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Gestaltungsrecht

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein Vorlage:Hinweisbaustein{{#ifeq: 0| 0 | }} Ein Gestaltungsrecht ist ein relatives subjektives Recht, das sich aus Gesetz oder Vertrag ergeben kann. Die daraus hergeleitete Berechtigung ist Voraussetzung für die Vornahme wirksamer Gestaltungsgeschäfte, etwa die Vornahme der Anfechtung eines Rechtsgeschäfts nach {{#switch: juris

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}}{{#if: 346||[Paragraf fehlt]}}{{#if: bgb||[Gesetz fehlt]}}. Gestaltungsrechte finden sich im schuld- und sachenrechtlichen Bereich gleichermaßen.

Ausübung

Gestaltungsrechte sind grundsätzlich bedingungsfeindlich, sie können mithin einseitig nicht mehr zurückgenommen werden. Eine ausgesprochene Kündigung hingegen kann einvernehmlich durch beide Parteien aufgehoben werden.

Übertragung

Die Übertragbarkeit von Gestaltungsrechten gestaltet sich unterschiedlich. Gemäß {{#switch: juris

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}}{{#if: 413||[Paragraf fehlt]}}{{#if: bgb||[Gesetz fehlt]}} BGB sind selbständige Gestaltungsrechte grundsätzlich übertragbar, etwa Aneignungsrechte, bei entsprechender Vereinbarung auch Vorkaufsrechte,<ref>RG 148, 112.</ref> ebenso Wiederkaufsrechte. Ihre Übertragung erfolgt im Rahmen der Abtretung nach {{#switch: juris

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Im Prozess sind jedoch so genannte innerprozessuale Bedingungen erlaubt, da dort das Gericht über die Anträge der Parteien zu entscheiden hat und so keine Rechtsunsicherheit entsteht. Innerprozessuale Bedingungen sind Ausfluss des Dispositionsrechtes der Parteien, wonach diese alleine den Streitgegenstand bestimmen, also darüber disponieren können. Eine weitere Ausnahme der Bedingungsfeindlichkeit sind so genannte Potestativbedingungen, die dann vorliegen, wenn der Erklärungsempfänger den Eintritt der Bedingung alleine steuern kann, also auch keine Rechtsunsicherheit zu seinen Lasten eintritt. Außerdem sind Bedingungen zulässig, die von einer Rechtsfrage abhängig gemacht werden, so genannte Rechtsbedingungen.

Die Unwiderruflichkeit gilt dann nicht, wenn der Gestaltungsgegner die Wirksamkeit der Gestaltung bestreitet, da in diesem Fall der Widerruf nur den Zustand wieder herstellt, welcher der Gestaltungsgegner beansprucht und somit keine weitere Unsicherheit für diesen erzeugt (Ausnahme vgl. {{#switch: juris

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Maßgeblicher Zeitpunkt

Die Wirksamkeit aller Gestaltungsrechte beurteilt sich ausschließlich nach den Verhältnissen zum Zeitpunkt der Erklärung. Auf einen nachträglichen Wegfall des Gestaltungsgrundes kommt es nicht an. Das wird in Rechtsgebieten, denen eine ausgeprägte soziale Komponente anhaftet, vielfach als nicht für jeden Fall sachgerecht angesehen. Daher haben Gesetzgeber und Rechtsprechung Korrekturen vorgenommen: Im Arbeitsrecht entsteht für den Arbeitnehmer ein Wiedereinstellungsanspruch, wenn der Kündigungsgrund nachträglich entfällt, z. B. weil ein beabsichtigter Arbeitsplatzabbau vom Arbeitgeber doch nicht umgesetzt wird. Im Mietrecht normiert {{#switch: juris

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Erlöschen

Aus Gründen der Rechtssicherheit erlöschen viele Gestaltungsrechte nach einer bestimmten Zeit, indem sie verwirken.

Keine Verjährung

Gestaltungsrechte sind keine Ansprüche, können also nicht verjähren ({{#switch: juris

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}}{{#if: 194||[Paragraf fehlt]}}{{#if: bgb||[Gesetz fehlt]}} Abs. 1 BGB).

Ausschlussfristen

Von der Verjährung sind Ausschlussfristen zu unterscheiden. Mit Ablauf der Frist geht das Gestaltungsrecht unter. Ausschlussfristen können gesetzlich angeordnet sein. Insbesondere im Arbeitsrecht spielen aber auch Ausschlussfristen kraft Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag eine große Rolle.

  • Die Irrtumsanfechtung muss „unverzüglich“ ({{#switch: juris
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  • Der den Verbraucher schützende Widerruf muss innerhalb der Fristen des {{#switch: juris
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Mitunter wird das Erlöschen eines Gestaltungsrechts auch an die Verjährung eines Anspruches geknüpft, wie es {{#switch: juris

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Gestaltungsgegenrechte

In einigen Fällen ist ein Gestaltungsgegenrecht des vom Gestaltungsrecht Betroffenen möglich. So sieht beispielsweise das Gesetz in bestimmten Fällen ein (hier nicht abdingbares) Recht des Wohnraummieters gegen eine Kündigung des Vermieters nach {{#switch: juris

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}}{{#if: 574||[Paragraf fehlt]}}{{#if: bgb||[Gesetz fehlt]}} BGB vor. Zur Wirksamkeit des Gestaltungsgegenrecht ist hier theoretisch keine gerichtliche Durchsetzung nötig, auch wenn in der Praxis es wohl zu einer solchen kommen dürfte. Ist das Gegenrecht nur im Wege einer Klage durchsetzbar spricht man auch von einem Gestaltungsgegenklagerecht.<ref name="medicus"/>

Gestaltungsklagerechte

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→ Haupt{{#if:|seite|artikel}}: [[{{{2}}}{{#if: ||{{{titel2}}}}}]]{{#if: |{{#ifexist:{{{3}}}| und [[{{{3}}}{{#if: ||{{{titel3}}}}}]]|}}|}}

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→ Haupt{{#if:|seite|artikel}}: [[{{{3}}}{{#if: ||{{{titel3}}}}}]]

|}}|}}|}}|}}|}}|Einbindungsfehler: Die Vorlage Hauptartikel benötigt immer mindestens ein Argument.}}

Hierbei muss der Gestaltende Klage erheben, um die Gestaltungswirkung durch Urteil erzielen zu können. Solche Urteile heißen auch Gestaltungsurteile, welche im Gegensatz zu z. B. Leistungsurteilen keiner Vollstreckung bedürfen.<ref name="medicus"/> Beispiele für Gestaltungsklagerechte finden sich vor allem im Familien- und Gesellschaftsrecht:

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  • bei einer OHG bzw. KG ({{#switch: juris
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||leer=§ 161[Anbieter/Datenbank fehlt]
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}}{{#if: 161||[Paragraf fehlt]}}{{#if: hgb||[Gesetz fehlt]}} Abs. 2 HGB):

|juris={{#switch: aktg
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Einzelnachweise

<references />

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