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Gianluigi Buffon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Gianluigi Buffon
Datei:Norway Italy - June 2025 A 44 (Gianluigi Buffon).jpg
Gianluigi Buffon (2025)
Personalia
Geburtstag 28. Januar 1978
Geburtsort CarraraItalien
Größe 191 cm
Position Tor
Junioren
Jahre Station
1984–1986 USD Canaletto
1986–1990 ASD Perticata Calcio
1990–1991 Bonascola Calcio
1991–1995 AC Parma
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1995–2001 AC Parma 168 (0)
2001–2018 Juventus Turin 509 (0)
2018–2019 Paris Saint-Germain 17 (0)
2019–2021 Juventus Turin 17 (0)
2021–2023 Parma Calcio 43 (0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1993–1994 Italien U16 3 (0)
1995 Italien U17 3 (0)
1994–1995 Italien U18 3 (0)
1995–1997 Italien U21 11 (0)
1997 Italien U23 4 (0)
1997–2018 Italien 176 (0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Gianluigi „Gigi“ Buffon [<templatestyles src="IPA/styles.css" />dʒanluˈiːdʒi ˈdʒidʒi bufˈfon] (* 28. Januar 1978 in Carrara) ist ein ehemaliger italienischer Profifußballer und gilt als einer der besten Torhüter der Fußballgeschichte.<ref>Florian Haupt: Iker Casillas & Gianluigi Buffons: Großartige Freundschaft der Torwart-Legenden. In: Die Welt. 22. Februar 2017 (welt.de [abgerufen am 18. November 2018]).</ref><ref>Torhüter Gianluigi Buffon: Arrivederci nach 17 Jahren bei der Alten Dame. In: FAZ.net. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 18. November 2018]).</ref><ref>Oliver Kahn: Oliver Kahn über Juve-Torwart Buffon: Numero Uno. In: Spiegel Online. 3. Juni 2017 (spiegel.de [abgerufen am 18. November 2018]).</ref><ref>Torwart-Legende: Gianluigi Buffon verkündet Abschied von Juventus. In: Spiegel Online. 17. Mai 2018 (spiegel.de [abgerufen am 18. November 2018]).</ref> Mit 657 Einsätzen ist er Rekordspieler der Serie A sowie mit 176 Länderspielen Rekordnationalspieler der italienischen Nationalmannschaft.

Buffon wurde mehrfach als Welttorhüter des Jahres ausgezeichnet und gewann mit der Nationalmannschaft bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2006 den Weltmeistertitel. Den Großteil seiner Vereinskarriere war er für Juventus Turin aktiv, für den er von 2001 bis 2018 sowie von 2019 bis 2021 spielte und unter anderem zehn italienische Meisterschaften gewann. Seine aktive Karriere beendete er 2023 im Alter von 45 Jahren bei Parma Calcio, wo er auch seine Profikarriere begonnen hatte.

Jugend

Gianluigi Buffon wurde in eine sportlich geprägte Familie hineingeboren und ist in der toskanischen Kleinstadt Carrara aufgewachsen. Seine Mutter Maria Stella Masocco war als Leichtathletin aktiv, Vater Adriano Buffon betrieb Gewichtheben.<ref>Gianluigi Buffon</ref><ref>Was ihr vielleicht von Gianluigi Buffon noch nicht wusstet</ref> Auch seine beiden älteren Schwestern, Guendalina (* 1973) und Veronica (* 1975), wurden später in die italienische Damen-Volleyballnationalmannschaft berufen. Der ehemalige Nationaltorwart Lorenzo Buffon war ein Cousin seines Großvaters.

Seine fußballerische Laufbahn begann Buffon als Feldspieler für regionale Amateurvereine. Einen prägenden Einfluss auf seine weitere Entwicklung hatte die WM 1990 in Italien, bei der ihn insbesondere der kamerunische Torhüter Thomas N’Kono beeindruckte. Anschließend wechselte Gigi selbst auf die Torwartposition und machte aufgrund seiner körperlichen Voraussetzungen sowie seines Talents schnell auf sich aufmerksam.<ref>Gianluigi Buffon: "Das Schicksal machte aus mir einen Torwart"</ref> 1991 wurde er nach einem erfolgreichen Probetraining im Alter von 13 Jahren in die Jugendabteilung der AC Parma aufgenommen. Angebote des FC Bologna und der AC Mailand hatte er wegen der Entfernung abgelehnt, weshalb er seine fußballerische Ausbildung im heimatnäheren Fußballinternat von Parma fortsetzte. Zwei Jahre später (1993) gehörte Buffon zum Kader der italienischen U-16-Nationalmannschaft und belegte mit ihr bei der U-16-EM den zweiten Platz.<ref>The Making of Superman. In: goal.com. Abgerufen am 14. April 2026.</ref>

Karriere

Vereine

AC Parma

Datei:Cannavaro, Buffon, Italia-Paraguay 1998 (cropped).jpg
Gianluigi Buffon (1998)

Buffon gab am 19. November 1995, im Alter von nur 17 Jahren, gegen die AC Mailand sein Serie-A-Debüt und blieb bei seinem Einstand ohne Gegentor (0:0). Dabei zeigte er bereits spektakuläre Paraden und machte durch starke Reflexe sowie ein gutes Stellungsspiel auf sich aufmerksam, wodurch er das Vertrauen seines Trainers Nevio Scala rechtfertigte.<ref>Goal.com: Buffons Serie-A-Debüt</ref> Im Verlauf der folgenden Saison 1996/97 entwickelte sich Buffon zum Stammspieler und verdrängte den bisherigen Stammtorhüter Luca Bucci. Parma wurde mit nur zwei Punkten Rückstand auf Juventus Turin Vizemeister. In 27 Ligaspielen musste Buffon lediglich 17 Gegentreffer hinnehmen und galt schon früh als eines der größten Torwarttalente Italiens. Nachdem er gegen Inter Mailand einen Elfmeter des brasilianischen Weltfußballers Ronaldo pariert hatte, gaben die Fans ihm den Spitznamen „Superman.“

Ende der 1990er Jahre erlebte die AC Parma die erfolgreichste Phase der Vereinsgeschichte und spielte teilweise spektakulären Fußball. Der durch den Nahrungsmittelkonzern Parmalat finanziell großzügig unterstützte Klub zählte mittlerweile zu den Topteams der Serie A und gewann unter Trainer Alberto Malesani in der Saison 1998/99 sowohl die Coppa Italia als auch den UEFA-Pokal.<ref>SPOX: Parma in den 90er-Jahren</ref> Im Finale setzte sich die Mannschaft mit 3:0 gegen Olympique Marseille durch.<ref>Spielinfo</ref><ref>AC Parma UEFA-Pokalsieger 1999</ref> 1999 wurde Buffon sowohl mit der Trofeo Bravo als bester Nachwuchsspieler Europas als auch als bester Torwart der Serie A ausgezeichnet. Somit war er schon als junger Spieler Leistungsträger eines hochkarätig besetzten Teams, zu dem unter anderem die Abwehrspieler Fabio Cannavaro und Lilian Thuram sowie Offensivkräfte wie Enrico Chiesa und Hernán Crespo gehörten. Buffon stand bis zum Saisonende 2000/01 bei der AC Parma unter Vertrag und absolvierte 220 Pflichtspiele für die Gialloblu.

Juventus Turin

Datei:Gianluigi-Buffon.jpg
Gianluigi Buffon

Am 3. Juli 2001 wechselte Buffon für 54 Millionen Euro zu Juventus Turin und war damit der teuerste Torwart der Fußballgeschichte.<ref>Teuerste Torhüter-Transfers aller Zeiten</ref> Die Rekordsumme wurde erst 2018 überboten. Buffon unterzeichnete einen Fünfjahresvertrag mit einem Jahresgehalt von umgerechnet fünf Millionen Euro.<ref>Buffon, teuerster Torwart der Welt</ref><ref>Teuerste Torhüter-Transfers aller Zeiten</ref> Bei Juve trat er die Nachfolge des wenig überzeugenden Niederländers Edwin van der Sar an, der den Klub verließ. Mit Buffon wechselte auch Lilian Thuram zur Alten Dame, der bis dahin zusammen mit Fabio Cannavaro das Herzstück der stabilen Parma-Abwehr gebildet hatte.

Nach seinem Wechsel etablierte sich Buffon rasch als zentrale Stütze der Mannschaft und gewann mit Juve 2001/02 und 2002/03 jeweils die italienische Meisterschaft. Unter Trainer Marcello Lippi zeichnete sich Juventus insbesondere durch eine äußerst stabile Defensive aus, in der Buffon eine Schlüsselrolle einnahm. Am 28. Mai 2003 erreichte Juventus zudem das Champions League-Finale, das im Old Trafford ausgetragen wurde. In dem rein italienischen Duell unterlag die Mannschaft der AC Mailand nach einem torlosen Spiel im Elfmeterschießen.<ref>Spielinfo</ref> Buffon zeigte im Verlauf des Wettbewerbs herausragende Leistungen und trug maßgeblich zum Finaleinzug bei. Für seine Leistungen in dieser Spielzeit wurde er von der UEFA sowohl als bester Spieler als auch bester Torhüter der abgelaufenen Saison ausgezeichnet (UEFA Club Football Awards).<ref>Buffon Spieler des Jahres</ref> Zudem erhielt er erstmals die Auszeichnung als Welttorhüter des Jahres, wodurch er seine Stellung als einer der komplettesten und führenden Torhüter seiner Generation unterstrich.

2004 wechselte mit Fabio Cannavaro ein weiterer italienischer Nationalspieler zu Juventus Turin und das wiedervereinigte Trio Buffon – Thuram – Cannavaro bildete den Kern der stabilen Defensive.<ref>Capellos magisches Dreieck</ref> In den Spielzeiten 2004/05 und 2005/06 gewann die mittlerweile von Fabio Capello trainierte Juventus-Mannschaft zwei weitere Meisterschaften, die dem Verein jedoch infolge des Manipulationsskandals später aberkannt wurden. Aufgrund einer komplizierten Schulterverletzung verpasste Buffon die Hinrunde 2005/06 und wurde durch Christian Abbiati vertreten.<ref>Buffon fehlt Juventus lange Zeit</ref> Im Zuge der Enthüllungen des Manipulationsskandals um den Juve-Manager Luciano Moggi, geriet Buffon im Mai 2006 selbst in das Visier der Staatsanwaltschaft Turin. Gegen ihn und drei weitere Profis wurde wegen des Verdachts ermittelt, an illegalen Wetten beteiligt gewesen zu sein.<ref>Italienischer Fußball-Skandal: Nationaltrainer Lippi im Kreis der Verdächtigen. In: Spiegel Online. Abgerufen am 17. April 2026.</ref> Buffon bestritt die Vorwürfe und erklärte, nicht auf Fußballspiele gesetzt zu haben. Die Ermittlungen gegen ihn wurden später eingestellt.<ref>Buffon beteuert seine Unschuld. In: kicker.de. Abgerufen am 17. April 2026.</ref><ref>Manipulations-Skandal: Buffon darf zur WM. In: stern.de. Abgerufen am 17. April 2026.</ref> Die Spielmanipulationen entwickelten sich zum größten Skandal des italienischen Fußballs („Calciopoli“) und am 14. Juli 2006 fällte der Fußballverband (FIGC) sein Urteil: Juventus wurde zum Zwangsabstieg in die Serie B verurteilt, zudem erkannte man dem Verein die beiden zuvor gewonnenen Meistertitel ab.<ref>Juve, Lazio und Florenz steigen ab</ref> <ref>Turins Zwangsabstieg bestätigt</ref> Während Trainer Capello und zahlreiche Stars die Alte Dame verließen, hielten die Leistungsträger Alessandro Del Piero, Pavel Nedvěd, Mauro Camoranesi, David Trezeguet und Buffon dem Klub die Treue und gingen mit ihm in die zweite Liga.<ref>Ballon-d'Or-Sieger, Weltmeister und Legenden: Diese Stars gingen 2006 mit Juventus in die Serie B</ref>

Obwohl Juventus mit 17 Minuspunkten starten musste, gelang ihnen 2006/07 erwartungsgemäß der sofortige Wiederaufstieg in die Serie A. Buffons Verbleib erwies sich dabei als elementar für den sportlichen Erfolg und am 7. Juni 2007 verlängerte er seinen Vertrag bis 2012.<ref>Buffon bleibt bei Juve</ref> 2007/08 und 2008/09 erreichte Buffon mit Juventus unter Claudio Ranieri in der Serie A die Ränge drei bzw. zwei. Danach folgten zwei weniger erfolgreiche Spielzeiten, die jeweils mit Rang sieben abgeschlossen wurden.

Im Sommer 2011 wurde Ex-Juventus-Kapitän Antonio Conte, der mit Buffon bis 2004 zusammen gespielt hatte, Trainer der Turiner. Unter Conte gewann Buffon drei italienische Meisterschaften in Folge und kassierte dabei als Stammtorhüter die wenigsten Gegentore aller Serie-A-Vereine. Im September 2012 wurde sein Kontrakt bis Ende 2016 verlängert.<ref>Juve bindet Buffon bis 2016</ref>

Datei:Juventus vs Malmoe, 2014, Gianluigi Buffon - CROP (2).jpg
Gianluigi Buffon im Trikot von Juventus Turin (2014)

Nach drei Meistertiteln in drei Jahren, aber mehreren weniger erfolgreichen Auftritten auf europäischer Ebene legte Conte am Ende der Saison 2013/14 sein Amt als Trainer bei Juventus Turin nieder. Sein Nachfolger wurde Massimiliano Allegri, der den Verein auf Anhieb zum Double aus Meisterschaft und Coppa Italia sowie ins Finale der Champions League führte. Am 6. Juni 2015 bestritt der mittlerweile 37-jährige Buffon im Berliner Olympiastadion gegen den FC Barcelona sein zweites Champions-League-Finale. Juventus verlor mit 1:3.

Im Mai 2016 verlängerte Buffon seine Vertragslaufzeit bei Juventus Turin bis Juni 2018.<ref>Italienischer Meister: Juventus setzt weiter auf Routinier Buffon</ref> Am 6. November 2016 erreichte er mit dem Spiel gegen Chievo Verona als vierter Spieler die Anzahl von 600 bestrittenen Serie-A-Spielen.<ref>Juve-Keeper Gianluigi Buffon erreicht 600 Spiele in der Serie A</ref> In der Saison 2016/2017 der Serie A wurde Juventus Turin Meister, im Finale der Champions League verloren die Italiener gegen Real Madrid.

Am 17. Mai 2018 kündigte Buffon an, Juventus Turin mit dem Ende der Saison 2017/18 nach 17 Jahren zu verlassen.<ref>Eine Legende tritt ab: Buffon sagt Juve Ciao, kicker.de, 17. Mai 2018, abgerufen am 17. Mai 2018.</ref> Für Juventus kam er auf insgesamt 509 Ligaeinsätze.<ref>Siehe sein Profil auf der Website von Juventus Turin, abgerufen am 31. Mai 2018.</ref>

Paris Saint-Germain

Zur Saison 2018/19 wechselte Buffon in die französische Ligue 1 zu Paris Saint-Germain. Er unterschrieb beim amtierenden Meister, Pokal- und Ligapokalsieger einen Einjahresvertrag mit einer Option auf eine weitere Spielzeit.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gianluigi Buffon signs with Paris Saint-Germain (Memento vom 6. Juli 2018 im Internet Archive), psg.fr, 6. Juli 2018, abgerufen am 6. Juli 2018. (englisch)</ref> Unter Thomas Tuchel wechselte sich Buffon mit Alphonse Aréola im Tor ab. Neben 17 Ligaspielen kam Buffon fünfmal in der Champions League zum Einsatz, darunter in beiden Achtelfinalspielen, in denen PSG gegen Manchester United ausschied. Mit PSG gewann er den Supercup und die Meisterschaft.<ref>Mein Abenteuer außerhalb Italiens endet : Buffon verlässt PSG, kicker.de, 5. Juni 2019, abgerufen am 9. Juni 2019.</ref>

Rückkehr zu Juventus

Zur Saison 2019/20 kehrte Buffon zu Juventus Turin zurück. Er unterschrieb einen bis zum Saisonende laufenden Vertrag und wurde hinter Wojciech Szczęsny als Ersatztorwart eingeplant, nach Vertragsende im Juni 2020 sollte er eine andere Aufgabe im Verein übernehmen.<ref>Welcome home, Gigi! auf der Website von Juventus, abgerufen am 4. Juli 2019 (englisch)</ref><ref>Buffon kehrt zu Juventus zurück – in neuer Rolle, kicker.de, 4. Juli 2019, abgerufen am 4. Juli 2019.</ref> Ende September überholte Buffon Paolo Maldini als italienischen Spieler mit den meisten Profieinsätzen auf Klubebene, als er beim Sieg über SPAL Ferrara seinen zweiten Einsatz für Juventus nach seiner Rückkehr absolvierte.<ref>Buffon becomes the Italian player with the most club appearances. In: figc.it. FIGC, 30. September 2019, abgerufen am 30. September 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 15. Dezember 2019 kam Buffon in seinem vereinsübergreifend 700. Ligaspiel zum Einsatz, als er beim 3:1-Sieg gegen Udinese Calcio zwischen den Pfosten stand. Am 29. Juni 2020 verlängerte er seinen Vertrag um ein weiteres Jahr bis Ende Juni 2021.<ref>Gigi and Chiello, 2021! Juventus Turin 29. Juni 2020.</ref> Am 4. Juli 2020 löste Buffon im Rahmen eines 4:1-Heimsieges gegen den FC Turin mit seinem 648. Einsatz Paolo Maldini als Rekordspieler der Serie A ab.<ref>Maldini überholt: Buffon ist jetzt Rekordspieler der Serie A kicker, 4. Juli 2020.</ref> Am 2. Februar 2021 bestritt er im Halbfinale der Coppa Italia, beim 2:1-Erfolg über Inter Mailand sein 1100. Pflichtspiel.<ref>"1100 fois comme la première" pour Buffon. 2. Februar 2021, abgerufen am 3. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Rückkehr nach Parma

Zur Saison 2021/22 kehrte Buffon nach Parma zum mittlerweile in Parma Calcio 1913 umbenannten Verein zurück und unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023, der am 28. Februar 2022 um ein Jahr bis 2024 verlängert wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />SUPERMAN RETURNS - WELCOME HOME, GIGI BUFFON! (Memento des Vorlage:IconExternal vom 28. Juni 2021 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/parmacalcio1913.com, parmacalcio1913.com, 17. Juni 2021, abgerufen am 19. Juli 2021.</ref><ref>https://twitter.com/parmacalcio_en/status/1498249834410749954. Abgerufen am 28. Februar 2022.</ref> Mit Parma spielte er in der zweitklassigen Serie B.

Im August 2023 erklärte Gianluigi Buffon seine aktive Karriere nach 28 Jahren im Profi-Fußball für beendet.<ref>Torwartlegende Gianluigi Buffon beendet seine Karriere. 2. August 2023, abgerufen am 2. August 2023.</ref>

Nationalmannschaft

Datei:2006 FIFA World Cup - Italy - Buffon, Materazzi and Perrotta (edited).jpg
Buffon mit Simone Perrotta (links) und Marco Materazzi (rechts) während der WM 2006
Datei:Gianluigi Buffon Euro 2012 final 02.jpg
Buffon bei der Fußball-Europameisterschaft 2012

Schnell wurde Buffon auch der Rückhalt in der U-21-Fußballnationalmannschaft und nahm mit dieser bei der U-21-EM 1996 in Spanien teil. Im Alter von 19 Jahren debütierte er am 29. Oktober 1997 im Play-off-Spiel um die Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 1998 gegen Russland unter Cesare Maldini bei der A-Nationalmannschaft, als er für den verletzten Gianluca Pagliuca einsprang. Bei der WM 1998 in Frankreich gehörte er zum Kader der Italiener, kam jedoch nicht zum Einsatz.

Zur EM 2000 stieg Buffon zum Stammtorhüter der Nationalmannschaft auf, konnte aber an der Endrunde aufgrund eines gebrochenen Daumens nicht teilnehmen. Sein Ersatzmann Francesco Toldo zeigte dort gute Leistungen und machte ihm die Position im Tor streitig. Buffon setzte sich in der Folge dennoch durch und war bis 2018 die Nummer eins im italienischen Tor.

Die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland bestritt Buffon als Stammtorhüter der von Marcello Lippi betreuten Squadra Azzurra. Er zeigte tadellose Leistungen und wurde im gesamten Turnierverlauf von keinem gegnerischen Spieler aus dem Spiel heraus bezwungen. Die einzigen Gegentore, die er in den sieben Partien kassierte, waren ein Eigentor von Cristian Zaccardo und ein Elfmeter von Frankreichs Zinédine Zidane im WM-Finale am 9. Juli 2006. Jenes Finale gewann er gegen Frankreich nach Elfmeterschießen und wurde Weltmeister. Außerdem erhielt er die Lew-Jaschin-Trophäe als Auszeichnung für den besten Torhüter des Turniers.

Auch bei der Europameisterschaft 2008 stand Buffon bei allen Spielen im italienischen Tor. Im Vorrundenspiel gegen Rumänien parierte er einen Elfmeter und verhinderte so das vorzeitige Ausscheiden seiner Mannschaft. Auch im Elfmeterschießen des Viertelfinales gegen Spanien hielt Buffon einen Elfmeter. Italien verlor das Spiel jedoch und schied aus.

Am 14. November 2009 absolvierte Gianluigi Buffon beim 0:0 im Freundschaftsspiel gegen die Niederlande im Stadio Adriatico zu Pescara sein 100. Länderspiel für Italien. Er wurde auch in den italienischen Kader für die Weltmeisterschaft 2010 berufen. Beim ersten Vorrundenspiel am 14. Juni gegen Paraguay erlitt er einen Bandscheibenvorfall, musste vorzeitig ausgewechselt werden und wurde in der zweiten Halbzeit von Federico Marchetti vertreten. Auch in den nächsten Spielen konnte er nicht eingesetzt werden. Italien schied in der Vorrunde aus.

Am 15. November 2011 stellte Buffon beim 0:1 gegen Uruguay den Rekord von Dino Zoff von 112 Länderspielen als Torwart ein.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />FIFA.com: Niederlage bei Buffons Rekordspiel (Memento des Vorlage:IconExternal vom 12. September 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.fifa.com</ref> Auch bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine stand Buffon im Kader. Dort qualifizierte sich die italienische Mannschaft unter Cesare Prandelli nach Siegen gegen England, als er einen Schuss im Elfmeterschießen parierte, und Deutschland für das Finale gegen Spanien, das mit 0:4 verloren wurde.

Beim FIFA-Konföderationen-Pokal 2013 erreichte Buffon mit Italien das Spiel um Platz drei gegen Uruguay, das 2:2 nach Verlängerung endete und im Elfmeterschießen entschieden wurde. Dort hielt er drei Elfmeter, wodurch Italien Dritter wurde. Am 10. September 2013 stellte Buffon beim 2:1-Sieg gegen Tschechien mit seinem 136. Länderspiel den Rekord von Fabio Cannavaro ein und qualifizierte sich gleichzeitig mit seiner Mannschaft vorzeitig für die WM 2014 in Brasilien. Mit einem weiteren Einsatz im Länderspiel gegen Dänemark am 11. Oktober 2013 wurde er alleiniger italienischer Rekordnationalspieler.

Bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien war Buffon Italiens Nummer eins. Beim ersten Gruppenspiel gegen England wurde er aufgrund einer Verletzung von Salvatore Sirigu vertreten, in den beiden anderen Gruppenspielen stand er als Kapitän im Tor. Nach der Partie gegen Uruguay (0:1) wurde er zum Man of the Match gewählt, obwohl die italienische Nationalmannschaft aufgrund dieser Niederlage in der Vorrunde ausschied.<ref>„Vampir“, „Kannibale“ und „Zahn Gottes“ – Der nächste Weltmeister darf nach Hause, sportschau.de, abgerufen am 30. Juni 2014.</ref>

Bei der EM 2016 in Frankreich wurde er erneut als Stammtorwart in das italienische Aufgebot aufgenommen und stand in vier der fünf Turnierspiele im Tor. Nur beim bedeutungslosen dritten Gruppenspiel gegen Irland kam Sirigu zum Einsatz. Das Viertelfinale gegen Deutschland verlor Italien im Elfmeterschießen, bei dem Buffon den Elfmeter von Thomas Müller parierte.

Am 24. März 2017 bestritt Buffon in der WM-Qualifikation gegen Albanien sein 168. Länderspiel und übernahm damit den Rekord für die meisten absolvierten Länderspiele eines Europäers.<ref>Länderspiele: Buffon übernimmt Europarekord. In: transfermarkt.de. Transfermarkt GmbH und Co. KG, 24. März 2017, abgerufen am 25. März 2017.</ref> Darüber hinaus war dies das 1000. Spiel in seiner Profifußball-Karriere. Nachdem Italien die Qualifikation zur WM 2018 am 13. November 2017 gegen Schweden verpasst hatte, erklärte Buffon am selben Abend seinen Rücktritt aus der italienischen Nationalmannschaft.<ref>WM-Qualifikation: Gianluigi Buffon tritt bei Italien zurück auf sport1.de</ref> Er erklärte sich jedoch Anfang März 2018 bereit, noch weitere Spiele für die Nationalmannschaft zu bestreiten.<ref>Der ewige Gigi: Buffon kehrt in Nationalteam zurück</ref><ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.goal.comBestätigt: Gianluigi Buffon spielt wieder für Italiens Nationalmannschaft (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2024. Suche im Internet Archive )</ref> Zu seinem 176. und letzten Länderspieleinsatz kam Buffon am 23. März 2018 bei einer 0:2-Niederlage in einem Freundschaftsspiel gegen Argentinien. Im Mai 2018 erklärte er seinen endgültigen Rücktritt.<ref>Buffon ends Italy career, football-italia.net, 17. Mai 2018, abgerufen am 6. Juli 2018.</ref> Der Rekordnationalspieler absolvierte 176 Spiele für die Squadra Azzurra, ganze 40 Einsätze mehr als der zweitplatzierte Fabio Cannavaro.

Erfolge

Nationalmannschaft

AC Parma

Juventus Turin

* aberkannt im Rahmen des italienischen Fußball-Skandals 2005/06

Paris St. Germain

Persönliche Auszeichnungen

Rekorde

Nach der aktiven Karriere

Von August 2023 bis April 2026<ref>Rücktritte nach Italiens Desaster. 2. April 2026, abgerufen am 2. April 2026.</ref> hatte er den Posten des Delegationsleiters der italienischen Nationalmannschaft inne.<ref>"Wiederbelebung der Nationalmannschaft": Buffon verlängert mit klarem Ziel. Abgerufen am 7. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Trivia

Buffon kam in der Vergangenheit durch die Verwendung rechtsextremistischer Symbolik unter Beschuss. Während seiner Zeit bei der AC Parma zeigte er ein T-Shirt mit dem faschistischen Spruch „Boia chi molla“ („Gehängt sei, wer aufgibt“), wofür er vor der Disziplinarkommission des Sportverbands landete. Er sorgte nochmals für große Aufregung, als er unbedingt mit der Rückennummer 88 spielen wollte. Die Zahl 88 gilt als ein rechtsextremes Schlüsselsymbol. Buffon gab sich jedoch unwissend: „Die 88 habe ich genommen, weil sie vier Eier hat. Und beim Fußball braucht man Eier“, lautete sinngemäß seine Erklärung.<ref>Wiener Zeitung: Wenn Fußballer Extremisten sind. In: Wiener Zeitung. Stand: 28. September 2008 online, abgerufen am: 7. Oktober 2008.</ref> „Wer ahnt denn, dass hinter dieser Zahl der Hitlergruß steht?! Das wissen doch wirklich nur Nazis!“, zeigte sich Buffon überrascht.<ref>Birgit Schönau: Gigantisch Gigi, in: Die Zeit No. 23 vom 3. Juni 2015, S. 22.</ref>

Buffon übernahm 2010 zusammen mit Cristiano Lucarelli und anderen Eignern den größten Fußballklub seiner Heimatstadt, Carrarese Calcio. Seit 7. Juli 2012 ist er alleiniger Eigner des Vereines.<ref>Buffon übernimmt Viertligisten komplett, 7. Juli 2012</ref>

2018 wurde der Torwart als Teil des World-of-Tanks-Partnerschaftprogramm zum Panzerkommandanten. Er stellte Wargaming.net sein Bild und seine Stimme für die italienische Besatzung zur Verfügung.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/worldoftanks.euWoT Auftrag um „Buffon“ zu gewinnen (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2024. Suche im Internet Archive ), 11. Mai 2018</ref> Während des Events hatten 58.806 Spieler die Aufgabe abgeschlossen und im Anschluss Buffon als Besatzungsmitglied für einen ihrer Panzer zur Verfügung.<ref>Auswertung des Fußballevents, 31. Juli 2018</ref>

Bei einem Auswärtsspiel gegen Parma Calcio 1913 am 19. Dezember 2020, das Juventus 4:0 gewann, zeichnete ein Spielfeldrandmikrofon eine Äußerung Buffons zu seinem Mannschaftskollegen Manolo Portanova auf, die einen Fluch beim Namen Gottes enthielt („Dio cane“, auf Deutsch etwa „gottverdammt“). Nachdem sich die Aufzeichnung der zunächst nicht geahndeten Äußerung im Internet viral verbreitet hatte,<ref>Sara Madonna: Espressione blasfema di Buffon contro il Parma: il Giudice grazia il portiere della Juve. In: Spazio Napoli, 21. Dezember 2020 (italienisch), abgerufen am 14. Januar 2024.</ref><ref>Buffon ha bestemmiato. Libero: “Perché non è stato punito? C’è un video che gira sui social”. In: arenanapoli.it, 22. Dezember 2020 (italienisch), abgerufen am 14. Januar 2024.</ref> wurde Buffon im Februar 2021 vom Sportgericht des italienischen Fußballverbandes FIGC zu einer Geldbuße von 5000 Euro verurteilt,<ref>Buffon, multa da 5000 euro dopo la frase blasfema in Parma-Juventus. In: Sky Italia, 18. Februar 2021 (italienisch), abgerufen am 14. Januar 2024.</ref> da die italienischen Fußballregeln gotteslästerliche Äußerungen seit März 2010 mit Spielausschluss bestrafen (Regel 12, Punkt 43). Als Buffon Einspruch gegen die Geldstrafe einlegte, verschärfte das Berufungsgericht des Verbandes das Urteil in zweiter Instanz und sperrte den Torwart für das Lokalderby gegen den FC Turin am 3. April 2021.<ref>Nach Gotteslästerung: Torwartlegende Buffon für ein Spiel gesperrt. In: Katholisch.de, 31. März 2021, abgerufen am 14. Januar 2024.</ref><ref>Calcio: frase blasfema, Buffon squalificato salta il derby. In: Rai Sport, 30. März 2021 (italienisch), abgerufen am 14. Januar 2024.</ref>

Im April 2021 wurde bekannt, dass er eine Akademie für Nachwuchs-Torhüter ins Leben rufen wird. Im Sommer 2021 werden verschiedene Camps in Italien starten. Unterstützt wird das Projekt von führenden Torwarttrainern Italiens.<ref>Sport1.de: Serie A: Juve-Star Gianluigi Buffon gründet Akademie für junge Torhüter. Abgerufen am 27. April 2021.</ref>

Am 5. Mai 1999 gewann Buffon gemeinsam mit Enrico Chiesa seinen ersten Titel (Coppa Italia 1998/99) als Profi. Seinen letzten Titel (ebenfalls Coppa Italia 2020/21) gewann Buffon gemeinsam mit Chiesas Sohn Federico 22 Jahre später.<ref>Titel mit Vater und Sohn – Gianluigi Buffon gewann Cup mit Enrico und Federico Chiesa. Abgerufen am 21. Mai 2021.</ref>

Familie

Buffon war von 2011 bis 2014 mit dem tschechischen Model Alena Šeredová verheiratet. Der Beziehung entstammen zwei Söhne (* 2007 und * 2009). Am 6. Januar 2016 wurde sein dritter Sohn geboren. Die Mutter ist Ilaria D’Amico, die als Moderatorin für Sky Sport arbeitet. Im September 2024 heirateten Ilaria D’Amico und Buffon.<ref>Fußballlegende Gigi Buffon hat Ilaria D'Amico geheiratet. 2. Oktober 2024, abgerufen am 7. Oktober 2024.</ref>

Der erstgeborene Sohn Louis ist ebenfalls Fußballspieler.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive />

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