Europäische Umweltagentur
| Europäische Umweltagentur EUA | |
|---|---|
| Englische Bezeichnung | European Environment Agency |
| Französische Bezeichnung | Agence européenne pour l’environnement |
| Dänische Bezeichnung | Det Europæiske Miljøagentur |
| Organisationsart | Agentur der Europäischen Union |
| Status | Einrichtung des europäischen öffentlichen Rechts mit eigener Rechtspersönlichkeit |
| Sitz der Organe | Kopenhagen, Dänemark |
| Vorsitz | Leena Ylä-Mononen |
| Gründung | 1990 |
| eea.europa.eu | |
Die Europäische Umweltagentur (EUA, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Agentur der Europäischen Union. Sie ist eine 1990 mit der Verordnung (EWG) Nr. 1210/1990 vom Europäischen Rat gegründete Agentur. 1994 nahm die Agentur ihre Arbeit am Sitz in Kopenhagen, Dänemark, auf. Seit 2013 ist Leena Ylä-Mononen Exekutivdirektorin der Agentur.
Ihre Aufgabe ist es, politischen Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit sachdienliche Informationen und Daten im Bereich der Umwelt zu liefern. Dazu betreibt die EUA auch das Europäische Umweltinformations- und Umweltbeobachtungsnetz (EIONET) und koordiniert das Projekt CORINE Land Cover.
Die Agentur beschäftigt 295 Mitarbeiter (Stand: April 2026)<ref>EUA About us. In: Website der Europäischen Umweltagentur. Abgerufen am 21. April 2026.</ref> und hat im Fiskaljahr 2025 ein Budget von 108,6 Millionen Euro, davon stammen 74,5 Mio. (2024: 67,8 Mio.; 2023: 58,6 Mio.) Euro aus EU- und EFTA-Beiträgen und 34,1 Mio. (2024: 33,8 Mio.; 2023: 17,5 Mio.) Euro aus zweckgebundenen Mitteln, wie die des Erdbeobachtungsprogramms Copernicus.<ref>Document No C/2025/834 – Statement of revenue and expenditures for the 2025 financial year - European Environmental Agency (EEA). Europäische Umweltagentur, 28. Februar 2025, abgerufen am 21. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Aufgabe
Aufgabe der EUA ist das rechtzeitige Zusammentragen, Aufbereiten und Bereitstellen von sachdienlichen und zuverlässigen themenspezifischen Informationen über den Zustand und die Entwicklung der Umwelt auf europäischer Ebene.
Dazu betreibt die Agentur u. a. eine Datenbank, aus der sie auf definierten Indikatoren beruhende Informationen bezieht, die als Basis für umweltpolitische Entscheidungen dienen können. Dabei werden zunehmend die Wechselwirkungen zwischen ökonomischen, sozialen und ökologischen Aspekten von Lebensqualität berücksichtigt.
Die Gründungsverordnung sieht ebenfalls vor, dass die EUA alle fünf Jahre einen „Bericht [...] über den Zustand der sowie die Tendenzen und Aussichten für die Umwelt“ veröffentlicht. Vom 3. bis 6. März 2015 wurde der Bericht des Jahres 2015 bei einer Reihe von Veranstaltungen in Brüssel vorgestellt.<ref>SOER 2015 events in EEA countries — European Environment Agency. Abgerufen am 5. April 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Bericht des Jahres 2020 wurde am 4. Dezember 2019 veröffentlicht.<ref>The European environment — state and outlook 2020: knowledge for transition to a sustainable Europe. 4. Dezember 2019, abgerufen am 30. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im Rahmen des Wasser-Informationssystem für Europa veröffentlicht die Agentur regelmäßig Informationen zur Qualität von Gewässern.
Mitglieder
Die Agentur hat (Stand 2021) 32 Mitgliedstaaten, darunter die 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und die Türkei.<ref name="europa.eu"/> Außerdem kooperiert die EUA mit den sechs südosteuropäischen Ländern Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien.<ref name="europa.eu"/>
Laut Gründungsverordnung steht die Agentur auch Nichtmitgliedstaaten der EU offen, die auf dem Gebiet des Umweltschutzes ähnliche Ziele verfolgen wie die Gemeinschaft. So nehmen Island, Liechtenstein und Norwegen bereits seit der Gründung der Agentur an ihren Tätigkeiten teil, und im Jahre 2002 sind zwölf der 13 Kandidatenländer hinzugekommen, so dass die Agentur die erste Gemeinschaftseinrichtung ist, die diese Länder als neue Mitglieder begrüßen konnte. Seit dem 1. April 2006 ist auch die Schweiz Mitgliedsstaat der EUA. Großbritannien jedoch beendete mit seinem Austritt aus der EU Ende Januar 2020 auch seine Mitgliedschaft in der EUA.
Die Agentur arbeitet aktiv mit internationalen Einrichtungen und Organisationen auf dem Gebiet des Umweltschutzes zusammen.
Wissenschaftlicher Beirat zum Klimawandel
Mit dem am 29. Juli 2021 in Kraft getretenen Europäischen Klimagesetz wurde an der Europäischen Umweltagentur der 15-köpfige Wissenschaftliche Beirat zum Klimawandel (auch Europäischer Klimarat<ref>Z.B. Europäisches Parlament und Ministerrat einigen sich auf EU-Klimagesetz. Verband kommunaler Unternehmen, 26. April 2021, abgerufen am 25. Oktober 2021.</ref>) eingerichtet. Die Mitglieder des Beirats werden vom Verwaltungsrat für vier Jahre benannt. Der Beirat wählt sich einen Vorsitz und gibt sich selbst eine Geschäftsordnung, er soll seine Aufgaben unabhängig von der EUA wahrnehmen. Die Mitglieder sollen ihre Stellungnahmen unabhängig von den Mitgliedstaaten und Organen der EU abgeben.<ref>Verordnung (EG) Nr. 401/2009 über die Europäische Umweltagentur und das Europäische Umweltinformations- und Umweltbeobachtungsnetz in der konsolidierten Fassung vom 29. Juli 2021Vorlage:Abrufdatum, Artikel 10a</ref><ref>European Scientific Advisory Board on Climate Change. 27. September 2021, abgerufen am 25. Oktober 2021.</ref>
Das Europäische Klimagesetz weist dem Beirat die Aufgabe zu, anhand der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aus den IPCC-Berichten und Klimadaten zu beraten und Berichte zu erstellen. Dabei soll es um die Klimaziele, Treibhausgasbudgets und klimapolitische Maßnahmen der Europäischen Union gehen, einschließlich deren Vereinbarkeit mit den internationalen Verpflichtungen im Rahmen des Übereinkommen von Paris. Außerdem soll der Beirat zum wissenschaftlichen Austausch beitragen und das Bewusstsein für den Klimawandel schärfen.<ref>Verordnung (EU) 2021/1119 zur Schaffung des Rahmens für die Verwirklichung der Klimaneutralität und zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 401/2009 und (EU) 2018/1999 („Europäisches Klimagesetz“)Vorlage:Abrufdatum, Artikel 3</ref>
Für die erste Amtsperiode berief der Vorstand der Umweltagentur am 24. März 2022 folgende Mitglieder in den Beirat (angegeben sind ihre Staatsbürgerschaften, denn jedes EU-Land darf maximal durch zwei Staatsbürger vertreten sein):<ref>Members of the Advisory Board. European Scientific Advisory Board on Climate Change, abgerufen am 22. Januar 2024.</ref>
- Ottmar Edenhofer Datei:Flag of Germany.svg Deutschland (Vorsitz)
- Jette Bredahl Jacobsen Datei:Flag of Denmark.svg Dänemark (Stellvertretende Vorsitzende)
- Laura Díaz Anadón Datei:Flag of Spain.svg Spanien Datei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten (Stellvertretende Vorsitzende)
- Maarten Van Aalst Datei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande
- Constantinos Cartalis Datei:Flag of Greece.svg Griechenland
- Suraje Dessai Datei:Flag of Portugal.svg Portugal Datei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich
- Vera Eory Datei:Flag of Hungary.svg Ungarn Datei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich
- Edgar Hertwich Datei:Flag of Austria.svg Österreich
- Lena Kitzing Datei:Flag of Denmark.svg Dänemark Datei:Flag of Germany.svg Deutschland
- Elena López-Gunn Datei:Flag of Spain.svg Spanien Datei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich
- Lars J. Nilsson Datei:Flag of Sweden.svg Schweden
- Keywan Riahi Datei:Flag of Austria.svg Österreich
- Joeri Rogelj Datei:Flag of Belgium (civil).svg Belgien
- Nicolaas Schrijver Datei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande
- Jean-François Soussana Datei:Flag of France.svg Frankreich
Siehe auch
Weblinks
- eea.europa.eu
- europa.eu: Europäische Umweltagentur (EUA)
- Verordnung (EG) Nr. 401/2009 über die Europäische Umweltagentur und das Europäische Umweltinformations- und Umweltbeobachtungsnetz in der konsolidierten Fassung vom 29. Juli 2021Vorlage:Abrufdatum
- Literatur von und über Europäische Umweltagentur im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
<references responsive > <ref name="europa.eu">Länder und Eionet. European Environment Agency (EEA), abgerufen am 3. November 2021.</ref> </references>
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