Femina (Revuebühne)
Femina war eine Revuebühne in Wien.
Anfänge
Im Jahre 1913 wurde die Jugendstil-Kleinkunstbühne in der Johannesgasse 1 verkauft. 1910 war dort unter Egon Friedell das Cabaret Fledermaus geschlossen worden. Danach wurde dort die Revuebühne Femina gegründet.<ref>Hugo Wiener: Zeitensprünge. S. 84.</ref> und am 18. Oktober 1913 unter der Direktion des von Dresden (Königliches Belvedere-Theater) kommenden Brüderpaares Artur und Emil Schwarz eröffnet. Ende September 1916 wurde die Bühne geschlossen „über Anordnung der Polizei, die auf dem Standpunkt steht, daß forcierte Gelegenheiten zum Geldausgeben, also etwa Champagner und Damengesellschaft, in diesen ernsten Zeiten vermieden werden muß“.<ref>Die Revuebühne „Femina“ gesperrt. In: Neues Wiener Journal, 29. September 1916, S. 10 (online bei ANNO).</ref>
Lokalität
Die Architektur des Lokals war nach Josef Hoffmann. Die Bühne wurde von Architekt Stefan Fayans (1879–1942) bedeutend vergrößert, die Einrichtung der Lokalität schufen die drei bildenden Künstler Carl Leopold Hollitzer, Emil Orlik und Gustav Klimt, koordiniert durch Adolf Loos.
Das Souterrain-Lokal und das Haus Johannesgasse 1 wurde 1945 beim letzten Bombenangriff auf Wien zerstört.<ref>Hugo Wiener: Zeitensprünge. S. 83.</ref>
Künstlerische Leitung
Auch nach dem Ersten Weltkrieg leiteten Arthur und Emil Schwarz die Bühne, jedoch ab November 1919 war Emil alleiniger Direktor, da sein Bruder Artur von einer Wiener Finanzgruppe zum Geschäftsführer des Palace Hotel (Semmering) bestimmt wurde. Dies betraf auch die Leitung des Lustspieltheaters, das das Duo Schwarz 1917 als Pächter Josef Jarnos zusätzlich übernommen hatten. Mit 1. September 1923 setzte das Brüderpaar seine bisher höchst erfolgreiche Karriere mit der Leitung des Ronacher fort.
Nach Abgang von Emil Schwarz führte Wilhelm Gyimes die Bühne, zuerst als Tanzlokal, dann erweitert mit einer Truppe von sechs Mädchen, den Femina-Girls, die in den Tanzpausen auftraten, wie auch einfache Schauspieler, welche Sketche aufführten.<ref>Hugo Wiener: Zeitensprünge. S. 84 f.</ref> 1925 pachtete Oskar Fronz senior von den nunmehrigen Besitzern Artur und Emil Schwarz die Femina. Hausautor der Bühne war Karl Farkas.
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 48° 12′ 19″ N, 16° 22′ 17″ O
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