Fond (Lebensmittel)
Fond (französisch für „Grundlage“), auch Grundbrühe, ist eine Flüssigkeit, die beim Braten, Dünsten oder Kochen von Gemüse, Fleisch und Knochen von Schlachttieren, Fisch, Geflügel, Wild anfällt oder eigens angesetzt wird.<ref name=":0">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Sie dient als Grundlage von Saucen und Suppen dient. Die Geschmacksstoffe der gegarten Lebensmittel werden dabei in salzarmem Wasser ausgekocht. Ein konzentrierter und verfeinerter Fond aus Schlachtfleisch, Geflügel oder Wild, auch von Gemüse oder Pilzen, wird als Essenz bezeichnet und als klare Suppe angeboten.<ref name=":0" />
Die Basiszutat wird mit aromatisierenden Gemüsen, Kräutern und Gewürzen gekocht. Fonds werden nach den verwendeten Rohstoffen eingeteilt und nach der Farbe in helle und braune Fonds unterschieden.<ref name=":0" />
Übliche Fondarten sind Bratenfond, Gemüsefond, Trüffelfond, Champignonfond, Kalbsfond, Wildfond, Geflügelfond, brauner Fond und Fischfond. Fumet ist besonders kräftiger Fischfond.
Bei den dunklen Fonds, die für dunkle Saucen verwendet werden, erzeugt man durch schärferes Anbraten der Zutaten Röststoffe (Maillard-Reaktion), die dem Fond eine dunkle Farbe geben.
In der klassischen Gastroküche werden Fonds zur Herstellung von Grundsaucen verwendet. Je nach verwendetem Fond entsteht dabei zum Beispiel aus Fischfond eine Fischvelouté, aus Kalbsfond Velouté de veaux, aus Geflügel Velouté de volaille. Dunkler Kalbsfond eignet sich bestens zur Herstellung von dunklem Bratenjus (Jus de veau). Aus Wildfond entsteht Sauce de gibier, eine wichtige Grundlage für Wildgerichte.
Literatur
- Herings Lexikon der Küche. 23. Auflage. Fachbuchverlag Pfanneberg, Haan-Gruiten 2001, ISBN 3-8057-0470-4.
- Erhard Gorys: Das neue Küchenlexikon. dtv, München 1994–2002, ISBN 3-423-36245-6.
- Speisenlehre. Fachbuchverlag Leipzig, 1987.