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Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde
ESMA
 
 
Englische Bezeichnung European Securities and Markets Authority
Französische Bezeichnung Autorité européenne des marchés financiers
Organisationsart Agentur der Europäischen Union
Status Einrichtung des europäischen öffentlichen Rechts mit eigener Rechtspersönlichkeit
Sitz der Organe Paris, Frankreich
Vorsitz Verena Ross
Gründung 1. Januar 2011
www.esma.europa.eu/

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (Abkürzung ESMA von englisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))<ref>Website der ESMA. Abgerufen am 18. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> ist eine Agentur der Europäischen Union. Sie wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2011 durch die Verordnung (EU) 1095/2010 (ESMA-VO) errichtet.<ref>Verordnung (EU) Nr. 1095/2010 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24. November 2010 zur Errichtung einer Europäischen Aufsichtsbehörde (Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde), zur Änderung des Beschlusses Nr. 716/2009/EG und zur Aufhebung des Beschlusses 2009/77/EG der KommissionVorlage:Abrufdatum</ref> Gemeinhin wird sie als Nachfolgeeinrichtung des Ausschusses der Europäischen Aufsichtsbehörden für das Wertpapierwesen (englisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), CESR) angesehen, geht jedoch in ihren Aufgaben und Befugnissen weit über diesen hinaus. Die Agentur ist Bestandteil des Europäischen Finanzaufsichtssystems (englisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), ESFS).

Aufgabe der Behörde mit Sitz in Paris<ref>Art. 7 ESMA-VO</ref> ist es gemäß Art. 1 Abs. 5 Satz 1 ESMA-VO, das öffentliche Interesse zu schützen, indem sie für die Wirtschaft der Union, ihre Bürger und Unternehmen zur kurz-, mittel- und langfristigen Stabilität und Effektivität des Finanzsystems beiträgt. Dazu ist sie u. a. befugt, der Kommission Vorschläge für Verordnungen vorzulegen, oder gegenüber nationalen Behörden sowie in besonderen Fällen einzelnen Marktteilnehmern gegenüber direkt aktiv zu werden.

Aufgaben

Die ESMA ist unter anderem zuständig für die Zulassung von Ratingagenturen.<ref>Handelsblatt (23. September 2010): Parlament macht Weg für EU-Finanzaufsicht frei</ref> Sie spielt auch eine Rolle bei der Umsetzung der Richtlinie zu Managern alternativer Investmentfonds (AIFM-Richtlinie),<ref>ec.europa.eu: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Alternative Anlagen (Memento vom 17. März 2011 im Internet Archive)</ref> die nicht im Rahmen der OGAW-Richtlinie erfasste Investmentfonds wie Hedgefonds, Private Equity und geschlossene Fonds reguliert.<ref>Vorläufige Anfrage an CESR für technischen Ratschlag zu AIFMD Durchführungsmaßnahmen (PDF; 324 kB)</ref>

Innerhalb der Bemühungen der Europäischen Kommission für stärkere Transparenz beim Handel mit Derivaten soll die ESMA zukünftig auch diejenige Entscheidungsstelle sein, die festlegt, welche von den Kontrakten, die über einen Zentralen Kontrahenten bereits (freiwillig) abgewickelt werden, generell verpflichtend über eine Börse gehandelt werden müssen. Alternativ stünde den Marktteilnehmern sonst der außerbörsliche Handel (OTC) zur Verfügung. Gleichzeitig wird die ESMA in diesem Kontext gemeinsam mit dem Europäischen Ausschuss für Systemrisiken überprüfen, von welchen außerbörslich gehandelten Produkten ein zu großes systemisches Risiko ausgeht, so dass diese zukünftig verpflichtend börsengehandelt werden müssen.

Nach der Verordnung (EU) 2023/2859 soll die ESMA bis zum 10. Juli 2027 ein zentrales europäisches Zugangsportal (European Single Access Point – ESAP) errichten.

Hintergründe und Geschichte

Ursprung der Bemühungen zur europaweit einheitlichen Regulierung von Wertpapieren war die Finanzkrise ab 2007. Das Europäische Parlament beschloss die Gründung der ESMA am 22. September 2010.

Im Juni 2020 beauftragte die Europäische Kommission die ESMA mit der Untersuchung des Wirecard-Kollapses. Im November legte ESMA ihren Bericht vor, der mehrere Defizite der deutschen Aufsicht benannte.<ref>https://www.esma.europa.eu/sites/default/files/library/esma71-99-1420_esma_ftpr_wirecard_press_release.pdf</ref>

Ausschuss der Europäischen Aufsichtsbehörden für das Wertpapierwesen (CESR)

Die ESMA-„Vorgängerorganisation“ Ausschuss der Europäischen Aufsichtsbehörden für das Wertpapierwesen (CESR) wurde im Juni 2001 als ein unabhängiger europäischer Ausschuss der Wertpapier­regulierungsbehörden von der EU-Kommission gegründet. Die Arbeit vom CESR wurde von einem Sekretariat mit Sitz in Paris unter Führung eines Generalsekretariats unterstützt. Er setzte sich aus hochrangigen Vertretern der nationalen Wertpapieraufsichtsbehörden zusammen. CESR beriet die EU-Kommission bei Erstellung von Durchführungsregeln, die Rahmenrichtlinien im Wertpapiersektor konkretisieren. Damit wurde die Integration der europäischen Wertpapiermärkte beschleunigt und eine flexible Anpassung des Gemeinschaftsrechts an die sich verändernde Marktstruktur und -praxis gefördert.

Die anderen Stufe-3-Komitees waren CEIOPS (Versicherungs- und Pensionsfondsaufseher) und CEBS (Bankenaufseher).

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Agenturen:

Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit | Agentur der Europäischen Union für die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Strafverfolgung (Europol) | Agentur der Europäischen Union für Grundrechte | Agentur der Europäischen Union für die Aus- und Fortbildung auf dem Gebiet der Strafverfolgung | Agentur der Europäischen Union für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen (Eurojust) | Agentur der Europäischen Union für das Weltraumprogramm | Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden | Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum | Asylagentur der Europäischen Union | Behörde zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung | Drogenagentur der Europäischen Union | Einheitlicher Abwicklungsausschuss | Eisenbahnagentur der Europäischen Union | Europäische Agentur für das Betriebsmanagement von IT-Großsystemen | Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache (Frontex) | Europäische Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs | Europäische Agentur für Flugsicherheit | Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz | Europäische Arbeitsbehörde | Europäische Arzneimittel-Agentur | Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung | Europäische Bankenaufsichtsbehörde | Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit | Europäische Chemikalienagentur | Europäische Fischereiaufsichtsagentur | Europäische Stiftung für Berufsbildung | Europäische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen | Europäische Umweltagentur | Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde | Europäisches Institut für Gleichstellungsfragen | Europäisches Zentrum für die Förderung der Berufsbildung | Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten | Gemeinschaftliches Sortenamt | Agentur zur Unterstützung des GEREK | Übersetzungszentrum für die Einrichtungen der Europäischen Union

Agenturen für die
Gemeinsame Sicherheits-
und Verteidigungspolitik:

Europäische Verteidigungsagentur | Institut der Europäischen Union für Sicherheitsstudien | Satellitenzentrum der Europäischen Union

Agenturen der
Europäischen
Atomgemeinschaft:

Euratom-Versorgungsagentur | Europäisches gemeinsames Unternehmen für den ITER und die Entwicklung der Fusionsenergie (Fusion for Energy)

Exekutivagenturen:

Bildung und Kultur (EACEA) | Europäischer Forschungsrat (ERC) | Forschung (REA) | Gesundheit und Digitales (HADEA) | Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA) | Innovationsrat und kleine und mittlere Unternehmen (EISMEA) Europäisches Kompetenzzentrum für Cybersicherheit in Industrie, Technologie und Forschung (ECCC)

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