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Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit

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Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit/Research Institute for Sustainability
colspan="2" class="notheme" style="text-align:center; background-color:#Vorlage:Standardfarbe;" | Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit/Research Institute for Sustainability
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Kategorie: Forschungseinrichtung
Träger: GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung
Bestehen: 2. Februar 2009
Standort der Einrichtung: Potsdam
Fachgebiete: Energiewende, aufkommende Technologien, Digitalisierung, Klimawandel, Luftqualität, Arktis, Ozeane, systemische Risiken, Governance und Partizipation sowie Kulturen der Transformation im Anthropozän, gesellschaftliche Transformation, nachhaltige Entwicklung
Grundfinanzierung: Bund (90 %), Land (10 %)
Leitung: Mark G. Lawrence, ab Oktober 2023 mit Doris Fuchs
Mitarbeiter: > 120 (ca. 145 VZÄ)
Homepage: www.rifs-potsdam.de

Das Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), kurz RIFS) ist ein Forschungsinstitut mit Sitz in Potsdam und hat das Ziel, Entwicklungspfade für die globale Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft aufzuzeigen. Es entstand am 1. Januar 2023 nach der Eingliederung des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in die Helmholtz-Gesellschaft und gehört zum GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung Potsdam.

Das RIFS folgt einem transdisziplinären, dialogorientierten Ansatz zur gemeinsamen Entwicklung des Problemverständnisses und von Lösungsoptionen in Kooperation zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Ein nationales und internationales Partnernetzwerk unterstützt die Arbeit des Instituts. Zentrale Forschungsthemen sind u. a. die Energiewende, aufkommende Technologien, Klimawandel, Luftqualität, systemische Risiken, Governance und Partizipation sowie Kulturen der Transformation im Anthropozän.<ref>IASS Potsdam | MWFK. In: www.mwfk.brandenburg.de. Abgerufen am 28. Juni 2016.</ref>

Datei:Berliner Straße 130 Potsdam.jpg
Der Hauptsitz des RIFS in der ehem. Villa von Kleist in Potsdam

Geschichte

Das Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit wurde am 2. Februar 2009 in Potsdam als Institute for Advanced Sustainability Studies e. V. gegründet.<ref>Vorbild Princeton: Potsdam bekommt eine Denkfabrik für Klimaforschung, Spiegel Online, 30. Juni 2009</ref> Gründungsdirektor war Klaus Töpfer. Er leitete das Institut bis September 2015 als Exekutivdirektor, zusammen mit den wissenschaftlichen Direktoren Carlo Rubbia (Juni 2010 bis Mai 2015) und Mark G. Lawrence (seit Oktober 2011). Von 2016 bis 2021 war Patrizia Nanz wissenschaftliche Direktorin am IASS.<ref>Patrizia Nanz wird wissenschaftliche Direktorin am IASS. Neues Führungsteam stellt sich vor. In: Institute for Advanced Sustainability Studies. 31. März 2016, abgerufen am 27. Mai 2021.</ref><ref>BASE gewinnt Partizipationsexpertin Prof. Dr. Patrizia Nanz als neue Vizepräsidentin. In: Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung. 2. Dezember 2020, abgerufen am 27. Mai 2021.</ref> Im Februar 2016 kam Ortwin Renn als wissenschaftlicher Direktor ans Institut, an dem er bis Dezember 2022 im Vorstand war.

Die Bundesregierung gab Ende Mai 2021 bekannt, das IASS bis 2023 ins GFZ eingliedern zu wollen.<ref>Bundesregierung: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage [...] 19/29469. Zukunft des Institute for Advanced Sustainability Studies. Hrsg.: Deutscher Bundestag. Band 19, Nr. 30103. Berlin 21. Mai 2021, S. 2 (bundestag.de [PDF]).</ref> Dies stieß auf Kritik durch Mitglieder der grünen Bundestagsfraktion.<ref>Jan Kixmüller: Zukunft des Töpfer-Instituts weiter ungewiss. In: Der Tagesspiegel. 27. Mai 2021, abgerufen am 5. Juni 2021.</ref> Direktor Ortwin Renn hatte zuvor eine eigenständige Institutionalisierung als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft erwogen,<ref>Jan Kixmüller: Töpfer-Institut ringt um seine Zukunft. In: Der Tagesspiegel. 19. Mai 2021, abgerufen am 5. Juni 2021.</ref> begrüßte aber letztlich die Entscheidung.<ref name=":0" />

Das Institut wurde am 1. Januar 2023 in „Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit – Helmholtz-Zentrum Potsdam“ (englisch: Research Institute for Sustainability, kurz: RIFS) umbenannt.<ref>„Flaggschiff der deutschen Nachhaltigkeitsszene“. In: Institute for Advanced Sustainability Studies. 23. September 2022, abgerufen am 6. Oktober 2022.</ref> Grundlage dafür war die Evaluierung durch den Wissenschaftsrat im April 2021.<ref>[1] Stellungnahme des Wissenschaftsrates zum IASS</ref> Nach dieser Grundsatzentscheidung wurde ein Integrationskonzept entwickelt und dessen Umsetzung vorbereitet.<ref>IASS-Jubiläum „zehn plus zwei“: „Flaggschiff der deutschen Nachhaltigkeitsszene“. In: Bochumer Zeitung. Bochumer Zeitung, 23. September 2022, abgerufen am 4. Januar 2023.</ref> Mit dem 1. Januar 2023 endete die Projektlaufzeit des IASS und das Institut wurde rechtlich ein Teil des GFZ.<ref>Jana Haase: Nachhaltigkeitsinstitut: IASS wechselt ans Geoforschungszentrum. In: Der Tagesspiegel. Der Tagesspiegel, 2. Januar 2023, abgerufen am 4. Januar 2023.</ref> Der Trägerverein IASS e. V. wird aufgelöst, die meisten nicht-wissenschaftlichen Aufgaben vom GFZ übernommen und die Mitarbeitenden in das GFZ integriert.

Aufgabe und Leitung

Das Institut soll Spitzenforschung zu den Themen wie dem Klimawandel und nachhaltiger Ökonomie leisten und mehr als 50 Wissenschaftlern Arbeitsmöglichkeiten geben. Es wird über Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Landes Brandenburg finanziert und hat einen zugesagten Etat von 6,6 Millionen Euro über sieben Jahre.<ref>Töpfers Elite-Institut ist gegründet und soll in die Speicherstadt ziehen, Märkische Allgemeine Zeitung, 3. Februar 2008</ref> Der Bundesrechnungshof stellte 2016 fest, dass das IASS bis dahin rund 83 Millionen Euro vom BMBF für dessen 14-jährige Anlauffinanzierung, d. h. bis 2023, bereitgestellt bekommen hat.<ref>Bundesrechnungshof: 2016 Bemerkungen Band I Nr. 54 - 83 Mio. Euro Bundesmittel für den Aufbau einer Forschungseinrichtung ohne gesicherte Perspektive. (PDF) Bundesrechnungshof, 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Juni 2022; abgerufen am 24. Februar 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundesrechnungshof.de</ref> Im Jahr 2019 beschloss der Bundestag eine Sonderförderung in Höhe von 11 Millionen Euro.<ref>Jan Kixmüller: Millionenförderung für Potsdamer Institut. Elf Millionen für Töpfer-Institut. In: Potsdamer Neueste Nachrichten. 15. November 2019, abgerufen am 16. Februar 2020.</ref> Bei der Gründungsveranstaltung sagte die Bundesforschungsministerin Schavan: „Das Institut kann unter der Leitung von Professor Töpfer internationale Strahlkraft erlangen und die starke Position Deutschlands in diesem Bereich unterstreichen.“<ref>Pressemeldung der dpa, am 2. Februar 2008</ref>

Das Institut kooperiert eng mit den Geoforschungseinrichtungen in Potsdam, dem GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung, der Forschungsstelle Potsdam des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung sowie dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.

Die Institutsleitung besteht aus Mark G. Lawrence, der ab Oktober 2011 wissenschaftlicher Direktor des RIFS (ehemals IASS) war, bis ein zweiter Posten im RIFS-Direktorium zum 1. Oktober 2023 durch Doris Fuchs nachbesetzt wurde.<ref>Doris Fuchs wird Direktorin am Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit. In: Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit. 14. Juni 2023, abgerufen am 3. Juli 2023.</ref> Die Geschäftsführung des Instituts rotiert unter den wissenschaftlichen Direktoren alle zwei Jahre.

Rezeption

Im Global Go To Think Tank Index 2019 und 2020 der University of Pennsylvania belegt das Institut Platz 109 in der Kategorie „Top Think Tanks in Western Europe“.<ref>James G. McGann: 2019 Global Go To Think Tank Index Report. Hrsg.: University of Pennsylvania. Think Tanks and Civil Societies Program. The Lauder Institute. Band 17. Philadelphia 2020, S. 107 (upenn.edu).</ref><ref>James McGann: 2020 Global Go To Think Tank Index Report. In: TTCSP Global Go To Think Tank Index Reports. 28. Januar 2021, S. 127 (upenn.edu [abgerufen am 22. Dezember 2022]).</ref> Eine Evaluation des Wissenschaftsrates 2021 bezeichnete das gleichermaßen auf Forschung und Beratung ausgerichtete Profil des IASS als eines, „das es in Deutschland so in keiner anderen Einrichtung“ gebe.<ref>Wissenschaftsrat (Hrsg.): Stellungnahme zum Institute for Advanced Sustainability Studies e. V. (IASS), Potsdam (Drs. 8956-21). Köln April 2021, S. 60 (wissenschaftsrat.de [PDF]).</ref> Manja Schüle bezeichnete die Einrichtung als „Solitär in der deutschen Forschungslandschaft“.<ref name=":0">Jan Kixmüller: Zukunft des Töpfer-Instituts gesichert. Potsdamer IASS wird Teil des GFZ. In: Potsdamer Neueste Nachrichten. 25. Juni 2021, abgerufen am 12. Juli 2021.</ref>

Publikationen

Am IASS gab es verschiedene Veröffentlichungsformate, um neben eigene Arbeits- und Forschungsergebnisse sowie Empfehlungen zu teilen, die am RIFS fortgeführt werden:

  • Policy Briefs – Handlungsempfehlungen und Einschätzungen zu politischen Maßnahmen
  • Fact Sheets – Sammlung aktueller Kennzahlen und Übersichten zum jeweiligen Thema
  • Studies – Ausführlichere Untersuchungsergebnisse entlang einer Leitfrage oder einer Arbeitsgruppe
  • Working PaperDiskussionspapiere für Zwischenstände oder kurzzeitige Interventionen

Daneben erscheinen wissenschaftliche Artikel in verschiedenen Fachzeitschriften, Stellungnahmen, Monographien und Sammelwerke, sowie einführende Dossiers. Es existiert ein hauseigener Blog.<ref>Blog. Institute for Advanced Sustainability Studies IASS, abgerufen am 18. Juni 2018.</ref>

Assoziierte Wissenschaftler und Ehemalige (Auswahl)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 52° 24′ 22″ N, 13° 4′ 24″ O

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