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Aneignung (Recht)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Aneignung (auch Okkupation) ist nach deutschem Sachenrecht der originäre Eigentumserwerb an einer herrenlosen Sache.

Allgemeines

Zum originären Eigentumserwerb gehören neben der Aneignung noch die Ersitzung, Verbindung, Vermischung und Verarbeitung.

Voraussetzungen

Die Aneignung herrenloser beweglicher Sachen ist im deutschen Recht in {{#switch: juris

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Eigentümer durch Aneignung wird, wer eine herrenlose Sache okkupiert, das heißt in Eigenbesitz nimmt. Der Eigenbesitzer besitzt die herrenlose Sache „als ihm gehörend“ ({{#switch: juris

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Aneignung bei Abfall

Kompliziert ist die Lösung der Alltagsfrage im Hinblick auf die Bereitstellung der Mülltonnen oder das Abstellen von Sperrmüll für die Müllabfuhr. Dabei sind nach dem Abfallrecht nur diejenigen Abfälle herrenlos, für die es keinen Abfallbesitzer gibt (z. B. § 3 Abs. 6 brandenburgisches Kreislaufwirtschafts- und Bodenschutzgesetz). Als Abfallbesitzer gilt jede natürliche oder juristische Person, die tatsächliche Sachherrschaft über Abfälle hat; das sind meist öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger. Herrenlos ist damit nur derjenige Abfall, der auf den für die Allgemeinheit frei zugänglichen Grundstücken verbotswidrig abgelagert wird. Sperrmüll ist nur dann herrenlos, wenn er nicht Teil von öffentlichen Sammelaktionen im Rahmen einer Sperrmüllabholung darstellt. Ob allerdings aus {{#switch: juris

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Folgen

Wegen der vielen Ausnahmen ist die freie Aneignung herrenloser Sachen fast nur noch bei wertlosen Sachen möglich (eingeschränkt bei Müll und Sperrmüll). Die freie Aneignung wirtschaftlich wertvoller Sachen ist auf die Fischerei im offenen Meer und Küstengewässer beschränkt.<ref>Harm Peter Westermann: Sachenrecht. 2011, S. 514.</ref>

Irrtümer

Eignet sich jemand eine Sache an, von der er irrig meint, sie sei herrenlos, sie gehört aber in Wirklichkeit jemand anderem, so handelt es sich um besitzlose Sachen. Entweder gilt der Aneignende als Finder (bei verlorengegangenen Sachen), Wilderer (bei Fischen in stehenden Gewässern und jagdbarem Wild) oder Schatzfinder. In diesen Fällen hat der wirkliche Eigentümer, dem nur der Besitz abhandengekommen ist, einen Herausgabeanspruch ({{#switch: juris

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Abweichende Vorschriften gelten in Deutschland für die Aneignung von Grundstücken ({{#switch: juris

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International

Da auch in Österreich die Herrenlosigkeit bekannt ist, besteht auch ein Recht der „Zueignung“ (= Aneignung). Herrenlose Sachen werden in Österreich „freistehende Sachen“ genannt ({{#switch: RIS-B

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}}{{#if: 386||[Paragraf fehlt]}}{{#if: ABGB||[Gesetz fehlt]}} ABGB). Sachen, die nur zum Gebrauch überlassen werden (wie Straßen, Flüsse, Seehäfen und Meeresufer [!]) heißen hier öffentliches Gut. Herrenlosigkeit entsteht auch durch eine erblose Verlassenschaft. In Österreich können außerdem herrenlose Grundstücke von jedem Staatsbürger angeeignet werden ({{#switch: RIS-B

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Zur Dereliktion des Eigentums an einer beweglichen Sache genügt in der Schweiz in objektiver Hinsicht das willentliche Preisgeben und Verlassen der Sache. Gemäß dem Publizitätsprinzip muss die Besitzaufgabe tatsächlich und definitiv durchgeführt werden; dem Aufgebenden darf nach erfolgter Eigentumsaufgabe kein Gewahrsam an der Sache mehr zustehen. Auch bei Grundstücken ist in der Schweiz nach {{#switch: ch

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Einzelnachweise

<references />

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