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Emanuel Günther

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Emanuel Günther
Personalia
Geburtstag 13. November 1954
Geburtsort WormsDeutschland
Größe 177 cm
Position Stürmer
Junioren
Jahre Station
1961–1973 Wormatia Worms
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1973–1977 Wormatia Worms 88 0(63)
1977–1978 Karlsruher SC 38 0(27)
1978–1979 Fortuna Düsseldorf 13 00(4)
1979–1987 Karlsruher SC 274 (108)
1987–1992 1. FC Pforzheim 142 00(9)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Emanuel Günther (* 13. November 1954 in Worms) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Sowohl in der 1. als auch in der 2. Bundesliga ist der Stürmer im Herbst 2024 noch immer der erfolgreichste Torschütze des Karlsruher SC in beiden Spielklassen.

Sportliche Laufbahn

Der Rheinhesse begann seine Karriere im Herrenbereich bei Wormatia Worms in der Regionalliga Südwest. 1974 spielte der Verein in der neugegründeten 2. Bundesliga. Erst nach dem Abstieg in die 1. Amateurliga Südwest 1975 wurde Günther Stammspieler bei der Wormatia. 1975/76 erzielte er in 32 Spielen 21 Tore, Worms wurde souverän Meister, konnte sich aber in der Aufstiegsrunde nicht durchsetzen. 1976/77 wurde Günther Torschützenkönig der Amateurliga Südwest (32 Tore in 31 Spielen). Wormatia Worms wurde erneut Meister und stieg diesmal in die 2. Bundesliga auf.

Für den Zweitligisten Karlsruher SC und dessen Trainer Bernd Hoss, mit dem er gemeinsam aus Worms kam,<ref name="kicker_2007"/> lief Günther ab Sommer 1977 im Wildpark auf. Gleich in seiner ersten Saison dort avancierte er zum Stammspieler und Torjäger der Karlsruher und wurde mit 27 Toren in 38 Spielen Torschützenkönig. Zur folgenden Saison „musste“ er zum Bundesligisten Fortuna Düsseldorf wechseln: Der KSC stand unter finanziellem Druck und erhielt die Lizenz nur durch den Erlös (700.000 DM) aus dem Verkauf von Günther.<ref name="kicker_2007">Jan Lustig: Günther: „Verkauf als Dankeschön.“ In: kicker Sportmagazin. 28. Juni 2007, Seite 25.</ref> Er traf für die Fortuna zwar gleich in seinem ersten Spiel, wurde aber nach einer verletzungsbedingten Pause von Thomas Allofs verdrängt. Nach seiner Genesung konnte er sich gegen diesen und gegen dessen Bruder Klaus nicht mehr durchsetzen, so dass er nach einem Jahr zum KSC zurückkehrte.<ref name="kicker"/>

Dort erlebte er acht wechselhafte Jahre mit drei Auf- und zwei Abstiegen. In beiden Spielklassen Liga war Günther ein zuverlässiger Torjäger und wurde darüber hinaus dreimal (1978, 1980 und 1984) Zweitligatorschützenkönig. Seine 37 Bundesligatore markieren bis heute den Oberhausrekord der Badener. Unter Trainer Lothar Buchmann wurde der zweikampfstarke Günther ab 1985/86 überwiegend in der Defensive eingesetzt.

Insgesamt stand Günther in 186 Zweitligabegegnungen für den KSC auf dem Platz und erzielte dabei 98 Tore. In der Bundesliga kam er für die Karlsruher und die Düsseldorfer Fortuna auf insgesamt 139 Spiele und 41 Tore.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Emanuel Günther - Matches and Goals in Bundesliga.] RSSSF.org, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. November 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Günther foulte 1981 in einem Meisterschaftsspiel den Braunschweiger Hasse Borg so schwer, dass dieser mit einem komplizierten Beinbruch in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste.<ref name="kicker"/> Als Folge geriet der Karlsruher – ähnlich wie im selben Jahr Norbert Siegmann nach seinem Tritt gegen Ewald Lienen – wochenlang in die Negativschlagzeilen der (Boulevard-)Presse.<ref>Herdin Wipper: Sportpresse unter Druck (Dissertation) Seite 115.</ref>

Nachdem er mit dem KSC 1986/87 zum dritten Mal aufgestiegen war, Günther in der Aufstiegssaison zum neuen Trainer Winfried Schäfer aber kein gutes Verhältnis hatte, verzichtete der mittlerweile 32-Jährige auf eine weitere Bundesligasaison.<ref name="kicker">David Bernreuther: „Littbarski kam mit 100 Mark in die Kabine.“ In: kicker Sportmagazin. 31. Oktober 2024, Seite 54/55.</ref> Er wechselte ins Amateurlager zum Oberligisten 1. FC Pforzheim, wo er seine aktive Laufbahn ausklingen ließ.

Weiterer Werdegang

Nach seiner sportlichen Laufbahn blieb er in Pforzheim und arbeitete in der Sportbekleidungsbranche.

Literatur

  • Christian Karn, Reinhard Rehberg: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Spielerlexikon 1963–1994. AGON Sportverlag, Kassel 2012. ISBN 978-3-89784-214-4, Seite 172/173.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1975: Volker Graul (N), Bernd Hoffmann (S) | 1976: Norbert Stolzenburg (N), Karl-Heinz Granitza (S) | 1977: Franz Gerber (N), Lothar Emmerich (S) | 1978: Horst Hrubesch (N), Emanuel Günther (S) | 1979: Karl-Heinz Mödrath (N), Eduard Kirschner (S) | 1980: Christian Sackewitz (N), Emanuel Günther (S) | 1981: Frank Mill (N), Horst Neumann (S) | 1982: Rudi Völler | 1983: Dieter Schatzschneider | 1984: Emanuel Günther / Roland Wohlfarth | 1985: Manfred Burgsmüller | 1986: Leo Bunk | 1987: Siegfried Reich | 1988: Souleymane Sané | 1989: Sven Demandt | 1990: Maurice Banach | 1991: Michael Tönnies | 1992: Radek Drulák (N), Michael Preetz (S) | 1993: Siegfried Reich | 1994: Uwe Wegmann | 1995: Jürgen Rische | 1996: Fritz Walter | 1997, 1998: Angelo Vier | 1999: Bruno Labbadia | 2000: Tomislav Marić | 2001: Olivier Djappa / Artur Wichniarek | 2002: Artur Wichniarek | 2003: Andrij Woronin | 2004: Francisco Copado / Marek Mintál | 2005: Lukas Podolski | 2006: Christian Eigler | 2007: Giovanni Federico | 2008: Milivoje Novakovič | 2009: Benjamin Auer / Cédric Makiadi / Marek Mintál | 2010: Michael Thurk | 2011: Nils Petersen | 2012: Alex Meier / Olivier Occéan / Nick Proschwitz | 2013: Domi Kumbela | 2014: Mahir Sağlık / Jakub Sylvestr | 2015: Rouwen Hennings | 2016, 2017: Simon Terodde | 2018: Marvin Ducksch | 2019: Simon Terodde | 2020: Fabian Klos | 2021: Serdar Dursun | 2022: Simon Terodde | 2023: Tim Kleindienst | 2024: Robert Glatzel / Haris Tabaković / Christos Tzolis | 2025: Davie Selke Vorlage:Klappleiste/Ende

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