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Flughafen Ankara-Esenboğa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Esenboğa Havalimanı
Datei:Esenboğa Havalimanı, Ankara, Turkey picture taken from plane 3.jpg
Luftaufnahme des internationalen Teils des neuen Terminals
Ankara-Esenboğa (Türkei)
Ankara-Esenboğa (Türkei)
Ankara-Esenboğa
Kenndaten
ICAO-Code LTAC
IATA-Code ESB
Koordinaten 40° 7′ 41″ N, 32° 59′ 42″ OKoordinaten: 40° 7′ 41″ N, 32° 59′ 42″ O
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Höhe über MSL 953 m  (3.127 ft)
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 28 km nordöstlich von Ankara, TurkeiDatei:Flag of Turkey.svg Türkei
Nahverkehr Busse; Taxis
Basisdaten
Eröffnung 1955
Betreiber TAV Airports Holding
Passagiere 13.987.298<ref>[1]</ref> (2025)
Luftfracht 116.209 t (2023)
Flug-
bewegungen
93.048 (2023)
Kapazität
(PAX pro Jahr)
20 Mio.
Start- und Landebahnen
03R/21L 3750 m × 60 m Asphalt
03L/21R 3750 m × 45 m Asphalt

Der Flughafen Ankara-Esenboğa (auch Flughafen Esenboğa oder Flughafen Ankara; {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) oder {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Vorlage:Flughafen-Codes) ist ein türkischer Großflughafen, der im Jahre 1955 eröffnet wurde. Der Flughafen befindet sich in der gleichnamigen Vorstadt Esenboğa. Das Stadtzentrum von Ankara ist 28 Kilometer entfernt und kann mit dem Flughafenbus und Taxis erreicht werden. Die Fahrtzeit liegt bei etwa 30 bis 60 Minuten.

Der Flughafen wurde im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts erheblich ausgebaut und erneuert. 2018 wurden am Flughafen Ankara-Esenboğa 16.732.651 Passagiere abgefertigt, wovon knapp 87 %, also 14.483.453, auf den in Ankara vergleichsweise starken Inlandsverkehr entfielen. Im Jahr 2019 kam es zu einem deutlichen Rückgang der inländischen Passagierzahlen, weshalb sich das jährliche Passagieraufkommen insgesamt um fast 20 % zum Vorjahr verringerte (13.692.954).

Geschichte

Vorgeschichte und Anfänge

Der Flughafen Ankara-Esenboğa wurde in den 1950er Jahren gebaut, um den kompletten Zivilflugverkehr des bis dahin gemischt militärisch und zivil genutzten Flughafens Ankara-Güvercinlik zu übernehmen. Der Güvercinlik-Flughafen lässt sich bis auf das Jahr 1912 zurückverfolgen.<ref>airport-technology.com über den Flughafen Ankara (1), zuletzt abgerufen am 16. Mai 2011</ref>

Der Flughafen Ankara-Güvercinlik diente der Vorgängergesellschaft der Turkish Airlines, der 1933 gegründeten State Airlines Administration, in den Anfangsjahren sowohl als technische wie auch als betriebliche Basis. Sie bediente in den ersten Jahren ihres Bestehens ausschließlich die Strecken von Ankara nach Istanbul und Eskisehir, nach 1947 auch eine Route nach Athen via Istanbul. Die Gesellschaft siedelte mit der Zeit an den größeren Flughafen Istanbul um. Dennoch blieb der Bau eines zivilen Flughafens nicht aus. Der alte Flughafen Güvercinlik sollte der Militärluftfahrt zur Verfügung stehen, der neue ausschließlich Zivilflughafen sein.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte der Turkish Airlines (Memento vom 10. März 2012 im Internet Archive), abgerufen am 16. Mai 2011</ref><ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte der türkischen Luftfahrt (Memento vom 15. Mai 2011 im Internet Archive), abgerufen am 16. Mai 2011</ref>

Für den Bau des Flughafens schloss die türkische Regierung 1947 mit der J.C White Westinghouse Electric International Corporation einen Vertrag zum Bau beziehungsweise Ausbau von zwei Zivilflughäfen im Land, dem heute als Flughafen Istanbul-Atatürk bekannten, damals Yesilköy-Flughafen genannten Flughafen, und dem Flughafen Ankara-Esenboğa. Im Vertrag wurde festgelegt, dass die Westinghouse für die Anlagenausstattung zuständig sein sollte. Die Bauarbeiten wurden 1951 in Angriff genommen und so konnte der Flughafen Ankara-Esenboğa 1955 als zweiter internationaler Flughafen der Türkei eröffnet werden. Der Umbau des Istanbuler Flughafens war bereits früher abgeschlossen worden. Der neue Flughafen nahm ab diesem Datum sämtliche Verkehrsflüge auf, während der alte ausschließlich der türkischen Luftwaffe diente. Noch heute ist der Güvercinlik-Flughafen eine wichtige Basis der Luftwaffe.

Der Flughafen wurde in der Nähe des Ortes Esenboğa errichtet, was zum von Anfang an bestehenden Namen Esenboğa Havalimani oder Ankara Esenboğa Havalimani führte. Der Ortsname Esenboğa bedeutet übersetzt so viel wie gesunder Stier.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />alaturka.info über den Flughafen (Memento vom 4. Mai 2011 im Internet Archive), abgerufen am 16. Mai 2011</ref> Zu seiner Einweihung bestand der Flughafen Ankara-Esenboğa aus einer Start- und Landebahn, die um ungefähr 1000 Meter verlängert noch heute als Runway 03R/21L fungiert, sowie einem Fluggastgebäude. Der bereits 1954 fertiggestellte Wartungshangar befindet sich weiterhin in Betrieb.<ref name="dhmiairportwebsite.corporate.airporthistory"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte des Flughafens Ankara-Esenboğa auf der Seite der staatlichen DHMI (Memento vom 11. Mai 2015 im Internet Archive), abgerufen am 30. Mai 2011</ref>

Weitere Entwicklung

Ab den 1950er Jahren erlebten die Passagierzahlen in der Türkei und auch in Ankara einen kleinen Boom, doch waren Flüge immer noch einer sehr kleinen Bevölkerungsschicht vorbehalten.

In den Jahrzehnten nach der Eröffnung wurden Bauarbeiten und Erweiterungen hauptsächlich an den Wartungshangars und Maintenance-Anlagen vorgenommen. So errichtete man 1964 einen kleinen Hangar und eine weitere, größere Wartungshalle wurde im Folgejahr fertiggestellt. Auch erhielt der Flughafen 1968 ein Gebäude, in dem eine Lounge sowie eine Erste-Hilfe-Station untergebracht war.

Die Passagierzahlen stiegen in den 1970er und 1980er Jahren sehr stark an, sodass die bestehenden Einrichtungen allmählich ihre Kapazitätsgrenze erreicht hatten. Deshalb erweiterte man in den 1980er Jahren die bestehenden Passagieranlagen erheblich, indem man direkt neben dem bestehenden Terminal einen Anbau errichtete, der für Inlandsflüge genutzt wurde, während internationale Flüge im alten Gebäudeteil untergebracht wurden. Diese Baumaßnahme konnte 1984 abgeschlossen werden. Im gleichen Jahr folgte die Inbetriebnahme der Parallelbahn 03L/21R, welche die Runwaykapazität erweiterte. Diese Ausbauten lagen auf der Linie der Wirtschaftspolitik, die sich seit 1980 begonnen hatte zu ändern. Sie zielte weniger auf eine Ausdehnung und Intensivierung des Binnenmarktes und eine Verbindung der Zentren untereinander als zunehmend auf eine Anbindung an die internationalen Märkte. Baute man zunächst Straßen- und nationale Flugverbindungen aus, so waren es nun verstärkt die internationalen Verbindungen.<ref>Z. Sevgen Perker: Reflection of habitat on architecture: Ankara from the Republic proclamation to our days. In: Scientific Research and Essays. 5,19 (2010), S. 2858–2866, hier: S. 2865f.</ref>

Im Jahr 1990 wurden ein neuer Kontrollturm sowie ein weiteres Werkstattgebäude errichtet.<ref name="dhmiairportwebsite.corporate.airporthistory" />

Planungen der 1990er Jahre

Während die Runwaykapazität mehr als ausreichend war, wurden in den 1990er Jahren die Mängel an dem alten Fluggastgebäude immer deutlicher. Neben dem Faktor, dass sowohl der internationale als auch der nationale Gebäudeabschnitt nach und nach hoffnungslos überlastet waren, stach nach rund 50 Jahren immer stärker der veraltete Bau negativ hervor. Das Gebäude war den Anforderungen der Zeit nicht mehr gewachsen, da es eng und dunkel gebaut war. 1998 beschloss man deshalb den Neubau eines Fluggastgebäudes, der durch ein Build-Operate-Transfer-Projekt finanziert werden sollte. Man führte deshalb noch im selben Jahr erste Ausschreibungen durch.

Datei:Ankara Airport exterior dougbelshaw 1.jpg
Das neue Fluggastgebäude, landseitig gesehen

Im Jahr 1997 wurde am Flughafen zudem der Grundstein für ein neues Simulationszentrum für die Pilotenausbildung gelegt, dessen Einweihung 2002 erfolgte. Auf einer Fläche von 17.000 Quadratmetern finden sich zahlreiche Flugzeugsimulatoren.<ref name="dhmiairportwebsite.corporate.airporthistory" />

Im Januar 2026 wurde eine dritte Start- und Landebahn eröffnet. Die neue Piste ist 3.750 Meter lang. Des Weiteren erfolgte zugleich die Fertigstellung eines neuen 77 Meter hohen Kontrollturms.<ref>Ankara investiert in Luftverkehr: Dritte Piste am Flughafen Esenboğa eröffnet. In: Hürriyet. 21. Januar 2026, abgerufen am 13. Februar 2026.</ref>

Betrieb und Besitzverhältnisse

Konzessionsvertrag

Der Flughafen Ankara-Esenboğa befindet sich im Besitz des staatlichen Flughafenbetreibers Devlet Hava Meydanlari Isletmesi (DHMI), der im Jahr 2011 alle 32 Verkehrsflughäfen der Türkei besaß.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />dhmi.gov.tr: AERODROMES (Memento vom 10. Juni 2011 im Internet Archive), abgerufen am 16. Mai 2011</ref> An den meisten Flughäfen zeichnet Devlet Hava Meydanlari Isletmesi auch direkt für den Betrieb verantwortlich, an einigen der großen Flughäfen des Landes, darunter auch am Flughafen Ankara-Esenboğa, funktioniert der Betrieb jedoch über ein Betreibermodell (auch BOT oder Build-Operate-Transfer-Verfahren genannt). Dabei baut oder erweitert eine private Gesellschaft ein Terminal oder die Anlagen an einem bestehenden Flughafen und darf sie eine bestimmte Zeit lang betreiben. Nach einem vereinbarten Zeitraum wird das Terminal mit den Anlagen an den Staat, respektive dessen Flughafenbetreiber DHMI übergeben.

Datei:Esenboga terminal.jpg
Das neue Terminal, das 2006 eröffnet wurde

Auch am Esenboğa-Flughafen wird der Betrieb durch ein BOT-Verfahren gestaltet. Das neuerrichtete, verbundene internationale und nationale Terminal, das sämtlichen Passagierluftverkehr aufnimmt, wurde durch ein solches Verfahren mit dem Unternehmen TAV Airports Holding gebaut und betrieben.

Handling und Abfertigung

Das Handling, die Bodendienste und die Abfertigung am neuen Terminal werden durch die drei Dienstleistungsfirmen TGS, Havaalanlari Yer Hizmetleri A.S. (HAVAS)<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Station des Handling Agent Havaalanlari Yer Hizmetleri A.S. in Ankara (Memento vom 28. Juni 2010 im Internet Archive), abgerufen am 19. Mai 2011</ref> und Çelebi Ground Handling erbracht, die mit TAV Airports einen Vertrag unterzeichnet haben. Nachdem der Enkelsohn Bekir Çelebi auf eigenen Wunsch das Unternehmen verlassen hat und somit auf die Stelle als CEO verzichtet, hat das Unternehmen 13,48 % im Index verloren. Die Familie berichtet, dass das Portfolio am Flughafen Frankfurt/Main und München ausgebaut wird.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Informationen über die Ground Handling Services (Memento vom 6. Juni 2011 im Internet Archive), abgerufen am 16. Mai 2011</ref>

Terminals

Altes Terminal

Datei:ESB Turkish Airlines 2005.jpg
Vorfeld des alten Terminals im Jahr 2005

Das alte Terminal des Flughafens, inzwischen im Passagierdienst nicht mehr genutzt, war über fünf Jahrzehnte das einzige Passagierterminal am Flughafen, bis es im Herbst 2006 durch den Neubau ersetzt wurde. Das Gebäude, das bislang nicht abgerissen wurde, liegt nordöstlich des neuen Terminals. Der Bau wurde seit seiner Eröffnung gebäudeseitig mit Ausnahme des Anbaus in den 1980er Jahren kaum ausgebaut, lediglich die Vorfelder waren in alle Richtungen erweitert worden. Das Einsteigen in die Flugzeuge erfolgte mangels Fluggastbrücken immer über Treppen.

Wegen seines Alters und weil es kaum modernisiert worden war, war es bei den Passagieren schon Jahre vor der Schließung äußerst unbeliebt. Sie bemängelten vor allem seine Enge und das wenige Tageslicht, das in den Bau eindrang sowie die veralteten Räume. Die Kapazität lag bei rund 2 Millionen Passagieren im Jahr, jedoch überstiegen die erreichten Zahlen in den letzten Betriebsjahren mitunter die Grenze von über vier Millionen Passagieren im Jahr, was ein Doppeltes der Kapazität war. Das Terminal war dadurch überfüllt und überlastet.

Nach dem Wegfall des Passagierverkehrs werden das Terminal und sein Vorfeld jedoch für gelegentliche Sonderaufgaben und andere Serviceleistungen wie eine medizinische Station vorgehalten (Stand: 2011).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />TAV über den Gesundheitsdienst, darin auch das alte Termina (Memento vom 7. September 2016 im Internet Archive), abgerufen am 19. Mai 2011</ref>

Neues Terminal

Datei:Esenboğa Havalimanı, Ankara, Turkey.View to the terminal from the runway.jpg
Neues Terminal von der Startbahn aus gesehen.

Im September 2004 unterzeichnete TAV Airports mit der staatlichen DHMI einen Vertrag zum Neubau eines Terminals nach dem Build-Operate-Transfer-Konzept. Das heißt, dass TAV auf dem staatlichen Flughafen Ankara ein neues Terminal bauen konnte, um dieses anschließend zu betreiben, bis die vereinbarte Frist abgelaufen ist, ab der das neue Terminal und der Flughafen wieder durch DHMI betrieben wird. Man vereinbarte eine Bauzeit von drei Jahren sowie einen anschließenden Betrieb durch TAV Airports von 15 Jahren und acht Monaten.

Die Bauarbeiten wurden im selben Monat wie Vertragsunterzeichnung aufgenommen, September, und zwar am 24. September 2004. Neben dem Terminal wurde im Vertrag auch noch der Bau eines neuen Parkhauses direkt vor dem neuen Fluggastgebäude.

Der Bau des neuen Terminals und des Parkhauses, an dem zahlreiche namhafte Baufirmen beteiligt waren, ging schneller vonstatten als geplant und benötigte statt der 36 veranschlagten Monate lediglich 24 Monate. TAV Airports konnte jedoch vereinbaren, die Eröffnung vorzuziehen und gleichzeitig die beim Bau nicht benötigte Zeit als zusätzliche Betriebszeit vor dem Transfer an DHMI zu nutzen.<ref name="tavconstructionANKARAESENBOGAAIRPORTNEWINTERNATIONALANDDOMESTICTERMINAL(TURKEY)"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />TAV Construction über das Bauvorhaben in Ankara (Memento vom 9. Januar 2011 im Internet Archive), zuletzt abgerufen am 19. Mai 2011</ref> Die Baukosten beliefen sich auf umgerechnet 189 Millionen Euro.<ref>Emre Basaran: Experience of Turkey in Public Private Partnerships for Infrastructure Development. Ankara o. J., S. 11.</ref>

Der Vertrag sah vor, dass das Gebäude 16 Jahre und sieben Monate lang durch TAV Airports betrieben wird, bis es im Mai 2023 an DHMI fällt.<ref name="esenbogaairport.com/TerminalFeatures"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Terminal Features – Ankara Esenboga Airport (Memento vom 29. Juni 2011 im Internet Archive), abgerufen am 16. Mai 2011</ref><ref name="DHMIgovANKARAGENERALINFORMATIONS">DHMI: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ANKARA ESENBOGA AERODROME, General Information (Memento vom 17. August 2010 im Internet Archive)</ref> Im Dezember 2022 wurde der Nutzungsvertrag jedoch bis 2050 verlängert.<ref>TAV set to extend Ankara’s Esenboğa Airport concession to 2050. In: Airport World. 20. Dezember 2022, abgerufen am 23. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Um den Energieverbrauch zu verringern, wurde die Einrichtung einer in die Fassade integrierten Solaranlage vorgesehen.<ref>Ayþe Neþen Sürmeli, Melis Gürbüzbalaban, Ugur Gürsat Yalçiner: Passive Solar Control - A methodology for the Promotion of environmental conscious design of Ankara Airport. In: Built environment and information technologies. Ankara 2006, S. 543–553.</ref>

Das neue Terminal verfügt über einen langen, gebogenen Gebäudetrakt mit insgesamt 18 Fluggastbrücken. Der Trakt ist in zwei Abschnitte unterteilt, wobei der im Nordosten gelegene Teil den internationalen und der im Südwesten gelegene Abschnitt den nationalen Flügen vorbehalten ist. Erforderlich ist dies, da für internationale Flüge Passkontrollen und andere Sicherheitsvorkehrungen vonnöten sind. Es gibt insgesamt 36 Passkontrollschalter, von denen 18 in der Abflugebene und die restlichen 18 in der Ankunftsebene aufgestellt sind. Es hat eine Kapazität von einer Million Fluggästen im Jahr.<ref name="DHMIgovANKARAGENERALINFORMATIONS" />

Dennoch ist der Terminal das erste Fluggastgebäude an einem Flughafen in der Türkei, wo internationale und Inlandsflüge unter einem Dach abgefertigt werden.

Vor dem Flugsteig, landseitig, befindet sich die große Abflug- und Ankunftshalle des Flughafens. In der großzügig geschnittenen Halle, die ebenso wie der Gatebereich durch viel Tageslicht erleuchtet wird und mit Grünpflanzen bepflanzt ist, befinden sich die Check-in-Schalter, insgesamt 129, Check-in-Automaten und Übergepäckschalter. In der Halle befindet sich auch ein großer künstlicher See mit Wasserspielen.

Datei:Esenboga airport.jpg
Einige der Gepäckbänder im Flughafen Ankara

Ebenfalls sind in der zentralen Halle die Gepäckausgabebänder angesiedelt. Die insgesamt neun Gepäckkarussells, wovon vier für internationales Gepäck und die restlichen fünf für nationales Fluggepäck vorbehalten sind, befinden sich im Untergeschoss. Zudem gibt es auch Ausgabeeinrichtungen für Spezialgepäck.<ref name="esenbogaairport.com/TerminalFeatures" />

Wie auch an den meisten Verkehrsflughäfen weltweit besitzt der Esenboğa-Flughafen große Gastronomieareale. Die zahlreichen Restaurants und Schnellimbisse erstrecken sich ab in der Abflughalle beginnend über den gesamten Abflugpier. Die gesamte Gastronomiefläche beträgt 5200 Quadratmeter.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.airport-technology.comüber den Flughafen Ankara (2) (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2023. Suche im Internet Archive ), abgerufen am 16. Mai 2011</ref>

Fluggesellschaften und Ziele

Datei:Anadolujet plane parking at Esenboğa Havalimanı, Ankara, Turkey.jpg
Flugzeug der wichtigsten Airline vor Ort, AnadoluJet
Datei:Lufthansa A321-200 parked at Esenboğa Havalimanı, Ankara, Turkey.jpg
Beladen eines Airbus A321 der Lufthansa

Vorlage:Hinweisbaustein

Der Flughafen Ankara ist durch zahlreiche Fluggesellschaften mit vielen Zielen verbunden.

Die mit weitem Abstand wichtigste Fluggesellschaft ist die türkische Billigfluglinie AJet, eine 2008 gegründete Tochter der Turkish Airlines.<ref>Aeroroutes: AJet NS24 New Flight Number Designations – 12MAR24. Abgerufen am 30. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref>

Lounges

Am Flughafen befinden sich mehrere Lounges. Die einzige von einer Fluggesellschaft betriebene ist die der Turkish Airlines. Die Lounges befinden sich entweder im Inlandsflügel oder im Flügel der internationalen Abflüge.<ref>[2], abgerufen am 12. Juni 2019</ref>

Verkehrszahlen

<timeline>

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Quelle: DHMI<ref>"DHMI İstatistikler", abgerufen am 21. Januar 2020</ref>
Passagierzahlen<ref name="dhmi">"DHMI Statistik", abgerufen am 23. Januar 2020</ref>
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2025 10.344.671 Vorlage:AccessibleTooltip 7,5 % 3.642.627 Vorlage:AccessibleTooltip 12,8 % 13.987.298 Vorlage:AccessibleTooltip 8,8 %
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2002 1.814.563 1.022.065 2.836.628

Zwischenfälle

Im Folgenden findet sich eine Liste von Flugunfällen und Flugzeugentführungen, die in der Nähe des Flughafens Ankara stattgefunden haben beziehungsweise für die der Flughafen Ankara-Esenboğa anderweitig von hoher Bedeutung für den Vorfall war.<ref>Flughafendaten und Unfälle und andere Vorkommnisse, Flughafen von Ankara im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>

Flugunfälle

  • Am 19. Januar 1960 verunglückte eine im Jahr zuvor ausgelieferte Sud Aviation Caravelle 1 der Scandinavian Airlines System (SAS) mit dem Kennzeichen OY-KRB im Landeanflug in Ankara. An Bord befanden sich insgesamt 42 Menschen, davon sieben Crewmitglieder und 35 Passagiere. Die in Istanbul gestartete Maschine sank unter die Mindestsicherheitshöhe und verfehlte die Landebahn. Das Flugzeug flog etwa zehn Kilometer südwestlich der Landebahn ins Gelände und wurde zerstört. Alle 42 Insassen kamen ums Leben (siehe auch Scandinavian-Airlines-System-Flug 871).<ref>Unfallbericht Caravelle 1 OY-KRB, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Januar 2016.</ref>
  • Am 23. Dezember 1979 wurde eine Fokker F28-1000 (TC-JAT) der Türk Hava Yollari auf dem Weg vom Flughafen Samsun nach Ankara mit insgesamt 41 Passagieren und 4 Besatzungsmitgliedern an Bord im Anflug gegen einen Hügel geflogen, 32 Kilometer nördlich des Zielflughafens bei dem Ort Kuyumcuköy gelegen. Der Anflug sollte mithilfe des Instrumentenlandesystems durchgeführt werden, jedoch kam das Flugzeug von der Anflugroute ab und wurde dabei zerstört. Durch diesen CFIT, Controlled flight into terrain, wurden von den 45 Insassen 41 getötet, darunter 3 der 4 Besatzungsmitglieder und 38 der 41 Passagiere.<ref>Unfallbericht F28-1000 TC-JAT, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Januar 2016.</ref>
  • Am 16. Januar 1983 verunglückte eine vom damals noch unter dem Namen Yesilköy bekannten Atatürk-Flughafen in Istanbul kommende Boeing 727-2F2 der Türk Hava Yollari (THY) mit dem Kennzeichen TC-JBR bei der Landung in Ankara, als sie bei Schneetreiben 50 m vor der Landebahn aufsetzte. Die Maschine zerbrach und fing Feuer. Von den insgesamt 60 Passagieren und 7 Besatzungsmitgliedern starben 47 Passagiere. Lediglich 20 Insassen überlebten den Unfall, darunter alle Besatzungsmitglieder (siehe auch Turkish-Airlines-Flug 158).<ref>Unfallbericht B-727-200 TC-JBR, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Januar 2016.</ref>
  • Am 25. August 1989 hatte eine Boeing 727-200 ein Problem beim Start auf dem Esenboğa-Flughafen in Ankara. Die Maschine mit dem Kennzeichen TC-AJV der einheimischen Torosair mit insgesamt 157 Passagieren und 8 Besatzungsmitgliedern auf dem Weg zum Flughafen Maastricht in den Niederlanden streifte nach dem Abheben 300 m hinter dem Startbahnende eine Antenne des Instrumentenlandesystems. Die Piloten beschlossen, auf dem Ausgangsflughafen zu landen. Am Bug war es zu starken Beschädigungen gekommen, so dass sich eine Reparatur des Flugzeuges nicht gelohnt hätte, weshalb es schließlich abgeschrieben wurde. Die 165 Insassen kamen mit dem Schrecken davon.<ref>Unfallbericht B-727-200 TC-AJV, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Januar 2016.</ref>

Entführungen und Sonstiges

Terroranschlag 1982

Am 7. August 1982 verübten zwei (manche Quellen sprechen von drei) Armenier der Widerstandskämpfergruppe Armenian Secret Army for the Liberation of Armenia (Asala) einen Anschlag im Fluggastgebäude des Flughafens Ankara-Esenboğa. Die Terroristen waren mit automatischen Schusswaffen und einer Bombe ausgerüstet. Bei dem Anschlag töteten sie zwei Sicherheitsbeamte und sechs Passagiere und verletzten 72 weitere Menschen. Einer der Terroristen wurde ebenfalls getötet, während Levon Ekmekdschian gefasst und hingerichtet wurde.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ankara’s Esenboğa Airport holds particular significance for martyrs (Memento vom 28. November 2010 im Internet Archive), 6. August 2008, abgerufen am 19. Mai 2011</ref><ref>esiweb über den Terroranschlag, mit Bild, abgerufen am 19. Mai 2011</ref>

  • Am 30. März 1998 kam es auf einem Flug der Kibris Türk Hava Yollari mit einer Boeing 727 auf dem Weg vom Flughafen Ercan nach Ankara zu einer Entführung, bei der ein männlicher Passagier behauptete, er besäße eine Bombe und nutzte dies, um die Crew dazu zu zwingen, nach Köln zu fliegen. Die Piloten versuchten den Mann davon zu überzeugen, dass der Treibstoff nicht nach Köln reiche und landeten letztendlich auf Eigeninitiative am Esenboğa-Flughafen in Ankara. Kurz nach der Landung stürmten türkische Sicherheitskräfte das Flugzeug und nahmen den Mann gefangen. Keiner der insgesamt 105 Insassen erlitt einen Schaden, zudem ließ sich kein Sprengstoff finden.<ref>Flugunfalldaten und -bericht des Vorfalles vom 30. März 1998 im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
Datei:Pegasus Airlines - Boeing 737-82R (TC-APU).jpg
Die kurzzeitig gekidnappte Boeing 737-800 TC-APU während eines Besuchs in Düsseldorf
  • Am 10. April 2007 auf einem Inlandsflug der Pegasus Airlines vom Flughafen Diyarbakir nach Istanbul-Sabiha Gökçen, der mit einer Boeing 737-800 mit dem Kennzeichen TC-APU durchgeführt wurde, behauptete ein männlicher Passagier, er habe eine Bombe an Bord geschmuggelt und möchte nach Ankara geflogen werden, wenn nicht, würde die Bombe gezündet werden. Die Piloten befolgten die Forderungen des Mannes und landeten in Ankara. Der Passagier wollte kurz vor der Landung, dass die Piloten doch lieber ins iranische Teheran fliegen möchten, dieses befolgten sie jedoch nicht mehr. Der Mann gab schließlich den Versuch 40 Minuten nach der Forderung wieder auf. Er wurde anschließend verhaftet; eine Bombe ließ sich nicht finden. Den 184 Insassen, darunter 6 Besatzungsmitglieder, passierte während des Vorfalls körperlich nichts.<ref>Flugunfalldaten und -bericht des Vorfalles vom 10. April 2007 im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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Zivil

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