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Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr

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Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr
— ZVBw —


internes Verbandsabzeichen
Aufstellung 1. April 1991
Staat DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Streitkräfte Datei:Bundeswehr Kreuz.svg Bundeswehr
Organisationsbereich Datei:Bundeswehr Kreuz.svg Unterstützungsbereich
Stärke 185
Unterstellung Streitkräfteamt Streitkräfteamt
Standort Datei:DEU Geilenkirchen COA.svg Geilenkirchen, Selfkant-Kaserne
Website ZVBw
Führung
Kommandeur Brigadegeneral
Michael Schoy

Das Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr (ZVBw) ist eine Dienststelle der Bundeswehr, die Aufgaben im Rahmen der Rüstungskontrolle für die Bundesrepublik Deutschland wahrnimmt. Die Militärinspektoren begleiten zudem ausländische Delegationen, die in Deutschland überprüfen, ob richtige Angaben gemacht werden und Verpflichtungen eingehalten werden. Zuständig sind das Bundesministerium der Verteidigung und das Auswärtige Amt.

Das ZVBw umfasst etwa 185 Soldaten und zivile Angehörige der Bundeswehr, ist organisatorisch dem Unterstützungsbereich, darunter dem Streitkräfteamt zugeordnet und fachlich dem Rüstungskontrollreferat des BMVg unterstellt. Standort ist Geilenkirchen in der Selfkant-Kaserne. Jährlich finden rund 300 Rüstungskontrollmaßnahmen statt, davon zwei Drittel im Ausland.

Auftrag

Auftrag des ZVBw ist es,

  • die in nationaler Verantwortung liegenden Aufgaben im Rahmen der Anwendung von Verträgen, Ab- und Übereinkommen der Rüstungskontrolle sowie von vertrauens- und sicherheitsbildenden Maßnahmen zu planen und durchzuführen,
  • hierzu mit den zuständigen nationalen und internationalen Stellen sowie den Verifikationsorganisationen der Partnerstaaten und internationalen Organisationen zusammenzuarbeiten,
  • die so ermittelten Verifikations-Ergebnisse auszuwerten und hiermit zur Beurteilung der militär- und sicherheitspolitischen Gesamtlage beizutragen

Vertragliche Grundlagen

Zu den 20 völkerrechtlichen Rüstungskontrollverträgen gehören:

Gliederung

Das Zentrum gliedert sich in fünf Abteilungen:<ref>Oberstleutnant i. G. Daniel Nießen: Das Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr: Die Herzkammer der Rüstungskontrolle in Europa. In: Wehrtechnik. Band 57, Nr. I, 2025, S. 18–20.</ref>

  • Führung (Personal, militärische Sicherheit, Logistik, IT-/Führungsunterstützung, truppendienstliche Aufgaben)
  • Zentrale Rüstungskontrollaufgaben (Grundsatzangelegenheiten, Politikberatung, Konzeption, Länderbewertung, internationale Kooperation, Rüstungskontrollausbildung)
  • Regionale konventionelle Rüstungskontrollaufgaben (Planung und Umsetzung von Kontrollvereinbarungen, insbesondere Wiener Dokument und Dayton Peace Accords, KSE-Vertrag, Erstellung von Informationen über deutsche Streitkräfte für Vertragspartner, Auswertung von Informationen über Streitkräfte übriger OSZE-Teilnehmerstaaten)
  • Globale Rüstungs- und Proliferationskontrolle (Umsetzung internationaler Vereinbarungen)
  • Offener Himmel (Durchführung von Beobachtungsflügen, Begleitung von Delegationen anderer Vertragsstaaten bei Beobachtungsflügen über Deutschland)

Geschichte

Das Zentrum wurde zum 1. April 1991 aufgestellt.<ref>Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr. In: Standortdatenbank der Bundeswehr. Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, abgerufen am 8. November 2022.</ref>

Am 25. April 2014 wurden drei Soldaten des ZVBw sowie ein ziviler Sprachmittler durch einen Separatistenführer in der ostukrainischen Stadt Slowjansk unter dem Vorwurf der Spionage für die NATO in Gewahrsam genommen.<ref name=":0">Lukin: «Freiwilliger humanitärer Akt», NZZ, 3. Mai 2014</ref> Wie die OSZE bereits am Abend des 25. April 2014 bekannt gab, waren die militärischen Beobachter nicht im Auftrag der OSZE, sondern im Rahmen einer bilateralen Mission auf Grundlage des Wiener Dokuments<ref>Swiss OSCE Chair calls for release of abducted military inspectors, OSCE working at all levels for setting them free. OSZE, 27. April 2014, abgerufen am 30. April 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pressemitteilung).</ref> auf Einladung der Übergangsregierung in Kiew in der Ostukraine unterwegs.<ref>Nico Fried: Vorgeführt in einem unwürdigen Schauspiel. Kriegsgefangene oder Gäste? In: Süddeutsche.de. 27. April 2014, abgerufen am 9. Mai 2014.</ref><ref>Zur Situation der entführten OSZE-Mitarbeiter ist Claus Neukirch, Vizechef des OSZE-Krisenpräventions-Zentrums, zu Gast in der Sendung ZIB 24, im österreichischen Fernsehen, am 25. April 2014.</ref> Am 3. Mai 2014 wurden die Beobachter nach Vermittlung der Regierung der Russischen Föderation wieder freigelassen.<ref name=":0" />

Liste der Kommandeure

Partnerorganisationen anderer Staaten

Weblinks

Einzelnachweise

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Vorlage:Klappleiste/Ende Koordinaten: 50° 58′ 58″ N, 6° 6′ 38,6″ O

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