfink erst nachdem sie das Video von sich gesehen hatte, zu der Annahme kam, dass es sich um eine Sexualstraftat handeln könnte. Dies würde die liebevollen Botschaften an Pardis F. erklären, die nach der angeblichen Tatnacht ausgetauscht wurden.<ref>Gina-Lisa Lohfink: Der falsche Fall. In: Die Zeit. 7. Juli 2016, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 19. August 2017]).</ref> Daraufhin erstattete sie gegen die Männer Anzeige und behauptete, sie habe die Vermutung, mit K.-o.-Tropfen betäubt und vergewaltigt worden zu sein. Die Männer wurden aufgrund widerrechtlicher Verbreitung der Videoaufnahmen (vgl. Recht am eigenen Bild) verurteilt. Der Vorwurf der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung wurde im Verfahren vor dem Amtsgericht Tiergarten jedoch von der Staatsanwaltschaft fallen gelassen. Ein toxikologisches Gutachten hatte anhand des sichergestellten Videomaterials und der Aussagen von Lohfink keine Anhaltspunkte für die Verabreichung von K.-o.-Tropfen ergeben.<ref>Sylvia Margret Steinitz: Vom Opfer zur Täterin?, Stern, 31. Mai 2016, abgerufen am 26. Juni 2016.</ref> Der Gutachter beschrieb Lohfink als wach, aktiv, orientiert. Auch bei den sexuellen Handlungen konnte er keine Störung der Wachheit, der körperlichen Koordination oder der Orientierung feststellen.<ref>Gina-Lisa Lohfink: Der falsche Fall zeit.de, 7. Juli 2016</ref>

Gegen Lohfink erging daraufhin aufgrund falscher Verdächtigung nach StGB § 164 der zwei Männer ein Strafbefehl in Höhe von 60 Tagessätzen zu je 400 Euro (24.000 Euro).<ref>Ein Prozess und die Debatte über das Sexualstrafrecht tagesspiegel.de, 13. Juni 2016</ref> Gegen diesen legte Lohfinks Anwalt Einspruch ein.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gina-Lisa Lohfink soll 24'000 Euro zahlen. Strafbefehl wegen Falschverdächtigung! (Memento vom 5. März 2016 im Internet Archive) In: Blick.ch vom 3. Januar 2016.</ref> Die von Lohfink beschuldigten Männer stellten gegen sie Strafanzeige wegen Verleumdung und Beleidigung.<ref name="Strafanzeige">Vorwurf der Verleumdung: Angebliche Vergewaltiger verklagen Gina-Lisa Lohfink. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. FAZ.NET, 6. August 2016, abgerufen am 6. August 2016.</ref> Im Amtsgericht Tiergarten wurde sie am 22. August 2016 zu einer Geldstrafe in Höhe von 80 Tagessätzen zu je 250 Euro (20.000 Euro) wegen falscher Verdächtigung verurteilt.<ref>Gina-Lisa Lohfink muss 20.000 Euro Strafe zahlen. In: www.rbb-online.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 2. April 2019.</ref> Im Revisionsverfahren am 10. Februar 2017 wurde die Verurteilung Lohfinks wegen Falschverdächtigung rechtskräftig bestätigt; nur die Berechnung der Höhe der Tagessätze wurde als fehlerhaft und damit neu festzulegen erkannt, dieselbe Summe in der Neuberechnung jedoch bestätigt.<ref>Prozess um falsche Verdächtigung – Schuldspruch gegen Gina-Lisa Lohfink ist rechtskräftig, SpOn, 10. Februar 2017, abgerufen am 11. Februar 2017.</ref>

Der Fall wurde medial breit rezipiert und kontrovers kommentiert.<ref>vgl. beispielhaft

  • Katrin Gottschalk: #TeamGinaLisa ist ein Erfolg, taz, 24. Juni 2016, abgerufen am 26. Juni 2016.
  • Denise Peikert: Laber nich rum, FAZ, 12. Juni 2016, abgerufen am 26. Juni 2016.
  • Sylvia Margret Steinitz: Gina-Lisa Lohfink: verraten und verkauft, Stern, 25. Juni 2016, abgerufen am 26. Juni 2016.
  • Jan Fleischhauer: Affekt-Justiz, Spiegel Online, 20. Juni 2016, abgerufen am 26. Juni 2016.
  • Antje Hildebrandt: Die neue Liebe zwischen Barbie und den Feministinnen, Die Welt, 25. Juni 2016, abgerufen am 26. Juni 2016.
  • Michael Mielke: Warum der Prozess um Gina-Lisa Lohfink so schwierig ist, Berliner Morgenpost, 26. Juni 2016, abgerufen am 26. Juni 2016.</ref> Lohfink galt manchen als „Sinnbild für eine überfällige Reform des Sexualstrafrechts“, andere Stimmen verwiesen auf die Vereinnahmung durch Politik und feministische Vertreter: „Von der Trash-Ikone zum neuen Symbol der Feministinnen: Gina-Lisa Lohfink, das It-Girl und Model, wird von allen benutzt.“<ref>Arno Makowsky: Ein Fall wird zur Falle, Tagesspiegel, 16. Juni 2016, abgerufen am 26. Juni 2016.</ref> Der Richter kritisierte Lohfink: „Sie haben sich öffentlich als Verteidigerin der Frauenrechte geriert. Aber allen wirklichen Vergewaltigungsopfern haben Sie einen Bärendienst erwiesen.“<ref>Julia Schaaf: Richter zu Gina-Lisa Lohfink: „Allen wirklichen Opfern haben Sie einen Bärendienst erwiesen“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 10. Februar 2017, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 19. August 2017]).</ref><ref>Stuttgarter Zeitung, Stuttgart, Germany: Gericht rügt Gina-Lisa Lohfink: „Vergewaltigungsopfern einen Bärendienst erwiesen“. In: stuttgarter-zeitung.de. 10. Februar 2017 (stuttgarter-zeitung.de [abgerufen am 19. August 2017]).</ref><ref>Hans H. Nibbrig: Richter zu Gina-Lisa Lohfink: "Bärendienst" für Vergewaltigungsopfer. 10. Februar 2017 (abendblatt.de [abgerufen am 19. August 2017]).</ref> Staatsanwältin Corinna Gögge sagte, der Fall sei „eine Verhöhnung und Irreführung aller Frauen und Männer, die tatsächlich Opfer einer Straftat geworden sind“.<ref>[1]</ref> Besonders kritisiert wurde in den Medien auch die Rolle des Anwalts Burkhard Benecken, dem über die schlagzeilenreiche Verteidigung von C-Promis vor allem daran gelegen sei, seinen Bekanntheitsgrad zu steigern.<ref>[2]</ref>

Der Journalist und Jurist Christian Bommarius kritisierte die vorschnelle Solidarisierung von Politikerinnen wie der damaligen Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig mit Lohfink und schrieb: „Lohfink ist wegen falscher Verdächtigung verurteilt worden – das Urteil dürfen ihre Unterstützerinnen auch auf sich selbst beziehen.“<ref>Christian Bommarius: Politik zeigte vorschnelle Solidarität mit Gina-Lisa Lohfink, Kölner Stadt-Anzeiger, 23. August 2016.</ref> Schwesig hatte u. a. die Twitter-Gruppe Team Gina Lisa mit eigenen Tweets unterstützt,<ref>twitter.com: #neinheisstnein! @SPIEGELONLINE: Familienministerin Schwesig (SPD) schlägt sich auf die Seite von #TeamGinaLisa, 12. Juni 2016, abgerufen am 10. Januar 2017</ref> was auch in anderen Medien kritisch kommentiert wurde.<ref>Zeit.de: Das Schlafzimmer als gefährlicher Ort, 2. Juli 2016, abgerufen am 10. Januar 2017</ref> Kritik an Schwesig und den Demonstrationen vor dem Gerichtssaal kam auch vom Vorsitzenden des Deutschen Richterbundes Jens Gnisa, der dazu aufforderte, solche Debatten „mit weniger Emotionen und mit mehr Sachkenntnis“ zu führen.<ref>Hannover Allgemeine Zeitung: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Richterbund kritisiert Einmischung von Politikern (Memento des Vorlage:IconExternal vom 25. August 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.haz.de</ref>

Die Reform des deutschen Sexualstrafrechts erfolgte schließlich 2016. Der reformierte, um den Tatbestand sexueller Übergriff erweiterte § 177, trat am 10. November 2016 in Kraft.<ref>Strafgesetzbuch. § 177. Sexueller Übergriff; sexuelle Nötigung; Vergewaltigung Strafgesetzbuch (Deutschland), aufgerufen am 12. Januar 2022</ref>

Die öffentliche Debatte um den Fall Lohfink hat ebenso zu dieser Gesetzesreform beigetragen<ref>Sexualstrafrecht. Fall Lohfink beschäftigt Bundespolitik (veröffentlicht am 11. Juni 2016) Deutschlandfunk, aufgerufen am 12. Januar 2022</ref> wie die öffentliche Diskussion über die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht 2015/16 in Köln.<ref>Justiz Reformen im Sexualstrafrecht gefordert (veröffentlicht am 19. Juli 2017) Handelsblatt, aufgerufen am 12. Januar 2022</ref>

Seit April 2022 ohne Führerschein, wurde sie unter anderem einer Autofahrt Ende 2022 unter Alkohol- und Kokaineinfluss angeklagt. Das Amtsgericht Langen verurteilte Lohfink deswegen im Juni 2024 zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten – ausgesetzt auf drei Jahre zur Bewährung. Zudem wurde eine Auflage von 5.000 Euro verhängt, zahlbar an eine Selbsthilfeorganisation von Menschen mit Suchtproblemen.<ref>Jörg Ortmann: Acht Monate auf Bewährung! Gina-Lisa verurteilt. In: bild.de. 21. Juni 2024, abgerufen am 17. Juli 2024.</ref>

Diskografie

Album
  • 2017: We Love The 90’s – Gina-Lisa & Florian Wess
Singles
  • 2010: Alles Klar
  • 2016: Barbie Girl – Gina-Lisa & Florian Wess
  • 2017: Tarzan & Jane – Gina-Lisa & Florian Wess
  • 2018: Boulevard
  • 2019: Gina-LisaLorenz Büffel feat. Gina-Lisa Lohfink
  • 2019: All I Need – Chris Decay & Re-lay feat. Dante Thomas & Gina-Lisa

Filmografie

Fernsehfilme

  • 2008: Putzfrau Undercover
  • 2009: The Vampires Club
  • 2013: Plastic – Schönheit hat ihren Preis

Fernsehsendungen

Gastauftritte

Weblinks

Einzelnachweise

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