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Gesundheitswesen in Sachsen-Anhalt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Das Gesundheitswesen in Sachsen-Anhalt umfasst die gesamte Gesundheitsversorgung im Bundesland Sachsen-Anhalt.

Krankenhäuser

Sachsen-Anhalt hat insgesamt 51 Krankenhäuser mit ca. 17.000 Betten. In den Krankenhäusern sind ungefähr 34.000 Beschäftigte angestellt. Insgesamt werden jährlich ca. 600.000 Patienten behandelt. Die beiden Universitätskliniken in Halle/Saale und Magdeburg sowie die Berufsgenossenschaftlichen Kliniken Bergmannstrost in Halle und das kommunale Klinikum Magdeburg sind die Maximalversorger im Land. Außerdem gibt es noch neun Schwerpunktversorger in Dessau, Halle, Halberstadt, Weißenfels, Magdeburg, Merseburg und Querfurt, Stendal und Wernigerode.<ref>Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt</ref> Ebenfalls existieren noch mehrere Spezialkliniken in Sachsen-Anhalt. Zum einen wären die drei Herzzentren in Coswig (in privater Trägerschaft: Mediclin), Halle und Magdeburg zu nennen, zum anderen fünf Schlaganfallzentren in Bernburg, Halle, Naumburg sowie Wernigerode, drei Fachkliniken für Orthopädie und 24 psychiatrische Kliniken bzw. psychiatrische Tageskliniken. Sachsen-Anhalt hat neun zertifizierte Brustkrebszentren, acht Darmkrebszentren, ein gynäkologisches Krebszentrum, zwei Hautkrebszentren, ein Lungenkrebszentrum und vier Prostatakarzinomzentren.<ref>Zertifizierte Krebszentren</ref> Besonders häufig sind Versicherte aus den neuen Bundesländern in stationärer Behandlung: Im Jahr 2009 gab es unter 1000 Versicherten durchschnittlich 161 Aufenthalte in Kliniken in Sachsen-Anhalt.<ref>Stationäre Behandlung nach Bundesländer</ref>

Rehabilitationskliniken

Rehabilitationskliniken sind in Arendsee, Barby, Bad Kösen, Bad Schmiedeberg, Bad Suderode, Blankenburg, Dessau, Halberstadt, Halle, Magdeburg, Schönebeck und Weißenfels zu finden. Es gibt 19 Rehakliniken mit ca. 3500 Betten.<ref>Rehabilitationskliniken</ref>

Ambulante Versorgung

Im Land sind ca. 615 Apotheken ansässig. Es kommen etwa 26 Apotheken auf 100.000 Einwohner. Diese Zahl an Apotheken stimmt in etwa mit dem Bundesdurchschnitt überein.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Apothekenanzahl je Bundesland (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref> Relativ wenige Ärzte sind in Sachsen-Anhalt (350 Ärzte pro 100.000 Einwohner) ansässig, Bundesdurchschnitt (370). Die Anzahl der Zahnärzte (83 auf 100.000 Einwohner) ist fast identisch mit der des Bundes (80).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Daten von 2008 des Statistischen Bundesamtes (Memento vom 15. September 2011 im Internet Archive)</ref> Es gibt 42 medizinische Versorgungszentren (MVZ), von denen mehr als die Hälfte in Krankenhausträgerschaft sind; das ist deutlich höher als auf Bundesebene.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Medizinische Versorgungszentren (Memento des Vorlage:IconExternal vom 31. Dezember 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/daris.kbv.de</ref>

Pharmaindustrie und Medizintechnik

Wichtige Unternehmen der Pharmaindustrie sind: Serumwerk Bernburg AG, esparma Sülzetal, Salutas Pharma GmbH Barleben und Osterweddingen, Pharma Wernigerode GmbH, MEDISA GmbH Magdeburg, IMTM GmbH Magdeburg, Bayer Bitterfeld GmbH, IDT Impfstoffwerk Dessau-Tornau GmbH, PKH Halle GmbH und Rodleben Pharma GmbH. In der Medizintechnik gibt es eine größere Anzahl von Unternehmen, u. a. HASOMED GmbH Magdeburg, NovaVision AG Magdeburg, Primed Halberstadt Medizintechnik GmbH und KeyNeurotek AG.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Daten zur Pharmaindustrie und Medizintechnik (Memento vom 16. Januar 2016 im Internet Archive) (PDF-Datei; 1,0 MB)</ref>

Forschung

Sachsen-Anhalt hat mehrere Forschungseinrichtungen, die in Halle und Magdeburg ihren Sitz haben:

Die Forschungsschwerpunkte an den Universitätskliniken sind:

Halle: Epidemiologie – Rehabilitation – Pflege und Molekulare Medizin<ref>Forschungsschwerpunkte Universität Halle</ref>

Magdeburg: „Immunologie einschließlich Molekulare Medizin der Entzündung“, „Neurowissenschaften“<ref>Forschungsschwerpunkte Universität Magdeburg (PDF-Datei; 74 kB)</ref>

Ausbildung

Die Ausbildung in Gesundheitsberufen in Sachsen-Anhalt wird größtenteils von den Universitätskliniken in Halle und Magdeburg sowie an den Berufsbildenden Schulen des Landes durchgeführt.

Einzelnachweise

<references />