Zum Inhalt springen

Geflügelte Senna

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Geflügelte Senna
Datei:Starr 020815-0041 Senna didymobotrya.jpg

Geflügelte Senna (Senna didymobotrya)

Systematik
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae)
Tribus: Cassieae
Gattung: Senna
Art: Geflügelte Senna
Wissenschaftlicher Name
Senna didymobotrya
(Fresen.) H.S.Irwin & Barneby

Die Geflügelte Senna (Senna didymobotrya) oder der Kerzenstrauch, Doppeltraubige Kassie, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Senna innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie stammt ursprünglich aus Afrika.

Beschreibung

Datei:Senna didymobotrya 10zz.jpg
Stamm und Borke
Datei:Senna didymobotrya (14519135904).jpg
Paarig gefiederte Laubblätter
Datei:Cassia Didymobotrya 2006 07 1.JPG
Traubige Blütenstände

Vegetative Merkmale

Die Geflügelte Senna wächst als immergrüner und aromatischer Strauch bis kleiner Baum und erreicht Wuchshöhen meist 2,5 bis 3,<ref name="FoC" /> selten bis zu 6 Metern.<ref name="DavesgardenCom" /><ref name="SwazilandAlienPlantsDb" /> Er riecht merkwürdig nach Erdnussbutter.<ref name="Schönfelder2008" /> Die Rinde junger Zweige ist leicht flaumig behaart und verkahlt später.

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert und insgesamt meist 35, selten bis zu 50 Zentimeter lang. Die Laubblätter sind flaumig behaart und verkahlt später. Der Blattstiel und die Blattrhachis besitzen keine Drüsen.<ref name="FoC" /> Die Blattspreite ist paarig gefiedert mit meist 8 bis 16<ref name="FoC" /> selten bis zu 21 Paaren von Fiederblättchen. Die Stiele der Blättchen sind sehr kurz.<ref name="FoC" /> Die mehr oder weniger dunkelgrünen, ganzrandigen Blättchen sind bei einer Länge von 2 bis 5,5 Zentimetern sowie einer Breite von 1 bis 2 Zentimetern eiförmig-länglich bis länglich mit gerundeter und schiefer Basis und stumpfem oder etwas zugespitztem oberen Ende mit Stachelspitze.<ref name="DavesgardenCom" /><ref name="SwazilandAlienPlantsDb" /><ref name="FoC" /> Die Unterseite der Blättchen ist mehlig-weiß. Die spät abfallenden Nebenblätter sind bei einer Länge von 6 bis 17 Millimetern eiförmig-herzförmig mit zugespitztem oberen Ende.<ref name="FoC" />

Generative Merkmale

In den Blattachseln der oberen Bereiche der Zweige oder in einem endständigen, beblätterten, zusammengesetzten Gesamtblütenstand stehen die aufrechten, schlanken, 10 bis 35, selten bis zu 45 Zentimeter langen, vielblütige traubigen Blütenstände. Die früh abfallenden Tragblätter sind breit-eiförmig mit etwas spitzem oder zugespitztem oberen Ende.<ref name="FoC" /> Die ungeöffneten Blütenknospen sind auffällig dunkelbraun.<ref name="DavesgardenCom" /><ref name="SwazilandAlienPlantsDb" />

Die zwittrigen Blüten sind etwas zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kronblätter sind verkehrt-eiförmig und bis 2,5 Zentimeter lang. Die fünf goldgelben Kronblätter sind kurz genagelt. Von den 10 Staubblättern sind zwei fertile mit einer Länge von 12 Millimetern besonders lang und gekrümmt mit großen Antheren. 3 Staubblätter sind verkümmert, 5 sind mittelgroß und steril. Das einzige, längliche und gebogene, gestielte Fruchtblatt ist dicht gelblich fein behaart.<ref name="FoC" /> Der Griffel ist gebogen.

Die flachen, ledrigen, vielsamigen und an den Samen eingeschnürten Hülsenfrüchte sind zunächst grün und färben sich dann dunkelbraun; sie sind leicht beflaumt und flach; die Hülsenfrucht ist etwa 10 Zentimeter lang und 2 Zentimeter breit.<ref name="DavesgardenCom" /><ref name="SwazilandAlienPlantsDb" /> Die länglichen Samen sind olivgrün.

Chromosomenzahl

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.<ref name="IPCN" /><ref name="FoC" />

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet von Senna didymobotrya erstreckt sich im tropischen Afrika über Äthiopien, Sudan, Kenia, Tansania, Uganda, Ruanda, Zaire, Angola, Malawi, Sambia, Simbabwe und Madagaskar. Im südlichen Nordamerika, im südlichen Afrika und in Australien ist sie ein Neophyt.

Taxonomie

Die Erstbeschreibung erfolge 1839 unter dem Namen (Basionym) Cassia didymobotrya durch Johann Baptist Georg Wolfgang Fresenius in Flora, 22, S. 53. Das Epitheton „didymobotryus“ bedeutet „mit doppelter Traube“, „mit Zwillingstraube“. Die Neukombination zu Senna didymobotrya <templatestyles src="Person/styles.css" />(Fresen.) H.S.Irwin & Barneby wurde 1982 durch Howard Samuel Irwin und Rupert Charles Barneby veröffentlicht.<ref name="Irwin1982" /> Weitere Synonyme für Senna didymobotrya <templatestyles src="Person/styles.css" />(Fresen.) H.S.Irwin & Barneby sind: Cassia didymobotrya <templatestyles src="Person/styles.css" />L. Cassia nairobensis <templatestyles src="Person/styles.css" />L.H.Bailey, Cassia nairobiensis <templatestyles src="Person/styles.css" />L.H.Bailey und Cassia verdickii <templatestyles src="Person/styles.css" />De Wild.

Literatur

Weblinks

Commons: Geflügelte Senna (Senna didymobotrya) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise

<references> <ref name="FoC"> Dezhao Chen, Prof. Dianxiang Zhang, Ding Hou: Senna didymobotrya, S. 30 - textgleich online wie gedrucktes Werk, Wu Zheng-yi, Peter H. Raven & Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 10 - Fabaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2010, ISBN 978-1-930723-91-7. </ref> <ref name="DavesgardenCom">Eintrag bei Dave's Garden. (engl.)</ref> <ref name="SwazilandAlienPlantsDb"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Eintrag bei Swaziland's Alien Plants Database. (Memento des Vorlage:Referrer vom 30. September 2007 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-bot (engl.)</ref> <ref name="Irwin1982"> online bei NYBG.</ref> <ref name="IPCN">Cassia didymobotrya bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Schönfelder2008">Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Die neue Kosmos Mittelmeerflora. Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-440-10742-3, S. 420.</ref> </references>