Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338 Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung – WikipediaZum Inhalt springen
Die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung (kurz: FlBschftBMVg) ist ein Lufttransportverband der deutschen Luftwaffe in Geschwadergröße auf Regimentsebene. Ihr Auftrag ist der weltweite Transport von Soldaten und Material mit Langstreckenflugzeugen sowie der Transport des politisch-parlamentarischen Führungspersonals.
Die Flugbereitschaft wurde am 1. April 1957 auf dem Fliegerhorst Nörvenich in Dienst gestellt. Sie war ursprünglich nur als kleine Lufttransportkomponente zur „Erledigung spezieller Aufträge“ im Bereich des Verteidigungsministeriums bestimmt. Im Juli 1959 wurde sie an den Flughafen Köln/Bonn verlegt und zunächst dem Lufttransportgeschwader 62 als 3. Staffel unterstellt. Seit April 1963 ist die Flugbereitschaft selbstständig, zunächst nur auf Gruppenebene, 1974 erhielt sie Geschwaderstatus.<ref name=":3">www. bundeswehr.de: Die Geschichte der Luftwaffe. www.bundeswehr.de, 19. November 2019, abgerufen am 8. November 2025 (deutsch).</ref>
Die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung verfügte ab 1991 über zwei Airbus A310-304 mit VIP-Ausstattung, die aus dem Bestand der ehemaligen DDR-Fluggesellschaft Interflug stammten. Sie waren im Juni beziehungsweise Oktober 1989 ausgeliefert und im Mai 1991 von der Luftwaffe übernommen worden.<ref name=":3" />
Im Dezember 2010 hatte die Lufthansa die erste von zwei A340-300 an die Flugbereitschaft der Bundeswehr übergeben. Die vierstrahligen Langstreckenmaschinen hat der Bund gebraucht von der Lufthansa übernommen.<ref name=":4" /> Ein Airbus A310-304 (Konrad Adenauer, ex DDR-ABA, D-AOAA, 10+21) wurde erst im Juni 2014 außer Dienst gestellt<ref name=":5" /> da sich zeigte, dass der Nachfolger A340 z. B. nicht für den Flug in die Mongolei geeignet war, da in der dortigen Hauptstadt Ulan Bator die Landebahn zu kurz für ihn ist und die Kanzlerin auf die A310 zurückgreifen musste.<ref name=":6" />
Seit dem Umzug der Bundesregierung von Bonn nach Berlin 1998 wurden die Flüge für den parlamentarischen Bereich bereitgestellt, indem die benötigte Maschine mit Besatzung von Köln/Bonn nach Berlin verlegt wird. Mit Fertigstellung des Flughafens Berlin Brandenburg (IATA-CodeBER) wurde dort am 21. Oktober 2020 ein provisorisches Regierungsterminal eröffnet; die Hubschrauber der Flugbereitschaft flogen vorerst weiter von Tegel.<ref name=":4">Hauptstadtflughafen – Regierungsterminal am BER wird heute als erstes eröffnet. In: Deutschlandfunk. 21. Oktober 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Oktober 2020; abgerufen am 21. Oktober 2020.</ref>
Im Jahr 2017 wurde durch einen Bericht der Funke Mediengruppe bekannt, dass Generäle der Bundeswehr die Flugbereitschaft für ihre Dienstreisen genutzt haben sollen und zu diesem Zweck Ausbildungs- und Trainingsflüge arrangiert hätten. Bei der Überprüfung dieser Vorwürfe konnten im BMVg keine gravierenden Verstöße festgestellt werden. Generell sind Bundeswehrangehörige berechtigt, bei ohnehin stattfindenden Flügen mitzufliegen, jedoch nicht selbst die Flugbereitschaft kostenlos zu nutzen.<ref name="SPON-1167864">Bundeswehr: Verteidigungsministerium bestreitet Missbrauch der Flugbereitschaft. In: Spiegel Online. 15. September 2017, abgerufen am 9. Juni 2018.</ref>
Wegen eines Komplettausfall des Funksystems an Bord des Regierungsflugzeugs „Konrad Adenauer“ verpasste Angela Merkel den Auftakt des G20-Gipfels im November 2018, was neben anderen Pannen eine Debatte über die Flotte der deutschen Flugbereitschaft auslöste.<ref name=":7" />
Im Rahmen des Beitritts zur Multinational MRTT Unit wurde die Fähigkeit zur Luftbetankung und des qualifizierten Patientenlufttransports auf der Langstrecke der Strategic Aeromedical Evacuation an den neu aufgestellten Verband der NATO übertragen und ab Oktober 2020 der Airbus A310-304 MRTT nicht mehr als Tankflugzeug eingesetzt.<ref name=":5">Tilmann Moll: Die Wachablösung steht bevor! Der A310 wird durch den A330 ersetzt. www.wehrmed.de, 11. Juli 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Oktober 2021; abgerufen am 29. Oktober 2021 (deutsch).</ref><ref name=":6">Volker K. Thomalla: Die Luftwaffe nutzt ihre Airbus A310 nicht mehr als Tanker. aerobuzz.de, 10. September 2021, abgerufen am 21. September 2021 (deutsch).</ref> Am 15. Juni 2022 ging der letzte Airbus A310-304 aus der Nutzung.<ref name=":8">Michael Wils-Kudiabor: Airbus A310 geht aus der Nutzung: A330 und A400M übernehmen. www.bundeswehr.de, 15. Juni 2022, abgerufen am 15. Juni 2022 (deutsch).</ref> Mit dem Airbus A400M beim LTG 62 und durch die Teilnahme an der Multinational MRTT Unit und dem dortigen Anteil von 4/9 an der A330 MRTT-Flotte (ausgedrückt in den nutzbaren Flugstunden) stehen der Luftwaffe jedoch diese Fähigkeiten weiter zur Verfügung.
Bereits am 12. April 2019 schloss das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) mit der Lufthansa Technik AG daraufhin einen Vertrag über die Lieferung von drei fabrikneuen Flugzeugen Airbus A350-900 ab. Nachdem eine deutsche Regierungsmaschine des Typs A340-300 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen16+01 im August 2023 wegen technischer Mängel an den Auftriebsklappen, die sich nach einer Zwischenlandung nicht wieder einfahren ließen, auch nach einem Reparaturversuch nicht nach Australien fliegen konnte, kündigte ein Sprecher an, dass dieser Flugzeugtyp von der Flugbereitschaft vorzeitig ausgemustert werde.<ref name=":8" /> Die reguläre Ausmusterung war zum Jahresende 2023 vorgesehen. Das erste Flugzeug wurde ab dem 15. Februar 2024 versteigert.<ref name=":9" />
Zur aktuellen Ausstattung der Flugbereitschaft der Bundeswehr u.a mit Flugzeugen des Typs Airbus A350-900 siehe den Abschnitt Luftfahrzeuge.
Die Parteivorsitzenden der im Bundestag vertretenen Parteien
Die Kanzlerkandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien für die Zeit von zehn Wochen vor einer Bundestagswahl
Im Zusammenhang mit der Nutzung der Flugbereitschaft werden durch Medien, konkurrierende Parteien oder den Bundesrechnungshof immer wieder Vorwürfe der missbräuchlichen Nutzung erhoben. Selten lässt sich dies juristisch klar belegen. Oft führt aber bereits der Eindruck der ungerechtfertigten Privilegiennutzung zur privaten Übernahme der Kosten durch die Betroffenen.<ref>Grundsätze einer sparsamen Haushaltsführung sind zu beachten. In: Handelsblatt. 2. September 2001, abgerufen am 26. Juni 2009.</ref> Auch Regierungsflüge sorgten bereits für Kritik. So haben einzig die sechs Regierungsflüge aus dem Kabinett Scholz zu Spielen der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft 2024 531.000 Euro gekostet.<ref>Kritik an Regierungsreisen: Sechs Flüge für rund 500.000 Euro. In: tagesschau.de. 23. Juli 2024, abgerufen am 16. November 2024.</ref>
Bei der Flugbereitschaft ist die sogenannte „Drehscheibe Wahn“ in der Luftwaffenkaserne Wahn am Flughafen Köln/Bonn, für den gesamten Lufttransport angesiedelt. Von hier aus wird der Umschlag und Transport von sämtlichem Material und Personal ins Ausland koordiniert und zum Großteil abgefertigt.
Standorte
Flughafen Köln/Bonn
Die Flugbereitschaft hat ihren Sitz am militärischen Teil des Flughafens Köln/Bonn (direkt angebunden an die Luftwaffenkaserne Wahn), wo alle Transportflugzeuge und die Geschwaderführung stationiert sind. Die Bundesregierung hält derweil weiter am Bau des Regierungsflughafens am Flughafen Berlin Brandenburg bis 2032 fest, dies führt dazu, dass der militärische Teil des Flughafens Köln/Bonn auch mittelfristig ein wichtiger Stützpunkt der Bundeswehr für den Lufttransport und Sitz der Flugbereitschaft sein wird.<ref>Thomas Bittner: Regierungs-Hubschrauber ziehen bereits 2025 von Tegel zum BER. www.rbb24.de, 3. November 2020, abgerufen am 13. November 2022 (deutsch).</ref>
Lufttransportgruppe am Flughafen Berlin-Brandenburg
Regierungsterminal
Im Oktober 2008 wurde bekanntgegeben, dass die weiße Flotte für den Staatsflugbetrieb zum Flughafen Berlin Brandenburg umziehen soll, sobald am dortigen Flughafenneubau die Voraussetzungen geschaffen wurden.<ref>schnell und modern – die Flugbereitschaft BMVg, Luftwaffe.de, erschienen am 22. Oktober 2008, abgerufen am 11. Oktober 2011. „[Es] ist beabsichtigt, den politisch/parlamentarischen Flugbetrieb der Flugbereitschaft ab 2012 über den BBI abzuwickeln.“</ref> Dazu sollte im Norden des Flughafens in der Nähe der bestehenden Flughafenterminals des alten Flughafen Berlin-Schönefeld ein repräsentatives Terminal sowie die für die Flugbereitschaft notwendigen Infrastrukturen erstellt werden. Bedingt durch die Verzögerungen beim Bau des neuen Flughafens, mussten die für Bau und Umzug geplanten Termine aber bereits mehrfach verschoben werden.<ref>Regierungsflughafen nicht vor 2015 fertig. In: Berliner Morgenpost. 20. Juni 2011, abgerufen am 11. Oktober 2011 (vollständiger Artikel kostenpflichtig).</ref><ref>Christian Wiermer: Millionen für Regierungsflüge verpulvert. Express.de, 10. Februar 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Februar 2012; abgerufen am 8. Februar 2012: „Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums entgegnet auf Anfrage, dass der Komplett-Umzug der „weißen Flotte“ erst dann erfolgen könne, wenn am neuen Großflughafen in Berlin-Schönefeld die notwendige Infrastruktur bereitgestellt sei.“</ref> Der Umzug nach Schönefeld sollte, mit Stand Dezember 2016, frühestens im zweiten Halbjahr 2018 stattfinden, da dann das provisorische Regierungsterminal hätte fertig sein sollen. Die Fertigstellung des 350 Millionen Euro teuren regulären neuen Regierungsairports in Schönefeld war für 2024 geplant.<ref>Thorsten Metzner: Wieder Krach am BER – diesmal ums Regierungsterminal. tagesspiegel.de, 2. Dezember 2016, abgerufen am 15. Dezember 2016.</ref> Im September 2019 wurden Pläne bekannt, möglicherweise auf den Bau eines neuen Regierungsterminals zu verzichten und ein Interims-Terminal, das für 70 Mio. Euro errichtet wurde, langfristig zu nutzen.<ref>Max-Joseph Kronenbitter: Bund verzichtet auf sein neues Regierungsterminal am BER. In: Berliner Morgenpost. 15. September 2019, abgerufen am 10. Dezember 2019.</ref> Das neue Regierungsterminal sollte erst 2034 fertiggestellt werden. Bis dahin können maximal drei Maschinen aus der 18 Luftfahrzeuge umfassenden BMVg-Flotte und zwei Regierungsflugzeuge von Staatsgästen anderer Nationen auf dem Flughafen Berlin Brandenburg geparkt werden. Im Oktober 2020 begann der politisch-parlamentarische Flugbetrieb auf dem neuen Interims-Regierungsterminal.<ref>Christian Timmig: BER – das neue Flugziel der Flugbereitschaft des BMVg. www.bundeswehr.de, 21. Oktober 2020, abgerufen am 13. November 2022 (deutsch).</ref><ref>Regierungsflüge starten künftig von Berlin-Schönefeld. www.bundesimmobilien.de, 21. Oktober 2020, abgerufen am 13. November 2022 (deutsch).</ref>
Die Bundesregierung teilte im Oktober 2022 mit, kein neues Regierungsterminal zu bauen. Die bisherige Zwischenlösung soll stattdessen zur Dauerlösung werden.<ref>Natascha Gutschmid: Bundesregierung verzichtet auf Neubau des Regierungsterminals. www.rbb24.de, 28. Oktober 2020, abgerufen am 13. November 2022 (deutsch).</ref> Die anderen Teile des Regierungsflughafens sollen aber weiterhin gebaut werden und dann zusammen mit dem bisherigen Interims-Regierungsterminal genutzt werden. Der Umzug der Flugbereitschaft ist für 2032 geplant.<ref>Leer über den Wolken. Abgerufen am 23. Dezember 2024.</ref>
1. Lufttransportstaffel (Global 5000, Global 6000)
2. Lufttransportstaffel (A319, A321, A350)
Stab Technische Gruppe
2. Technische Staffel (A319, A321, A350, Global 5000, Global 6000)
Flugplatzstaffel
Lufttransportgruppe (LTGrp) in Berlin-Schönefeld
Anteile Cougar in der Kaserne Tegel unterstehen dem Abgesetzten Bereich BER, beinhaltet aber sowohl das fliegende Personal wie auch das technische, so dass der Flugbetrieb sichergestellt werden kann.
Kommandeure
Nr.
Name
von
bis
Bemerkungen<ref name="lang">Gerhard Lang u. a.: Die Deutschen Luftstreitkräfte im Einsatz. 1956–heute. In: Luftstreitkräfte Profile. Geschichte und Einsatz der deutschen Luftstreitkräfte 1970–79. 1. Auflage. Band3. Unitec Medienvertrieb, Stengelheim 2017, S.6–32.</ref>
Umgliederung/Vergrößerung auf Geschwaderebene zum 1. August 1974
Oberst Werner Drechsel
1. April 1973
31. März 1982
Vorher Kommandeur der Flugzeugführerschule „S“ in Wunstorf
4
Oberst Friedrich-Wilhelm Ehmann
1. April 1982
31. März 1986
Später Kommandeur des NATO-E-3A-Verbandes in Geilenkirchen (als Brigadegeneral)<ref>Hans-Martin Tillack: Sie fliegen... sie fliegen nicht... In: Die Tageszeitung: taz. 8. April 1993, ISSN0931-9085, S.3 (taz.de [abgerufen am 1. Oktober 2023]).</ref>
5
Oberst Peter Wulf
1. Oktober 1986
31. März 1991
6
Oberst Jürgen Reiss
1. April 1991
27. Juli 1994
Vorher Kommodore des Lufttransportgeschwaders 63<ref>Sommerfest der Luftwaffe 1989. In: Lufttransportgeschwader 63 (Hrsg.): Brummel. Geschwaderzeitschrift. Nr.8/89. Hohn Juli 1989, S.10 (brummel-ltg63.de [PDF; abgerufen am 30. September 2023]).</ref>
Später Kommandeur des NATO-E-3A-Verbandes in Geilenkirchen (als Brigadegeneral) und in Folge des NATO Airborne Warning and Control Systems (als Generalmajor)
8
Oberst Joachim Mörsdorf
16. Januar 1998
30. September 1999
Vorher Kommodore des Lufttransportgeschwaders 63<ref>Hohner Transporter an Sarajevo-Luftbrücke beteiligt. In: Lufttransportgeschwader 63 (Hrsg.): Brummel. Geschwaderzeitschrift. Nr.6–7/92. Hohn Juni 1992, S.4–5 (brummel-ltg63.de [PDF; abgerufen am 30. September 2023]).</ref>
Die Flugbereitschaft besteht aus zwei Komponenten: Der grauen Flotte, bestehend aus A321LR<ref>Luftwaffe erhält den ersten Airbus A321LR. www.bundeswehr-journal.de, 23. Juni 2022, abgerufen am 3. März 2023.</ref> und der weißen Flotte bestehend aus A350, A319CJ, A321, Global 5000/6000 und AS 532 Cougar.
Die Regierungsmaschinen waren bis Juli 2003 weiß mit blauen Längsstreifen lackiert und trugen den Schriftzug „Luftwaffe“, danach wurden die blauen Streifen durch schwarz-rot-goldene ersetzt. Außerdem wurde die Beschriftung in „Bundesrepublik Deutschland“ geändert. „Luftwaffe“ ist jetzt kleiner auf dem Seitenleitwerk zu lesen.<ref name="andrup">Andrup: Airbus. Von der A300 bis zur A380 und A350. 2011, S. 32 f.</ref> Die drei A350 sind nach Politikern aus der Gründungszeit der Bundesrepublik benannt. Weitere Flugzeuge und Hubschrauber tragen keine Taufnamen.
Nach einer Pannenserie<ref>Regierungsflieger: Pannen, Pannen, Doppelpanne. In: tagesschau.de. Abgerufen am 15. August 2023.</ref>, welche unter anderem dazu führte, dass Angela Merkel mit einem Linienflug zum G20-Gipfel in Buenos Aires reisen musste, wurde am 1. Februar 2019 bekanntgegeben, dass zunächst ein neuer Airbus A350 für rund 150 Millionen Euro erworben werden sollte, um die beiden vorhandenen A340 zu ergänzen, die mittelfristig ebenfalls durch zwei weitere Airbus A350 ausgetauscht werden sollten.<ref>tagesschau.de: Neuer Flieger für Regierungsvertreter, abgerufen am 1. Februar 2019</ref> Bereits am 12. April 2019 schloss das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) mit der Lufthansa Technik AG daraufhin einen Vertrag über die Lieferung von drei fabrikneuen Flugzeugen Airbus A350-900 ab.<ref>Ergänzungs- und Ersatzbeschaffung Langstrecke Flugbereitschaft BMVg. In: baainbw.de. PIZ BAAINBw, 13. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Mai 2019; abgerufen am 3. Mai 2019.</ref> Wie ihre Vorgänger sollen sie mit einer passiven Selbstschutzanlage ausgerüstet werden. Das erste Flugzeug wurde zunächst mit einer Interimskabine für 146 Passagiere und den für ein Regierungsflugzeug notwendigen Kommunikationseinrichtungen ausgerüstet.<ref>Volker K. Thomalla: Die A350 XWB des BMVg sollen in Rekordzeit modifiziert werden. In: Aerobuzz.de. 18. November 2019 (aerobuzz.de [abgerufen am 14. Dezember 2019]).</ref> Dieser erste Airbus A350-900 wurde am 20. August 2020 mit dem Kennzeichen 10+03 „Kurt Schumacher“ an die Flugbereitschaft übergeben und am 9. Oktober 2020 nach Köln überführt.<ref>Übergabe des ersten Airbus A350 an die Flugbereitschaft der Bundesregierung. In: Presseportal. Lufthansa Technik AG, 20. August 2020, abgerufen am 21. August 2020.</ref><ref>Der neue Airbus A350 ist bei der Flugbereitschaft. Abgerufen am 28. Dezember 2020.</ref> 2022 traf der dritte Airbus A350 mit dem Kennzeichen 10+02 in Hamburg ein und enthielt die volle Regierungskabine. Mit der Auslieferung der 10+01 und 10+02 an die Bundeswehr wurde die bereits im Einsatz befindliche 10+03 wieder zur Umrüstung von der Übergangs- auf die volle Regierungskabine an die Lufthansa Technik übergeben.<ref>Zweite A350 der Bundeswehr wird umgerüstet. In: Europäische Sicherheit & Technik (esut). 6. April 2021, abgerufen am 6. April 2021.</ref>
Die A350 hat eine nochmals erhöhte Reichweite von ca. 18.000 km, wodurch nahezu jeder Punkt der Erde von Berlin aus nonstop erreicht werden kann.<ref>A350-900. Abgerufen am 28. Dezember 2020.</ref> Am 27. September 2023 gab das Bundesministerium der Verteidigung bekannt, dass alle drei Maschinen des Typs A350 ab 2026 mit DIRCM-Selbstschutzsystemen ausgestattet werden sollen. DIRCM steht für „Directed Infrared Counter Measures“ (gerichtete Infrarot-Gegenmaßnahmen).<ref>Langstreckenflugzeuge der Flugbereitschaft BMVg erhalten Selbstschutzsysteme. 26. September 2023, abgerufen am 27. September 2023.</ref><ref>Patrick Zwerger: Selbstschutzsystem : Deutschlands A350 können sich bald gegen IR-Raketen wehren. 27. September 2023, abgerufen am 27. September 2023.</ref>
Während die Großraumflugzeuge primär für die Langstrecke gedacht sind, kommen die Global 5000/6000, zwei A319CJ und A321-200 überwiegend auf kürzeren Strecken und für kleinere Delegationen zum Einsatz. Diese Typen sind jedoch auch in der Lage, längere Strecken ohne Zwischenstopp zu fliegen.<ref name="bwb"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Feierliche Übergabe des ersten Flugzeugs Global 5000 an die Flugbereitschaft (Memento vom 4. November 2014 im Internet Archive), BWB.org, erschienen am 29. September 2011, abgerufen am 11. Oktober 2011. „Die Global 5000 hat eine maximale Reichweite von 8.900 Kilometer und ermöglicht mit ihrer maximalen Flughöhe von 51.000 Fuß (ca. 15,5 Kilometer) eine flexible und schnelle Flugwegplanung.“</ref> Der dritte Airbus A319CJ (15+03) wird zur Durchführung von Flügen im Rahmen des Open-Skies-Vertrages betrieben und kommt nicht als Regierungsflugzeug zum Einsatz.<ref>Björn Müller: Neuer „Open Skies“-Flieger für die Bundeswehr. In: sicherheitspolitik-journalismus.org. 23. Dezember 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Dezember 2015; abgerufen am 27. Dezember 2015.</ref>
Um nach der Ausphasung der A310 MRTT und dem Übergang dieser Fähigkeiten auf die Multinational MRTT Unit trotzdem über nationale Fähigkeiten im Bereich MedEvac und Truppentransport zu verfügen, wurde am 8. Juli 2020 durch das BAAINBw ein Vertrag über den Kauf von zwei neuen A321LR geschlossen, diese wurden im Juni und August 2022 an die Bundeswehr ausgeliefert.<ref name=":1">Merkels Wutanruf und der neue A321 LR der Flugbereitschaft. In: aeroTELEGRAPH. 23. Juni 2022, abgerufen am 29. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":2" /><ref>Ergänzungsbeschaffung A321-200NX Flugbereitschaft BMVg. (PDF) In: bundeswehr.de. PIZ BAAINBw, 8. Juli 2020, abgerufen am 9. Juli 2020.</ref>
15+02 Airbus A319-133X CJ (S/N 4060)<ref name="key">Start frei für neuen Regierungsjet. www.luftwaffe.de, 22. September 2011, abgerufen am 22. Oktober 2011.</ref>
Während in den 1960er-Jahren Maschinen des Musters Dornier Do 28A und Douglas DC-6B eingesetzt wurden, bildeten bis spät in die 1990er-Jahre herein vier (später zwei) Boeing 707-307C das Rückgrat der Flugbereitschaft. Von 1977 bis 1998 zählten zudem drei Maschinen des Typs VFW 614 zur Flotte. Im Jahr 1996 wurden zwei Boeing 707-307C durch gebraucht beschaffte A310-304 ersetzt. Die verbliebenen B707 wurden 1999 ebenfalls durch gebrauchte A310-304 ersetzt; sie flogen noch etwa zehn Jahre als Schul- und Transportflugzeuge in Geilenkirchen für angehende AWACS-Piloten.
Am 4. November 2011 fand der offizielle Abschiedsflug der letzten Challenger, der 12+07 statt,<ref>Abschied von der Challenger. Flug Revue, Kurzmeldung, Januar 2012, S. 18.</ref> Mitte November wurde sie dann an den Käufer übergeben. Die erste Challenger war im April 1986 übernommen worden. Insgesamt betrieb die Luftwaffe sieben Maschinen dieses Typs mit den Kennzeichen 12+01 bis 12+07.
Die damals zwei Jahre alten A310 10+21 und 10+22 wurden 1991 aus dem Bestand der liquidierten Interflug der DDR gekauft und für insgesamt 50 Millionen Mark<ref>Alles im Fluge. In: Der Spiegel. Nr.12, 1993, S.24/25 (online – 22. März 1993).</ref> zu VIP-Maschinen umgebaut. Gegenüber den üblichen A310 besaßen diese Maschinen auf Wunsch der Interflug, für die sie gebaut worden waren, eine deutlich größere Reichweite. Die 10+21 war (bis zur Auslieferung der ersten A340 im Juni 2011) die offizielle Regierungsmaschine der Bundesrepublik, die 10+22 das Ersatzflugzeug. Die A310 10+22 verließ die Flotte zum 1. Juli 2011, während die 10+21 noch bis zum Juni 2014 weiterbetrieben wurde. Am 20. November 2011 wurde bekannt, dass die ehemalige 10+22 der Flugbereitschaft, eine A310, über einen Zwischenhändler von der iranischen Fluggesellschaft Mahan Air erworben worden ist.<ref>Björn Hengst, Matthias Gebauer und Gerald Traufetter: Iranische Airline kauft ausgemusterten Kanzler-Jet.Spiegel Online, 20. November 2011, abgerufen am 21. November 2011.</ref> Die ehemalige 10+21 wurde mit Wirkung vom 30. Juni 2014 an die Firma Novespace verkauft, die sie nach einem Umbau für Zero G Parabelflüge einsetzen wird.<ref>Volker Mais: Eine Ära geht zu Ende – VIP-Airbus A310 wird außer Dienst gestellt.Bundeswehr, 20. Juni 2014, abgerufen am 20. Juni 2014.</ref><ref>Sebastian Steinke: Flugbereitschaft mustert VIP-A310 aus.Flugrevue, 16. Juni 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Juli 2014; abgerufen am 20. Juni 2014. abgerufen am 24. Mai 2023</ref>
Ende Januar 2021 wurde mit der Ausflottung der A310MRTT begonnen. Als erstes Flugzeug wurde die 10+27 Airbus A310-304 MRTT (S/N 523, ex D-AIDI Lufthansa „Fellbach“) „August Euler“ nach Hamburg zur Verwertung überführt.<ref>Patrick Zwerger: „August Euler“: Erste A310 der Bundeswehr landet beim Schlachter. 21. Januar 2021, abgerufen am 23. Januar 2021.</ref>
Folgende Luftfahrzeuge der Flugbereitschaft sind seit ihrer Außerdienststellung im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr auf dem Flugplatz Berlin-Gatow (ehemals: „Luftwaffenmuseum der Bundeswehr“) zu besichtigen: HFB 320 Hansajet<ref name="Transportflugzeuge" /> in der jüngeren ECM-Ausführung (16+26) und in der älteren VIP-Ausführung (16+06, derzeit in der Restaurierung), Mil Mi-8S (ex NVA)<ref name=":10" /> (93+51), Let L-410 „Turbolet“ VIP (53+10, derzeit verliehen an die Technische Schule der Luftwaffe 3 in Fassberg), sowie ein altes VIP-Compartment aus einer Boeing B707-307C.<ref name="Transportflugzeuge" />
Die Airbus A310-304 MRTT Multi Role Transport Tanker waren umrüstbare Mehrzwecktransportflugzeuge. Neben der Verwendung als MedEvac-Flugzeuge konnten sie auch für den Truppen- oder Frachttransport oder die Luftbetankung genutzt werden. Die Fähigkeit zur Luftbetankung auf der Langstrecke durch eigene Flugzeuge war ab 2009 neu für die Bundeswehr. Die MRTT-Maschinen sowie die 10+23 trugen eine graue Bemalung der Luftwaffe. Am 10. September 2020 absolvierte eine A310 MRTT den letzten Flug in der Tankerrolle. Im Januar 2021 wurde mit der 10+27 die erste MRTT-Maschine ausgeflottet und bei der Lufthansa Technik zerlegt. Diese Maschine war auch die erste, die damals zu dieser Version umgerüstet wurde. Am 25. Mai 2021 wurde die 10+24 „Otto Lilienthal“<ref>Bundeswehr/Stefan Petersen: 10+26 „Hans Grade“ (außer Dienst gestellt am 30. August 2021). www.bundeswehr.de, 30. August 2021, abgerufen am 21. September 2021 (deutsch).</ref>, am 30. August 2021 die 10+26 „Hans Grade“ (S/N 522, ex D-AIDE Lufthansa „Speyer“)<ref>Bundeswehr/Stefan Petersen: 10+26 „Hans Grade“ (außer Dienst gestellt am 30. August 2021). www.bundeswehr.de, 30. August 2021, abgerufen am 21. September 2021 (deutsch).</ref> und am 15. Juni 2022 die 10+25 Airbus A310-304 MRTT (S/N 484, ex D-AIDB Lufthansa) „Hermann Köhl“ außer Dienst gestellt.<ref>KS: Letzter Airbus A310 ausgemustert. www.flugrevue.de, 15. Juni 2022, abgerufen am 15. Juni 2022 (deutsch).</ref><ref>Michael Wils-Kudiabor: Airbus A310 geht aus der Nutzung: A330 und A400M übernehmen. www.bundeswehr.de, 15. Juni 2022, abgerufen am 25. Juni 2022.</ref>
10+23 „Kurt Schumacher“ (außer Dienst gestellt am 3. September 2021) Airbus A310-304 PAX (S/N 503, ex DDR-ABC → D-AOAC Interflug) war mit einer reinen Economy-Bestuhlung (214 Personen) für den Transport von Personen und Fracht ausgerüstet. Diese Maschine gehörte zu den drei von der Interflug im Zuge ihrer Liquidation an den damaligen Leasinggeber zurückgegebenen und sodann von der Flugbereitschaft übernommenen A310. Der erste Airbus der Interflug mit dem Kennzeichen DDR-ABA, später D-AOAA, sodann 10+21, war bis 2011 das offizielle Regierungsflugzeug „Konrad Adenauer“ der Bundesrepublik Deutschland. Hierfür wurde eine umfangreiche satellitengestützte Kommunikationsanlage installiert und eine spezielle, an die neuen Bedürfnisse angepasste Inneneinrichtung mit u. a. Kabinen mit Schlafplätzen und Dusche eingebaut. Zusatztanks im Frachtraum ermöglichten weltweite Langstreckenflüge. Ersatzflugzeug war die „Theodor Heuss“ (DDR-ABB, später D-AOAB, sodann 10+22). Am 3. September 2021 wurde die A310 10+23 zum Flughafen Hannover überführt. Sie soll zum Serengeti-Park in Hodenhagen transportiert und zu einem Restaurant umgebaut werden.<ref>flugrevue: A310 der Flugbereitschaft wird Restaurant. www.flugrevue.de, 3. September 2021, abgerufen am 21. September 2021 (deutsch).</ref>
Die im Jahr 2011 in Dienst gestellten A340-Langstreckenjets (16+01 Konrad Adenauer und 16+02 Theodor Heuss) boten neben einer Kapazität von bis zu 143 Passagieren auch Schlaf- und Konferenzräume für Regierungsmitglieder. Die Langstreckenmaschinen wurden nach zehn Jahren im regulären Liniendienst bei der Lufthansa durch Lufthansa Technik in Hamburg zum Regierungsflieger umgebaut. Ihre Reichweite lag bei bis zu 13.350 km und damit um mehr als 3.000 km über der des Vorgängermodells A310, was Tankstopps auf Flügen z. B. nach Asien oder Südafrika überflüssig machte.<ref>Bundeswehr will im Eiltempo neue Regierungsflugzeuge anschaffen, Aero.de, erschienen am 7. März 2008, abgerufen am 11. Oktober 2011.</ref> Die Flugzeuge verfügten neben einem Bordhospital über diverse Selbstschutzeinrichtungen.<ref>Flugbereitschaft übernimmt ersten A340. airliners.de, 30. März 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. April 2011; abgerufen am 31. Mai 2011.</ref> Mitte 2013 wurde in den Vereinigten Staaten ein laserbasiertes Abwehrsystem gegen infrarotgelenkte Raketen nachgerüstet.<ref name="handelsblatt-2013-133-10">Merkels Jet trotzt künftig Raketen. In: Handelsblatt. Nr.133, 15. Juli 2013, ISSN0017-7296, S.10.</ref> Nach zwei Pannen mit einem Airbus A340, wegen der Außenministerin Annalena Baerbock im August 2023 eine Reise in den Pazifikraum auf der Hinreise in Abu Dhabi abbrechen musste,<ref>tagesschau.de: Pannen an Flieger: Baerbock bricht Reise in Pazifik-Region ab. Abgerufen am 15. August 2023.</ref> gab die Luftwaffe ihre Absicht bekannt, sie wolle die zwei A340 der Flugbereitschaft umgehend ausmustern.<ref>Flug-Pannen bei Baerbock-Reise – Luftwaffe mustert Regierungsflieger vom Typ A340 umgehend aus. In: Der Spiegel. 15. August 2023, ISSN2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 15. August 2023]).</ref> Am 27. September 2023 wurde die 16+02 außer Dienst gestellt und nach Washington an einen unbekannten Käufer überstellt.<ref>Timo Nowack: Airbus A340 der Flugbereitschaft verabschiedet sich aus Deutschland. In: aeroTELEGRAPH. 27. September 2023, abgerufen am 27. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Am 5. Oktober 1972 stürzte bei Berzhahn/Westerwald eine Bell UH-1D (71+22) nach einer Kollision mit einer Lockheed F-104 „Starfighter“ ab. Der Hubschrauber gehörte zum HTG 64 in Ahlhorn, die Besatzung aber war der Flugbereitschaft zugehörig.<ref>Unfallbericht Bell UH-1D 71+22, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 13. Mai 2017.</ref> Die drei Besatzungsmitglieder des Hubschraubers starben, der Kampfjet konnte beschädigt auf dem Fliegerhorst Büchel landen. Der Unfall ereignete sich, als der Hubschrauber eine Nachttiefflugstrecke kreuzte.<ref name="lang" />
Am 16. April 2019 wurde die Bombardier Global 5000 mit dem militärischen Kennzeichen 14+01 bei einer Notlandung auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld so schwer beschädigt, dass sie abgeschrieben werden musste.<ref>Matthias Gebauer: Nach Beinahe-Crash: Totalschaden am Kanzlerjet. In: Spiegel Online. 3. September 2019, abgerufen am 14. Dezember 2019.</ref><ref>14+01 German Air Force Bombardier BD-700 Global Express. Abgerufen am 18. Dezember 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach einer mehrwöchigen Wartung in Schönefeld stellte die Crew während des Rückfluges, der nach Köln führen sollte, Probleme mit der Flugsteuerung fest und entschied sich, nach Schönefeld zurückzukehren. Beim Landemanöver kippte das Flugzeug in einer Höhe von etwa 300 Meter ohne Steuereingaben extrem nach rechts und verfehlte die Landebahn. Den Piloten gelang es zwar, die Kontrolle wiederzuerlangen, sie konnten den Jet aber nur noch auf dem Vorfeld zu Boden bringen. Nach der harten Landung schlitterte das Flugzeug über Rasenflächen und Rollwege bis zur Landebahn 07L.<ref>Matthias Gebauer: Bruchlandung in Berlin-Schönefeld: Regierungsjet verfehlte die Landebahn. In: Spiegel Online. 19. April 2019, abgerufen am 14. Dezember 2019.</ref> Die dreiköpfige Besatzung wurde in einem Bundeswehrkrankenhaus behandelt. Passagiere waren nicht an Bord.<ref>Thomas Wiegold: Neuer Vorfall bei der Flugbereitschaft – Notlandung nach Instandsetzung (Nachtrag: PK-Video). In: Augen geradeaus! 16. April 2019, abgerufen am 24. April 2019.</ref>
Reaktion auf Kritik an der Einsatzbereitschaft der Flugbereitschaft
Im Jahr 2007 wurden vier Mittelstrecken-Flugzeuge vom Typ Bombardier Global 5000 und zwei Airbus-Flugzeuge A319 bestellt, um sechs Flugzeuge von Typ Bombardier Challenger zu ersetzen. Für den Ersatz der Maschinen setzte sich u. a. der frühere Außenminister Joschka Fischer ein,<ref>Regierung ersetzt ihre Pannen-Flieger, Die Welt, 12. Dezember 2007</ref> der die Situation besonders drastisch mit den Worten beschrieb: „Muss ich erst im Sarg im Auswärtigen Amt aufgebahrt werden, ehe die Flugbereitschaft neue Maschinen bekommt?“<ref>Wie sicher fliegen Deutschlands Politiker?, Der Spiegel, 12. April 2010</ref>
Im Jahr 2019 wurden drei Langstrecken-Flugzeuge vom Typ Airbus 350-900 in Auftrag gegeben, nachdem es zu einer Serie von Pannen bei Flügen von Kanzlerin, Vize-Kanzler und dem Bundespräsidenten gekommen war. Nach den Worten der damaligen Verteidigungsministerin von Ursula von der Leyen käme „irgendwann … der Punkt, wo man zwar so gute Pflege wie nur irgend möglich machen kann, aber an die Grenze des Alters des Materials gerät“.<ref>Flugbereitschaft soll nach Pannenserie neue Maschine bekommen, Die Welt, 1. Februar 2019</ref> Die Anschaffung wurde ausdrücklich mit „dem Staatsinteresse und dem Ansehen der Bundesrepublik Deutschland“ begründet, dem die Pannen nachhaltig geschadet hätten.<ref>Regierungsflieger bekommen VIP-Ausstattung für fast hundert Millionen Euro, Der Spiegel, 9. April 2019</ref><ref>Ministerium prüft Wartungsfehler der Lufthansa Technik, Der Spiegel, 20. April 2019; abgerufen am 16. August 2023</ref>
Siehe auch
89th Airlift Wing, Flugbereitschaft des US-amerikanischen Präsidenten