Gametophor
Der Fachausdruck Gametophor<ref>Langenscheidt Fachwörterbuch Biologie Englisch. 1. Auflage. Langenscheidt Fachverlag, 2004, ISBN 3-86117-228-3. [1]</ref><ref>Medical Dictionary. Ergänzungsband Von Dar al-Kitab al-Misri, Veillon + Nobel, Albert Nobel, Emmanuel Veillon Edition: 6 Veröffentlicht von W. Bergmans B.V., 1997, ISBN 977-238-651-8. [2]</ref> oder auch Gametangiophor<ref>Jan-Peter Frahm: Biologie der Moose. Spektrum Akademischer Verlag, 2001, ISBN 3-8274-0164-X, S. 39.</ref> (von Gametangium und griech. Φορά, phor; dt. „Getragen werden“); deutsch „Gametangienträger“, oder „Gametangienstand“,<ref>Bryological Glossary [3]</ref> ist bei Moosen und Farnpflanzen (Archegoniaten) die Bezeichnung für den Träger der Geschlechtsorgane<ref>CK. Schneiders Illustriertes Handwörterbuch der Botanik. 1917.</ref> der Archegonien und der Antheridien.<ref name="Ralf Reski (1998)">Ralf Reski: Development, genetics and molecular biology of mosses. In: Botanica Acta. 111, 1998, S. 1–15.</ref> Befinden sich sowohl Archegonien als auch Antheridien an derselben Pflanze, so nennt man diese monözisch. Gibt es sowohl männliche als auch weibliche Pflanzen, so nennt man diese diözisch.
Bei Laubmoosen bezeichnet man als Gametophor die in Stämmchen und Blättchen gegliederte eigentliche Moospflanze (siehe auch „Thallus“). Er stellt die adulte Form des haploiden Gametophyten dar und entwickelt sich aus dessen juveniler Form, dem Protonema, unter dem Einfluss von Phytohormonen (v. a Cytokinin).<ref name="Ralf Reski (1998)" /> Während das fädige Protonema mit einschneidiger Scheitelzelle wächst, besitzt der Gametophor eine dreischneidige Scheitelzelle.
Quellenangaben
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