Zum Inhalt springen

Frohnhofen (Reichelsheim)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Frohnhofen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(20)&title=Frohnhofen 49° 42′ N, 8° 51′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(20) 49° 42′ 23″ N, 8° 51′ 21″ O
 {{#coordinates:49,706388888889|8,8558333333333|primary
dim=10000 globe= name=Frohnhofen region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 220 (208–225) m ü. NHN
Fläche: 1,33 km²<ref name=Gindex />
Einwohner: 20 (2016)<ref>Ortsteil Frohnhofen. In: Internetauftritt der Gemeinde Reichelsheim. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. März 2017; abgerufen am 31. Januar 2016.</ref>
Bevölkerungsdichte: 15 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Postleitzahl: 64385
Vorwahl: 06164
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!

Frohnhofen ist von der Fläche und Einwohnerzahl der kleinste Ortsteil der Gemeinde Reichelsheim im südhessischen Odenwaldkreis.

Geographie

Der Weiler Frohnhofen besteht aus einer Gehöftgruppe. Er liegt im Buntsandsteingebiet des Odenwaldes am Ende des oberen Gersprenztals, ca. 11 km nordwestlich von Erbach und einen Kilometer südöstlich des Hauptortes auf 208–225 m über NHN. Durch den Weiler fließt der Frohnbach der unmittelbar nördlich der Ortslage in den Mergbach mündet. Dieser bildet zusammen mit dem Osterbach im Ortsteil Bockenrod die Gersprenz. Der Ortsteil Frohnhofen wird begrenzt durch die 132,7 Hektar umfassenden Gemarkung Frohnhofen.<ref name=Gindex>Gemarkung Frohnhofen. In: GEOindex. Abgerufen im Dezember 2024.</ref>

An den Ortsteil Frohnhofen grenzen, vom Norden beginnend, im Uhrzeigersinn, die Kerngemeinde Reichelsheim und deren Ortsteile Bockenrod, Unter-Ostern und Gumpen. Von den am nördlichen Ortsrand verlaufen Bundesstraßen 38 und 47, die hier eine gemeinsamen Trasse nutzen, führt eine Stichstraße in den Weiler. Zweihundert Meter östlich davon zweigt die Landesstraße 3105 Richtung Unter-Ostern ab.

Geschichte

Ortsgeschichte

Die älteste erhaltene Erwähnung des Ortes stammt von 1307, als Eberhard Schenk von Erbach und Eberhard Rauch, Schenk Johannes Sohn, sich über den gemeinschaftlichen Besitz der „Burg Richenburg“ und der dazugehörigen Güter verglichen.<ref>Erika Hörr: Der Weiler Frohnhofen bei Reichelsheim im Odenwald. Seine Geschichte, seine Höfe und deren Bewohner. Selbstverlag, Höchst/Otzberg 2016, S. 13.</ref> In erhaltenen Urkunden wurde Frohnhofen unter den folgenden Ortsnamen erwähnt (in Klammern das Jahr der Erwähnung)<ref name="lagis" />: Fronhoffen (1307), Vronhoue (1321), Fronehoven (1324), Fronhofen (1443) und Fronhoffen (16. Jahrhundert).

Frohnhofen gehörte zum Amt Reichenberg der Grafschaft Erbach, die mit der Mediatisierung 1806 Teil des Großherzogtums Hessen wurde. Ab 1822 gehörte Frohnhofen zum Landratsbezirk Erbach, ab 1852 zum Kreis Lindenfels, ab 1874 zum Kreis Erbach (ab 1939: „Landkreis Erbach“), der – mit leichten Grenzberichtigungen – seit 1972 Odenwaldkreis heißt. Nach Auflösung des Amtes Erbach 1822 nahm die erstinstanzliche Rechtsprechung für Frohnhofen das Landgericht Michelstadt wahr, ab 1853 das Landgericht Fürth und ab 1879 das Amtsgericht Fürth.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Zum 1. Februar 1971 gliederte sich Frohnhofen im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Gemeinde Reichelsheim i. Odw. ein.<ref>Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Abs. 19 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,2 MB]).</ref><ref></ref> Für Frohnhofen wurde kein Ortsbezirk errichtet.<ref name="HS">Hauptsatzung § 6. (PDF; 281 kB) Gemeinde Reichelsheim, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Dezember 2022; abgerufen im Oktober 2020.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Frohnhofen angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung

Frohnhofen: Einwohnerzahlen von 1829 bis 2011
Jahr  Einwohner
1829
  
42
1834
  
36
1840
  
34
1846
  
41
1852
  
45
1858
  
43
1864
  
39
1871
  
35
1875
  
39
1885
  
41
1895
  
43
1905
  
29
1910
  
36
1925
  
44
1939
  
33
1946
  
59
1950
  
62
1956
  
49
1961
  
44
1967
  
36
1970
  
35
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
21
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAIS<ref name="lagis" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Frohnhofen 21 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren keine Einwohner unter 18 Jahren, 15 zwischen 18 und 49, 3 zwischen 50 und 64 und 3 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 9 Haushalten. Davon waren keine Singlehaushalte, 3 Paare ohne Kinder und 3 Paare mit Kindern, sowie keine Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In keinem Haushalt lebten ausschließlich Senioren und in 6 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Literatur

  • Erika Hörr: Der Weiler Frohnhofen bei Reichelsheim im Odenwald. Seine Geschichte, seine Höfe und deren Bewohner. GENDI: Otzberg-Hering 2016. (DNB 1112297294)
  • Vorlage:HessBib

Weblinks

Commons: Frohnhofen (Reichelsheim) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis"> Frohnhofen, Odenwaldkreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 38 und 92, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021;. </ref> <ref name="RB1937"> Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen vom 1. April 1937. In: Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler (Hrsg.): Hessisches Regierungsblatt. 1937 Nr. 8, S. 121 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 11,2 MB]). </ref> </references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein