Elohim
Elohim ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr |SERVICE={{#if: {{#invoke:TemplUtl|faculty| }} | {{#if: {{#invoke:TemplUtl|faculty| 0}} | Ivrit | {{#if: {{#invoke:TemplUtl|faculty| 0}} | neuhebräisch | {{#if: {{#invoke:TemplUtl|faculty| 0}} | hebräisch}}}}}} | hebräisch}} |SUITABLE=iv modern prefix neu}} maskuline Pluralform von {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr |SERVICE={{#if: {{#invoke:TemplUtl|faculty| }} | {{#if: {{#invoke:TemplUtl|faculty| 0}} | Ivrit | {{#if: {{#invoke:TemplUtl|faculty| 0}} | neuhebräisch | {{#if: {{#invoke:TemplUtl|faculty| 0}} | hebräisch}}}}}} | hebräisch}} |SUITABLE=iv modern prefix neu}} als das Singular) ist in der hebräischen Bibel – dem Tanach – nach {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}} die zweithäufigste Bezeichnung für „Gott“, wird aber häufig auch als Eigenname gebraucht.<ref>Wolfhart Pannenberg: Systematische Theologie. Bd. 1, Göttingen 1988, S. 78.</ref> Laut Wellhausens Urkundenhypothese des Pentateuchs ist diese „elohistische“ Textschicht, wo für Gott „Elohim“ geschrieben wird, um etwa ein Jahrhundert jünger als die „jahwistische“ Schicht aus dem 9. Jh. v. Chr., wo der Gottesname „JHWH“ lautet. Verwandt ist das arabische Wort Allah sowie vielleicht die altheidnischen germanischen Wörter für Tempel, Heiliger Hain: asächs. alah, angls. ealh, got. alhs (auch asächs. wîh, anord. vé).
Etymologie
Grammatikalisch stellt {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}} zunächst den numerischen Plural zu {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}}, einer westsemitischen Nebenform von {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}}, dar.<ref name=":0">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Da die Singularform erst in späteren Texten bezeugt ist, nahm man früher an, es handle sich dabei um eine sekundäre, aus {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}} abgeleitete Bildung. Dieser These ist jedoch nicht zu folgen, da im Aramäischen und Arabischen eine Singularform *’ilāh bekannt ist.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>
Wenn auch die Form {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}} wiederholt im Plural für die Bezeichnung fremder Götter verwendet wird (vgl. Vorlage:Bibel/Link u. ö.), wird sie meist mit singularischer Bedeutung als Bezeichnung für {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}} verwendet. So ist davon auszugehen, dass der Plural in späterer Zeit im Sinne eines Identitäts-, Abstrakt-, Herrschafts- bzw. Hoheitsplurals verstanden wurde.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref><ref name=":02">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>
Zunächst bezeichnet {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}} allgemein die Zugehörigkeit zur numinosen Sphäre (vgl. auch Bezeichnungen wie „Gotteshaus“, „Gottessöhne“ u. Ä.), daraus ergibt sich auch die steigernde Funktion des Begriffs (vgl. „Gottesfeuer“, „Gottesschrecken“ u. Ä.).<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> An einigen Stellen bezeichnet {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}} göttliche Manifestationen, die später für {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}} beansprucht wurden, obwohl dort nicht ihr Ursprung liegt (vgl. Vorlage:Bibel/Link).<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>
{{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}} ist appellativisch oder als Eigenname mit „Gott“ zu übersetzen, der Plural {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}} kontextabhängig mit „Götter“ oder „Gott“, wissenschaftlich wird {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}} auch mit Elohim wiedergegeben. Die Begriffsgrenze ist fließend.<ref name=":0" />
Die genaue Etymologie der Bezeichnung {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}} ist umstritten.<ref name=":0" /><ref>Zur Diskussion: s. Marvin Hoyle Pope: Vetus Testamentum Supplements 2,19 f</ref>
Die Bezeichnung {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}} stammt vermutlich aus dem Kontext der Pentateuchredaktion und schuf einen Übergang zwischen beiden Benennungen.<ref name=":1">{{#if: 19928
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| Angabe des/der Autoren fehlt (Hilfe)
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}}Michaela Bauks, Michael Pietsch, Stefan Alkier (Hrsg.): Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex), Stuttgart {{#if: | {{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}|}} | 2006 ff.}}{{#if: 19928
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In der Septuaginta wird {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}} für gewöhnlich mit {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} wiedergegeben.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>
Verhältnis von Elohim zu anderen Gottesbezeichnungen
In der Priesterschrift wird die Bezeichnung {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}} in der Urgeschichte<ref>Andreas Schüle: Urgeschichte. Mai 2008, auf die-bibel.de [1]</ref>, also für den allgemeinen Gottesbezug verwendet. Demgegenüber wird als Gottesbezeichnung der Väterzeit {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}} genutzt, und der Gottesname {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}} erst an Mose offenbart (Vorlage:Bibel/Link). So zeichnet die Priesterschrift eine Offenbarungsgeschichte von der revelatio generalis zur revelatio specialis.<ref name=":1" />
Das Bewusstsein, dass {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}} der einzige Gott ist, zeigt sich auch in der Ersetzung des Gottesnamens durch {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}} im elohistischen Psalter und der Chronik, obwohl hier auch die Ehrfurcht vor dem Gottesnamen eine Rolle gespielt haben mag.<ref name=":1" />
Nach rabbinischem Verständnis bezeichnet {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr}} die richtende Seite Gottes, während der Gottesname seine Barmherzigkeit hervorhebt. Philo kehrt diese Zuordnung um. Jedoch sind diese Aspekte Gottes nicht zu trennen.<ref name="RGG">{{#if: Friedemann W. Golka | Friedemann W. Golka: }}{{#if: Jona/Jonabuch | Jona/Jonabuch | Elohim }}. In: Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG). {{#if: | {{{Auflage}}} | 4 }}. Auflage. {{#if: 4 | Band 4, }} Mohr-Siebeck, Tübingen {{#switch: {{#if: | {{{Auflage}}} | 4 }}-4 |1- = 1909–1913 |2- = 1927–1931 |2-1 = 1927 |2-2 = 1928 |3- = 1957–1965 |3-1 = 1957 |3-2 = 1958 |3-3 = 1959 |3-4 = 1960 |3-5 = 1961 |3-6 = 1962 |4- = 1998–2005 |4-1 = 1998 |4-2 = 1999 |4-3 = 2000 |4-4 = 2001 |4-5 = 2002 |4-6 = 2003 |4-7 = 2004 |4-8 = 2005 }}{{#if: 567 | , Sp. 567{{#if: 569 | {{#ifeq: 567 | 569 | | –569 }} }} }}.</ref>
Urkundenhypothese
Dass die Namen Elohim und JHWH im Pentateuch in verschiedenen Zusammenhängen genannt werden, war entscheidender Anhalts- und Ausgangspunkt für die Urkundenhypothese der alttestamentlichen Exegese im 19. Jahrhundert: Sie behauptete, dass der Pentateuch literarisch aus zwei bis vier unabhängig voneinander verfassten Quellenschriften zusammengesetzt wurde. Den vermuteten Autor der Textstränge, die Gott durchgängig Elohim nennen, nannte man den Elohisten im Unterschied zum Jahwisten, dem man die ausschließliche Verwendung des Eigennamens JHWH zuschrieb. Die von Julius Wellhausen klassisch formulierte Hypothese der Pentateuchquellen gilt als umstritten.<ref>Vgl. Elohist. Zum Jahwisten das Buch von Hans Heinrich Schmid: Der sogenannte Jahwist: Beobachtungen und Fragen zur Pentateuchforschung. Zürich 1976. ISBN 978-3-290-11368-1.</ref>
Literatur
- Walter Beltz: Gott und die Götter – Biblische Mythologie. Aufbau-Verlag, Berlin und Weimar 1990, ISBN 3-351-00976-3.
- Jochen Teuffel: NAMENSgedächtnis statt Gottdenken. Von den Schwierigkeiten mit dem europäischen Gottesbegriff. In: Interkulturelle Theologie, Jg. 37.2011, H. 4, {{#invoke:URIutil|{{#ifeq:1|1|linkISSN|targetISSN}}|1867-5492|0}}{{#ifeq:1|0|[!]
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}}, Seiten 332–348.
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Weblinks
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Einzelnachweise
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