Frohnhofen (Reichelsheim)
Frohnhofen Gemeinde Reichelsheim (Odenwald)
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(20)&title=Frohnhofen 49° 42′ N, 8° 51′ O
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| Höhe: | 220 (208–225) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 1,33 km²<ref name=Gindex /> | |||||
| Einwohner: | 20 (2016)<ref>Ortsteil Frohnhofen. In: Internetauftritt der Gemeinde Reichelsheim. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. März 2017; abgerufen am 31. Januar 2016.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 15 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Februar 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 64385 | |||||
| Vorwahl: | 06164 | |||||
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Frohnhofen ist von der Fläche und Einwohnerzahl der kleinste Ortsteil der Gemeinde Reichelsheim im südhessischen Odenwaldkreis.
Geographie
Der Weiler Frohnhofen besteht aus einer Gehöftgruppe. Er liegt im Buntsandsteingebiet des Odenwaldes am Ende des oberen Gersprenztals, ca. 11 km nordwestlich von Erbach und einen Kilometer südöstlich des Hauptortes auf 208–225 m über NHN. Durch den Weiler fließt der Frohnbach der unmittelbar nördlich der Ortslage in den Mergbach mündet. Dieser bildet zusammen mit dem Osterbach im Ortsteil Bockenrod die Gersprenz. Der Ortsteil Frohnhofen wird begrenzt durch die 132,7 Hektar umfassenden Gemarkung Frohnhofen.<ref name=Gindex>Gemarkung Frohnhofen. In: GEOindex. Abgerufen im Dezember 2024.</ref>
An den Ortsteil Frohnhofen grenzen, vom Norden beginnend, im Uhrzeigersinn, die Kerngemeinde Reichelsheim und deren Ortsteile Bockenrod, Unter-Ostern und Gumpen. Von den am nördlichen Ortsrand verlaufen Bundesstraßen 38 und 47, die hier eine gemeinsamen Trasse nutzen, führt eine Stichstraße in den Weiler. Zweihundert Meter östlich davon zweigt die Landesstraße 3105 Richtung Unter-Ostern ab.
Geschichte
Ortsgeschichte
Die älteste erhaltene Erwähnung des Ortes stammt von 1307, als Eberhard Schenk von Erbach und Eberhard Rauch, Schenk Johannes Sohn, sich über den gemeinschaftlichen Besitz der „Burg Richenburg“ und der dazugehörigen Güter verglichen.<ref>Erika Hörr: Der Weiler Frohnhofen bei Reichelsheim im Odenwald. Seine Geschichte, seine Höfe und deren Bewohner. Selbstverlag, Höchst/Otzberg 2016, S. 13.</ref> In erhaltenen Urkunden wurde Frohnhofen unter den folgenden Ortsnamen erwähnt (in Klammern das Jahr der Erwähnung)<ref name="lagis" />: Fronhoffen (1307), Vronhoue (1321), Fronehoven (1324), Fronhofen (1443) und Fronhoffen (16. Jahrhundert).
Frohnhofen gehörte zum Amt Reichenberg der Grafschaft Erbach, die mit der Mediatisierung 1806 Teil des Großherzogtums Hessen wurde. Ab 1822 gehörte Frohnhofen zum Landratsbezirk Erbach, ab 1852 zum Kreis Lindenfels, ab 1874 zum Kreis Erbach (ab 1939: „Landkreis Erbach“), der – mit leichten Grenzberichtigungen – seit 1972 Odenwaldkreis heißt. Nach Auflösung des Amtes Erbach 1822 nahm die erstinstanzliche Rechtsprechung für Frohnhofen das Landgericht Michelstadt wahr, ab 1853 das Landgericht Fürth und ab 1879 das Amtsgericht Fürth.
Hessische Gebietsreform (1970–1977)
Zum 1. Februar 1971 gliederte sich Frohnhofen im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Gemeinde Reichelsheim i. Odw. ein.<ref>Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Abs. 19 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,2 MB]).</ref><ref></ref> Für Frohnhofen wurde kein Ortsbezirk errichtet.<ref name="HS">Hauptsatzung § 6. (PDF; 281 kB) Gemeinde Reichelsheim, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Dezember 2022; abgerufen im Oktober 2020.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Frohnhofen angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>
- vor 1718: Heiliges Römisches Reich, Grafschaft Erbach, Amt Reichenberg
- ab 1718: Heiliges Römisches Reich, Grafschaft Erbach-Erbach, Anteil an der Grafschaft Erbach, Amt Reichenberg
- ab 1806: Großherzogtum Hessen (Souveränitätslande),<ref group="Anm.">Mediatisierung infolge der Rheinbundakte.</ref> Souveränitätslande, Fürstentum Starkenburg, Amt Reichenberg (Standesherrschaft Erbach)
- ab 1815: Großherzogtum Hessen<ref group="Anm.">Das Großherzogtum Hessen war von 1815 bis 1866 Mitglied des Deutschen Bundes. Ein Staatenbund ehemaliger Territorien des Heiligen Römischen Reichs. Er gilt als gescheiterter Versuch einer erneuten Reichsgründung.</ref> (Souveränitätslande), Provinz Starkenburg, Amt Reichenberg
- ab 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Erbach<ref group="Anm.">Trennung zwischen Justiz (Landgericht Michelstadt) und Verwaltung.</ref>
- ab 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Erbach
- ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Lindenfels
- ab 1867: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
- ab 1871: Deutsches Reich,<ref group="Anm.">Infolge des Deutsch-Französischen Krieges.</ref> Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
- ab 1874: Deutsches Reich, Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
- ab 1918: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen,<ref group="Anm.">Infolge des Ersten Weltkriegs.</ref> Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
- ab 1938: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen, Landkreis Erbach<ref name=RB1937 /><ref group="Anm.">Im Zuge der Gebietsreform 1938 wurde die Provinz Starkenburg aufgelöst.</ref>
- ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone,<ref group="Anm.">Infolge des Zweiten Weltkriegs.</ref> Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Erbach
- ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Erbach
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Erbach
- ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Erbach, Gemeinde Reichelsheim<ref group="Anm.">Am 1. Februar 1971 als Ortsteil zur Gemeinde Reichelsheim.</ref>
- ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Odenwaldkreis, Gemeinde Reichelsheim
Bevölkerung
Einwohnerentwicklung
- 1961: 31 evangelische (= 70,45 %), 13 katholische (= 29,55 %) Einwohner<ref name="lagis" />
| Frohnhofen: Einwohnerzahlen von 1829 bis 2011 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1829 | 42 | |||
| 1834 | 36 | |||
| 1840 | 34 | |||
| 1846 | 41 | |||
| 1852 | 45 | |||
| 1858 | 43 | |||
| 1864 | 39 | |||
| 1871 | 35 | |||
| 1875 | 39 | |||
| 1885 | 41 | |||
| 1895 | 43 | |||
| 1905 | 29 | |||
| 1910 | 36 | |||
| 1925 | 44 | |||
| 1939 | 33 | |||
| 1946 | 59 | |||
| 1950 | 62 | |||
| 1956 | 49 | |||
| 1961 | 44 | |||
| 1967 | 36 | |||
| 1970 | 35 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 21 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAIS<ref name="lagis" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Frohnhofen 21 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren keine Einwohner unter 18 Jahren, 15 zwischen 18 und 49, 3 zwischen 50 und 64 und 3 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 9 Haushalten. Davon waren keine Singlehaushalte, 3 Paare ohne Kinder und 3 Paare mit Kindern, sowie keine Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In keinem Haushalt lebten ausschließlich Senioren und in 6 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Literatur
- Erika Hörr: Der Weiler Frohnhofen bei Reichelsheim im Odenwald. Seine Geschichte, seine Höfe und deren Bewohner. GENDI: Otzberg-Hering 2016. (DNB 1112297294)
- Vorlage:HessBib
Weblinks
- Ortsteil Frohnhofen. In: Webauftritt der Gemeinde Reichelsheim.
- Frohnhofen, Odenwaldkreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis"> Frohnhofen, Odenwaldkreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 38 und 92, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021. </ref> <ref name="RB1937"> Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen vom 1. April 1937. In: Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler (Hrsg.): Hessisches Regierungsblatt. 1937 Nr. 8, S. 121 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 11,2 MB]). </ref> </references>
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