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Flugplatz Jena-Schöngleina

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Vorlage:Hinweisbaustein

Flugplatz Jena-Schöngleina
Datei:Aerial image of the Jena-Schöngleina airfield.jpg
Kenndaten
ICAO-Code EDBJ
Flugplatztyp Verkehrslandeplatz
Koordinaten 50° 54′ 56″ N, 11° 42′ 51″ OKoordinaten: 50° 54′ 56″ N, 11° 42′ 51″ O
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Höhe über MSL 374 m (1.228 ft)
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 10 km östlich von Jena
Strasse 7, 4
Basisdaten
Eröffnung 1941
Betreiber Verkehrslandeplatz Jena Schöngleina GmbH
Passagiere ca. 8000 (2014)
Flug-
bewegungen
ca. 21.000 (2014)
Beschäftigte 5
Start- und Landebahnen
02/20 1170 m × 23 m Asphalt
08/26 620 m × 30 m Gras
Datei:Tower Flugplatz Jena-Schöngleina.jpg
Turm des Flugplatzes Jena-Schöngleina

Der Flugplatz Jena Schöngleina Vorlage:Flughafen-Codes ist ein Verkehrslandeplatz in der Gemeinde Schöngleina östlich der Stadt Jena in Thüringen. Betreiber ist die Verkehrslandeplatz Jena-Schöngleina GmbH.

Gesellschafter der Betriebs-GmbH sind für die Öffentliche Hand der Saale-Holzland-Kreis und die Stadtwerke Jena mit je 50 % Beteiligung.

Hervorgegangen ist die seit 1999 als Unternehmensform ausgerichtete Flugplatzbetreibung aus der Überleitung des Flugplatzes vom früheren Halter, dem Förderkreis-Verein Flugplatz Jena-Schöngleina.

Geschichte

Die Geschichte des Jenaer Flugsportes geht auf das Jahr 1929 zurück. Diese ersten Anfänge mit dem Segelflugsport erfolgten bei Jena-Zwätzen.

Mit zunehmendem Interesse am Flugsport und Luftverkehr verlagerte sich der Segelflugbetrieb und die Flugausbildung hierfür zunächst auf die Höhen der Jenaer Kernberge und später nach Drackendorf. Jedoch wurde die Möglichkeit der Drackendorfer Flugsport-Ausbildungsstätte bald verworfen.

Nach einer Entscheidung im Jahre 1940 zugunsten des Standortes Schöngleina wurde dort 1941 ein Flugplatz eingerichtet und 1945 wieder geschlossen. In den ersten Jahren nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde auf anderen Geländen geflogen (Drackendorf und Rödigen) und in Schöngleina eine neue Halle errichtet. Am 16. Juli 1959 erfolgte dann vom Flugplatz in Schöngleina der erste Nachkriegsstart. Bei einem weiteren Ausbau Anfang der 1970er Jahre wurden der Turm, ein Speisesaal (die heutige Gaststätte) und Schulungs- sowie Unterkunftsräume errichtet. Dieser Ausbau wurde am 24. September 1978 mit einem Flugtag eingeweiht.

Nach der Wende erhielt der Flugplatz im Jahr 1991 nach bundesdeutschem Recht die Zulassung als Verkehrslandeplatz. Er wurde daraufhin mit Flugzeughallen ausgebaut und erhielt eine neue Asphaltlandebahn.

Im Sommer 2011 wurde bekannt, dass Jenoptik seine Anteile verkaufen möchte, da es sich an den jährlich entstehenden Verlusten von etwa 125.000 Euro nicht beteiligen will.<ref>jena.otz.de: Opposition bringt Flugplatz-Pläne zu Fall, (24. Juli 2011).</ref>

Flugbetrieb

Der Flugbetrieb ist unter Sichtflugbedingungen zu den Öffnungszeiten von 09:00 Uhr bis 20:00 Uhr Ortszeit bzw. bis zum Sonnenuntergang erlaubt; andere Anflugzeiten nur auf Anfrage nach Genehmigung.

Der Flugplatz ist zugelassen für Motorflugzeuge (Startgewicht bis 9,5 t), UL-Flugzeuge, Hubschrauber, Motorsegler, Segelflugzeuge (Schlepp- und Windenstarts) und sonstige Luftsportgeräte (Gleitsegler und Hängegleiter).

Flugplatzgelände

Die Zufahrt erfolgt durch den Ort Schöngleina gemäß Ausschilderung. Hangar und Werkstatt sind vorhanden. Betankungsmöglichkeit ist für Treibstoffe AVGAS, Jet A-1 und Super bleifrei gegeben.

Luftrettung

Datei:Schöngleina Christoph 70.jpeg
Rettungshubschrauber mit eigenem Hangar
Datei:Luftrettungszentrum Jena-Schöngleina.jpg
Luftrettungszentrum für Christoph 70

Am Verkehrslandeplatz Schöngleina wurde 1994 ein Luftrettungshubschrauber (SAR – Bell UH-1D) der Bundeswehr stationiert. Im Jahr 1998 hat den Rettungsdienst die ADAC-Luftrettung mit dem Eurocopter EC-135 Christoph 70 übernommen.

Sonstige Einrichtungen

Am Flugplatz bestehen Camping-Möglichkeiten.

Vereine/Unternehmen am Platz

  • Fliegerklub Carl Zeiss Jena e. V.
  • Landessegelflugschule Thüringen e. V.
  • Fallschirmsportspringerclub Thüringia e. V.
  • Förderkreis Flugplatz Schöngleina e. V.
  • Flugschule Take Wings
  • Flumag GmbH

Zwischenfälle

  • Am 20. Mai 2016 stürzte eine in Polen registrierte PZL-101 Gawron (SP-YMW) 1600 Meter vor der Landebahn des Flugplatzes Jena-Schöngleina und 700 Meter vom Ort Rodigast entfernt ab. Wahrscheinlich ist eine Beeinträchtigung des Piloten durch sehr starke Hitzeeinwirkung, da die Heizungseinstellung dieses Flugzeugtyps im Flug nicht betätigt werden kann. Zuvor hatte der Pilot gegenüber einem Zeugen angegeben, dass er es vor Hitze im Cockpit nicht mehr aushalte und den Hebel zum Abstellen der Heizung nicht habe finden können. Die Maschine befand sich auf einem lokalen Flug vom und zum Flugplatz Jena-Schöngleina und wurde vollständig zerstört.<ref>Unfallbericht PZL-101 SP-YMW, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 3. November 2022.</ref><ref>Polizeimeldung auf thueringen112.de</ref><ref>Untersuchungsbericht 16-0610-CX der BFU, abgerufen am 3. November 2022.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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