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Fratres (Gemeinde Waldkirchen an der Thaya)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Fratres (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Fratres
Fratres (Gemeinde Waldkirchen an der Thaya) (Österreich)
Fratres (Gemeinde Waldkirchen an der Thaya) (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Waidhofen an der Thaya (WT), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Waidhofen an der Thaya
Pol. Gemeinde Waldkirchen an der Thaya
Koordinaten 48° 58′ 44″ N, 15° 20′ 43″ OKoordinaten: 48° 58′ 44″ N, 15° 20′ 43″ O
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Höhe 513 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft (k. A. Hilfef3f0)
Fläche d. KG Vorlage:FLNdep1 (Vorlage:Metadaten Fläche AT KG)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 06539
Katastralgemeindenummer 21115
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

Vorlage:Check Geschlecht gegen WikidataBW

Fratres ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Waldkirchen an der Thaya im Bezirk Waidhofen an der Thaya in Niederösterreich mit Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft Einwohnern (Stand ).<ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref>

Geografie

Das Dorf liegt ganz im Norden am Ende der Landesstraße L67 beim gleichnamigen Grenzübergang zu Tschechien. Zur Ortschaft gehören auch die Gehringsmühle und die Rabingmühle sowie die Ziegelhütte. Am Vorlage:HWD umfasste die Ortschaft Vorlage:HWZ Adressen.Vorlage:HWR

Geschichte

Nach einem Urbarium von 1570 gehörte Fratres zur Herrschaft Weikartschlag und wurde bereits damals unter diesem Namen geführt.<ref name="Schweickhardt" />

Im Jahr 1822 wurde der Ort von Joseph von Steinius als Dorf mit 25 Häusern genannt, das nach Waldkirchen eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Drosendorf besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und hatte die Grundherrschaft inne. Die Konskription wurde von der Herrschaft Gilgenberg besorgt.<ref>Vorlage:Austria Topographie Steinius 1822</ref>

Die Darstellung des Erzherzogthums Oesterreich unter der Ens von 1840 beschreibt Fratres als Dorf mit 27 Häusern. Die kirchlichen, schulischen und administrativen Zugehörigkeiten waren dieselben, wie schon 1822 von Steinius erläutert. Die nächstgelegene Poststation befand sich in Schwarzenau. Militärisch gehörte Fratres zum Werbbezirk des Linieninfanterieregiments Nr. 14.<ref name="Schweickhardt">Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogtums Oesterreich unter der Ens. 5. Band: Viertel Ober-Manhardsberg. Wien 1840, S. 10, 11 (Volltext).</ref>

In 39 Familien lebten 76 Männer, 79 Frauen und 15 schulpflichtige Kinder. Der Viehbestand umfasste ein Pferd, 52 Ochsen, 43 Kühe, 591 Schafe, 18 Ziegen und 54 Schweine.<ref name="Schweickhardt" />

Die Einwohner waren überwiegend Landwirte; daneben lebten einige Kleinhäusler im Ort. Die landwirtschaftliche Ausstattung war an Ackerland ausreichend, an Wiesen und Wald jedoch gering. Die Ackerböden waren sandig, die Wiesen nass und wenig ertragreich. Angebaut wurden vor allem Roggen und Hafer, Weizen und Gerste nur in geringem Umfang; außerdem Wicken, Klee, Flachs und Kohl. Kartoffeln gediehen in großer Menge. Die Viehzucht stellte den wichtigsten Erwerbszweig dar, allerdings galt das Vieh als schwach und wenig ansehnlich, was auf die schlechten Weiden und das Fehlen der Stallfütterung zurückgeführt wurde. Im Ort gab es einen Schmied und einen Schuster; außerhalb des Ortes bestand eine Wagnerwerkstätte. Außerdem befanden sich dort Kalk- und Ziegelöfen sowie ein herrschaftlicher Meierhof.<ref name="Schweickhardt" />

Der Röblingsbach und der Lexnitzbach führten Krebse, aber keine Fische. Die beiden Bäche trieben jeweils eine Mühle an, die Röblings- und die Gehrungsmühle. Die Jagd war auf Rehe, Hasen und Rebhühner beschränkt. Das Klima galt als rau, das Wasser jedoch als ausreichend vorhanden.<ref name="Schweickhardt" />

Eine einfach gebaute Betkapelle im Ort diente der Gemeinde gelegentlich für außerpfarrliche Andachten. Zudem wird ein jüdischer Friedhof erwähnt. Schweickhardt weist außerdem darauf hin, dass im Umkreis von Fratres früher ein Ort namens Gehrungs bestanden haben soll, der jedoch im 15. oder 16. Jahrhundert verödete. Im Gehrungswald waren seinen Ausführungen zufolge noch die Ackerfurchen des ehemaligen Dorfes erkennbar.<ref name="Schweickhardt" />

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Fratres ein Gastwirt, ein Korbflechter, zwei Müller, ein Sägewerk, ein Schmied, zwei Ziegeleien und einige Landwirte ansässig, darunter ein Hoyos-Sprinzenstein’scher Gutsbesitz.<ref>Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 243</ref>

1997 wurde das Museum Humanum eröffnet.

Persönlichkeiten

  • Peter Coreth (* 1948), Journalist, Schriftsteller und Kunstsammler, gründete hier ein Museum

Literatur

Weblinks

Commons: Fratres (Waldkirchen an der Thaya) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeindegliederung von Waldkirchen an der Thaya